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Tochter zu klein, behandeln?

Lgian"-Jixll


.... und ich hätte auch meine Tochter nicht 1,86 werden lassen.

Jetzt mal abgesehen von der Taktlosigkeit, eine solche Bemerkung gegenüber einer anderen Schreiberin zu tun, schockiert mich die Aussage sehr: erstens, weil es für mich unangemessen selbstbezogen klingt Und wenn Dein Kind doch 1,86 wird, weil Du nicht Herrin des Geschehens bist? Was dann? Zur Adoption freigeben? Verstoßen? / und zweitens, weil Du tust, als wenn eine vom Wunsch der Eltern abweichende Größe unbedingt reparaturbedürftig ist.

mariposa

Kein Problem, mariposa.

Ich sehe ja selbst tagtäglich, dass gerade Männer mit einer geringeren Körpergröße in ihren Blicken insgeheim die Ungerechtigkeit beklagen, wenn sie eine große langbeinige junge Frau sehen. Und dann gleich zwei auf einmal, das ist für manche zuviel. Dass Mütter solcher vermeintlich benachteiligter Jungs das ähnlich empfinden, ist ja nachvollziehbar.

Wo kommen wir denn da hin, wenn die Mädels immer größer werden und der eigene männliche Nachwuchs in die Röhre schauen muss?

Man hat ja nur diesen einen Wurf, den Kindern optimalste Ergebnisse zu entlocken, da muss man mit dem Optimieren am Ball bleiben. Eine solche Einstellung macht sicher nicht vor Äußerlichkeiten Halt, und wie man sieht, würde man die Mädchenwelt, die Kinder anderer Leute, gerne gleich mit anpassen.

Ich finde meine Töchter perfekt, so wie sie sind, und sage ihnen das auch oft. Wir haben keinen Grund, da irgendwo einzureifen, wahrlich nicht. Hauptsache gesund!

POort6lkanxd


Das ist doch nun wirklich lächerlich.

Respekt - dein Beitrag fängt schon mal sehr niveauvoll an.

Die Klinik will im Herbst noch eine Untersuchung machen und dann mit uns über die Möglichkeit einer Hormonbehandlung (aufgrund SGA-Indikation, nie aufgeholt) sprechen. Das war nicht unsere Idee.

Ach, es war also nicht Eure Idee?

Interessant....

Wieso, frage ich mich dann, "was die Klinik will"?

Wo ist Eure Selbstbestimmung und Selbstverantwortung als Eltern? ":/

Da unsere Tochter aber sehr intelligent und in manchen Dingen sehr reif ist, habe ich sie in die Diskussion mit einbezogen.

Halte ich bei solchen Themen - als Mutter und als Pädagogin - für grundfalsch und fatal.

Eure Tochter ist sowohl kognitiv als auch emotional noch nicht in der Lage diese Problematik zu erfassen.

Noch seit ihr als Eltern gefragt, mit Sicherheit hinter Euren festen Ansichten zu stehen, und diese evtl. Eurer Tochter kindgerecht zu erläutern.

Nachdem ihr als Erwachsene alleine diskutiert, abgewogen und entschieden habt!

Aber doch nicht das Kind in eine solche medizinische Entscheidung miteinbeziehen.... :-X

Achtjährige können schon einiges Mitentscheiden:

Welche Eissorte, welche Unternehmungen, welche Farbe des Pullis etc. pp.

Aber doch nicht bei solch einer folgenschweren Geschichte. Egal wie "reif" eine achtjährige erscheint - Ihr überfordert das Kind.

Aber es wird nicht mehr lange dauern, dann wird sie in der Größe von meiner 4-jährigen Tochter eingeholt (wiegen tun schon beide gleich, die 4-jährige ist normal, die 8-jährige ist sehr schlank). Da wundert es mich nicht, wenn sie das belastet.

Dann hilf ihr damit umzugehen! Stärke ihren Selbstwert!

Und wenn ihr damit überfordert seit (oder nicht wisst wie), dann holt Euch Beratung und Hilfe.

Also bitte das Gutmenschentum eingepackt lassen.

Das habe ich gar nicht ausgepackt.

Was ich ausgepackt habe war mein Mutterherz gepaart mit pädagogischem Fachwissen und Erfahrung.

*:)

Plortlland


Edit:

Wieso, frage ich mich dann, "was die Klinik will"?

Wieso, frage ich mich dann, tut ihr "was die Klinik will"?

h=atPschip'u


Wenn das Kind miteinbezogen wurde:

Weiß das Kind was ein Schlaganfall ist? Krebs? Unfruchtbarkeit?

