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Sohn psychisch krank und ich kann bald nicht mehr!! (Lang!)

wCaltertr|i"pleonxe


Sie habe nichts von medikamentösen Optionen geschrieben. Welche sind erörtert worden?

wsalt=ertripmleoxne


Entschuldigung, ich habe es überlesen. Versuchen Sie es mit Stimulanzien. Klingt nach dem typischen Verlauf einer falsch behandelten Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung mit allen Folgeproblemen. Lassen Sie die Finger von PTBS und Asperger. Hat er nicht.

CUaramVala x2


Und wie sieht es mit Vitamin- und Mineralstoffen aus. B12 und Vitamin D-Mangel, Selen und Zinkmangel haben Einfluss auf die Schilddrüse und auf den gesamten Stoffwechsel. Bei manchen hilft der Ausgleich, die Ängste zu minimieren, sollte der Einfluss auf den Stoffwechsel hoch sein.

Kupfer wäre zum Beispiel ein Element, das bei Fehlen und bei Überdosierung (Kupferrohre) Probleme bereiten kann.

c$rieAcharxlie


Ich glaube, das kam falsch rüber. Ich meinte nun nicht, dass der Sohn Asperger ist, das kann man in einem Forum wohl kaum diagnostizieren...

mir sind halt nur die Parallelen mit der Dissonanz zur Umwelt aufgefallen. ADS hatte ich mir auch überlegt, hypo-Variante, auch dazu würde diese Dissonanz, das Überfordertsein passen... und auch die sich zur Zeit anscheinend einstellende Depression. Nur ist das ja noch inflationärer.... *:)

Des weiteren gehen die Symptome bei ADS/ASS und auch HB ja oft fließend ineinander.... so aus der Entfernung präsentiert sich mir das alles tatsächlich als ein Kind, welches schon eine Veranlagung zu ADS oder ähnliches hatte, dann wurde es traumatisiert, das wurde nach Überwindung wieder reaktiviert und entwickelt nun entwickelt es eine depressive Verstimmung.

Wie ich auf Seite 1 schon schrieb, wären Stimulantien (Ritalin) doch eine gute Idee + ein neues tolles neues Hobby? Und eben Gespräche mit Psychotherapeuten!!!

wwaltert:rinpleoxne


Yep, klingt nach einem Plan. Es gibt übrigens nicht nur Ritalin, sondern inzwischen eine Reihe modernere Alternativen. Die allerdings sucht nicht der Arzt aus - sondern Ihr Sohn. Er wird am Ende sagen, welche der Zubereitungsformen in welcher Dosis die beste ist. Erst dann, wenn es tatsächlich gut wirkt, ist zu planen, welche Übungsbehandlung (Ergotherapie, Verhaltenstherapie, was auch immer) für ihn sinnvoll ist. Andernfalls bleiben diese so sinnlos wie bisher.

w'altekrtrixpleone


Achso, ja, wenn man mal das wort "traumatisert" weglösst, würden die Hypothesen schon passen. Nehmen wir an, dass ihm die Aufmerksamkeitsstörung wirklich im Weg stehet, hat er wenig Chancen, Erfolge zu haben. Das wiederum ist die Voraussetzung für das Selbstbewusstsein, was man keinesfalls in irgendeiner Übungsbehandlung sondern nur durch erfolgreiches Handeln im Alltag erlernt. Wenn das nicht klappt, könnte man truarig und frustriert werden. Da schliesst sich als der Kreis. Zum anderen gehen Aufmerksamkeitsstörung nicht selten mit Stimmungsproblemen vor demselben, nämlich biologsichen Hintergrund einher. Dann wäre die Behandlung dementsprechend.

Nicht so kompliziert, wenn man an die richtigen Bahendler gerät. Und die sind nur dann richtig, wenn Ihr Sohn und Sie zufrieden sind.

c2riLec@har.lie


..und ich bin der Meinung, dass gerade das Trauma der Schlüssel zu dem Ganzen ist;

ansonsten hätte er mit kognitiven Fähigkeiten die Disharmonie mit seiner Umgebung vielleicht aushebeln können.

p|elzdtieJr8d6


Entschuldigung, ich habe es überlesen. Versuchen Sie es mit Stimulanzien. Klingt nach dem typischen Verlauf einer falsch behandelten Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung mit allen Folgeproblemen. Lassen Sie die Finger von PTBS und Asperger. Hat er nicht.

