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Kiss-Syndrom? Zufriedenes Kind mit mäßiger Rumpfhypotonie

AAure]li^e1 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Vielleicht könnt ihr helfen? Die Tochter von meine Schwester ist ein Jahr und kann sich nicht selber hin setzen und nicht krabbeln nur robben. Sie bekommt jetzt Krankengymnastik wegen mäßiger Rumpfhypotonie.

Eine Freundin hat gesagt ihr Baby hat das auch gehabt und es hatte KISS und es ist nach der Therapie ganz ganz schnell viiiieel besser geworden. Aber der war auch ein Schreikind. Sie sagte alle die Kiss haben sind auch Schreikinder. Die von meiner Schwester ist aber immer total zufrieden und glücklich. Sie liegt halt meist rum und guckt zu oder steckt Sachen in irgendwas.

Meine Schwester hat auch den KiA gefragt wegen KISS und der hat gesagt das ist quatsch und KISS gibt es gar nicht.

Meine Schwester ist sehr verzweifelt.

Was meint ihr dazu? Es ist glaube ich super teuer das zu behandeln und wenn man schon weiss das es nichts bringt? Für meine Schwester sind 300 Euro oder so unheimlich viel Kohle. Sie müsste lange sparen. Aber wenn es eine gute chance gibt dass es hilft dann würde sie alles machen. Irgendwie.

Antworten
Efleoqnoxra


Ich denke Geld sollte da keine Rolle spielen, da es um ein gesamtes Leben fürs Kind geht. Mehrere Ärztemeinungen einholen, würde ich empfehlen. Dann kann man auch mit einer Diagnose arbeiten. Selbstdiagnosen sind allgemein kontraproduktiv.

C^a0oimLhee


War sie zufällig mal beim Osteopathen? Kostet ca. 40€ die Stunde.

PFiMa]0509


Meint der Kinderarzt denn, daß etwas nicht okay ist?

Mein Sohn ist total gemütlich. Er ist auch erst mit fast einem Jahr selbst hingesessen und gekrabbelt. Zum Laufen mussten wir ihn dann auch "nötigen", da er selbst keine Anstalten gemacht hat.

Warum macht ihr euch Sorgen um das Kind? Weil es nicht der Norm entspricht? Weil es nicht so schnell in der Entwicklung ist, wie ein anderes Kind? Wer gibt denn heute die Norm vor? Die Gesellschaft. Das ständige Vergleichen etc. Die Kleine meiner Freundin war immer total zufrieden und ausgeglichen. War fast zwei Jahre, bis sie gelaufen ist. Die Mutter total entspannt und das Kind ist jetzt mit drei Jahren ein richtiger Räuber....

m2in/cepxie


Ob es KISS gibt oder nicht, sei mal dahingestellt. Da gehen die Meinungen wirklich arg auseinander.

Meiner war jedenfalls auch irre schief (aber: sehr entspanntes Kind) und wir haben dann Physio verschrieben bekommen. Beide Physiotherapieraxen hatten auch Osteopathen da und haben uns zwischendurch Osteopathiesitzungen machen lassen, die dann zwei normale Sitzungen "verbraucht" haben. So kostete das dann nichts. Gebracht hat es m.M.n. aber auch nicht mehr als die Physio.

Vielleicht telefoniert Sie mal rum und schaut nach einer Praxis, die soetwas organisieren kann?

HUypersion


Hi

Eine Freundin hat gesagt ihr Baby hat das auch gehabt und es hatte KISS und es ist nach der Therapie ganz ganz schnell viiiieel besser geworden

KISS ist heute die Modediagose für alle kindlichen Probleme. Ist das Kind nicht "normal" so wird ihm gleich KISS angedichtet und die Mütter rennen wie verrückt zum einrenken mit den Kindern. Dann wird an der enpfindlichen Säuglings-HWS herummanipuliert was selbst die die Gesellschaft für Neuropädiatrie ablehnt und nicht empfiehlt. Aber mit Kiss kann man ja auch gut Geld machen, was sicher ein Grund mit ist.

Meine Schwester hat auch den KiA gefragt wegen KISS und der hat gesagt das ist quatsch und KISS gibt es gar nicht.

Meine Schwester ist sehr verzweifelt.

Das KISS-Syndrom muss sehr kritisch betrachtet werden ( weil imer noch ein wissenschaftlicher Nachweis fehlt) und man sollte sich nicht zu voreilig auf so eine "Diagnose" verlassen oder sich das KISS-Sndrom einreden lassen.

Ich rate von einer Manipulation ( Einrenken) an der HWS eines Säuglings oder Kleinkindes ab, denn das ist nicht ungefährlich.

Zudem rate ich, dass ihr euch nochmal andere fachärztliche Meinungen einholt. Das KISS-Syndrom eine umstrittene Diagnose ( ich sage immer Modediagnose) und darum sollte man nicht zu voreilig auf den KISS-Zug aufspringen und sich damit von irgendwelchen anderen Müttern, unseriösen Heilpraktikern, Ärzten, Osteopathen, Hebammen, Scharlatanen usw verrückt machen lassen.

Das Kiss-Syndrom wurd gerne bei Störungen in allen Lebenslangen eines Kindes verwendet oder dem Kind angedichtet :-/

Wendet euch darum nochmal an weitere Fachärzte zur genauen abklärung. Alleine auf die Aussage eines Arzte würde ich mich heute nicht mehr verlassen, schon gar nicht, wenn es um mein Kind oder meine eigene Gesundheit geht.

