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Tochter zu klein, behandeln?

h:ats chimpu


Ich finde geringes Selbstbewusstsein und ständige Komplexe auch weitaus unattraktiver und abtörnender als geringe Körpergröße.

Es gibt genug Menschen, die äußerlich kein Highlight sind und mich trotzdem umhauen. Trifft fast auf jeden meiner Exliebschaften zu. Das waren alle humorvolle, selbstbewusste, kreative, aufgeschlossene, sympathische Typen. Mit denen hatte man so viel Spaß, dass man gar keine Zeit hatte um über ihre Körpergröße, Figur oder sonst was nachzudenken. :)^

J_P19x97


Naja für andere will ich eigentlich gar nicht größer sein, ich will das für mich mehr oder weniger ganz allein, um mir das Gefühl zu geben ich bin mit den anderen auf einer Ebene von der Größe her, und muss nicht dauernd auf sie hoch schauen.

Kann es sein, wenn man spät in die Pubertät gekommen ist, dass man auch später ausgewachsen ist? Ich bin nämlich 6 Wochen zu früh geboren und erst so mit 15 in die Pubertät gekommen ...

h_atsFchipxu


Wir sind kein Orakel. Die richtige Antwort wird dir nur die Zeit geben.

Ich weiß nicht warum du dich so auf die Größe versteifst. Meinst du, dein Leben ist schöner, nur weil du wenige cm größer bist? Bei deinem Selbstbewusstsein befürchte ich eher, dass du dann etwas anderes findest, was dich stört. Ich hatte auch oft Komplexe und glaub mir, Glück hängt nicht vom äußeren ab. Seit ich mich so akzeptiere wie ich bin, ist das Leben viel schöner.

ALntonnio\ Vi2val_di


@ JP1997

Du kannst Dich mit Deiner derzeitigen Koerpergroesse gluecklich preisen und Deinem Schoepfer taeglich danken!!! - Ich hatte 2 Schulfreunde, die mich (gefuehlt) um fast einen bzw. um fast 2 Koepfe ueberragt haben (ich bin damals ca. 179cm gross gewesen). Die waren alles andere als gluecklich damit.

Ich erinnere mich noch an unseren Mercedes (230), den wir damals hatten, und in den die beiden auf der Rueckbank kaum hineinpassten. Die armen Kerls (besonders der groessere) sassen da wie in Hoeckergrabstellung; es fehlte nur, dass er sich mir den Knien das Ohr kratzen konnte. Und mit dem Kopf das Dachblech auszubeulen, ist auch nicht gerade angenehm. Der Blick nach aussen ist auf ein paar Meter rund um das Auto begrenzt. Findest Du das beneidenswert?

Und so geht's mit Negativerlebnissen bei beiden weiter; der eine der beiden verunfallte beim Schulsport, was nach meiner Vermutung sicherlich ganz wesentlich auch mit den viel zu langen Knochen zusammenhing. Es wurde dann knappe 3 Jahre an seinem Knie herumoperiert, und noch heute ist das Knie ein schwacher Punkt bei ihm.

Und wenn Du glaubst, dass Du mit ein paar Zentimetern mehr die Frauenwelt besser erreichst, dann mag das zutreffen, aber bestimmt nur bezogen auf denjenigen Teil selbiger Welt, von dem man Dir dringend abraten kann. :=o ;-)

A7nton:io Vyivaldxi


@ Eumeltier,

seit ein paar Tagen verfolge ich Deinen Faden, aber die Beitraege kommen schneller, als ich nachlesen kann. :-D

Bei unserer juengsten Tochter ist die Abweichung bisher noch deutlicher. Sie liegt seit ihrer Geburt immer weit unter der 1%-Perzentile und ist ausserdem stark muskelhypoton. Jetzt ist sie gut 1,5 Jahre alt, aber trotz erfreulicher Fortschritte (mehr auf sonstigen Bereichen) ist sie immer noch viel zu klein und hat zu wenig Muskelmasse und Muskelspannung. Vom Laufen ist sie noch weit entfernt.

Wie war denn bei Deiner Tochter der Verlauf der Groesse im Vergleich zu den Perzentilen in ihrem bisherigen Leben?

Und hat sie noch andere Auffaelligkeiten?

