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Tochter zu klein, behandeln?

MXischtxechnixk


Kam aber bis jetzt nichts außer ominösen Schlaganfallberichten.

Das war nicht ominös, sondern ein von Carel, einem der europäischen Zampanos auf dem Gebiet, lancierter Bericht.

Sofern man in der Medizin überhaupt von wirklicher Wissenschaft sprechen kann.

Selbst die aggressiv-werbenden Befürworter können das Risiko nicht unter den Tisch kehren.

Das ist aber ja nur normal bei einer dauerhaften Medikamentengabe.

Growth hormone treatment for childhood short stature and risk of stroke in early adulthood

Results: Using both Dijon and Oxford population-based registries as references, there was a significantly higher risk of stroke among patients treated with GH in childhood. The excess risk of stroke was mainly attributable to a very substantially and significantly higher risk of hemorrhagic stroke (standardized incidence ratio from 3.5 to 7.0 according to the registry rates considered, and accounting or not accounting for missed cases), and particularly subarachnoid hemorrhage (standardized incidence ratio from 5.7 to 9.3).

Neben dieser, neuen Nebenwirkung ist wohl die Auswirkung auf latenten Krebs nicht von der Hand zu weisen.

Menschen mit Laron-Syndrom erkranken nicht an Krebs.

Bei Jungen wäre da an Hodenkrebs zu denken, da dieser klar mit der Körpergröße korreliert. Im Gegensatz zur Penislänge, die wiederum wenig mit der Nasenlänge korreliert.

Akromegalie als NW würde ich bei den Dosen ausschließen.

Vorteile gibt es außer dem Wachstum halt eher wenige.Dabei wäre halt shcon zu fragen, was zB ein Zentimeter mehr wert ist.

Wäre zB ein 1,79 Mann für 7000 Euro auf 1,80 sein Leben besser dran oder würde er die gleichen Mädels bekommen, ob er nun 1,80 oder 1,79 ist.

cErie9chIarlie


Ich denke, Chancenoptimierung, Idenititätenkonstruktion und soziale Wirklichkeit sind für uns völlig verschiedene Dinge.

Deswegen wäre es ja nicht schlehct gewesen, Du hättest auf Deinem Gebiet gepunktet mit einer medizinischen Pro- und Contraliste.

Dann mache ich mir auch die Mühe und gehe auf die Begriffe aus meiner heimatlichen Ecke näher ein.

Mlischt6echnixk


ber Deine Darstellung der Gesellschaft kann ich nicht mal nachvollziehen

Die Darstellung kannst du vermutlich bestens nachvollziehen, denn du meinst ja, dass dein Sohn mit 1,70 weniger Chancen hat als mit 1,80. Vermutlich ist dem so, weil eben gerade irgendwelche Muttis ihre No-Go-Listen bei elitepartner austauschen.

Läuft man durch ein Stadtviertel einer deutschen Unistadt, wo promovierte Sozialwissenschaftlerinnen oder Speckgürtler wohnen, dann sieht man auch selten hippe, attraktive Frauen mit Hornbrillen tragenden Männern unter 1,86.

Das ist wohl weiblicher Herdentrieb. DIe Angst,die ich da hätte und habe, ist halt, dass 1,80 leider in 10 Jahren bei den Frauen auch nicht mehr der Bringer sein werden. Und dementsprechend kommen die anderen Mamas auch in Zugzwang.

Mzischt{ec^hnxik


medizinischen Pro- und Contraliste.

Siehe post von 00:17.

Da habe ich auch die besagte, in Deutschland noch unbekannte Studie verlinkt. Leider nicht fett gedruckt.

pSelzxtierx86


Die Diskussion um die zugrunde liegende Ethik, inwiefern das Machbare auch getan werden darf und/oder sollte, lässt sich nicht in einer Pro/Kontra Liste darstellen.

Aber diese Fragen sind weit wichtiger als eine zu erwartende Größendifferenz von 12cm, zumal kein pathologischer Minderwuchs besteht.

Was die gesundheitlichen Risiken anbelangt, so weiß man z.b., dass prinzipiell ein höherer IGF-1 Spiegel mit einem höheren Risiko zur Entwicklung eines Malignoms einhergeht. Daneben gibt es eine Reihe von anderen Risiken unter einer Therapie mit Wachstumshormonen, wie ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2, Gynäkomastie, Pseudotumor cerebri, Fehlstellungen und anderes.

Ein seriöser Arzt würde daher ohne eindeutige medizinische Indikation wie z.b. das Turner Syndrom und andere genetische Syndrome niemals eine Therapie empfehlen bzw.durchführen.

Hinzu kommt, dass die bisherigen Erfahrungen ausschließlich für Kinder mit Wachstumshormonmangel gelten, und nicht für Kinder, die normale Wachstumshormonspiegel aufweisen.

