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Extrem aggressives Verhalten vom Neffen, 14 Jahre

Tqestbrale


Meine Schwester lebt in einem kleinen kaff auf dem land. Da kennt jeder jeden. Das Jugendamt ist 20 km entfernt, psychiater noch weiter. Meine Schwester hat sich bereits einen Termin geholt, auf mein drängen. Aber alles ausgebucht, erst in 3 Wochen Vorstellung beim Psychiater vom jugendammt. In der Gegend, wo meine Schwester lebt, ist das JA völlig überlastet...

mootolrgzirl


@ anders_als_andere

Da legst du mir was in den Mund. Ich sehs nicht als Wunderheiler, sondern als erste Anlaufstelle, wenn man mit Erziehungsproblemen nicht fertig wird. Wie lange sich das schon so abspielt wurde hier nicht erwähnt, nur dass die Mutter es schon mal in Erwägung gezogen hat sich beim JA zu melden. Es aus Angst dann nicht tat.

Ich kann dir ein Beispiel nennen, wo das JA sogar sehr hilfreich war:

Wie schon vorher gesagt, ich war bei den Pfadfindern tätig. Bei einem 15 Jährigen verstarb der Vater und von dort an war er wie ausgewechselt. Er zertrümmerte Gegenstände, verstrickte sich immer mehr in Auseinandersetzungen mit seinen Freunden, war nicht ansprechbar, geriet schnell in Rage und fing an Gegenstände nach einem zu werfen, beschimpfte einen und grenzte sich somit immer wie mehr aus.

Im Leitungsteam wollte niemand mehr, dass er am Montagabend und Samstagnachmittag vorbei kommt und da ich dazumal Hauptleiterin war, durfte ich das Gespräch mit seiner trauerndenMutter führen. Schnell war da auch klar, dass sie nicht weiter wusste... Mich fast schon darum anflehte ihm noch eine Chance zu geben, denn bei den Pfadfindern würde er am meisten Halt haben. Zur Schule ging er nicht mehr, trieb sich den ganzen Tag irgendwie rum, kaum zu Hause schrie er seine Mutter an und schlug seine Schwester, wenn sie nicht das machte, was er wollte.

Für seine Mutter den Schritt zum JA muss fürchterlich gewesen sein. Aber sie durfte ihre Tochter bei sich behalten und er erhielt fortan Psychotherapie und wohnte in einem Wohnheim für Jugendliche 8 Monate. Ausgehen durfte er aber nur mit Unterschrift eines Erwachsenen (21), dieser musste ihn abholen, wieder um 22.00 zurück bringen und war vollumfänglich für ihn verantwortlich. Während dieser Zeit holten wir (Das Leitungsteam) ihn abwechslungsweise von dort für Montagabend und Samstagnachmittag immer ab und brachten ihn auch wieder zurück. Wir haben ihm sehr klar zu verstehen gegeben, dass wenn er sich nicht benimmt, wir ihn für eine Weile auch nicht abholen würden. Seine Mutter sah er während dieses Aufenthalts nie. Durfte nur mit ihr telefonieren.

Ich möchte hier keine Vergleiche ziehen.

Es sollte Jedem klar sein, je länger man damit wartet, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem die Kinder dann weggenommen werden, weil Andere sich bei JA gemelden.

d6anDae887


Testrale

Das Jugendamt ist überall hoffnungslos überlastet. Da wurden in den letzten Jahren einfach zuviel Geld gestrichen. :-| Hilft euch jetzt nicht, aber es gibt dir eine Ahnung davon, dass es unter Umständen schwer wird angemessene Hilfe zu bekommen. Plätze in Einrichtungen sind nämlich teuer und rar.

Auf der anderen Seite ist dies für deine Schwester eine gute Nachricht, die werden sehr froh sein wenn sich rausstellt, dass mit dem Rest alles in Ordnung ist. Die haben im JA normalerweise Sprechzeiten und so. Da würde ich mich hinstellen und weigern zu gehen bis jemand mit mir gesprochen hat. Es eilt, da ist kein Spielraum mehr.

IjceLFady_5x0


Korrigiert mich, wenn ich etwas überlesen haben sollte, aber: Wo ist eigentlich der Vater der Kinder bzw. des Kindes?