Wurden schon Wachstumsfaktoren und andere Laborwerte bei Deiner Tochter vielleicht auch in frueheren Jahren bestimmt? - Bei unserer Tochter wurden bereits alle denkbaren Gesichtspunkte in der Uniklinik untersucht, aber ohne wirklich greifbares Ergebnis. Die Moeglichkeit einer Wachstumshormonbehandlung wurde verschiedentlich erwaehnt, aber noch nicht fuer das gegenwaertige Lebensalter. Bei unserer Tochter lagen auch letztes Mal wieder viel zu niedrige Wachstumshormonwerte vor. Groebere genetische Ursachen sind bereits ausgeschlossen worden, also z.B. Prader-Willi-Syndrom und dgl..

Ach so: unsere Tochter ist ein suesses Maedelchen, die (vielleicht auch wegen ihrer niedlichen Groesse?) mit ihrem Charme und Laecheln sowie mit Winken und "Hallo"-Sagen alle fuer sich einnimmt. x:)

Liebe Gruesse

Eiume~ltxier


@ Antonio Vivaldi:

Meine Tochter war immer ziemlich genau auf der 3%-Perzentile. Jetzt ist sie etwas darunter gerutscht. Absolut gesehen ist der Unterschied nicht groß, aber es war genug für die Kinderärztin, einmal alles untersuchen zu lassen.

Frühere Untersuchungen bezüglich des Wachstums gab es nicht, nur allgemein das Problem, daß sie schon immer gegessen hat wie ein Spatz.

Sonstige Auffälligkeiten?

- zweiter Zwilling

- 3 Monate extremes Schreikind

Ansonsten ist sie kerngesund, hochintelligent und verdammt altklug, dabei aber stinkend faul und manchmal extrem zickig - zumindest zuhause, in der Schule macht sie immer ein auf Musterschülerin... *LOL*

Also ich glaube eine ganz normale Achtjährige ;-)

Gruß,

Martin

hIaLt&schixpu


Ich kenne einige Mädchen, die Essen wie Spatzen (ich war auch so eins!). Wenn dann noch der Stoffwechsel mitspielt,

wo sollen dann Größe und Gewicht herkommen? Beides braucht ja nun mal Nährstoffe. Bei mir hat sich das erst viel später verwachsen, weil mir mit den Jahren immer mehr Dinge geschmeckt haben und ich in der Pubertät auch größere Mengen essen konnte. Trotzdem bin ich selbst mit 30 noch im oberen Untergewicht.

Ich hab auch sehr langsam gegessen als Kind , ungern gekaut. Viele Gemüsesorten mochte ich nicht (die gab es trotzdem immer auf dem Tisch, hab es aber verweigert) Fleisch mochte ich auch oft nicht. Obst und Milchprodukte gingen aber immer.

M,isch<technixk


Yes! ]:D

Wie ist das zu verstehen? Dass ich mich wundern soll, dass Männer unter ihrer Körpergröße leiden?

Das ist ein sehr alter Hut, der gemeinhin bekannt ist.

Dass überengagierte Helikoptermuttis aber glauben, dass sie ihr Doping durch eine Versicherung auf alle abwälzen können und Ärzte dies aus Geldgier oder ästhetisierendem Gutmenschentum auch noch unterstützen, ist neu. Dass berufsrechtliche Konsequenzen sich für diese Dopingärzte (siehe neue Gesetzeslage seit Anfang 15) allmählich ,auch unter öffentlichem Druck, verschärfen, ist ebenfalls neu.

M1isc~htech!nik


was ich vergaß:

Mit 17 noch 5 cm zu wachsen, ist eher sehr unwahrscheinlich. Nicht umsonst hören Jungen in diesem Alter eigentlich auf zu wachsen.

Und das sind schon weniger als 30 Prozent, da der Median wohl eher bei 16.5 Jahren oder so liegt.

Durch den späten Pubertätseintritt könnte dies anders sein.

MLisc^htec]h!nik


[[http://www.med1.de/Forum/Schoenheit.Wohlfuehlen/487027/]]

Was soll dieser Link? Auch 1,80 werden den meisten vermutlich zu klein sien, wenn man sich an so oberflächlichen Menschen orientiert.

Das wird dein Wachstum leider nicht verändern.

Wenn er darauf abzielt, dass größere Männer mehr Chancen bei Frauen haben, dann ist das ein alter Hut (bei deutschen Frauen einer bestimmten dekadenten Schicht). Da wird dann aber eben auch 1,80 nichts nützen. Insofern: nichtig.

