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Zahn ziehen bei Dreijährigem – wie stehe wir das mit ihm durch?

S&hosjo


Kurznarkose oder sedieren, wenn er Angst hat. Wenn ein Kind da entspannt ist, kann man das gut mit einfacher Betäubung machen, aber wenn er Angst hat, verkrampft er sich, nimmt womöglich jede Nervenregung, die eigentlich nur Druck ist, als Schmerz wahr, und man kann schlecht mittendrin abbrechen – das heißt, wenn er kurz vor Schluss beschließt, er macht jetzt nicht mehr mit, müsst ihr ihn gegebenenfalls mit Gewalt festhalten und solche Scherze. Würde ich nicht drauf ankommen lassen. Besprich das alles noch mal ganz in Ruhe, keine Hauruck-Aktionen, auf ein paar Tage kommt es ja jetzt auch nicht an, oder? Dein Kleiner scheint zur Entwicklung von Ängsten zu neigen, und da sind alle Erfahrungen von Hilflosigkeit, Kontrollverlust, auch Gewalteinwirkung (auch wenn sie zum Zweck erfolgt, ihm zu helfen, und aus reinem Festhalten besteht) so eine Sache, das setzt sich ganz gern fest.

Falls die Zahnärztin eher genervt auf Deine Überlegungen reagiert, würde ich überlegen, einen anderen für diese Sache zu suchen. Ich drücke die Daumen, dass sie Dir entgegenkommt und alles gut verläuft!

m{idWnight=laxdy41


bei meiner tochter wurde das in dem alter auch unter kurznarkose gemacht. ich blieb bei ihr bis sie schlief und wartete dann draußen. danach mußte sie noch in einem nebenzimmer ca 1 stunde liegen und dann konnten wir sie mitnehmen. sie hatte große angst u als sie die narkose bekam habe ich ihr gesagt dass sich das sandmännchen oben auf der lampe versteckt hat um zu sehen, ob sie auch schläft u sie suchte mit den augen die lampe ab und merkte den piks gar nicht vor lauter sandmännchen. und immer wenn wir beim zahnarzt waren suchte sie auf der lampe das sandmännchen und freute sich schon, denn sie wollte es ja endlich mal sehen. achja, es war auch der sandmann, der den zahn dann zur zahnfee brachte. heute mit 16 erinnert sie sich auch noch daran u schmunzelt.

alles gute für deinen kleinen und dass die zahnfee ohne angst u schmerzen iden zahn bekommt. @:)

SBun>flow2er_73


Wichtig ist, dass Du als MUTTER Deine Angst im Griff hast. Aussagen wie "es wird ihn garantiert traumatisieren" sind fatal. Man kann ihm das Vorgehen kindgerecht erklären. Die Betäubungspaste wird gegeben, damit die Spritze nicht gemerkt wird. Und dann ist es schmerzfrei.

Wie verhält er sich denn bislang beim Zahnarzt? Angstfrei? Ruhig? Macht er den Mund auf, reagiert nicht ängstlich auf die Geräusche, hält still?

Dann sollte man es so versuchen. Vielleicht gibt's ja die Möglichkeit, Dich in den Stuhl zu setzen und den Kleinen auf den Schoß zu nehmen.

Ansonsten halt mir Kurznarkose. Aber pauschal anzunehmen, dass es ganz furchtbar ist, ist ein Fehler. Zumal Milchzähne nicht mit Erwachsenenzähnen zu vergleichen sind. Zahnziehen für Erwachsene ist ätzend, keine Frage. Aber wir haben ALLE unsere Milchzähne verloren und sind nicht traumatisiert.

Hinzu kommt: Damals der Unfall war eine Notfallsituation. Jetzt kann man das Kind vorbereiten. Es kennt den Zahnarzt schon.

S[un?flo#wer_7x3


Falls die Zahnärztin eher genervt auf Deine Überlegungen reagiert, würde ich überlegen, einen anderen für diese Sache zu suchen.

:)z

LUuIcwinde


Sunflower:

Wie verhält er sich denn bislang beim Zahnarzt? Angstfrei? Ruhig? Macht er den Mund auf, reagiert nicht ängstlich auf die Geräusche, hält still?

