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Extrem aggressives Verhalten vom Neffen, 14 Jahre

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Ich hätt es hilfreich und vonnöten gefunden, wenn der Ersteller des Themas sofort geschrieben hätte, dass dieser Fall sich in Italien abspielt. Das ist doch etwas völlig anderes bezogen auf Handhabung, Mentalität, Ämter etc....

Im Übrigen finde ich es zwar nachvollziehbar, aber auch übergriffig, hier nach dem Landkreis zu fragen, um ggf. von sich aus etwas zu unternehmen - und das nur auf die Erzählungen einer uns fremden Person im Internet hin. Dieser Schuss könte auch gut nach hinten losgehen, wenn sich Details als anders entpuppen.

Ich finde die ganze Geschichte grauenhaft und kann darüber hinaus nicht verstehen, wie man hier so über dieses Kind sprechen kann. Natürlich scheint er ein ausgeprägter Narzisst zu sein, der keine Empathie zeigen kann und gefährliche (Gedanken-) Strukturen aufweist. Und selbstverständlich braucht ein solches Kind sicher mehr, als eine einmal wöchentliche Redestunde mit einem Therapeuten.

Dennoch bleibt es ein zutiefst ver- und gestörtes Kind, welches unaufhörlich nach Hilfe schreit und von keinem gehört wird.

Völlig unverständlich ist mir, wie man die Eltern damit durchkommen lassen kann. Dieser Quatsch, dass die Mutter dem Jungen nachts den BZ misst und dann entsprechend reagiert - er muss als juveniler Diabetiker das selber machen, und zwar mehr als einmal nachts, sondern regelmäßig. Aber wenn man dem Kind von Anfang an keine Strukuren aufweist, ihm keine Grenzen setzt und ihm vor allen Dingen keine moralischen Denkweisen nahebringt, woher soll es können?

Bleibt zu hoffen, dass sich nun vielleicht etwas bewegt, wenn es diesen Termin nun zu geben scheint und er hoffentlich von allen Beteiligten auch wahrgenommen und umgesetzt wird.

N@ova q20@14


Ich finde die ganze Geschichte grauenhaft und kann darüber hinaus nicht verstehen, wie man hier so über dieses Kind sprechen kann. …

Dennoch bleibt es ein zutiefst ver- und gestörtes Kind, welches unaufhörlich nach Hilfe schreit und von keinem gehört wird.

Genau so! So wird niemand "von sich aus" und mit dem Hang zu einer solchen Grausamkeit wird auch niemand geboren!

Bei Kindern, die sich so verhalten, sind Dinge vorgefallen, die im Elternhaus liegen. Auch hier gehts nicht um Schuldzuschreibung, aber die Verantwortung liegt nicht bei dem Jungen.

dEevilinPdisxguise


Ehrlich gesagt fällt es mir etwas schwer, die Sache in dieser Form zu glauben. Die ganze Klasse lief vor Angst weg, und die Lehrerin lief ebenfalls weg und ging danach einfach zur Tagesordnung über?

In solchen Situationen (ernsthafte Gefährdung anderer) kann und sollte man SOFORT die 112 rufen, das Kind wird dann umgehend in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Das ist übrigens nichts "Schlimmes", und den Eltern wird deswegen weder das "ausgerastete" Kind noch die anderen Kinder weggenommen.

Ich spreche aus persönlicher Kenntnis mehrerer Fälle.

Wer wen auf dem Land kennt oder nicht kennt, darf keine Rolle dabei spielen, dem Kind und der ganzen Familie muß geholfen werden und dazu ist u.a. AUCH das Jugendamt ein geeigneter und i.d.R. sehr hilfreicher Ansprechpartner. Das ersetzt aber keine Therapie.

DkieK"ruexmi


Genau so! So wird niemand "von sich aus" und mit dem Hang zu einer solchen Grausamkeit wird auch niemand geboren!

Bei Kindern, die sich so verhalten, sind Dinge vorgefallen, die im Elternhaus liegen.

das stimmt so nicht, er könnte auch eine dissoziale Persönlichkeitsstörung haben, das beruht auf einer Anomalie im Gehirn, wie vermutet wird. ( sog. Soziopathen) Das kann man weder verhindern noch in irgendeiner erfolgversprechenden Weise therapieren.

L>oeg_Ladxy


Genau so! So wird niemand "von sich aus" und mit dem Hang zu einer solchen Grausamkeit wird auch niemand geboren!