J#P199r7


Das zeigt einfach nochmal wie wichtig Größe ist!

NtocAkerl


:)D

vnisv_ida


Vielleicht wollten die ja alle lieber Astronaut werden und mussten sich dann halt mit ihrer entsprechenden karriere begnügen, dass kann ja auch sein.

In deiner Wahrnehmung vielleicht. Aufgrund von physiologischen Sonderheiten meinerseits fallen zB bei mir auch bestimmte Berufsgruppen weg. Punkt, aus. Da ist kein Diskussionsspielraum in der Hinsicht.

es gibt immer berufe, die man nicht wählen kann, weil man eben bestimmte talente oder voraussetzungen dafür nicht mitbringt. es gab auch mal den ein oder anderen beruf, den ich mir hätte vorstellen können, aber für die ich die talente einfach nicht hatte. es wird immer berufe geben, die sich auf grund der eigenen stärken, talente, schwächen usw. ausschließen. es ist unmöglich ein kind zu befähigen potentiell alle berufe ausüben zu können.

es ist für die Identiätsfindung schon sehr schwieirig, immer der andere zu sein....

kinder können immer durch irgendwas zum "anderen" werden. größe, gewicht, haarfarbe, sexuelle orientierung, hobbys und interessen abseits vom mainstream, einfach seine art.

_____

statt kinder zu einer vermeintlichen norm zu bringen, damit sie sozial angepasst sein können, sollte es doch eher richtung toleranz und akzeptanz gehen. solange in der form an vermeintlichen normen festgehalten wird und alles dafür getan wird, dass menschen sich innerhalb dieser normen bewegen, wird es nie zu einer akzeptierten vielfältigkeit von individuen kommen.

mir ist es unverständlich wie viele menschen auf der eine seite von akzeptierter individualität, toleranz usw. prädigen und auf der anderen seite auf die einhaltung bestimmter normen wert legen.

auf der einen seite zu sagen, dass man ja nichts gegen menschen abseits der norm hat, man diese akzeptiert usw. und auf der anderen seite nicht damit leben kann, wenn die eigenen kinder gewisse normen nicht erreichen, widerspricht sich. da müsste man dann schon ehrlich sein und sagen, dass man eben nicht so tolerant ist und es einem wichtig ist, dass menschen "in der norm" sind. sollte man ehrlich doch so tolerant sein, sollte das dann auch bei den eigenen kindern kein problem sein. kinder wachsen übrigens mit der haltung der eltern auf und diese dürfte auch maßgeblich einfluss auf das eigene selbstwert diesbezüglich haben

Also bitte das Gutmenschentum eingepackt lassen.

so tust du die contra-meinungen ab? du wolltest doch meinungen hören? dürfen jetzt nur noch ausgewählte meinungen geäußert werden.

das thema, das du ansprachst, über das du meinungen erbeten hast, ist nicht nur ein medizinischesn sondern auch ein ethisches. entsprechend waren die reaktionen zu erwarten.

5. Und ja: ihc habe an sich nichts gegen Medikamente - ich gehe nämlich davon aus, dass der Arzt nach seiner ultra-langen Ausbildung schon weiß, was er vorschlägt, die letzte Entscheidung liegt bei uns.

selbst bei alten und erprobten medikamenten kann man sich nie 100% sicher sein (beispiel paracetamol, das heutzutage nicht mal auf rezept die zulassung erhalten würde). ich bin sicher niemand, der gegen schulmedizin oder generell medikamente (muss selbst welche nehmen) ist, aber langfristig sollte man nur welche nehmen, wenn es aus medizinischer sicht nicht anders geht, da man die folgen nie genau absehen kann - egal wie lange der arzt studiert hat oder wie gut er ist. bei manchen medikamenten erschließen sich die risiken erst viele, viele jahre, nachdem es schon als bewährt gilt. bei solchen hormonbehandlungen sind ja viele risiken bekannt, aber ob es alle sind bzw. die höhe der risiken...wer weiß....

________

ansonsten dachte ich zwischendurch immer mal wieder what a brave new world

R%istridhin__vom_Südexn


An "Brave new world" habe ich bei der Lektüre dieses Fadens auch die ganze Zeit denken müssen.

Äußerungen der Art "Meine Eltern sind soundso groß, also müsste ich genetisch soundso groß werden" zeugen von einem deutlichen Missverständnis von Genetik.

