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Baby schon impfen, ja oder nein?

LfilaWLinxa


Das Thema an sich ist eigentlich überflüssig, entweder ich möchte es als Mutter, oder ich möchte es nicht, so einfach ist das..was bringen mir da zig Meinungen zu..nichts.

Argumente aber schon.

Waick


Aber die Argumente kann man sich doch zu genüge pro und contra aus dem Internet ziehen, wie die TE ja auch schon getan hat.

_7Bliz\za`_


@ kattilein

Es war doch nun mehrfach zu lesen, dass es bei

Honey_Bunny um die POCKEN-Impfung ging. Auch ich bin noch zu DDR-Zeiten gegen POCKEN geimpft worden, bis heute ziert die typische kreisrunde Narbe meinen Arm.

Die Impfung gegen WINDPOCKEN dagegen wird erst seit 2004 in Deutschland empfohlen. Hier noch ein interessanter Artikel dazu:

[[http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kinderkrankheiten-wie-sinnvoll-ist-die-impfung-gegen-windpocken-1.1710340]]

Ich selbst empfinde den Großteil der Impfungen als einen Segen für die Gesundheit.

C4aoimhxe


Selbst wurde ich als Kind auch geimpft, habe auch Kinderkrankheiten bekommen, Masern, Röteln, Windpocken..Keuchhusten war das schlimmste, die anderen Sachen gingen reibungslos ab.

Der Mist bei Keuchhusten ist, dass die, die den Schutz am Dringendsten bräuchten - nämlich Säuglinge - keinen haben. Selbst beim frühestmöglichen Impfzeitpunkt kann es entweder davor passieren oder auch noch danach. Fast 20% der Geimpften (also einer von fünf!) ist nicht vor Keuchhusten geschützt. Das ist m.E. nach nach Hep. B die überflüssigste und "riskanteste" Impfung. Da es fast alle Impfstoffe aber nur noch in Kombination mit Pertussis gibt..

kFattxileZin


Caoimhe

zustimm :)^

in den 90ern wurde die Empfehlung für Pertussis sogar zurückgenommen. Dennoch ist es in den Kombis automatisch enthalten. Was soll das?

Es gibt Kinder, die in dem jungen Alter Atemprobleme haben, eh schon unter Apnoen leiden, ohne das dies genau diagnostiziert ist. Meist gibt sich das im Laufe der Zeit. Impft man da noch ordentlich Keuchhusten drauf, wirds echt gefährlich.

Wird vor Impfungen überhaupt mal ein Blutbild gemacht, um zu schauen, ob es Auffälligkeiten gibt?

Korrigiert mich bitte, wenn es Gründe dafür gibt, die das überflüssig machen...

H$oney_Bcunny91


Also es waren tatsächlich DIE Pocken!

Keine Windpocken, die gabs zu der zeit glaube ich noch gar nicht als impfform... ":/ dagegen hab ich mich erst mit 19 impfen lassen ;-)

Die "normale" Pockenimpfung ist die, die schöne Narben am linken Oberarm hinterlässt weil man da mit einem Messer geritzt und das Zeug dann reingeträufelt wird ;-)

R_oma;na4x0


Mein dreijähriger Sohn wurde nicht gegen Keuchhusten geimpft damals.

In Winterzeit wurde er sehr krank. Wir müssten Weihnachten zwei mal einen Notarzt rufen, weil ich dachte mein Kind erstickt. Er bekamm alle möglichen Notfalmedikamenten, was ihn garnicht geholfen haben. Wir sind jeden tag von Kinderarzt zur Kinderarzt, weil wir Angst um ihn hatten bis wir eine Kinderärtin gefunden haben, die ihn wirklich geholfen hat. Sie hat Keuchhusten diagnosiert. Er bekam ein Antibiotikum, was wirklich nach erste Annahme, Wirkung zeigte. Nach vier Tagen konnte er ganz normal atmen und war wieder frühlicher Junge.

Ich mus dazu sagen, das mir diese Krankheit wirklich Angst machte. Ich habe Tag und nacht an seite meines Kindes verbracht. Weihnachten sind an uns einfach vorbei geflutscht. Nichtmal die Geschenke haben den kleinen interessiert

s]ommjersprXosseD 2


@ cao,

Der Mist bei Keuchhusten ist, dass die, die den Schutz am Dringendsten bräuchten – nämlich Säuglinge – keinen haben. Selbst beim frühestmöglichen Impfzeitpunkt kann es entweder davor passieren oder auch noch danach. Fast 20% der Geimpften (also einer von fünf!) ist nicht vor Keuchhusten geschützt.

