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Pseudokrupp und Medikamente

amvantxi hat die Diskussion gestartet


Mein Sohn hatte heute Nacht einen Pseudokruppanfall. War schlimm, ich empfehls nicht weiter.

Vom Krankenhaus haben wir bzgl der Medikation komplett anderes gehört, als vorhin von der Kinderärztin und ich bin unschlüssig.

Krankenhaus sagte, nur frische Luft und kurz vorm Exitus ein Kortisonzäpfchen. Das hat uns eine grauenhafte Nacht beschert, mit viel auf dem Balkon stehen und trotzdem Erstickungsanfällen.

Kinderärztin hat gesagt, sofort Kortisonzäpfchen, Fiebermttel, inhalieren und Antibiotikum.

Und da beginnt mein Dilemma: es wurden keine Bakterien nachgewiesen, sie will nur aus statistischen Erfahrungswerten heraus das Antibiotikum geben, da er auch Fieber hatte. Beim Arzt hörte sich das noch völlig logisch an ":/ Aber mittlerweile hab ich gegooglet und glaube, das ist Unsinn. Zumal er jetzt gerade völlig fit ist und kein Fieber hat.

So, mir ist klar, die Entscheidung Treff ich selbst, aber hatte hier schonmal jemand so nen Anfall und was habt ihr gemacht?

Antworten
aIvantxi


Was ist hier los. Hier gibt's doch sonst immer Antworten ;-)

Ich schreib trotzdem, was ich gemacht hab: kein Antibiotikum gegeben. Hatte die halbe Nacht natürlich ein schlechtes Gewissen, entgegen der ärztlichen Anweisung gehandelt zu haben %-|

Aber ich hab überall gelesen, bei zusätzlichem hohen Fieber kann es bakteriell sein und zwar dieser hib-Erreger. Dagegen ist er geimpft, außerdem hatte er nur 39, das ist für ihn nicht hoch und abends war das komplett weg. Ohnehin wäre das mit den Bakterien sehr gefährlich und somit dann eh ein fall für Klinik/Notarzt etc und nicht für ein Antibiotikum auf Verdacht.

Ich schieb also alles auf die Zähne, gerade kriegt er 4 Eckzähne und 2 Backenzähne gleichzeitig, das kann einen wohl schon mal anfällig für Infekte machen.

Danke fürs zuhören :-)

V>ij`o


Gerne ;-D

Kann Dir leider nicht weiterhelfen; wünsche Eurem Kleinen aber gute Besserung :)*

N&aruv{xn


Hallo avanti,

das mit den Pseudokruppanfällen kenne ich auch zu gut. Bei uns ist es immer so, dass die Kleine meist einen Anfall bekommt, wenn sich eine Erkältung anbahnt, in der Regel tritt der Anfall eine Stunde nach dem Schlafengehen ein – klar, nachts (meine so um 24 Uhr herum) ist der körpereigene Cortisolspiegel am niedrigsten. Sowohl Kinderarzt, Hausarzt und Notdienst schlagen hier das gleiche Vorgehen vor: Ein Cortisonzäpfchen, möglichst bald! Der Körper produziert um die Nachtzeit einfach zuwenig Cortisol, kann dem Anfall also nicht viel entgegensetzen. Frische und kühle Luft – also je nach Jahreszeit warm einpacken und raus nach draußen, Balkon, ggf. vor den Kühlschrank setzen.

Antibiotika wurden uns keine mitgegeben, der Krupp wurde ja auch "nur" von einer viralen normalen Erkältung begleitet. Je nach Fieberhöhe würde ich noch etwas Fiebersaft geben. In eurem Fall hätte ich auch auf das Antibiotikum verzichtet. Insbesondere wenn nicht mal Bakterien gefunden wurden, macht das keinen Sinn und der Organismus wird nur unnötig belastet. Bin kein Antibiotikumsgegner, aber würde es nur geben bzw. selbst nehmen wenn es gar nicht anders geht. Fieber ist erstmal nichts schlimmes, der Körper versucht ja selbst auf diesem Wege gegen die Infektion anzukämpfen (bei sehr hohem Fieber ist wieder Vorsicht angebracht, aber das wisst ihr ja sicher selbst @:) )

Liebe Grüße @:)

kTatti7lein


ist er in letzterZeit geimpft worden? vielleicht daher das Fieber. Kinder bekommen oft Pseudo-Krupp nach impfen.