Erstens hängt die Entwicklung eines Menschen in sehr komplexer Weise von vielen genetischen Merkmalen ab, so dass man solche pauschalen Aussagen gar nicht treffen kann. Man kann höchstens mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sagen, dass ein Mensch mit einem bestimmten Genom eine Körpergröße in einem bestimmten Intervall erreichen wird.

Zweitens - und das ist eigentlich eine Binsenweisheit - wird ein Mensch so groß, wie er eben wird. Dass "die Gene etwas anderes sagen" ist - abgesehen von "erstens" - eine nutzlose Aussage. Dahinter steckt die Ansicht, das Genom sei "der eigentliche Mensch". Das ist doch ein äußerst seltsames Menschenbild. Nein, das Genom ist ein Teil des Menschen, nicht mehr und nicht weniger. Der Mensch wird zusätzlich von epigenetischen Faktoren, seiner Umwelt, seinen Erfahrungen und nicht zuletzt dem Zufall geprägt. Und vielleicht gibt es obendrein noch einen freien Willen, der dem Menschen trotz all dieser Einflüsse noch verschiedene Möglichkeiten eröffnet, damit umzugehen. Steckt am Ende gar der Gedanke dahinter "Mein Genom sagt mir eine Körpergröße von 1,85 m voraus, also habe ich auch einen Anspruch darauf"? Nein, ein solches Naturrecht gibt es leider nicht. Die Natur ist amoralisch, und wir Menschen sind, wie alle Lebewesen, dazu verurteilt, uns damit abzufinden.

Die Frage, inwieweit man technische Möglichkeiten nutzen darf oder muss, um wie auch immer geartete Defizite zu beheben, ist berechtigt und uralt. Der gesellschaftliche Konsens entscheidet; die Erfahrung lehrt allerdings, dass jede technische Möglichkeit über kurz oder lang auch genutzt wird.

Im Einzelfall geht es schlicht darum, Risiken und Nutzen abzuwägen. Die Wachstumsbehandlung mag dem Behandelten größere Anerkennung durch sein soziales Umfeld, andere Berufsmöglichkeiten und größeren Erfolg bei der Partnersuche bringen. Meiner Meinung nach sind das alles sehr vage Aspekte, denn sie hängen doch noch von so vielen anderen, auch zufälligen Faktoren ab, dass die Hormonbehandlung keineswegs sicher zu einem wesentlich besseren Leben führt. Auf der Risikenseite finden sich mögliche gesundheitliche Spätfolgen, die man heute vielleicht noch gar nicht so genau überblicken kann, die Kosten der Behandlung und auch hier eventuelle Einbußen in beruflicher oder anderer Hinsicht. Das Leben ist nun einmal eine Anhäufung von Zufällen und Überraschungen; es mag schwer sein, das zu akzeptieren - allein, es ist nicht zu ändern. Und vieles, was uns heute als Nachteil erscheint, kann sich eines Tages als Vorteil erweisen - und umgekehrt.

Gesamtgesellschaftlich geht es jedoch um mehr als bei der Einzelfallbetrachtung. Eine medizinische Behandlung, die nur den Zweck hat, den Behandelten der Norm näherzubringen, grenzt gleichzeitig alle aus, die nicht der Norm entsprechen. Ist die Büchse der Pandora geöffnet, entsteht ein gesellschaftlicher Druck zu immer mehr Angleichung. Schiebt man dieser Entwicklung keinen Riegel vor, entwickelt sich letztlich eine eugenische Praxis. Der gleiche Mechanismus macht auch die Diskussionen um Sterbehilfe, Präimplantationsdiagnostik etc. so schwierig. Man will für den einzelnen das Beste, aber man kann die gesellschaftlichen Folgen des Prozesses nicht ignorieren.

Ich persönlich fände es besser, wenn anstelle immer neuer Möglichkeiten der Optimierung die Gesellschaft sich zu mehr Toleranz und Offenheit entwickelte. Das würde die hier befürchteten Diskriminierungen auch beenden, aber auf einem, so denke ich, besseren Weg. Denn: Defizite und Abweichungen von der Norm wird es IMMER geben. Wir können dieses Problem durch Optimierungen verschieben, aber niemals lösen. Helfen wir den Benachteiligten, indem wir zu ihnen stehen, sie lieben, wie sie sind, und ihnen das Gefühl geben, dass ihr Leben trotz allen Einschränkungen lebenswert ist! @:)

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