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Immer mehr wollen nicht impfen

bVellPagia


Da steckt aber die Illusion dahinter, wir könnten jeden Erreger kontrollieren und ausrotten.

Bei Polio hat es geklappt und bei Masern war man mal nah dran....

Für mich hat das nichts mit Allmachtsfantasie zu tun.

Natürlich können wir uns nicht vor Allem schützen und es wird auch immer wieder neue Erkrankungen geben. So oder so wird es sie geben.

Ich glaube das weiß jeder und man muss sich damit abfinden.

Das Nachfragen nach Nebenwirkungen finde ich nicht nur in Ordnung, sondern wichtig. Fragt danach nicht jede Mutter beim Arzt?

Auch die Frage, ob man gleich sechs Impfungen auf ein Mal geben muss, oder ob das nicht sanfter geht.

Immerhin wäre es dann auch leichter einzelne Impfungen auszuschließen, die man nicht für notwendig hält.

j9unizpxer


@ Hinata

Danke für den interessanten Beitrag.

n3ooircxeur


dennoch sehe ich den fehler im system nicht bei leuten, die eine entscheidung treffen, weil ihnen vertrauen fehlt, sondern da, wo mit zwang und druck reagiert wird, anstatt die ursachen zu ergründen.

Danke, dass du das so deutlich schreibst.

Aleonor, du schreibst:

Bei mir ist das kein Hass, sondern Angst. Ich habe Angst vor ungeimpften Menschen weil ich mein Baby schlicht noch nicht impfen kann um es zu schützen. Ich bin darauf angewiesen das genug andere so vernünftig sind.

Du wirst immer darauf angewiesen sein, dass andere vernünftig sind und trotzdem hast du keinen Einfluss darauf. Bist du auch so voller Wut, wenn jemand einen Autounfall mit Personenschaden auf einer Strecke verursacht, die er auch hätte zu Fuß gehen können? Alle Menschen müssen individuelle Entscheidungen treffen, die wiederum andere Menschen potentiell in Lebensgefahr bringen.

n2o3ircevur


Das Nachfragen nach Nebenwirkungen finde ich nicht nur in Ordnung, sondern wichtig. Fragt danach nicht jede Mutter beim Arzt?

Auch die Frage, ob man gleich sechs Impfungen auf ein Mal geben muss, oder ob das nicht sanfter geht.

Immerhin wäre es dann auch leichter einzelne Impfungen auszuschließen, die man nicht für notwendig hält.

Es ist kaum noch möglich, etwas auszuschließen, weil unübliche Impfstoffe kaum noch getestet und/oder vertrieben werden. Auch so etwas, das mich sehr nervt.

Entweder man impft das komplette Programm oder man darf sich wieder in die Impfgegner-Ecke stellen.

DXieFücqhsixn80


Ich hatte als Kind die Masern und ich fand sie verdammt fies.

Ebenfalls Röteln, Windpocken und Influenza Grippe.

Aber die Masern hatten mich geschafft.

Daher lasse ich meine Kinder impfen, diese Krankheiten sind Dinge die sie selbst nicht unbedingt erfahren müssen.

Gut, gegen die Grippe sind sie nicht geimpft, ebenfalls nicht gegen Windpocken.

Der Kinderarzt hat mich über mögliche Risiken aufgeklärt und ich habe mich darüber informiert im vorfeld, aber ich bin für impfungen.

Nicht für den Zwang, aber in Einrichtungen wie Kindergarten, Hort usw. finde ich es angebracht das Kinder geimpft sind.