Was ich damit aussagen will ist, dass viele Mütter sich ein KISS-Syndrom von Scharlatanen, Heilpraktikern, Osteopathen, Physios, Hebammen, Krankenschwestern, Ärzten oder den Freundinnen beim Kaffeklatsch einreden lassen und sobald das Kind sich nicht "normal" verhält oder anders gesagt eine "Verhaltensstörung" aufweist wie aufgescheuchte Hühner zum Einrenken rennen in der Hoffung das sich damit alle Probleme sofort lösen.

Viele angebliche KISS-Kinder sind gar keine und es wird zu unrecht an der empfindlichen HWS herummanipuliert, nur weil das Kind sich nicht so wie andere verhält.

Ein weiteres Unding ist es, wenn die betroffenen Kinder und Mütter regelmäßig zum Einrenken z.B. beim Osteopathen rennen oder bestellt werden. Hier werden dann in JEDER Sitzung weiß Gott wieviele Blockaden an dem Kind gelöst und immer wieder neue Diagnostiziert, sodas man dort schon fast zum Stammkunde wird.

So entsteht ein Teufelskreislauf, denn regelmäßiges Einrenken fördert erneute Blockaden.

Kurz gesagt, nicht alle Verhaltensstörungen sind ein KISS und mit der Diagnose KISS muss man ganz vorsichtig und kritisch umgehen.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/KiSS-Syndrom]]

Aus dem Link:

In randomisierten Studien, die es zu diesem Themengebiet nur sehr vereinzelt gibt, konnte für die Manualtherapie keine überlegene Wirksamkeit nachgewiesen werden.....

Die Gesellschaft für Neuropädiatrie führt an, dass Manipulationen im Bereich der Halswirbelsäule zur Behandlung von Symmetriestörungen oder motorischen Koordinationsstörungen grundsätzlich nicht zu empfehlen seien.[4]

Ralf Stücker, Privatdozent und Leitender Arzt der Abteilung Kinderorthopädie am Altonaer Kinderkrankenhaus führt an, dass die "(…) unter der Etikette (des) KISS-Syndrom durchgeführte Röntgenuntersuchung und Behandlung der Kopfgelenke unzähliger Säuglinge und Kleinkinder nach heutigem Kenntnisstand jedoch in keiner Weise gerechtfertigt" seien.

Hier Links zum Nachlesen:

[[http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,613521,00.html Erfundene Krankheit:Biedermanns schiefe Babys]]

[[http://www.zeit.de/2000/35/200035_kiss.xml/seite-1]]

[[http://www.neuropaediatrie.com/uploads/media/Kiss_und_Arlen_neu._01.pdf Stellungnahme der Gesellschaft für Neuropädiatrie e.V]]

H^y0per!ion


Weitere Beiträge hier in dem Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Kindermedizin/464873/]]

Cpao~i7mhxe


Ein weiteres Unding ist es, wenn die betroffenen Kinder und Mütter regelmäßig zum Einrenken z.B. beim Osteopathen rennen oder bestellt werden. Hier werden dann in JEDER Sitzung weiß Gott wieviele Blockaden an dem Kind gelöst und immer wieder neue Diagnostiziert, sodas man dort schon fast zum Stammkunde wird.

Zwei eigene Kinder und ganz viele Freundinnen mit Kind aber niemand wurde Stammkunde da. Die allermeisten waren einmal dort, dann hieß es, wenn nichts weiter ist, Glückwunsch zum gesunden Kind.

DxieKrBuemi


Alleine auf die Aussage eines Arzte würde ich mich heute nicht mehr verlassen, schon gar nicht, wenn es um mein Kind oder meine eigene Gesundheit geht.

In diesem Fall wurde KISS ja garnicht von einem Arzt diagnostiziert, sondern von der Freundin der Tante des betroffenen Kindes, die schlimmstenfalls das Kind garnicht kennt......

Das Kind ist jetzt in krankengymnastischer Behandlung wg. mäßiger Rumpfhypotonie, wieso nicht einfach mal abwarten, ob es Verbesserungen gibt und entspannt bleiben?

H ypedrion


Wie gesagt, das KISS-Syndrom muss immer sehr kritisch betrachtet und hinterfragt werden.

Coyarxa


meine tochter war ein schreikind, hatte kiss und ist erst mit 13 monaten gerobbt.

wir sind nach vielen oddyseen mit vielen verschiedenen ärzten und zig osteopathieterminen und unzäligem geldausgeben zu dr. biedermann nach köln gefahren. und seitdem war ruhe. ich kann ihn nur weiter empfehlen.

ich weiß dass das thema kiss kritisch zu behandeln ist. aber wir hatten erfolg, meiner tochter ging es ab da super.

k%lXei_nhäsc_henx80


Gut ich reihe mich dann mal ein, mit meinem Sohn einmal beim Doc gewesen. Fehlstellung des Atlaswirbels, selbst für mich erkennbar am Röntgenbild.

Ausserdem wurde er nicht "eingerenkt", sondern es wurde lediglich ein Impuls gegeben. Meinem Sohn ging es ab diesem Tag besser. Er konnte sofort nach der Behandlung die Treppen wie ein normales Kind gehen und hatte keine Schmerzen mehr.

Allerdings wurde es meiner Meinung nach zu spät erkannt und er hat somit weiterhin erhebliche Motorische und soziale Defizite.

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