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Sohn psychisch krank und ich kann bald nicht mehr!! (Lang!)

c@rqiech8arlxie


Autismusspektrum?

So einen habe ich hier und ehrlich:

ich verstehe, dass er manche Sachen nicht "kann", aber dann sind wir da und helfen ihm, DRUMRUM kommt er nicht.

Hat er denn einen Schulbegleiter?

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Was mir noch auffällt: Er ist morgens extrem müde, obwohl er viel früher ins Bett geht als Gleichaltrige. Er geht um 21 Uhr ins Bett und wenn ich kurze Zeit später gucke, schläft er tief und fest. Und morgens um 6 kommt er nicht raus. Er sagt oft am Tag, er ist müde und kann sich nicht konzentrieren. Das sehe ich auch bei den Hausaufgaben. Schilddrüse ist laut Kinderärztin in Ordnung. Ich habe mir aber überlegt, da mal zu einem Spezialisten zu gehen. Denn eine Zeitlang sollte er wegen Unterfunktion Tabletten nehmen und jetzt sollen die Werte normal sein und er soll keine mehr nehmen. Ich habe aber gelesen, dass die normalen Hausärzte nicht alle Werte beachten, die wichtig wären. Bei uns liegt auch Hashimoto in der Familie und eine normale Schilddrüsenunterfunktion. Vielleicht erklärt das diese Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unkonzentriertheit. Ich weiß es echt nicht. Aber ich will alles abgeklärt haben.

cVriec\haNrlie


Habt Ihr es schon mal mit Ritalin zur Focussierung versucht?

Das regelt auch den Tagesablauf.

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Autismus hat ja viele Gesichter und ich weiß nicht, ob man es total ausschließen kann. Aber eigentlich ist er schon ein sehr offenes Kind, es ist ihm nur schnell alles zuviel. Mit dem Thema Autismus habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht beschäftigt. Hätte in der Klinik und der danach stattfindenen Therapie nicht diese Diagnose gestellt werden müssen? Wie offensichtlich ist Autismus?

Einen Schulbegleiter hat er nicht. Er hat ja seinen Schulweg bis vor ein paar Wochen gut gemeistert und auch in der Schule gab es keine Probleme. Es war alles gut (zu 95% sagen wir mal)...und jetzt das.

Es ist gut, dass ihr es schafft, dass euer Sohn nicht DRUMHERUM kommt. (Nicht ironisch gemeint). Das würde ich mir auch wünschen, weil ich weiß, dass Vermeidung nur zur Verschlechterung führt. Aber hier funktioniert es nicht. Ich könnte ihn höchstens von der Polizei holen lassen. Aber tut man das bei einem Kind, dass da sitzt mit Tränen in den Augen und sagt, er kann nicht? Ich denke nicht, dass das der richtige Weg wäre.

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Medikamente hat er noch keine bekommen. Ich denke, dass wir Ende des Monats mehr wissen. Und vielleicht wird er etwas bekommen. Und ich werde die Letze sein, die sich gegen irgendwelche Medikamente sperren wird. Denn wenn das die Chance ist, die Kurve zu kriegen, werden wir sie nutzen.

cdriuecharlxie


Also mein Sohn hatte immer viele Freunde, war sehr feinfühlig, immer gut gelaunt, hat viel gelacht, hat Humor, kann tolle Aufsätze schreiben, ein wandelndes Lexikon, als Baby und Kleinkind problemlos und verkuschelt, EXTREM empathisch....

und kann nicht die Uhr richtig lesen, kennt die Jahrezeiten nicht, Groß- und Kleinschreibung sagt ihm nur allmählich was, versteht viele Sachen super-wörtlich, bringt kaum ein Arbeitsblatt zu Ende, bekommt suzidale Gedanken, wenn ihm alles zuviel wird, verirrt sich auf unbekannten Wegen, hat eine andere Ordnung der Welt im Kopf....

und ist Asperger-Autist, am unteren Rand, (er ist 13), aber doch so, dass wir für die Schule einen Nachteilsausgleich brauchen, Abfrageaussetzung, Platz in der 1. Bank etc..