Poolrtlanxd


Wow. :-o

Ich kann es kaum fassen, dass es wirklich im Rahmen des denk- und vor allem fühlbaren für eine Mutter (oder einen Vater)ist,

ihrem gesunden Kind Hormone verabreichen lassen zu wollen.

Ihrem völlig gesunden Kind! Nur weil es etwas kleiner geraten ist bzw. auch bleiben wird.

Eumeltier: Ein Mensch erlebt unzählige Male im Leben, dass er hier und da scheinbar "unzulänglich" ist, nicht genügt in den Augen Anderer und/oder der Gesellschaft.

Ihr als Eltern habt - meiner Meinung nach - die Aufgabe, dieses Kind zu stärken. Eurer Tochter keinen Zweifel daran zu lassen, dass sie genau so wie sie ist gut ist, und geliebt wird. Ihr zu helfen sich selbst auch so zu lieben wie sie ist. Ihr zu versichern, dass die wichtigen und richtigen Menschen in ihrem Leben wissen, dass die Körpergröße unwichtig ist, nicht ihren Wert bestimmt sondern nur eine der vielen Spielarten menschlichen Aussehens ist.

Die Welt ist verurteilend genug - dafür sollte man sein Kind ausrüsten und stärken.

Das habt ihr jetzt schon gefährdet und evtl. "zerstört", indem ihr sie in die Hormondiskussion einbezogen habt.

Damit habt ihr ihr bereits vermittelt, dass sie nicht ok ist wie sie ist, man dies ändern kann/soll.

Ich könnte heulen. :°(

Lxu'cy4x711


Das ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Bei uns war es wieder umgedreht. Man hat ausgerechnet das meine Tochter zu groß wird, ich habe mich entschieden, gar nichts zu machen, heute ist sie 1,83 m groß. Sie wurde als Kind immer gehänselt Bohnenstange.. Nun ist meine Enkelin wieder so groß und ?

m>ar~ipoxsa


...also auch auf die Gefahr hin, nun wieder in die obrigkeitshörige Ecke oder was auch immer geschoben zu werden..... ich habe in Sozialwissenschaften promoviert (und die Diss ist tatsächlich deutlich umfangreicher als eine medizinische, die kürzer MÖGLICH ist, aber nicht immer ist....)

quod erat demonstrandum. Name, Titel, Verlag? Aber ich nehme an, Du bleibst hier lieber inKog nito.

mUari]posxa


Sorry, verschrieben: soll heißen incognito bzw. anonym.

lQiviYngCon1line


Ich würde raten: keine Hormontherapie!!!

Selbst wenn die kleinste Größe von nur 1,43m dabei herauskommt, so ist das immer noch besser als den Körper derartigen Gefahren auszusetzen, Krebs zu bekommen usw...

Lieber gesund 1,43m als krebskrank 1,70m! Oder? Da wird auch Deine Tocher zustimmen! *:)

E6umDeltxier


@ Portland:

Das ist doch nun wirklich lächerlich.

Wir sind vom Kinderarzt zur Untersuchung geschickt worden, da meine Tochter jetzt unter die 3% Linie rutscht - bisher war sie immer genau drauf.

Die Klinik will im Herbst noch eine Untersuchung machen und dann mit uns über die Möglichkeit einer Hormonbehandlung (aufgrund SGA-Indikation, nie aufgeholt) sprechen. Das war nicht unsere Idee.

Und Gedanken über ihre Größe macht sich unsere Tochter von ganz alleine, das kommt sicherlich nicht von uns. Und wozu all diese Untersuchungen waren, das bekommt unsere Tochter auch schon mit.

Und daß sie ansonsten gesund ist, war vor den Untersuchungen ja nicht 100% sicher.

Da unsere Tochter aber sehr intelligent und in manchen Dingen sehr reif ist, habe ich sie in die Diskussion mit einbezogen. Ich habe ihr aber auch ganz klar gesagt: "Du bist schlau, du bist gesund, das ist viel wichtiger als die Größe".

Aber es wird nicht mehr lange dauern, dann wird sie in der Größe von meiner 4-jährigen Tochter eingeholt (wiegen tun schon beide gleich, die 4-jährige ist normal, die 8-jährige ist sehr schlank). Da wundert es mich nicht, wenn sie das belastet.

Im Moment tendiere ich auch gegen die Behandlung. Aber ich bin 181, ich kann nicht beurteilen, wie es ist, klein zu sein.

Also bitte das Gutmenschentum eingepackt lassen.

Gruß,

Martin

Tnapxs


Generell finde ich auch 1,53 als Körpergröße für eine Frau recht wenig, aber bitte.

In meiner Verwandtschaft sind fast alle Frauen – einschließlich ich und meine Töchter- so um die 1,50. Unsere Größe war noch nie ein Thema.