Uqni0rdiUsxch


@ juniper:

Entschuldige, mein Tonfall war wirklich etwas zu forsch @:) !

h@ag-tycsja


Danke, dass du das so deutlich schreibst.

ich mag eben dieses ablenken nicht und dieses schieben-wir-die-schuld-mal-auf-eine-gezielt-ausgewählte-personengruppe spiel.

bei aleonors angst, gibt es im gegenzug zum auto aber noch andere erschwernisse. mit so einem baby ist man erstaunlich oft beim kinderarzt, man klappert die vorsorgeuntersuchungen ab, das baby hat mal hier oder da was. und jedesmal sitzt man im prall gefüllten wartezimmer beim kinderarzt umgeben von (klein)kindern, die rotzend, kotzend, keuchend, fiebernd jenen baustein anlecken, hier spazieren gehen, dort antatschen, nach hie rhusten und dort spucken.

weder die meisten arzthelfer(innen) noch eltern erkennen heutzutage noch die "kinderkrankheiten" und so gelangen kinder mit windpocken, masern, scharlach usw. nicht ins isolationszimmer, sondern turnen zwischen all den anderen herum und können so prima andere anstecken.

hab ich auch gehasst und tue ich heute noch. man fühlt sich da in so einer üblichen stunde ein wenig wie im krieg. ;-)

nmoirceFur


Bei Polio hat es geklappt und bei Masern war man mal nah dran....

Für mich hat das nichts mit Allmachtsfantasie zu tun.

Bei Masern wird auch offizielle angezweifelt, ob das derart möglich ist. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sie nicht zu 100 Prozent wirksam ist und daran, dass sie aufgefrischt werden muss, was im Erwachsenenalter kaum kontrollierbar ist.

Hier aber nur mal ein Beispiel, was ich mit den Fragen zu möglichen Konsequenzen meine:

[[http://www.derwesten.de/gesundheit/wuerzburger-forscher-warnt-vor-voelligem-ausrotten-der-masern-id7755149.html]]

Ich will jetzt keine neue Diskussion über exakt den Inhalt des Artikels führen, sondern einfach nur zeigen, dass Impfungen und Ausrottung von Krankheiten neue Fragen aufwerfen können, über die aber ungern gesprochen wird.

Wenn Impfungen als Allheilmittel propagiert werden und kritische Fragen nicht erlaubt sind, dann verunsichert mich das nicht weniger als die Weltverschwörungstheorien von unreflektierten Impfgegnern.

nvoir<ceuxr


weder die meisten arzthelfer(innen) noch eltern erkennen heutzutage noch die "kinderkrankheiten" und so gelangen kinder mit windpocken, masern, scharlach usw. nicht ins isolationszimmer, sondern turnen zwischen all den anderen herum und können so prima andere anstecken.

Was aber letztlich nicht den Ungeimpften in die Schuhe geschoben werden kann und darum geht es mir eigentlich nur.

Ich kann die Angst ja durchaus nachvollziehen und habe dafür Verständnis. Umgekehrt würde ich mir aber auch für Menschen Verständnis wünschen, die eben andere Entscheidungen treffen als man selbst. @:)

d@evilinCdisuguisxe


Um vielleicht die Ansteckungsangst ein wenig einzudämmen, erzähle ich mal, wie das bei uns im Kindergarten war, als es einen Verdacht auf Masern gab:

Wie gesagt, es war erst mal nur ein Verdacht.

Dieser wurde dem KiGa mitgeteilt.

Daraufhin wurden alle Eltern informiert. Die ungeimpften Kinder durften den KiGa so lange nicht besuchen, bis der Verdacht widerlegt war.

Das Problem hatten also ganz allein die Eltern der ungeimpften Kinder, die sich um eine anderweitige Betreuung kümmern mußten. Wenn eine Epidemie ausgelöst worden wäre, dann also nicht durch Ansteckung mittels der Ungeimpften, sondern bereits unmittelbar durch den ersten Fall. Wobei ich nicht weiß, ob dieses Kind geimpft war. Wenn man aber darauf verzichtet, fiebernden Kindern einfach ein Zäpfchen zu geben und so in den Kindergarten oder die Schule zu schicken, weil sie sich jetzt ja "gut fühlen", dann ist die Ansteckung anderer ziemlich unwahrscheinlich, denn die Masern werden erst ansteckend, nachdem das Kind sich schon mehrere Tage sehr krank fühlt.