Ich würde sagen vorsichtig. Die Zahnärztin ist sehr nett, einfühlsam und es gibt einen riesigen Ballpool. ;-)

Wichtig ist, dass Du als MUTTER Deine Angst im Griff hast

Ich habe keine Angst, sondern berechtigte Sorge. Und die habe ich nicht ohne Grund. Dass es einen gravierenden Unterschied zwischen bleibenden – und Milchzähnen gibt, ist mir auch klar, ich halte es jedoch einem dreijährigen gegenüber für schwer erklär – bzw. nachvollziehbar.

Ich bin sonst absolut nicht zimperlich und möchte auch betonen, dass ich es nicht pauschal für furchtbar, sondern ganz speziell für fragwürdig halte und eben deshalb hinterfagen werde.

Wie Shojo schon schrieb:

das heißt, wenn er kurz vor Schluss beschließt, er macht jetzt nicht mehr mit, müsst ihr ihn gegebenenfalls mit Gewalt festhalten und solche Scherze.

ist auch mir ein zu hohes Risiko und ich will und werde meinem Kind diese Angst nicht aufzwingen, zu der er ohnehin neigt (wir hatten, glaube ich, auch im Silvester-Trauma – Faden geschrieben, oder?) und will lediglich alle Möglichkeiten abwägen.

S$unflPoweir_x73


Du kennst Dein Kind am besten, wenn Du unsicher bist, dann mach' es mit Narkose. Ich weiß nur, dass eine Freundin das Problem mit ihrer Tochter auch hatte (3 Jahre und 3 Monate alt) – und da hat sie es geschafft, durch Vorbereitung, Ablenkung etc. ohne jegliche "Krafteinwirkung" die Kleine ganz ruhig zu halten. Und das ist ein eher arzt-ängstlicher Wildfang.

War aber ein Kinderzahnarzt, es gab eine Vorbesprechung wie sie die Kleine vorbereiten kann. Und die Kleine durfte aktiv mitarbeiten: Mit Zunge am Zahn wackeln und so.

Lrucinxde


Du kennst Dein Kind am besten, wenn Du unsicher bist, dann mach' es mit Narkose

Zumindest möchte ich da mal drüber reden. Es kann ja auch Risiken geben, etc. ich weiss das ja auch alles nicht.

Und mir ist das mit der Angst wirklich ein ernstes Thema. Mit mir kann der Zahnarzt machen, was er will, ich nehme in den seltensten Fällen Betäubung, bin da nahezu schmerzfrei und meine Zähne sind nicht die Besten, glaube mir ;-)

Ich hatte meinen Sohn auch schon mit zu einer meiner Behandlungen. Das war alles toll. Solange nicht irgend etwas Lautes im Mund von Mama Krach macht. Da gab es dann schon Theater.

Ich werde das morgen mal in Angriff nehmen. Und jetzt – ins Betti.

Gute Nacht! *:)

Suho_jo


Und die Kleine durfte aktiv mitarbeiten: Mit Zunge am Zahn wackeln und so.

Das Allerbeste, was man machen kann. Und er muss Pausen ansagen können, und es geht dann auf sein Signal weiter, ohne Drängen. Kontrollverlust macht Angst, nicht die Sache an sich, die ist nicht so wild.

E5hemsali$ger Nuvtzer (!#525692)


Jede Narkose ist ein Risiko! Ich würde mich nicht wegen einem Zahn dazu entscheiden!

Es tut ihm ja mit Betäubung nicht weh! Ich denke, wenn du ihn darauf vorbereitest, wie das abläuft etc und ihm vielleicht fürs tapfersein einen Wunsch erfüllst (Schwimmbad, Playmobil ...) an den er ganz fest denken kann beim Zähneziehen ist das ruck zuck überstanden.

Alles Gute für den Kleinen:)

7!3J,un$a-May8x3


Aber wir haben ALLE unsere Milchzähne verloren und sind nicht traumatisiert.

Stimmt, die Wurzeln der Milchzähne waren so klein, dass man nicht viel gespürt hat. Wobei es schon ein Unterschied ist, ob Kinder Milchzähne verlieren, nachdem sie schon lange locker waren oder ob sie noch ganz fest sitzen und so gezogen werden müssen.