Diagnostiziert mit 10, ENDLICH!!! Bis dahin war vor allem das Organisatorische und viel auch das Soziale ein super-Kampf, nur, weil ich zu Hause bin und alles auffangen konnte und wir hier in einem kleinen Dorf wohnen, hat er eine "normale" Kindheit gehabt.... in der Stadt im Gym haben sie ihn dann geröstet. Noch immer ist es so, dass wenn ich das Leuten von früher erzähle, dass er nun eine Autismus-Diagnose hat, dass die aus allen Wolken fallen...

es muss nicht super-auffällig sein, aber ich finde, das hört sich bei Deinem schon etwas so an... wenn dem so ist, gibt es greifbare Bewältigungsstrategien, die ihm und Euch das Leben deutlich erleichtern. Wie gesagt wird gerne auch Ritalin zur Focussierung gegeben.

Ein Schulbegleiter bedeutet, dass eine vertraute Person im Unterricht dabei sitzt und ihn "beschützt" und anleitet, auch über die Pausen hinweg, so er will.

Hat denn da nie einer mal im Krankenhaus in die Richtung geguckt? ???

cPriecUharlxie


dass da sitzt mit Tränen in den Augen und sagt, er kann nicht?

geh doch mit in Schule? Oder ist er dafür schon zu alt?

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Nach Autismus ist, glaube ich, nie geguckt worden. Es sind sehr viele Tests mit ihm gemacht worden, aber es ist nur aufgefallen, dass er sehr langsam arbeitet, sich schnell ablenken lässt und despressive Verstimmungen hat. Die allerdings aufgehört hatten, als es mit der Schule wieder besser klappte. Ein Schulbegleiter ist von der Klinik beantragt worden, aber wurde nicht bewilligt. Darüber habe ich mich damals sehr geärgert, aber musste dann zu meiner Erleichterung feststellen, dass es auch ohne gut klappt.

Das Ding ist ja, dass er es geschafft hat, etwa drei Jahre regelmäßig zu gehen. Einzelne Tage gab es zwischendurch, wo es nicht so klappte, aber er hatte nicht mehr Fehltage als andere und hat sich immer wieder gut aufgerafft.

Und jetzt läufts so mies. Vielleicht ist wirklich der Krankenhausaufenthalt und der Todesfall ein Grund für seine Veränderung. Denn seitdem geht es ihm schlechter und es funktioniert nicht mehr so wie vorher.

Ich würde ihn in die Schule begleiten, aber er ist 14 und das wäre für ihn ja ein absolutes Trauma, wenn ihn die Mama begleitet. Sowas ist doch in dem Alter nur mega-peinlich. |-o Wenn er jünger wäre, würde ich es tun. Allerdings als er in der Grundschule verweigerte. zog er sich nicht mal an, heulte und schrie nur rum und ich hätte ihn mit Gewalt zur Schule bringen müssen. So ein Theater macht er jetzt nicht mehr, aber wenn er nicht "kann", lässt er auch nicht mit sich reden.

Es bleibt uns nichts anderes, als abzuwarten, was uns empfohlen wird. Ich befürchte, dass er nochmal von Zuhause weg muss. Darauf stelle ich mich ein. Wenn wir es irgendwie anders in den Griff kriegen können, sind wir natürlich dankbar. Deswegen lasse ich auch körperlich abklären, was mir in den Sinn kommt. Denn auch bei gewissen Krankheiten treten die Symptome auf, die er aufweist.

Wenn es irgendetwas Neues gibt, werde ich berichten.

