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Immer mehr wollen nicht impfen

KuleizneHeexex21


@ Schnattergusche,

ich habe nie bestritten, dass es keine gefälschten Publikationen gibt. Du musst aber zugeben, dass das wirklich ein minimaler Prozentsatz ist. Außerdem wurde bisher jede wichtige gefälschte Publikation entlarvt. Und wir sind uns hoffentlich auch einig, dass es früher natürlich einfacher war, weil die Kontrollen weniger waren. Heutzutage ist das ganz schön schwierig, weil man für alles in seiner Publikation Nachweise erbringen muss. Außerdem versuchen sofort andere Forschergruppen, die Ergebnisse zu replizieren...

s9chnatdt erguscxhe


So leichtgläubig bin ich nicht, um anzunehmen, dass "bisher jede wichtige gefälschte Publikation entlarvt" wurde. Dazu fehlt mir einfach die entsprechende Denkweise. Eine solche Vermutung ist durch einen einzigen neuen Fall bereits falsifiziert. Und wann endete das Früher? Ich bin davon überzeugt, dass Fälschung und Aufdeckung immer einen gegenseitigen Fortschritt bewirken. Je besser die Kontrollen, um so geschickter müssen die Fälschungen sein. Was dann wieder zu anderen Kontrollen fürt, denen noch geschicktere Fälschungen folgen.

Hvanna--Makrxia


KleineHexe21

ich hoffe nicht, dass du den Link zu "informed.ch" meinst. Weil da ist oben ganz groß gleich ein Reiter mit "Bestellen". Genauso war es mit den meisten anderen Links von Maulwürfin...

Kann es sein, dass du geradezu das berühmte "Haar in der Suppe" suchst, um vom Eigentlichen abzulenken? Der Maulwürfin - nehme ich an - ging es in dem verlinkten Artikel hauptsächlich um die unterstreichende Erklärung der Definition Disease Mongering. Genau unter dieser Prämisse las ich den Artikel und war erstaunt, soviel Wissenswertes vorzufinden. Gerade der Abschnitt zum Thema "Hyperaktive Kinder" deckt sich mit dem, was gestern Abend sehr kritisch im 3Sat zum Thema Methylphenidat (Ritalin) gesagt wurde. :)^ Ich selbst habe ein Kind mit ADHS und war immer dagegen, Ritalin zu geben. Wie ich heute weiss, die völlig richtige und vernünftige Entscheidung. Methylphenidat gehört zur Gruppe der Amphetamine und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Aufgrund der vielfältigen, schweren Nebenwirkungen, nicht ausreichend erforschten Langzeitwirkungen und der hohen Abhängigkeitsgefahr ist es längst in der ADHS-Therapie umstritten.

Die verlinkte Seite klärt also in erster Linie seriös auf und bietet gleichzeitig die Vermittlung weiterführender Literatur. Wo ist das Problem? Ist Werbung/Verkauf von (Ratgeber-)Büchern neuerdings strafbar? ???

MTaulwsürfxin


@ KleineHexe21

Es wird immer wieder - auch von Ärzten - kritisiert, dass Studien oft nur im Ergebnis öffentlich gemacht werden, aber keine Einzelheiten, vor allem keine negativen Einzelheiten.

Ethikkommissionen sollten Studien nur dann genehmigen dürfen, wenn die Veröffentlichung der Ergebnisse garantiert wird. Schließlich ist Nichtveröffentlichung auch Betrug an den einbezogenen Patienten, die mit jeder Studie Risiken eingehen und keine informierte Zustimmung geben können, wenn ihnen und den Fachkreisen die Ergebnisse der Untersuchung vorenthalten werden. Design und Ergebnisse aller Studien müssen öffentlich gemacht werden. Solche Forderungen sind nicht neu. In Europa sind wir jedoch weit von deren Realisierung entfernt: Auf die Frage nach Details zu den Studien, mit denen jetzt die Sicherheit von Sechsfachimpfstoffen geprüft werden soll, antwortet uns die europäische Arzneimittelbehörde EMEA lapidar, dass "jedwede Informationen" hierzu "zurzeit vertraulich behandelt werden".10

Wäre es unter diesen Rahmenbedingungen nicht an der Zeit, Patienten aus Fürsorge von einer Studienteilnahme abzuraten, solange der Gesetzgeber keine Informationsfreiheit und damit Zugang zu allen in den Studien gewonnenen Erkenntnissen garantiert?

[[http://www.arznei-telegramm.de/html/2004_03/0403029_01.html]]

Um ein umfassendes Bild vom Schaden und Nutzen eines Arzneimittels zu bekommen, müssen

alle Daten aus klinischen Studien verfügbar sein. Im Sinne guter Wissenschaft sollte daher auch

der Zugang zu den Rohdaten einer Studie gewährleistet sein. Das gilt für zugelassene wie für (noch) nicht zugelassene Arzneimittel gleichermaßen. Denn nur der vollständige Zugang zu Daten und Methodik ermöglicht eine Überprüfung durch unabhängige WissenschaftlerInnen sowie die Aufdeckung fehlerhafter oder interessengeleiteter Darstellungen von Studienergebnissen. Genau das fordert auch eine Entschließung des diesjährigen Deutschen Ärztetags.