Ich finde aber, dass eine Kurznarkose bei so einer kleinen Sache übertrieben – und eine unnötige Belastung für einen Kinderkörper ist. Narkosen haben auch Nebenwirkungen und ich verstehe nicht, dass sie heutzutage so selbstverständlich wegen jeder Kleinigkeit eingesetzt werden! ":/

Kann mich nicht daran erinnern, dass wir als Kinder beim Zahnarzt Kurznarkosen bekommen haben. ":/ Es gab eine lokale Betäubungsspritze (ein Piekser ins Zahnfleisch und einen in den Gaumen), dann hat man nichts mehr, außer einem kurzen Ruckeln gespürt und schwupps – war der Zahn draußen! Oder es konnte anschließend gebohrt werden, wenn ein kariöser Zahn behandelt werden musste.

Ich musste auch im Alter zwischen 8 – 12 Jahren einmal pro Monat wegen meiner Zahnspangenbehandlung zum Kieferorthopäden, (zur Kontrolle) aber ich hatte dort nie Angst und es hat auch keine Tränen gegeben. Das gehörte für mich, wie der tägliche Schulbesuch zum Alltag dazu.

Ich denke auch, dass man da als Eltern ganz ruhig und wie selbstverständlich hingehen sollte, um erst gar keine Ängste beim Kind aufkommen zu lassen. Dann wird alles nur halb so schlimm!

763JuKnaG-Mayx83


Im Laufe ihres Lebens werden noch ganz andere Untersuchungen und Behandlungen auf die Kinder zukommen, bei denen sie wirklich eine Kurznarkose brauchen werden. Da würde ich sie nicht jetzt schon wegen solcher Lappalien "in Watte packen."

cYhxi


Mir hat man im Kleinkind- und Kindesalter sämtliche Milchzähne gezogen. Narkosen gab es keine – dafür hab ich heute noch schlimmste Panik vorm Zahnarzt und kann Behandlungen ausschließlich unter Narkose machen lassen. Wenn du irgendwie die Möglichkeit siehst, dem Lütten eine Sedierung zu ermöglichen, dann kann ich dir das nur ans Herz legen. Ich weiss, wie man sich fühlt, wenn man als Kind wehrlos da liegt und ein Zahn nach dem anderen raus muss (nicht in einer Behandlung). Schrecklich. Finde kein besseres Wort dafür... %:|

L%uci&ntdxe


Ich kenne diese schlimmste Panik auch in der Familie meines Mannes. Leider alle mit schlechtem Zahnmaterial. Meinem Mann haben sie im Kindesalter 7 Zähne gezogen ohne Narkose. Wenn er heute einen Zahnarzttermin hat, quält er sich Tage vorher mit Magenkrämpfen herum und die Nacht vor dem Termin ist an Schlaf kaum zu denken. Sein Bruder schiebt derart Panik, dass er den Zahnarzt seit Jahrzehnten meidet. So sieht er leider auch aus..... aufgrund unserer Vorgeschichte werden wir noch viele unschöne Zahnarztbesuche absolvieren müssen. Ich möchte ihm diesen Weg nicht erschweren, indem das erste grössere Ding in ihm Ängste hervorruft. Das kann man nennen, wie man will, in Watte packen oder ähnlich. Was Lappalien sind, entscheide ich zum Glück zusammen mit meinem Kind.

Crlepo Epdwards Sv. ^Davonpoorxt


Lucinde, natürlich liegt es in deiner Entscheidung, aber hast du den Punkt mit einbezogen, dass damalige Zahnarztbehandlungen mit den heutigen gar nicht unbedingt vergleichbar sind und, es sich um -einen- Milchzahn handelt zu sieben Milchzähnen? Das würde kein Zahnarzt heute mehr machen, glaube bei zwei ist die Grenze pro Sitzung.

SFunflowder(_73


Lucine, Du darfst aber diese Negativerfahrungen nicht einfach so auf heute übertragen!

Wobei insgesamt deutlich wird, dass Du selber eine doch so skeptische Einstellung hast, dass sich das auf den Kleinen übetragen wird. Du siehst nur die Probleme statt der Möglichkeiten.

Was ja letztlich auch eine klare Haltung ist, nach der man handeln kann und sollte.

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