Ich glaube nicht, dass außer dem Ersteller des Themas jemand aus der Familie sonst noch einen Handlungsbedarf sieht. Eher so: Bei Gelegenheit, wenn es denn gar nicht mehr geht, werden sich schon andere darum kümmern.

Mal ehrlich - der Junge benimmt sich ja nicht erst seit gestern so offensichtlich, wenngleich mir nicht klar ist, ob sich alle Ausführungen wirklich so zugetragen haben. Denn wenn jemand ein Klassenzimmer auf links dreht und "alle Fenster zerstört", wird doch schon etwas passiert sein, das nimmt doch wohl keine Schule einfach mal so hin.

In der Zeit, in der der Junge immer mehr aus den Fugen gerät und solch angeblich schlimmen Dinge macht und noch viel schlimmere in Aussicht stellt, fällt der Mutter nichts besseres ein, als fröhlich ein weiteres Kind in die Welt zu setzen.

Vielleicht geht es bei der Sache ja um die Konstellation "Vater nicht existent (oder ggf. desinteressiert), Mutter überfordert und nur besorgt um das Bild nach außen und dann noch ein Baby, welches sowieso ihre gesamte Aufmerksamkeit einfordert".

Wenn ihr schon nicht in den Sinn kommt, extern nach Hilfe zu fragen bei der scheinbar vorliegenden Persönlichkeitsstörung und ihrer eigenen fehlenden erzieherischen Fähigkeiten, so sollte sie sich doch zumindest darüber im Klaren sein, dass die Gesundheit ihres Kindes bedroht ist, wenn dieses seinen Diabetes nicht adäquat versorgt.

Hier ist nicht nur der Junge dringendst hilfebedürftig, sondern die ganze Familie, wie mir scheint.

MGadam4e Charxenton


Die Eislady bringt es auf den Punkt. :)^

d:ulmmsgchmarrder74


Hier ist nicht nur der Junge dringendst hilfebedürftig, sondern die ganze Familie, wie mir scheint.

die sache spielt sich in italien ab, oder? ohne ein I-kenner zu sein, behaupte ich mal, dass dort viel mehr als hier probleme innerhalb der "familia" gelöst werden (damit meine ich natürlich keine mafia oder so ;-)). das weit entfernte JA ist sicherlich nicht mehr zur familia gehörig, die ortsschule durchaus noch.

N5ur;arihtyuoxn


Ich schließe mich der Meinung, dass da eine psychopathische Psyche vorliegt, an. Der Junge ist eine Gefahr für seine gesamte Umwelt und gehört zur Not isoliert.

Richtig, mir geht jedes Mitleid oder Verständnis mit so einem "Kind" ab. Da läuft etwas gewaltig schief im Oberstübchen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das schon wieder durch eine ach so schwierige Kindheit erklärbar und zu rechtfertigen ist. Auch glaube ich, dass das Jugendamt da längst nicht mehr der richtige Ansprechpartner ist, außer vielleicht um entsprechende Adressen von Kliniken rauszusuchen.

Da mit Wörtern wie Diabetes und Autismus um sich zu schmeißen halte ich für mehr als dämlich.

k;lein4erH_drawchesnstxern


Ich verstehe nicht, warum das Jugendamt in fast allen sozialen Problemen mit Jugendlichen als "Wunderheiler" gesehen wird. Und ich habe hier bei med1 noch nie einen Beitrag gelesen, wo das Jugendamt erfolgreich geholfen hätte.

Das Jugendamt ist natürlich kein Wunderheiler, aber die zentrale Anlaufstelle für Hilfen aller Art.

Tausenden von Familien wird vom JA geholfen, aber das gibt natürlich nur ungerne jemand zu, dass er diese Hilfe in Anspruch nimmt, das ist ja "peinlich" und man gilt als "Versager". Deswegen wirst du auch nirgends Geschichten finden, wo das Jugendamt eine echte Unterstützung war, sondern immer nur die Geschichten hören, wo das JA "versagt" hat (auch wenn es rechtlich gar nicht anders handeln konnte) oder angeblich völlig überzogen Kindern "aus den Familien reisst".

Wie gesagt, dort laufen alle Fäden zusammen, oft agiert zum Schluß das Amt gar nicht selbst, sondern vermittelt andere Hilfen.