[[http://www.bukopharma.de/uploads/file/Pharma-Brief/Einzelseiten/Phbf2013_04-05_S1-3%20Klinische%20Studien.pdf]]

Entdeckte Manipulationen sind "keine Kleinigkeit"

128 dieser Studien (78 Prozent) wurden bisher in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert. Es handelt sich keinesfalls um eine Zufallsauswahl, denn die publizierten Studien wiesen 4,7-fach häufiger günstige Ergebnisse auf als die nicht publizierten Studien.

[[http://www.aerzteblatt.de/archiv/62568/Zulassungsstudien-haeufig-geschoent]]

D{ink8elbrWezxel


Bis jetzt fand ich eine Impfpflicht immer etwas übertrieben. Ich dachte mir, es wäre besser die Menschen zu informieren und mit Fakten zu überzeugen.

Jetzt lese ich hier seit einigen Tagen still mit und bin entsetzt über [...] der Impfgegner. Da hilft wohl wirklich nur eine Impfpflicht.

Miauliwürxfin


Jetzt lese ich hier seit einigen Tagen still mit und bin entsetzt über [...] der Impfgegner. Da hilft wohl wirklich nur eine Impfpflicht.

Dinkelbrezel

Wie wäre es, wenn Du sachlich begründest, warum "Impfgegner" falsch liegen und warum Du Impfungen empfehlen kannst? Das macht doch eine Diskussion aus.

cxhi


[[www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3930734/]]

Die äusserst sachliche Studie von vorhin. Bitte schön ihr lieben Impfgegner. Tobt euch aus. Wer kein Englisch versteht, auf Seite 98 gibts eine deutsche Zusammenfassung von der kleinen Hexe.

K7leinFeHexea2x1


Sachlich kommen wir hier leider scheinbar nicht weit. Gerade @ hanna-Maria beweist hier ganz schön, wie diese Kampagne gegen Impfungen oder besser gesagt "diese große tolle Familie von Impfgegnern" funktioniert. Wenn man selber unsicher ist und keine Ahnung hat, aber "Besser sein will" als alle anderen, dann redet man einfach das nach, was jmd anderes gesagt hat.

Hanna-Maria hat bisher noch keinen einzigen eigenen sachlichen Beitrag zum Thema gebracht. Sie pflichtet einfach nur stur der Maulwürfin hinterher. So kann man überall toll auftrumpfen und muss sich selber aber mit nichts beschäftigen.

c.hWi


KleineHexe

:)^

M+irFsanm0ir


Zur Abwechslung mal wieder ein paar Neuigkeiten bei den Masern:

Sie breiten sich in USA und Deutschland weiter aus.

[[http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/masern-impfung-auch-fuer-erwachsene-1.2395501]]

MZaulwüdrfFin


@ chi

Nun mal ganz sachlich zu dem Risiko einer SSPE nach Masern.

Ein Artikel der Universität Würzburg:

In der älteren Literatur wurde das Risiko für das Auftreten einer SSPE nach einer akuten Masernerkrankung mit 1 zu 100.000 angegeben. "Neuere Studien aus Großbritannien und den USA legten jedoch nahe, dass das Risiko deutlich größer ist", sagt Weißbrich. Möglicherweise ist das Risiko im Lauf der Zeit gestiegen.

In früheren Lehrbüchern was das Risiko dieser Folgeerkrankung nach Masern als sehr gering eingestuft. Dies haben auch ältere Hausärzte meiner Kinder vor 30 Jahren bestätigt. Es wird als möglich erachtet, dass das Risiko im Laufe der Zeit gestiegen ist. Das Risiko betrifft überwiegend Kinder unter einem Jahr.

(Verschiebung der Masern ins Säuglingsalter.)

Tatsächlich ist die Berechnung des SSPE-Risikos schwierig, weil zwischen der akuten Maserninfektion und der SSPE-Erkrankung viele Jahre vergehen können.

Für Deutschland gab es hierzu bisher keine Daten.

"Wir haben SSPE-Fälle bei Kindern erfasst, die im Zeitraum zwischen 2003 bis 2009 in deutschen Kliniken behandelt worden waren", erklärt Weißbrich

"Diese Informationen waren zwar lückenhaft, aber für 13 Kinder konnte angenommen werden, dass im Zeitraum von 1994 bis 2001 eine Maserninfektion in Deutschland stattgefunden hatte", sagt Weißbrich.

Und nun kommts:

Die Gesamtzahl der Masern-Erkrankungen in diesem Zeitraum konnten die Wissenschaftler aus der Krankenhausstatistik für die betroffene Altersgruppe extrapolieren. Sie betrug 42.600. Somit ergab sich ein SSPE-Risiko von 1 zu 3.300 nach Masernvirus-Infektionen in den ersten fünf Lebensjahren.

Man teilte die 42.600 Masernfälle durch 13 Kinder, die SSPE hatten. Das ermittelte Risiko lag bei 1 : 3.330.