Liebe Grüße *:)

c[rieYcFharxlie


Ich glaube, es ist eine Kombi. Eine Art Wahrnehmungsstörung z.B. aus dem Autismussspektrum trifft auf Traumatisierung trifft auf Pubertät. Hat er Psr ychotherapie? Habt Ihr Elternhilfe? Ich würde auf jeden Fall an dem "ich kann nicht" arbeiten, ihm klar machen, dass er keine Wahl hat, aber ihr aber gerne zusammen über den modus verhandelt.

p)e7lztieIr8x6


Die Diagnose Asperger wird inzwischen leider inflationär gebraucht . Ich will damit nicht sagen, dass diese Diagnose auf keinen Fall auf deinen Sohn zutreffen könnte; sondern dass man damit vorsichtig sein muss.

Bestimmte Kriterien für die Diagnose sollten schon erfüllt sein, um die Diagnose zu stellen. Es stimmt zwar, dass Aspeger durchaus zur Empathie fähig sind bzw. je nach Ausprägung sein können (anders als die "richtigen" Autisten/beim Kanner-Autismus) und sogar manchmal überdurchschnittlich empathisch und hochsensibel. Trotzdem halte ich es für sehr fraglich diese Diagnose zu vergeben, wenn grundlegende Merkmale wie "wenige Freunde, kein "altersgerechtes" Spielen (mit Gleichaltrigen)" nicht vorhanden sind. Ich habe mich auch eine Zeitlang intensiver mit dem Thema Asperger beschäftigt, und habe dabei keinen Asperger "getroffen", der sehr viele Freunde gehabt hätte.

Was natürlich passen könnte bei deinem Sohn wäre die Überempfindlichkeit gegenüber Lärm , Überforderung (evtl durch zu viele Reize und Input) trotz normaler Intelligenz. Trotzdem liest es sich insgesamt für mich nicht wie die Beschreibung eines Asperger -Kindes.

Er hat zur dir ja offensichtlich eine sehr enge Beziehung, und zeigt diese ja emotional auch bzw, fordert sie ein. Das würden Asperger Autisten eher weniger machen; sie können zwar durchaus tiefe Gefühle empfinden, tun sich aber schwer im Umgang mit ihnen und der Interaktion mit ihren Mitmenschen, inklusive Eltern. Gerade das Einfordern deines Sohnes von körperlicher Nähe (zu dir) wäre z.b. total atypisch dafür.

taotaltr;auErnig20w15


Es kann schon sein, dass es sich bei ihm um eine Kombination aus mehreren Problemen handelt. Psychotherapie hatte er in der Klinik, danach Verhaltenstherapie, da sollte er lernen, mit seinen Ängsten umzugehen und sich ihnen zu stellen. Das hat ja auch gut geklappt. Die Verhaltenstherapie war aber Anfang letzen Jahres beendet. Die Probleme fingen dann nach den Sommerferien an. Erst in leichter Form, schleichend und jetzt ganz massiv. Aber wie gesagt, es ist anders als vorher. Vorher hat er deutlich sagen können, dass er Angst hat. Jetzt sagt er, er schafft es nicht, ist zu müde, ist ihm alles zuviel... Elternhilfe hatten wir in Elterngesprächen und Familiengesprächen, sowohl in der Klinik und auch bei der Verhaltenstherapie. Man gab uns gute Tipps, es funktionierte ja auch etwa drei Jahre lang. Zusätzlich werde ich mich aber noch um einen Platz kümmern, wo es um die Sorgen von uns als Eltern geht. In den anderen Gesprächen ging es ja in der Hauptsache um unseren Sohn und wie man ihn unterstützen kann. Aber wir brauchen auch jemanden, der uns aufbaut und Kraft gibt.

Ich danke allen, die mir geschrieben haben! :)^ @:) Da fühlt man sich doch gleich nicht ganz allein. Denn man hat sonst immer das Gefühl, um einen herum sind nur Familien, wo alles wunderbar funktioniert. Obwohl man ja nicht hinter die Kulissen schauen kann. Wir haben alle tolle Kinder. Die einen brauchen eben mehr Unterstützung, die anderen weniger. Ich hoffe, so positiv kann ich auch denken, wenn ich morgen früh wieder "Theater" habe...