Um Säuglinge braucht man sich wegen des Nestschutzes eher wenig Sorgen zu machen, sagt der Pschyrembel, wenn ich mich richtig erinnere.

bKeetlejuCice2x1


@ Cleo:

Klar das habe ich dir auch vorher geglaubt, ich wollte damit nur sagen, das es wohl 2006 anders ist als jetzt. (das galt aber den Menginokokken da impft man 1 mal ca mit 1 jahr).

Die Pneumokokken sind in der inzwischen 7-fach impfung enthalten die wirklich sehr früh und 4 mal gegeben wird.

[[http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.pdf?__blob=publicationFile]]

Ich persönlich würde immer impfen, bin wegen chronischer Krankheiten im Kindesalter kaum geimpft worden (machte man vor 25 jahren so, heute bekommen die sogar teilweise mehr z.b. Grippe)... wurde viel nachgeimpft vor ca 10 jahren.

Bin aber leider auch ein halber non - responder.... heißt von MMR ist nur der Schutz von Masern und röteln vorhanden auch nach Nachimpfen... aber das sind mir auch die wichtigeren beiden... nehme ich in Kauf.

für HepB hab ich 5 anläufe gebraucht ;-)

Das einzige was ich etwas verurteile das aus der damals 4fach impfung inzwischen eine 7fach geworden ist... das man nur alles oder nix nehmen kann und das das doch glaub ich für so kleine Würmchen ne hohe Belastung ist... (auch wenn es wohl nach studien verträglicher ist als die vorgänger mit 5 und 6 fach?)

Vorteil ist sicher das man weniger Termine wahrnehmen muss, denn oft verschiebt sich ja alles eh schon durch dauernde Infekte und keine Zeit... da müsste man ja noch 4-5 mal mehr zum Arzt wenn man alles trennt.

bFellgagIiVa


Bei Masern wird auch offizielle angezweifelt, ob das derart möglich ist. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sie nicht zu 100 Prozent wirksam ist und daran, dass sie aufgefrischt werden muss, was im Erwachsenenalter kaum kontrollierbar ist.

Ich denke dass es fast geschafft war spricht für sich. Und wenn die Anzahl der Erkrankten und ungeimpften sehr gering ist, funktioniert die Ansteckung zwangsläufig irgendwann nicht mehr.

Den Link kann ich nicht öffnen, liegt an meinem Computer... manche Seiten bekomme ich nicht auf.

Wenn man nur durchführen würde, was zu 100% garantiert werden kann, dann würden wir ziemlich wenig tun ;-)

Wenn Impfungen als Allheilmittel propagiert werden und kritische Fragen nicht erlaubt sind, dann verunsichert mich das nicht weniger als die Weltverschwörungstheorien von unreflektierten Impfgegnern.

Ich weiß nicht, wen du meinst, für mich sind Impfungen kein Allheilmittel und ich traue er Mehrzahl der Eltern kritisches Denken durchaus zu. Sogar dann, wenn sie impfen.

Und wer verbietet kritische Fragen? Mein KiA hat sie alle geduldig beantwortet.

Aber mal ehrlich:

Wer Trisomie 21, Autismus oder HIV als Impfschaden deklarieren möchte, wie in einem hier verlinkten Artikel beschrieben, den kann ich leider nicht ernst nehmen.

Das ist doch eher Verschwörungstheorie als kritisches Nachfragen.

Wie immer gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern eine ganze Menge dazwischen.

bGell6agi{a


Ach ja, mein Sohn und ich warten beim KiA grundsätzlich vor der Tür. Dort gibt es eine große Überdachung. Ins Wartezimmer bringen mich keine zehn Pferde.

Und das, obwohl er geimpft ist.

Trotzdem möchte ich ihm, wenn er sowieso schon was hat nicht noch alle anderen Keime im Wartezimmer zumuten.