Im Falle des Jungen liegt auf jeden Fall ein schweres psychisches Problem vor, das Verhalten ist jenseits normaler pubertärer Aggressionen o.ä. und ähnelt tatsächlich sehr dem klassischen "Psychopathen" ohne einer Diagnose vorhergreifen zu wollen.

Auch um seine kleineren Geschwister zu schützen muss sich die Mutter dringend Hilfe suchen, nicht erst, wenn etwas wirklich schlimmes passiert, der Junge scheint ja leider eine tickende Zeitbombe zu sein. Warum hat die Schule eigentlich nicht die Polizei gerufen? Normalerweise kommt die und weist jemanden nach eienr derartigen Aktion, wie du sie aus der Schule beschreibst, postwendend erstmal in die Psychiatrie ein, weil Gefahr gegen sich und andere im Raum steht.

NQova| 20x14


??? Mir erscheint einiges umgereimt an den Angaben; einmal die Schulszene, die wirklich kaum ohne ernsthaftere Konsequenzen hätte über die Bühne gehen können, und zum anderen das "Kopfabhacken" bei Katzen und Hunden. Das ist so drastisch, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass auch das ohne Folgen geblieben wäre ...

CMra)nk1


Stimmt Nova 2014 und macht mich auch sehr nachdenklich, aber nur weil wir hier leider zu wenig erfahren und es Ungereimtheiten gibt, kann man nicht automatisch von einer Fakegeschichte ausgehen.

Leider äussert sich Testrale nur sehr wenig darüber und auch sehr unregelmässig, was die Sache nicht gerade leichter macht.

Und solange müssen wir nun einfach mal davon ausgehen, dass das ,was er schreibt, auch den "Tatsachen" entspricht.

N%ova? 20x14


Crank, ja sicher – da hast Du Recht. Ich bin halt nur skeptisch, weil ich es so überzogen finde, dass ich es nicht glauben kann – oder will?

Jedenfalls ist ein Kind in dem Alter – da ist man noch ein Kind, zumindest fast – das solche Sachen fertigbringt, nicht zu hassen und abzulehnen, sondern zutiefst zu bedauern. Was muss ihm bloß begegnet sein, dass es sich so entwickelt haben kann?

Ich denke – also gesetzt den Fall, die Geschichte stimmt so – es muss von seinem Zuhause, von denn dessen Einfluss weg.

NZova3 2101x4


Ein "denn" zuviel, sorry.

dQaynake8x7


Es gibt einige wenige Kinder die sind so, von Geburt an. Wird nicht gerade häufig thematisiert, ist auch wirklich extrem selten.

C$ranxk1


Es muss nicht zwingend überzogen sein, allerdings verwundert mich dann eben auch, dass hier nichts von Tesrale geschreiben wurde, was z.B. die Schule, bei seinen Ausraster unternommen hat, was ja definitiv Folgen gehabt hätte? ":/

Und ja danae87 :)^ , dass ist mir auch bekannt!

Pgong1o


Richtig, mir geht jedes Mitleid oder Verständnis mit so einem "Kind" ab. Da läuft etwas gewaltig schief im Oberstübchen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das schon wieder durch eine ach so schwierige Kindheit erklärbar und zu rechtfertigen ist.

schliesse mich dem an..

ebensowenig ist das mit "Diabetes" oder "Autismus" zu entschuldigen..

so jemand sollte nicht mehr frei herumlaufen, weil er eine Gefahr für andere bedeutet, und nebenbei auch für sich selbst...

Täglich spricht er davon, sie ein Maschinengewehr zu besorgen um seine gesamte Familie zu erschießen.

nicht zu fassen, das noch niemand was unternomen hat...das ist allein mit Psychotherapie nicht zu kurieren :-o

und das hier:

Er hat schon mehrere streunenden Katzen und kleine Hunde den Kopf abgehackt :-o :-o

... :-o :-o :-o :-o :-o das glaub ich ja fast nicht...das ihr da so einfach nzuschaut!!!!!

Der Kerl gehört angezeigt und eingesperrt, und kommt mir jetzt nicht wieder mit der verständnisvollen Psychoschiene.......hier hat einer alles verwirkt, was auf Verständnis und Entschuldbarkeit hinausläuft!!

Echt...ich kanns nicht fassen.... :-| :|N ":/

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