Liebe Grüße *:)

t8otalt(rauriQg201x5


@ Pelztier86:

Ich kann es mir auch nicht vorstellen, weiß aber selbst nicht viel über Autisten. Da mein Sohn von ganz verschiedenen Personen getestet wurde, denke ich, dass diese Diagnose von irgendjemandem hätte kommen müssen. Aber trotzdem finde ich es schön,dass criecharly sich so viele Gedanken macht und mir von den eigenen Erfahrungen berichtet.

So, ich muss jetzt mal den PC ausschalten. Wenn es irgendwelche Neuigkeiten gibt, werde ich mich melden.

*:)

clriec>harl]ie


@ pelztier

wir haben ein gut funktionierendes soziales Umfeld in einer Kleinstadt. Ich habe auf den Punkt gebracht dafür gesorgt, dass mein Sohn Freunde hatte/hat.

Du vergißt, dass Asperger lernen können und oft mit sehr hoher Intelligenz gesegnet sind. Mittlerweile muß ich das mit den Freunden nicht mehr für ihn regeln, aber sein soziales Leben nach wie vor. Er hat "viele" Freunde . weil ich dafür sorge, aber er IST Asperger. Vielleicht hast Du halt einfach Asperger kennen gelernt, auf die man nicht so aufgepasst hat bzw. die einfach stärker betroffen waren. Und für Asperger gibt es übrigens knallharte Persönlichkeitsinventare, die mit cut-off etc.. arbeiten, also quantitiave Erfassung ist möglich, wenn man es denn macht und nicht nur über den Daumen peilt.

lqe san'g rxeal


Wegen der Müdigkeit würde ich noch mal die Schilddrüse und den Ferritin (Speichereisen) anschauen lassen. Dazu am besten zu einem Endokrinologen oder Nuklearmediziner gehen.

Maetxa4


Ich würde vermuten, dass dein Sohn bei seinem Krankenhausaufenthalt mit 10 Jahren ein Trauma erlitten hat, welches wieder reaktiviert wurde, als er wieder ins Krankenhaus kam.

Womöglich gab es aber auch schon vorher ein Trauma, das mit 10 Jahren dann reaktiviert wurde.

Wie war denn die Schwangerschaft mit ihm? Gab es Besonderheiten? Wie war die Geburt? Wie war die Neugeborenenperiode? Wenn er im Krankenhaus geboren wurde, war er dann viel von dir getrennt oder nicht? War er als Baby oder Kind schon einmal im Krankenhaus?

Es ist sicher wichtig, alle in Frage kommenden körperlichen Ursachen abzuklären, ein Hashimoto braucht andere Untersuchungen, die meistens nicht gemacht werden.

Möglich ist auch, dass er jetzt durch sein Alter und Pubertät einfach anders reagiert / erscheint. Vielleicht ist "Angst" nun zu uncool und er verdrängt die Angst, woraufhin nur eine Leere bleibt.

Ich wäre ganz vorsichtig mit jeder Art von Zwang und Druck. Natürlich kann man nicht einfach zuschauen, vielleicht gemeinsam mit ihm schauen: was geht. Kleine Schrittchen finden, zu denen er bereit ist.

Vielleicht ist auch ein weiterer Klinikaufenthalt das richtige, das hat ihm ja schon geholfen.

Ich kenne das, wie das ist, wenn das Kind nicht in die Schule will und ich war soo froh, dass die Schule deswegen keine Probleme gemacht hat. Ging aber auch nur wenige Wochen.

Alles hat übrigens seine Grenzen (auch die Schulpflicht), ich habe mal von einem Kind erzählt bekommen, das einmal im Jahr zur Schule ging, dann jedes Mal quasi einen Anfall bekam und dann vom Psychiater ein Attest, dass es nicht zur Schule gehen kann, wegen .....(?)

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