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Angst um meinen Sohn

p6unkro(cklasdxy hat die Diskussion gestartet


Liebe med1er,

es ist sicherlich nicht die richtige Rubrik für meinen Faden, aber ich habe keine bessere gefunden.

Meine Geschichte:

Ich bin fast 40 Jahre alt. Bin alleinerziehend, habe eine fast 17 jährige Tochter und einen 13 jährigen Sohn. Ich war bis vor einem Jahr schwer krank, hatte Krebs. Ich musste mich damals auch mit dem Gedanken befassen sterben zu müssen. Natürlich galt meine erste Sorge den Kindern. Was passiert mit Ihnen, wenn ich nicht mehr lebe? Nun, ich habe überlebt. Dennoch habe ich auf meine Frage nie eine Antwort gefunden und wer weiß, ob der Krebs nicht irgendwann zurückkommt und ich wieder in dieser Situation bin. Der. Kindsvater zeigt an seinen Sprößlingen kaum Interesse. Er ist kein fürsorglicher Vater der sich kümmert. Meine Mutter und Schwiegereltern gehen auf die 80 Jahre zu und würden das nicht mehr packen.

Mein Sohn ist ein lieber, braver Junge. Er leidet an ADS und ich mache mir Sorgen, daß er sein Leben ohne Hilfe nicht in den Griff bekommt. Er leidet jetzt schon darunter. Er ist vom Alltag manchmal überfordert. Die Schule (das Lernen) macht ihm sehr zu schaffen. Ich muß ihm auch immer sagen wann er frische Sachen anziehen muß, das er die Körperhygiene nicht vergißt, Ordnung halten fällt ihm schwer, etc. Er ist sehr brav und verschmust. Ein richtig lieber Junge. Seit meiner Krankheit ganz fixiert auf mich hat Trennungsängste.

Ich mache mir furchtbare Sorgen, daß ich meine Aufgabe als Mutter nicht "zu Ende" bringen kann. Was wird dann aus meinem Sohn?

Weiß jemand Rat?

Antworten
cxhi


Ich kann leider nichts informatives beisteuern, aber ich wünsche dir von Herzen, dass du gesund bleibst und der worst-case nicht eintritt. :)*

p)un(krohckilaxdy


Danke, das wär das Beste @:)

l'erchen^zunge


erste, naheliegenste Frage: gibt es denn sonst keinerlei Verwandtschaft (Geschwister, Cousins etc.), die mit Dir bzw. Deinem Sohn in Kontakt stehen?

und gibt es auch keine eng befreundete Familien?

Und wie steht die Tochter denn so im Leben (klar, mit 17 ist sie noch jung, die Frage ist eher, ist sie vom Naturell eher bodenständig und stark oder auch eher hilfsbedürftig)?

Darüberhinaus muss Dir natürlich auch klar sein, dass Du Deinen Sohn sowieso nicht ewig stützen, ihm nicht ewig helfen kannst.

BDleibT?apfer


Liebe punkrocklady,

Wie genau weiß dein Sohn bzw. deine Tochter denn Bescheid über deine Erkrankung? Redet ihr über mögliche Krankheitsverläufe, wissen beide genau, was du hast?

Das zu wissen wäre aus meiner Sicht die Grundlage für weitere Empfehlungen.

Ich wünsche dir und euch aber natürlich auch nur das Beste. :)* @:)

p}unkreocklUadxy


Im Verwandschaftskreis sehe ich keine Zukunft. Ich habe 2 Schwestern. Eine lebt in USA, meine andere würde das ablehnen und ist für Kinder wirklich ungeeignet.

Meine Kinder und ich haben über die Krankheit gesprochen. Es ging kein Weg vorbei, denn die Chemotherapie hatte mich schwer gezeichnet und geschwächt.

Bei meiner Tochter mache ich mir weniger Sorgen. Sie wird Ihren Weg gehen, da bin ich mir ganz sicher.

Für meinen Sohn war es sehr schwer. Er hatte furchtbar Angst um mich und allein dazustehen.

p-unkrnocgkladxy


Der Gedanke -was wäre wenn- macht mich fast verrückt. Trotzdem würde ich mich besser fühlen, wen ich wüßte, daß er nach meinem Tod gut aufgehoben wäre. Wie findet man passende Eltern für sein Kind falls der Ernstfall eintreffen sollte?

BcleibTKapfxer


Ist dein Sohn schon so weit, mit dir über das "was wäre wenn" zu reden?

Hast du eine Möglichkeit, ihn in die Planung diesbezüglich mit einzubeziehen oder wäre das zu viel für ihn? Einerseits kann ich mir vorstellen, dass solche Gespräche wahnsinnig schwer sind, andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass die Einbeziehung ein Schritt in die richtige Richtung wäre.

Wahnsinn, was du durchmachst. In meinen schlimmsten Träumen kann ich mir das nicht vorstellen und wünsche dir wirklich von Herzen Kraft!

Gibt es evtl. eine befreundete Familie mit einem Sohn im gleichen Alter?

Hat er gar keinen Kontakt zu seinem Vater oder nur sporadischen?

P|lüschb%iexst


Hallo,

wende dich an das Jugendamt und frage dort nach, welche Möglichkeiten es gibt.

So wei ich weiß,gibt es die Möglichkeit sich wenn Bedarf besteht eine passende Pflegefamilie auszusuchen.

c`hi


Vielleicht wäre auch begleitend für eine Weile, eine Therapie für euch beide gut? Die Verlustängste auf beiden Seiten müssen ja riesig sein...

pLunkrofcklady


Naja, vor einem guten Jahr mußte ich dieses Thema direkt zur Sprache bringen. Ich glaube beide hatten Angst hier aus der Umgebung weg zu müssen. Es wäre auch nicht gut die beiden hier weg zuholen. Die Oma wohnt 200 km entfernt und zu Ihr wollten beide nicht. Sie sagten Sie würden zu Ihrem Vater gehen, aber er möchte das nicht solange er nicht gezwungen wird (Mann, mir kommen die Tränen. Immer für die Kumpels da, aber nix für die Familie übrig). Mein Sohn wäre dort verloren. Er würde keine Unterstützung für die Schule kriegen und wahrscheinlich in seinen Kleidern schlafen. Von Zuneigung und Liebe ganz zu schweigen.

p+unkrWockFladxy


Mann, ich hab einfach Angst!

cnhxi


Verständlich. Aber aktuell geht es dir gut. Vorsorgen ist wichtig, ja, aber versuch dich nicht von der Angst verschlucken zu lassen und hole dir Hilfe, wenn es zu schlimm wird. :°_

p7unkrbock0ladcy


Es ist nicht so, daß mich die Krebsangst auffrißt. Die Angst ist zwar da, aber sie regiert nicht mein Leben. Ich möchte einfach nur wissen, daß meine Kinder gut aufgehoben sind falls was schief läuft. Ich habe nicht erwartet jetzt sofort eine Lösung zu finden. Hier sind viele nette Menschen mit vielen Ideen. Vielleicht habe ich den Kopf zu voll und übersehe was.

c8h:i


Das kann natürlich sein... morgen kommen bestimmt noch mehr hilfreiche Antworten. Gute Nacht erstmal @:)

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