Wurde eine Blutuntersuchung gemacht? Nicht , dass es Keuchhusten ist und die Ärztin deswegen mal "vorsichtshalber" AB geben wollte.

Finde die Mischung eh sehr bedenklich AB UND Cortison.

ayvantxi


Danke für eure Antworten.

Kattilein, ja, er ist geimpft worden gegen mmrv. Das war am 25.7, also hochoffiziell zu lang hin um als Nebenwirkung zu gelten. Ich hab das auch schon überlegt, im kkh die Ärztin wie auch unsere Kinderärztin haben das verneint, als ich gefragt hab. Aber gut, bei dem Thema ist es ja ohnehin schwierig, irgendwem zu glauben.

Und nein, Blutuntersuchung würde nicht gemacht. Die statistischen Erfahrungswerte :-/ haben gereicht, um AB verschrieben zu bekommen. Unter anderen wegen der fehlenden Blutuntersuchung hat er das AB ja auch nicht bekommen.

Mittlerweile ist er erkältet, hat zwischenzeitlich ein bißchen Temperatur knapp unter 38 und ich bin zufrieden, dass er das AB nicht bekommen hat.

Wieso ist ab und Cortison bedenklich?

SYupejrkCröte


avanti

Mein ältester hatte zwei Jahre lang pseudo-krupp Anfälle, von zwei bis vier Jahren.

Nach einer Zeit merkte ich schon wann er einen dieser Anfälle bekam, eigentlich mit jeder Infektion. Antibiotikum bekam er aber keines, das wäre auch zu oft gewesen, da er zeitweise monatlich diese Anfälle bekam.

Wir haben feuchte Handtücher in seinem Zimmer auf der Heizung gelegt, kühle Luft und den Fernseher angemacht, das hat ihn beruhigt.

Also es gab nur frische Luft und Cortison Zäpfchen. Es gibt noch diese Inhaliergeräte für Kinder, hatten wir auch, aber das war kurz vor Ende der Anfälle. Nahm ich aber nachher noch bei erkältungen.

Einen Zusammenhang mit dem Impfen konnte ich nicht feststellen, allerdings aber mit erkältungen, Magen-Darm Virus etc.pp.

Mit vier Jahren hat es von heut auf morgen aufgehört und kam nie wieder.

Das erste Mal rief ich den Krankenwagen weil ich nicht wußte was ich tun sollte und er blau anlief. Das Kinderkrankenhaus sagte mir das gleiche wie nachher der Kinderarzt.

Aber wieso Antibiotika ??? Fieber lass ich bis zu einem bestimmten Grad durchgehen, es ist ja im endeffekt nichts negatives.

kCattil-exin


Avanti

die Ärzte bestreiten fast nahezu grundsätzlich einen kausalen Zusammenhang mit solchen Reaktionen und der Impfung.

Fakt ist, dass NICHT unmittelbar eine Reaktion auftreten muss, sondern gerade erst Wochen später, da das Immunsystem zunächst versucht, die Angriffe selbst zu regulieren... bis es versagt.

Dein Bauchgefühl hat dich also nicht getrübt.

Was die Ärzte da an deinem Kind versuchen wollen, finde ich fahrlässig.

Sowohl AB als auch Cortison schwächen das Immunsystem, dass ohnehin schon angeknackst scheint.

Ich finde es immer wieder erschreckend, dass ohne jegliche gründliche Untersuchungen, GERADE BEI KINDERN, einfach mal so was verschrieben wird, so nach dem Motto: irgendwann wird schon irgendwas helfen :(v

k!attilexin


Die statistischen Erfahrungswerte haben gereicht, um AB verschrieben zu bekommen

sorry, aber da kommt mir das KOTZEN !!!