Es stimmt zwar, dass bei Keuchhusten oft nur ein unzureichender Nestschutz besteht, aber das ist auch der Grund für den frühen Impfbeginn mit 8 Wochen. Bereits nach der ersten Impfung ist man zu etwa 90% geschützt. Denn Keuchhusten kann bei Säuglingen unter 6 Monaten tödlich sein.

@ Romana,

und was ist nun die Schlussfolgerung aus deinem letzten Beitrag?

viele Grüße

C_aoUimhDe


Es stimmt zwar, dass bei Keuchhusten oft nur ein unzureichender Nestschutz besteht, aber das ist auch der Grund für den frühen Impfbeginn mit 8 Wochen.

8 Wochen reichen für eine Infektion ;-)

Bereits nach der ersten Impfung ist man zu etwa 90% geschützt.

Säuglinge auf Grund ihres Immunsystems halt nicht. Und es sind auch nur etwas mehr als 80%.

Denn Keuchhusten kann bei Säuglingen unter 6 Monaten tödlich sein.

Unbeobachtet. Babys mit Keuchhusten werden aber immer stationär beobachtet und sind dort außer Gefahr. In einer Klinik stirbt kein Kind an Keuchhusten - sagt unser Kinderarzt.

h_ag-Wtys"ja


ich möchte jetzt auch nicht mehr mit frischen eltern tauschen. bei meinem gab es vor ein paar jahren noch einzelimpfstoffe – nicht für alles, aber mehr als heute.

und so sinnvoll ich viele impfungen halte, ich fürchte, mit diesen impf-flatrates wird das gegenteil dessen bewirkt, was man bewirken will. wenn ich nur noch die wahl alles oder nichts habe, ist nichts zuweilen dann doch verlockender.

meinem sohn hätt ich im leben nicht die 5fach/ 6fach verpassen lassen und ich keine mmr-v. so ist er gegen genau das geimpft, was wir nach kosten/nutzen abwägung für notwendig hielten und hat z.b. die windpocken mit zinktinktur durchgemacht.

ot: was die pockenimpfung in der ddr angeht: da kam es wohl auf die region an. bis 1980 wars bei uns (ostberlin und umland) noch pflicht, danach konnte impfen lassen, wer wollte. meine mutter hat drauf verzichtet.

tTatxua


Was viele hier gar nicht ins Kalkül ziehen, ist der Herdenschutz.

Die jetzt nicht geimpften Kinder profitieren (noch!) von der relativen hohen generellen Impfrate. So treten die Krankheiten seltener auf. Das kann und wird sich mit der Impfmüdigkeit allerdings ändern. Die dann vielleicht schon erwachsenen nichtgeimpften, werden sich bei ihren Eltern bedanken, wenn sie die "Kinderkrankheiten" durchmachen.

Windpocken hinterlassen übrigens eine Anfälligkeit für Herpes zoster (Gürtelrose). Wer gegen Windpocken immunisiert ist, kann keine Gürtelrose bekommen – wer Windpocken hatte, schon.

Ein weiterer Gedanke – die Impfungen sollen auch die Kinder schützen, die noch zu klein sind, um geimpft zu werden, oder die wegen Krankheiten nicht geimpft werden können. Ein Säugling, der sich in der Kinderarztpraxis mit Menigistis oder Masern ansteckt – Alptraum für die Eltern.

CNaoiumxhe


Die dann vielleicht schon erwachsenen nichtgeimpften, werden sich bei ihren Eltern bedanken, wenn sie die "Kinderkrankheiten" durchmachen.

Erwachsene können sich ja zum Glück selbst impfen lassen, wenn die Eltern ihnen den Schutz versagt haben.

Ein Säugling, der sich in der Kinderarztpraxis mit Menigistis oder Masern ansteckt – Alptraum für die Eltern.

Absolut, ja, das ist ein furchtbarer Gedanke. Aber auch ein möglicher Impfschaden ist ein furchtbarer Gedanke.

H[oney_@BunnyB91


Impfschäden sind aber deutlich seltener als eine Erkrankung und deren Komplikationen (von HPV und Grippeschutzimpfungen mal abgesehen)

CMaoi5mhxe


Das weiß ich nicht, das weiß die Literatur nicht, das weiß keiner.

h?agz-tys8ja


Wer gegen Windpocken immunisiert ist, kann keine Gürtelrose bekommen – wer Windpocken hatte, schon.

und da kollidiert die realität mit deiner aussage.

der herdenschutz ist ein gutes argument, definitiv. aber diese aussage bezüglich herpes zoster ist einfach falsch. ich kenne meine 2stellige anzahl von kindern, die nach der mmr-v einen zoster am hals bekommen haben und dazu noch einige, die impfwindpocken bekamen.

vielleicht kleinlich, aber ich mag weder vom einen extremen lage rnoch vom anderen an den haaren herbeigezogene argumente.

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