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Zahn ziehen bei Dreijährigem – wie stehe wir das mit ihm durch?

volxkr


hallo lucinde,

les dich im web mal ein und informier dich über xylitol.

und lass das mit deinem kleinen quälen.

er wird es dir danken.

gruss vlkr

D'okavam Toxrrot


Das Hinlegen gibt einem halt das größte Gefühl von "Ausgeliefertsein". Und ich finde, er gibt sich ja schon alle, alle Mühe euren Wünschen und denen der Zahnärztin gerecht zu werden. Auch wenn er noch so klein ist, ich lese aus der Beschreibung des ganzen heraus, dass er zumindest schnallt, dass Mama, Papa und Frau Doktor wollen, dass er etwas über sich ergehen lässt, was er richtig mies finden wird und weil alle so nett sind, versucht er euch soweit entgegen zu kommen, wie es ihm möglich ist.

Wenn die Zahnärztin einfühlsam ist, könnte man ihn erstmal grade auf den Stuhl setzen und ihn bestimmen lassen, wie weit es nach hinten gehen darf. In der Lage, wie es ihm gerade so noch passt, gibt man ihm das Lachgas. Dann kann man ganz runtergehen.

Ich verstehe immer nicht, wo heutzutage das große Problem ist, jemandem eine angstfreie Behandlung zu ermöglichen. Niemand hat das Recht zu bestimmen, was wir aushalten können, müssen, sollen und was nicht und man muss auch nicht dauerhaft jemandem gut zureden, wenn ALLE beteiligten, bis auf die Zahnärztin, beim Denken an den Eingriff Horrorträume kriegen. Da würde ich sofort die bequeme Methode wählen, fertig aus. Vielleicht ist der kleine Mann mit 14 plötzlich obercool und will dann nichtmal was von Spritzen beim Zahnarzt wissen. Und das dann nur, weil er immer die Erfahrung machen durfte, dass er keine Angst zu haben braucht.

Laucli_nde


Guten Abend.

Ich verstehe immer nicht, wo heutzutage das große Problem ist, jemandem eine angstfreie Behandlung zu ermöglichen.

Die Zahnärztin hatte mir noch gesagt, dass ihr Sohn da durch müsste und dass es da keine Diskussion gäbe. Ich bin darauf nicht weiter eingegangen und sie hatte dann hinzugefügt, dass sie ihr Kind eben so einschätzt, dass es damit zurecht käme.

Ich selbst finde es eben schwer, eine Entscheidung zu treffen, die meinem Dreijährigen und seinen Ängsten gerecht wird. Und leider leider hat er diese Ängste.

und lass das mit deinem kleinen quälen.

Derzeit ruht das Thema für unseren Sohn. Er hat auch kein Wort mehr darüber verloren, was sehr ungewöhnlich ist.

DrokaYva kToxrrot


Er hofft vermutlich, dass, wenn er das Thema nicht mehr bespricht, es alle anderen auch einfach vergessen. ;-)

DWieFüc!h^sinx80


Es ist auch wirklich schwierig. Ich hab drei Kinder und eines davon reagiert ebenso, schon allein das Gefühl für ihn das was passiert was er nict kontolieren könnte lies ihn in Panik verfallen und er war zu dieser Zeit immerhin Grundschüler.

All meine Argumente zogen bei ihm solange bis er beim Zahnarzt auf dem Stuhl saß.

Heute hat sich das zum Glück gelegt, er muß nun wegen seiner Zahnspange auch desöfteren seinen Mund öffnen ;-) .

Damals ging es nicht ohne Narkose.

Und keiner von uns schiebt sonst Panik, ihm wurde dies nicht unbewußt eingeflösst.

Die anderen beiden z.B nehmen es locker und zu ihnen bin ich nicht anders als zum "großen".

Lucinde, ich finde es gut was ihr versucht habt, aber hab kein schlechtes Gewissen oder Zweifel an eurer erziehung weil es nicht geklappt hat.

Mir hat auch damals eine Freundin erzählt das ihre Tochter für sowas keine Narkose benötige, sie tapfer sei und mein Kind ne Mimose ;-) .

Allerdings sehe ich das anders, vor allem heute ;-D .