Siehe Cranks und Kruemis Beiträge.

Ein Beispiel wären frühkindliche Hirnschädigungen (z.B. verursacht durch eine Sauerstoffunterversorgung während der Geburt), aufgrund derer es dem Kind nicht möglich ist, Empathie zu empfinden oder zwischen "gut" und "böse" zu unterscheiden.

Ob so etwas vorliegen kann, wird ja demnächst untersucht.

N?ova 2c014


Das ist nicht auszuschließen, wäre aber eine Anomalität. Ich meinte normalerweise …

L\ogr_Ladxy


"Normalerweise" terrorisieren 14jährige auch nicht ihre Familie, bedrohen sie, vernachlässigen ihre Krankheiten und zertrümmern Schulinventar... :=o

Nqov=a 201x4


Deshalb "normalerweise" von mir in Anführungszeichen. Normal ist das nicht, aber auch nicht zwingend genetisch vorgegeben.

NXova c20%14


Eine Diskussion über "erworben oder angeboren" ist hier nicht zweckmäßig, denke ich. Es geht darum, dass diesem Jungen geholfen wird. Wenn DAS geschieht, relativiert sich augenblicklich auch die Gefahr für seine Umwelt.

L+og_LTadxy


Es geht darum, dass diesem Jungen geholfen wird.

Keine Frage. Ich tu mich nur schwer damit, jegliche Schuld an seinem Verhalten der Mutter zuzuschieben, weil es für solch drastisches Verhalten durchaus andere Gründe geben kann, die nicht mit Erziehungsfehlern erklärbar sind.

s0onnxii


ich weiss nicht wie es in DE ist, komme auch aus It. bei uns ist Schulpflicht bis 16. In meiner Klasse war einer, vor dem hatte sogar die Lehrerin Angst, dadurch dass er auch schon in der Grundschule 2x sitzengeblieben ist, war er auch deutlich größer als wir. Von Armbrechen bis "eier" blauschlagen war alles dabei, haare ausreissen und in der Klasse rauchen und saufen mit 12.

Konsequenz war jedesmal 1 Tag Suspendierung und dann war er wieder da. Ich wohne auch auf dem Land, die nächste Stadt hat 50.000 Einwohner und es gibt für die ganze Provinz 1 (eine) einzige Einrichtung die für psychische Störungen zuständig wäre. War heute erst in der Tageszeitung, für eine Untersuchung stehen genau in dieser Abteilung 186 Tage Wartezeit an. Sagt wohl schon alles.

Was mit dem Jungen dann geschah, weiss ich nicht. Irgendwann nach 2 Jahren in unserer Klasse war er weg, anscheinend zog er zu einer Tante auf einen Bergbauernhof. Was wirklich war weiss keiner und ich hab ihn auch nie wieder gesehn.

N[oyva +20x14


Keine Frage. Ich tu mich nur schwer damit, jegliche Schuld an seinem Verhalten der Mutter zuzuschieben, weil es für solch drastisches Verhalten durchaus andere Gründe geben kann, die nicht mit Erziehungsfehlern erklärbar sind.

Log_Lady

Nicht jegliche Schuld! Nur eine entscheidende Einflussnahme. Sicher gibt es noch weitere Faktoren; die konnten dann aber vermutlich aus der seelischen Schieflage des Jungen heraus Fuß fassen … das ist eben aus der Ferne nicht zu sagen und bedarf einer Intervention zugunsten des Jungen und wenn möglich auch der Familie!

LmogB_Laxdy


DASS in der Vergangenheit Fehler gemacht und Dinge versäumt wurden, steht außer Frage. Da hätte es mit Sicherheit etliche Gelegenheiten gegeben, um einzuschreiten, und zwar von mehreren Seiten aus.

Das hilft aber aktuell nicht weiter – auch nicht, dass man Testrale bzw. seiner Schwester jetzt noch ein schlechtes Gewissen einredet. Wichtig ist, dass JETZT etwas passiert. Und das ist zum Glück jetzt angestoßen.

NCovaZ 20614


Es geht mir ganz und gar nicht um das Einreden eines schlechten Gewissens, sondern um die Übernahme von Verantwortung, wenn möglich.

Dem Jungen selbst – mit 14 – alle Verantwortung für seine Entgleisungen zuzuschieben, finde ich genau das: unverantwortlich.

m:otoRrgirxl


@ Log_Lady

:)= :)= :)= super Beiträge

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