Diese Idioten sollte man :-X :-X :-X

SOup4erkxröte


kattilein

Also so rein von dem was ich denke was Cortison betrifft gebe ich dir teilweise recht, aber wenn das Kind blaue Lippen hat, nach Luft schnappt und du siehst es leidet (Atemnot schmerzt, selber schon oft genug gehabt) und du weißt das dieses Zäpfchen dem Leiden entgegenwirkt machst du es. Zumindest ich.

Selber muß ich Cortison nehmen wegen meinem Allergien und das ganze dauerhaft.

kYattixlein


Cortison macht für mich in dem Fall auch Sinn. Es schwillt die Bronchien ab, das Kind kann wieder durchatmen.

Aber warum noch Antibiotika obendrauf, ohne vorher ne Blutuntersuchung gemacht zu haben und zu schauen, was für ein Erreger da zu Gange ist?

Nur rein prophylaktisch?

Wenn man das jedesmal so machen soll, ist man i-wann resistent und kann es sich gleich sparen.

Die Aussagen der Ärzte, man mache dies rein aus statistischen Gründen, ist mir zu schwammig . Hat man Angst vor einer Lungenentzündung?

Die tritt nach mmr nämlich auch gerne mal auf.

Die Ärzte könnten sich wenigstens die Mühe machen, das Kind gescheit zu untersuchen.

SSuperkEröte


kattilein

Mein Sohn hatte vor dem ersen Krupp Anfall eine Lungenetzündung (die sich nur entwickeln konnte weil das AB davor nicht anschlug), aber das war auch nur das einemal in 10 Jahren.

AB halte ich auch für Quatsch.

Ich habe im übrigen einen erste Hilfe Kurs an Kinder gemacht, nach dem Schockerlebnis damals wollte ich gewappnet sein.

pLhoebxe


Irgendwo muss noch ein ausführlicher Faden sein über Kinder und Krupp Husten...ich habe ihn leider nicht gefunden. Ich gab früher - hatte drei Söhne mit Krupp ) immer sofort ein cortison Zäpfchen...aber cortison? Nein...höchstens wenn er zusätzlich noch eine andere z.b. Eitrige Angina hat oder so ,keine Ahnung. Ich würde das jedenfalls nicht geben. Das cortison ist zum abschwellen sehr wichtig, mit der zeit weißt du ob du es geben musst oder nicht...so ein Anfall kommt ja leider sehr oft häufig hintereinander. Mein ältester hatte sogar noch mit 16 einen Anfall...obwohl das da längst vorbei sein sollte.

ortheLllFo


..aber cortison?

phoebe, du meinst wohl AB......ansonsten bin ich voll deiner Meinung!

S%ilvderhP<earl


Das Problem bei einem Krupp Anfall sind ja nicht die Bronchien, sondern der Kehlkopf. Bei einem Kruppanfall schwillt dieser durch den Infekt zu und es entsteht der typische Krupphusten bis hin zur Atemnot und Zyanose.

Mein Großer hatte schon einige Anfälle, der letzte ist aber zum Glück jetzt schon fast 3 Jahre her. Nach ein, zwei Anfällen kann man ganz gut einschätzen, ob die kalte Luft von draußen oder dem Kühlschrank hilft oder ob Cortison nötig ist. Wobei ich es nicht so wirklich gern gegeben hab, da mein Sohn mit Kaltschweiß und unwohlsein drauf reagiert hat. Aber lieber das, als akute Atemnot.

In richtig heftigen Fällen muss trotz Cortison im KH mit Adrenalin inhaliert werden. Aber das sind wohl die Ausnahmen.

AB wurde bei uns nie verordnet, halte ich auch nicht für nötig, da die meisten Infekte bei denen Krupp auftritt viral bedingt sind, und da hilft das AB nunmal eh nicht.

Ich wünsche weiterhin gute Besserung! :)*

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