LTucixnde


Guten Morgen. :-)

Wir haben nun den Termin festgemacht. Alle Unterlagen studiert, unterschrieben. Sie schicken uns jetzt noch diese Zauberpflaster für die Armbeugen zu und dann haben wir kommenden Freitag gleich früh den Termin.

Wir halten es für richtig.

Den Kleinen lassen wir erstmal in Ruhe und bereiten ihn im Laufe der nächsten Woche darauf vor.

Nach wie vor verliert er kein Sterbenswörtchen zu dem Thema.

Mir hat auch damals eine Freundin erzählt das ihre Tochter für sowas keine Narkose benötige, sie tapfer sei und mein Kind ne Mimose

Ach blubb. Wir Mamas wissen es doch besser. :-)

*:)

Sdhojxo


Mir hat auch damals eine Freundin erzählt das ihre Tochter für sowas keine Narkose benötige, sie tapfer sei und mein Kind ne Mimose ;-) .

Manche Kinder sind dickfelliger als andere, wieder andere sind schnell ängstlich – grundlegend hat die Freundin damit schon recht. Aber eben nicht in dieser generalisierten Form (meiner Erfahrung nach ist manch einer sehr hart im Nehmen bei Knochenbrüchen und sehr empfindlich bei Spritzen, ein anderer hat Angst vor Höhe, stellt sich dafür aber ohne Wimpernzucken auch schmerzlichen Selbsterkenntnissen, wo andere längst zitternd alles hübsch beschönigen und den Teppich wieder drüberzerren), und auch nicht mit dieser albernen Wertung. Überhaupt verstehen viele Leute den Begriff "Tapferkeit" falsch – wer gar nicht erst Angst hat, kann und muss auch nicht tapfer sein. Tapferkeit ist, sich Schmerz und Angst zu stellen und etwas trotzdem durchzuziehen. Womöglich muss Dein Sohn, Lucinde, mehr Tapferkeit aufbringen, um das in Kurznarkose zu machen, als die Tochter der Füchsinfreundin brauchte, um es mit Betäubung machen zu lassen. Warum man das alles – außerhalb von vergnüglichen Frotzeleien – so werten sollte, ist mir völlig schleierhaft. Die Hauptsache ist, dass ihr einen Weg findet, wie ihr das möglichst gut hinter euch bringt.

z>uckerPherixng


Uah, ne, kein Lachgas. Das hatte ich als Kind und es als seeehr unangenehm empfunden, so ein Hall usw...nie wieder. Aber als Kind konnte man ja nicht ablehnen, ich bekam das Zeug jedesmal. %:|

L{uci*nxde


Es ist geschafft.

Wir haben ihn die Woche super gut vorbereitet, er war bereit und willig. Hatten uns Bilder von Flugzeugpiloten angeschaut (wegen der Maske), er wollte dann natürlich heute ein totaaaal toller Pilot sein.

Naja die Ernüchterung kam dann, als er die Liege gesehen hat und im Beehandlungszimmer schon mehrere Blaukittel auf ihn gewartet haben.

Wir mussten da dann nun durch.

Er hat sich mit allem gewehrt, was er hat, hat geweint, dass er Angst hat, geschrien ohne Ende, sich aufgebäumt, usw. Nach ca. 1 (ewig langen) Minute wurde er dann unter der Maske ruhiger und schlief dann auch ein. Ich bin dann raus gegangen und durfte nach ca. 20 Minuten wieder rein. Er war schon wach, hat geweint, aber als er bei mir auf dem Arm war, war alles gut. Wir sind dann noch eine halbe Stunde im Aufwachraum geblieben, er hat direkt gespielt und stolz seinen Zahn angeguckt. Es gab noch eine Tapferkeitsurkunde und ein kleines Spielzeug. Oma und Opa waren in der Nähe unterwegs und als wir gerade aus der Praxis sind, standen die beiden da, das war natürlich riesige Freude. Er hat stolz wie Bolle seine Lücke gezeigt und dann sind wir alle noch auf ne Tasse Kaffee zu uns. Er ist völlig normal und hat wohl keine Erinnerung an seine Angst. Wenn ich ihn frage, sagt er, er hat ein bisschen geweint.

Mittag hat er verschlungen, jetzt ist er etwas schläfrig, darf aber heute einen Trickfilm schauen, das macht er natürlich lieber als Schlafen.

So. Das hätten wir also.