Ah ja, du hast also eine Glaskugel, und kannst aus der Ferne sicher beurteilen, was der Sohn der TE hat bzw. nicht hat. Und leichtfertig mit Stimulanzien umgehen sollte man erst recht nicht. Selbst mit gesicherter ADS/ADHS Diagnose sind die Vor und Nachteile einer solchen medikamentösen Therapie immer zu überdenken. Ganz generell den Tipp zu geben, diese Medikamente bei ADS/ADHS bzw. sogar bei einem noch unklaren Krankheitsbild einzusetzen, finde ich fahrlässig.

pYelhztPierx86


@ TE

In der heutigen Zeit gibt es einen starken Trend zur Psychopathologosierung, gerade auch schon bei Kindern. Richtig extrem ist das bereits in den US, wo Kleinkinder schon heftige Psychopharmaka bekommen.

Für mich liest sich das Verhalten deines Sohnes vor sei er Erkrankung als relativ normal; er war bzw. ist eben offenbar das, was man früher lediglich als "Sensibelchen" bezeichnet hätte - bei weitem nichts Pathologisches jedenfalls.

Es kann jedoch sein, dass dein Sohn aufgrund seiner anlagebedingten Sensibilität weniger Resistenzen gegenüber potentiell traumatisierende Ereignisse hatte, so dass es dann durch die Erkrankung zum Trauma zur Ausbildung einer Art von PTBS und im Rahmen derer zur Retraumatisierung gekommen ist. Wenn er tatsächlich ein inhärent psychische Erkrankung hätte, dann hätte sich sein Verhalten wohl kaum zwischenzeitlich gebessert.

cDrieOch!arlie


Wenn er tatsächlich ein inhärent psychische Erkrankung hätte, dann hätte sich sein Verhalten wohl kaum zwischenzeitlich gebessert.

nun,

das ist ja wohl alles relativ. Darüber wissen wir nichts. Ich kenne das auch, dass das deviante Verhalten schon so normal geworden ist, man sich so gut darauf eingestellt hat, einfach, um als Familie zu überleben.... aber wenn man mal einen Schritt zurück tritt merkt man erst, wie aus dem Ruder das Ganze schon ist.

Und das Argument, dass es "früher auch Sensibelchen gab" (analog: Zappelphilipp) sollte man echt mit Vorsicht genießen. Bestimmt gibt/gab es Kinder, bei denen sich vieles gibt - aber bei manchen eben nicht. Ich bin immer eher dafür zu pathologisieren statt zu bagatellisieren;

Wegen der Hilfe für das Kind.

p\elMztieOr86


wir haben ein gut funktionierendes soziales Umfeld in einer Kleinstadt. Ich habe auf den Punkt gebracht dafür gesorgt, dass mein Sohn Freunde hatte/hat.

Du vergißt, dass Asperger lernen können und oft mit sehr hoher Intelligenz gesegnet sind. Mittlerweile muß ich das mit den Freunden nicht mehr für ihn regeln, aber sein soziales Leben nach wie vor. Er hat "viele" Freunde . weil ich dafür sorge, aber er IST Asperger. Vielleicht hast Du halt einfach Asperger kennen gelernt, auf die man nicht so aufgepasst hat bzw. die einfach stärker betroffen waren. Und für Asperger gibt es übrigens knallharte Persönlichkeitsinventare, die mit cut-off etc.. arbeiten, also quantitiave Erfassung ist möglich, wenn man es denn macht und nicht nur über den Daumen peilt.

Ich will überhaupt nicht die Diagnose im konkreten Fall deines Sohnes anzweifeln. Doch ich bezweifle, dass due deine Erfahrungen mit ihm auf einen Großteil (oder auch nur Minderheit) der Asperger Autosten übertragen kannst.

Ja, mir ist sehr wohl bekannt, dass viele Asperger Austisten überdurchschnittlich intelligent bis hochbegabt sind, und mit Intelligenz viel Sozialkompetenz wie eine Fremdsprache sich aneignen und so ihre Defizite in den Bereich zum Teil kompensieren können.

Trotzdem wird aus einem mehr oder weniger "typischen" Asperger niemals ein Mensch werden, der körperliche Nähe aktiv sucht, sich viele Freunde suchen lässt (auch da muss man ja zumindest soweit in der Lage sein, eine Freundschaft mit "Normalos " aufrecht erhalten zu können) etc...