[[http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/masern-ho/]]

Die Gesamtzahl der Masernerkrankungen von 1994 bis 2001 IM KRANKENHAUS betrug nur 42.600.

Beim Statistischen Bundesamt kann man nachsehen, dass z. B. nur im Jahr 1994 769.603 Kinder geboren wurden.

Die Anzahl der Masernerkrankungen in der Berechnung bezieht sich also nur auf Masern, die im Krankenhaus behandelt wurden. Ich bin mir sicher, dass bei fast 770.000 Kindern deutlich mehr Kinder an Masern in diesem Zeitraum erkrankt sind. Teilt man eine größere Anzahl von Masernkranken durch die 13 Kinder, dann kommt man viel eher auf dies Ergebnis: 1 zu 100.000.

Wären nur 130 Kinder mit Masern im Krankenhaus gewesen, dann läge das Risiko bei 1 : 10 ??? ?

Nmurakrixhyon


Es wurde sich hier bei der Zahl von Impfschäden auf Quellen berufen, die ihr Geld damit verdienen, dass sie angebliche Impfschäden - und auch noch Homöopathisch - behandeln. Und man sieht ja auch hier im Thread, was die Impfgegner alles als angeblichen Impfschaden verkaufen: Praktisch alles! Und einen Atemzug später werden unabhängige Quellen verlangt, oder Quellen, die sich nicht auf Menschen beziehen, die zur Gewalt an Kindern aufrufen oder Quellen, die nicht mit Rechtssympathisanten (Kopp-Verlag und Konsorten) rumkuscheln.

Alle Antworten in diesem Thread, die eindeutige Fehler in der Argumentation aufzeigen, werden einfach ignoriert.

[...]

Es tut eben weh, wenn es daran geht zu erkennen, dass man selber derjenige ist, der der billigen Propaganda aufgesessen ist. Mal ein Schritt zurück zu machen und Größe zu zeigen scheint aber manchen Impfgegnern, -skeptikern und -kritikern nicht zu liegen. Immerhin würde das ganze Weltbild daran zerbrechen, da die Welt aus nichts als Lügen zu bestehen scheint. Und immerhin wähnte man sich als das intellektuelle Weltzentrum, welches endlich die Wahrheit aufgedeckt hat.

Aber so ist das halt im Leben, oder? Manches Gedankengut lässt sich nicht ausrotten und dagegen zu kämpfen ist, wie man hier sieht, vergebene Liebesmüh.

n5oilrceuxr


Ist einigen Diskussionsteilnehmern hier eigentlich bewusst, dass in vielen Ländern der Welt durchaus unterschiedliche Impfempfehlungen ausgesprochen werden? Ich finde es schon irgendwie arrogant zu glauben, nur Deutschland und die Stiko würden die einzige Wahrheit verkünden, weil wir ja ach so fortschrittlich sind, natürlich nie Fehleinschätzungen vornehmen, die Pharmaindustrie vollkommen unabhängig ist und wir ohnehin immer alles am besten wissen.

v'ikvi2da


hier gehts doch nicht darum, dass leute skeptisch bezüglich des impfens sind (hier schrieben ja auch sehr viele, dass sie impfen, aber nicht in allen fälllen nach stiko usw.) sondern, dass hier menschen schreiben, jedes gegenargument mit totschlagargumenten (studien sinnd alle gekauft usw.) abschmettern. sie werfen den quellen vor, unseriös zu sein während sie selbst quellen mit mehr als zweifelhaftem hintergrund darlegen.

impfen kritisch zu hinterfragen ist ja auch gut und wird hier ja auch eigentlich von allen impfbefürwortern getan (zB schweinegrippe, grippe usw.), aber das impfen wird hier aus idealogischen gründen abgelehnt, argumentationen ähneln denen religiöser fanatiker. es ist unmöglich auf sachlicher ebene zu diskutieren, da diese von den impfgegnern völlig ausgeblendet wird. sachhinweise ignoriert oder eben nicht aktzeptiert, weil ja gekauft usw.

ich fänd eine differenzierte impfdiskussion auf sachlicher ebene äußerst interessant, aber die ist hier gar nicht so möglich, weil sie von den kategorischen ablehnern überlagert wird.

ich dachte eigentlich wir wollten maulwürfin ignorieren und ihr die plattform für die verbreitung von unsinn entziehen. die diskussion dreht sich ewig im kreis, es kommt immer und immer und immer wieder genau ein ergebnis heraus.

v^iviJda


also zwischen impfkritisch sein, sinn und zweck zu hinterfragen und impfen kategorisch ablehnen und bis ins unermeßliche zu verteufeln, liegen welten.

mit letzteren ist eine diskussion nicht möglich.

eine diskussion zB über einzelne impfempfehlungen, warum sie vielleicht in unterschiedlichen ländern usw. unterschiedlich ausfallen, wäre ja wünschenswert. sie ist nur leider nicht möglich, da immer wieder dieses extrem "impfen vertäufeln" kommt und sich die diskussion dann darum dreht

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