Ich bin mir sicher, dass er nicht lange geschlafen hat, ich hatte ihn zwischendurch, während ich gewartet habe, einmal wimmern hören. Aber da er nichts mehr weiss, ist alles tutti paletti ;-)

Es wurde kein Zugang gelegt, nur mit Lachgas gearbeitet.

Das hatte ich als Kind und es als seeehr unangenehm empfunden, so ein Hall

Als wir uns zu Hause unterhalten hatten, hatte er gemeint, wir wären ihm zu laut. Womöglich hat es auch gehallt/geschallt oder so? Hm.

Ich bin froh. Es geht ihm super gut, er sabbelt wie ein Wasserfall und das böse Ereignis ist nicht präsent. Nächste Woche geht es zur Kontrolle und dann hoffe ich, werden die nächsten Zahnarztbesuche weniger spektakulär sein! :-)

M0oni{kaS65


Oje, bei meinem Sohn lief es mit Festhalten seitens der Helferin und Geschrei wie am Spieß.. Ging allerdings schnell und danach wars auch bald wieder gut.

Auf den Gedanken einer Betäubung ist echt keiner gekommen..

LiuUcindye


Auf den Gedanken einer Betäubung ist echt keiner gekommen..

Das hatten wir die Woche vorher versucht, ging nicht. Nun heute leider so. Es gab trotzdem eine örtliche Betäubung.

c4hxi


Gut, dass euer Lütter es nun hinter sich hat. Ich drück euch die Daumen, dass das die einzige doofe Zahnarzterfahrung bleiben wird. Zumal er sich ja jetzt schon kaum erinnert – das ist schon ein gutes Zeichen. Nach einer schlimmen Krankenhauserfahrung (da war ich ca 3) hab ich jahrelang schrill gekreischt und hab mich versteckt, wenn jemand nur einen weißen Kittel trug. Egal ob das nun ein Metzger oder ein Arzt war. Da hatten meine Eltern ganz schön mit zu kämpfen...

LauciNnTdxe


Der Papa kam gerade nach Hause und unser Sohn hat ihm lang und breit von der "Grimaske" (Maske) erzählt und dass er sich hinlegen musste und dass er Angst hatte. Aber er hat auch erzählt, dass er es super geschafft hat. Was nun genau hängen geblieben ist, wird sich dann ja nächste Woche beim Kontrolltermin herausstellen. Er hatte hinterher der Zahnärztin noch erzählt, dass er sich von der Zahnfee eine Ritterburg wünscht. Das hatte er wohl mit Papa abgesprochen, der hatte doch tatsächlich eine dabei, als er nach Hause kam. %-| Nun gut.

jahrelang schrill gekreischt und hab mich versteckt, wenn jemand nur einen weißen Kittel trug. Egal ob das nun ein Metzger oder ein Arzt war. Da hatten meine Eltern ganz schön mit zu kämpfen...

Oh man das ist doch Horror! Schrecklich. Ich könnte damit auch nicht umgehen und es ist so schwer für die Kleinen. :-(

MEonibkMa6x5


Gegangen ist es bei uns leider auch nur durch energisches Festhalten, war gar nicht schön. Aber es hat dann auch nicht viel länger gedauert als eine Minute. Das, was vorher passierte, vereisen, das ging ja alles noch. Er saß dabei auf meinem Schoß. Nur beim Ziehen selber hat die Helferin ihn festgehalten, das sollte ich nicht tun. Die Zähne waren dann total schnell draußen, im Endeffekt war das Festhalten das Problem, nicht die Behandlung an sich. Aber für eine Betäubung hätten wir ihn ja auch festhalten müssen..

Lbu0cIinxde


Dann gab es bei Euch auch keinerlei Milderung. Nicht schön. Ich kenne das noch aus der Schulzeit, wenn der Zahnarzt in die Schule kam. Es war für die meisten der blanke Horror. Es wurde ohne Betäubung gearbeitet. Die Schreie der Kinder hat man durch das ganze Gebäude gehört. Kinder sind weggelaufen, nach Hause oder sonst wohin. Ich glaube,Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre wurde die Behandlung in notdürftig eingerichteten Behandlungszimmern vor Ort eingestellt und es gab dann nach den Kontrollen nur Bescheinigungen für die Eltern, welche Behandlungen nötig sind. Es war wirklich grausam und ich kann gut nachfühlen, wie es Deinem Kind und Dir ging. :-(

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