Für ganz gesunde Kinder, die zur U oder zum Impfen kommen, gibt es ein Extra Wartezimmer.

w@altmert1ripxleone


Hier aber nur mal ein Beispiel, was ich mit den Fragen zu möglichen Konsequenzen meine:

[[http://www.derwesten.de/gesundheit/wuerzburger-forscher-warnt-vor-voelligem-ausrotten-der-masern-id7755149.html]]

Ich will jetzt keine neue Diskussion über exakt den Inhalt des Artikels führen, sondern einfach nur zeigen, dass Impfungen und Ausrottung von Krankheiten neue Fragen aufwerfen können, über die aber ungern gesprochen wird

Sehr geehrter Herr Noiceur,

alle fünf in PLoS One erschienene Artikel mit Herrn Schneider-Schaulies als Koautor sind frei verfüg- und lesbar. In keinem einzigen wir diese, von in der Tagsezeitung offenbar nicht korrekt interpretierte, These so aufgeworfen.

Man sollte sich gerade in dieser Diskussion davor hüten, verfälschende Aussagen zu übernehmen und in seine eigene Argumentation einzuarbeiten.

d+evXilin:disguxise


Bei Trisomie 21 ist das natürlich Blödsinn und bei HIV auch, wenn - wie anzunehmen - neue Nadeln genommen wurden. Bei Autismus scheint die Frage aber nicht abschließend beantwortet zu sein.

Ich verstehe aber nicht, wieso es gleich eine "Verschwörungstheorie" ist, wenn man annimmt, daß jemand nicht aus edlen Absichten, sondern aus Gewinninteresse handelt. Das ist doch ganz normal: Auch hinter Pharmafirmen stehen Menschen, die ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

Wenn ich jetzt sage, daß Dr. Oetker sein Puddingpulver nicht verkauft, um die Welt zu ernähren, sondern um sich zu ernähren - ist das dann eine Verschwörungstheorie? Oder ist das nicht vielmehr eine Selbstverständlichkeit?

Ist es aber nicht allgemein bekannt, daß so mancher Pudding gesünder wäre, wenn bestimmte Inhaltsstoffe nicht drin wären - daß sie aber trotzdem reingetan werden, weil das Produkt so besser vermarktbar ist?

Eine Verschwörungstheorie wird es erst dann, wenn ich behaupte, daß Dr. Oetker sich mit der chemischen Industrie zusammengetan hat, um z.B. einen besonders giftigen Farbstoff zu erfinden und unters Volk zu bringen in der aktiven und vorrangigen Absicht, die Menschheit zu vergiften.

Ebenso kann ich getrost davon ausgehen, daß die Pharmaindustrie in allererster Linie Gewinne machen will und daher einen größeren Wert auf die Vermarktbarkeit als auf die Notwendigkeit und Sicherheit von Produkten legt. Einfach weil auf Gewinn angewiesene Produzenten das nun mal so machen. Informationen der Pharmafirmen und ihrer Vertreter selbst sind genau wie die Informationen der Dr Oetker-Kundenhotline als Werbeinformationen zu betrachten und NICHT als völlig objektive Information. Auch das zählt zu den Selbstverständlichkeiten unseres Wirtschaftssystems.

Eine Verschwörungstheorie wird es erst, wenn ich behaupte, daß die Pharmaindustrie an dem bewußt gesetzten Ziel aktiv arbeitet, der Menschheit Schaden zuzufügen. Ich weiß, es gibt Leute, die das glauben. Die meisten Menschen, die Impfungen sehr kritisch sehen oder ablehnen (darunter übrigens auch eine ganze Reihe Ärzte), denken dies aber nicht. Sie gehen lediglich davon aus, daß es sich wie bei anderen Waren auch um ein Angebot handelt, das einem Gewinninteresse entspringt und dessen tatsächlichen Nutzen man daher prüfen sollte; wobei man eben auch zu dem Ergebnis kommen kann, daß es (wie leuchtend gelber Wackelpudding) mehr schadet als nützt. Das ist eine ganz sachliche und nüchterne Angelegenheit, die mit Hysterie, Verschwörungen und UFOS nichts zu tun hat.

Wann und wo schon mal nachweislich (!) eine "Masernparty" stattgefunden hat, möchte ich übrigens gern wissen. Ich kenne darüber nur Meldungen, die sich im Nachhinein als Zeitungsenten herausgestellt haben und es würde auch so gar nicht zu den mir bekannten Eltern passen, die ihre Kinder nicht bzw. selektiv haben impfen lassen.

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