Schon mal Gedanken darüber gemacht, wenn dieser Mensch einen Berufswunsch aufweist, der sich mit dieser Kõrpergröße nicht realisieren lässt?

Schon mal daran gedacht, dass es immer Berufe gibt, die Mancher aus dem ein oder anderen Grund nicht ausüben kann.

Polizistin hätte ich mit meiner Größe zwar nicht werden dürfen (nicht dass ich das je gewollt hätte), aber mir fällt kein Beruf ein, dem ich körperlich nicht gewachsen wäre. Davon, dass ich obere Regale im Supermarkt nicht erreiche, geht die Welt nicht unter. Ich habe einen Mund zum Fragen.

In meine Wohnung sind oben in allen Schränken der Bequemlichkeit halber nur Dinge eingeräumt, die ich selten brauche. Die Oberschränke der Küche und logischerweise auch Spiegel habe ich etwas niedriger angebracht. Mit den Standardmaßen am Arbeitsplatz hatte ich noch nie Probleme.

Ansonsten: zum Fenster putzen oder Gardinen aufhängen brauche ich eine Leiter – wir jeder normale Mensch auch.

Man hat IMMER, überall Nachteile und man kann noch so selbstbewusst sein

Kann ich nicht bestätigen und ich arbeite in einem Männerberuf.

Dass man unterschätzt wird, nervt manchmal (mein Sohn und ich wurden mal mit "na Kinder haut endlich ab, wenn ihr nichts kaufen wollt angesprochen).. Na und?

@ Eumeltier

Ich würde unbedingt noch eine zweite Meinung einzuholen und auch die Endgröße nochmals berechnen zu lassen.

Ich kann mich nicht besinnen, dass ich wegen meiner "Größe" je Nachteile hatte.

CDhFrisxale


Ich kann Deine Bedenken verstehen. Auch ich fühle: Lass es lieber.... Vor allem wenn die Tochter schon sagt, 8 Jahre Spritze = Nein Danke!

Auch ich habe im Bekanntenkreis Freunde, sowohl welche mit Hormonbehandlung, als auch welche ohne Hormonbehandlung und beide Geschlechter....

Die ohne Hormonbehandlung wurden alle größer als erwartet.

Die mit Hormonbehandlung wurden auch größer als erwartet.

Das mit Krebs... mei, ich glaube, das kriegst so oder so....

Aber Unfruchtbarkeit, ein Aspekt, den ich beachten würde bei einem Mädchen...

Und ehrlich gesagt: Niedlichkeitfaktor ist bestimmt da, die Männer möchten die süße Frau beschützen....

Q'uinLtus


153cm für eine Frau ist ja okay, aber bei 143cm würde ich auch mal an eine Behandlung denken. Das wäre später für sie auch eine Belastung wenn sie kleiner als ihre Klassenkameradinnen ist. Und das wäre ziemlich schade, da Kinder sehr gemein auf anders aussehende Kinder reagieren.

hoaitsBchixpu


Meine Meinung deckt sich komplett mit den Beiträgen von Soryaner und einigen anderen.

Ich bin echt fassungslos welchen Risiken einige hier ihren Kindern aussetzen. :(v

Ich frage mich, welche beruflichen Einschränkungen ein Mann mit 1,68m hat. Die meisten Frauen sind auch nicht größer und können damit wohl fast alle Berufe ergreifen. Ich kenne einige Männer mit noch geringerer Körpergröße. Vom Erzieher bis Möbelpacker ist da alles dabei. Ausstrahlung, Charisma,Intelligenz, körperliche Fitness, Redegewandheit, Selbstbewusstsein, .... das sind wirklich wichtige Dinge im Berufsleben. Und vieles davon geben die Eltern mit.

Mein Kind ist viel größer als andere. Der hat auch Nachteile. Aber deshalb ändere ich nicht die Größe, sondern zeige ihm Wege auf, wie er damit umgehen kann. Erkläre ihm, dass Menschen manchmal nicht besonders schlaue Dinge sagen.

Wenn man dem Kind natürlich von Anfang an mit Mitleid und dem Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmt entgegen tritt, ja wie soll das Kind das denn anders sehen? Toleranz muss von Anfang an auf allen Seiten gelehrt werden.

Bei uns. In der Kita war das das Jahresthema und es ist toll zu sehen, wie Kinder die Unterschiede wahrnehmen, nämlich positiv.

Wie man über das Thema denkt, hängt vielleicht auch mit eigenen Erfahrungen zusammen. Bei uns wurden auch keine ausgestoßen, weil sie zu klein, groß, dick oder dünn waren, sondern weil sie langweilig, humorlos, arrogant waren oder sonstige unangenehme Eigenschaften hatten. Wenn man von Anfang an offen und mit gesundem Selbstwertgefühl durch die Welt geht, ändert auch eine geringe Körpergröße nichts daran.

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