Eher wird sich solch ein Mensch noch Kontakt zu Gleichgesinnten wünschen und suchen; mit der sozialen Welt der Normalos wird er zwar im besten Fall sich zurechtfinden und gut damit umgehen , sich aber nie darin wirklich wohlfühlen können, wenn er für sich nicht "Nischen" findet, in denen Andersartigkeit auch in der Gesellschaft existiert und akzeptiert wird.

(Z.b. Ist der Anteil an etwas andersartigen Menschen (gerade auch mit hb und Asperger) bei bestimmten Berufen (Informatiker) höher)

p{elztie"r8x6


Ich bin immer eher dafür zu pathologisieren statt zu bagatellisieren;

Wegen der Hilfe für das Kind.

Nicht immer hilft es dem Kind zu pathologisieren; im Gegenteil kann es sogar manchmal schaden. Wer will schon den Stempel "nicht ganz normal/psychisch auffällig" aufgedrückt bekommen? Gerade Kinder in der Regel nicht. Dann eher das ganze als Besonderheit, als Andersartigkeit, die in Ordnung ist, dem Kind vermitteln, so dass es sich selbst annehmen kann, so wie es ist, und gleichzeitig ihm Hilfestellungen in der Praxis anzubieten, wenn es sie braucht.

Der Sohn der TE schien vor seiner Erkrankung ja nicht unter seiner Sensibilität besonders zu leiden - warum sollte man das also als pathologisch einordnen, nur weil er in bestimmten Situation anders als gesellschaftskonform reagiert hat? Man könnte höchstens in solch einem Fall mit Verhaltensthetapie arbeiten. Aber bitte ohne den Stempel psychisch auffällig, sondern einfach als reine Hilfestellung für seine besonders sensible Persönlichkeit.

Viele der Kinder, die mit einer ADS/ADHS Diagnose groß geworden sind und in dem Bewusstsein, dass sie vieles nicht können, werden nie genug Selbstbewusstsein entwickeln, um ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können.

peelztgie{rx86


Um das klar zu machen: Etwas anderes ist das in eindeutigen, pathologischen Fällen. Da kann eine klare Diagnose bzw. eine medikamentöse Therapie viel Entlastung bringen.

Aber gerade in dem Graubereich, in den die meisten Fälle fallen, ist das nicht zwangsläufig so, und hier sollte man sehr vorsichtig mit vorschneller Pathologisierung sein.

c}riec5hDarlfie


...ich weiß schon, was Du meinst, aber auch hier gilt das Argument auch in die andere Richtung;

woher weißt Du denn, dass der Sohn der TE ein typischer Asperger WÄRE?

Das Spektrum ist ein Weites, nicht umsonst wurde es ja nun auch neu klassifiziert. Man kann eben nicht sagen: der hat Freunde, der ist nicht typisch. Oder der ist Geisteswissenschaftler, der ist nicht Asperger. Das ist viel zu stereotyp. Und Asperger oder ADS ist bie einem Kind mit sozialen Schwächen nun mal wahrscheinlicher als andere, schwerwiegendere psychiatrische Störungen. Die Idee kannst Du mit dem Verweis auf den Stereotyp nicht abwiegeln...

cXr;iec^hakr:lixe


Wer will schon den Stempel "nicht ganz normal/psychisch auffällig" aufgedrückt bekommen? Gerade Kinder in der Regel nicht. Dann eher das ganze als Besonderheit, als Andersartigkeit, die in Ordnung ist, dem Kind vermitteln, so dass es sich selbst annehmen kann, so wie es ist, und gleichzeitig ihm Hilfestellungen in der Praxis anzubieten, wenn es sie braucht.

hmmh... also ich habe und kenne einige Kinder. Und diejenigen, bei denen irgendwann eine Diagnose kam, waren ehrlich gesagt in den meisten Fällen richtig froh darüber, weil sie ihre Andersartigkeit vorher ja schon selbst bemerkt hatten und sich aber verzweifelt anpassen wollten, was nur begrenzt möglich war. Klar muß man diagnostizierte Devianzen erst mal verdauen, aber in den meisten Fällen sind sie eine Befreiung, weil sich ihnen auch passende Hilfe (Finanzierung!!!) anschließt.

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