Wart ihr mit ihr im Krankenhaus und habt euch Leute mit diesen Leiden angeguckt?Ansonsten wäre es ja ein ziemlich einseitiger Einblick in die Entscheidung.

( Nein ich würde das nicht machen, aber MIR ist auch bewusst, dass ein Kind so was nicht begreifen kann)

EKumelxtier


@ Portland:

ICH habe nicht angefangen, persönlich zu werden.

Wir tuen nicht, was die Klinik will. Wir waren EINMAL da, um feststellen zu lassen, ob unsere Tochter gesund ist. Das ist ja wohl selbstverständlich.

Und woher willst Du wissen, was meine Tochter verstehen kann? Und wie wir dies erläutert haben?

Auch der Arzt hat natürlich von den - theoretischen - Möglichkeiten einer Behandlung mit uns gesprochen. Und meine Tochter saß dabei. Und Ohren hat sie auch am Kopf - und manchmal funktionieren die sogar...

Da fragt sie uns natürlich, was die Untersuchungen bringen und was man machen kann.

Wenn wir den Halbgöttern in Weiß so hörig wären, wie Du unterstellst, dann hätte ich das Thema hier sicherlich nicht zur Diskussion gestellt.

Und meine Tochter ist bestimmt keine verschüchterte graue Maus - dafür ist ihr Organ viel zu laut :)z

Daher bleibe ich dabei - solange Du uns nicht kennst, unser Tochter nicht und nicht bei den Gesprächen dabei warst, bleibt das Gutmenschentum und nichts anders.

lOivEin8gonlixne


€ Eumeltier

Kannst du mal mit deinem Gutmenschentum aufhören, diesen Satz unter jedes deiner Postings zu packen? %:|

Die User hier sagen ihre Meinung, die ziemlich erstzunehmend und wertvoll ist.

Es geht um deine Tochter, und wie gesagt, lieber klein und gesund als groß und Krebs.

Aber was das wirklich heißt, KANN deine Tochter noch nicht verstehen. Ein kleines gesundes Mädchen weiß nicht, was Krebs und Schlaganfall usw... bedeuten. Es wäre absurd, das zu glauben. %:|

E;um=eltiexr


@ livingonline:

Lieber klein und gesund als groß und Krebs: Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann siehst Du, daß ich auch in die Richtung tendiere.

Und meine Tochter versteht sicherlich nicht, was Krebs und Schlaganfall ist, ich kann ihr aber erklären, daß man dann auch eventuell krank werden kann und zwar für immer. Und wie gesagt, sie fragt ja selber nach, was man tun kann. Soll ich dann schweigen?

Jede sachliche Meinung ist willkommen. Ich lasse mir aber nicht von Leuten, die nicht dabei waren, vorwerfen, ich sei ein schlechter Vater.

Das ist keine sachliche Diskussion, das ist einfach Unsinn.

Selbst wenn ich ein schlechter Vater WÄRE, könnte das niemand aus ein paar Sätzen im Forum zweifelsfrei heraus lesen.

Jegliche Vorwürfe in diese Richtung sind NICHT produktiv.

Pqo!rtla|nKd


Kannst du mal mit deinem Gutmenschentum aufhören, diesen Satz unter jedes deiner Postings zu packen? %:|

Die User hier sagen ihre Meinung, die ziemlich erstzunehmend und wertvoll ist.

Danke, ich frage mich so langsam, ob der TE wirklich einen Rat oder andere Meinungen hören will... :-|

Eumeltier, ich versuche es noch einmal!

Und woher willst Du wissen, was meine Tochter verstehen kann? Und wie wir dies erläutert haben?

Durch ein 8 Semestriges Studium der Pädagogik, und langjährige Berufserfahrung mit Kindern und Jugendlichen.

Egal für wie aufgeweckt und intelligent und "reif" Du Deine Tochter hältst - es gibt nunmal bestimmte Entwicklungsphasen, welche die kognitive,rationale, adaptive (und nur am Rande bemerkt auch moralische auch moralische) Entwicklung eines Kindes kennzeichnen und bestimmen.

Mehr noch, es gibt sogar einen ganzen Wissenschaftlichen Zweig dazu: Die pädagogische Psychologie!

Um die Tragweite solch einer Entscheidung überhaupt nur zu erfassen (geschweigedenn mitzuentscheiden), müsste Deine Tochter zumindest in der formal-operativen Phase sein. Kann sie aber aufgrund ihres Alters (mehr brauche ich da gar nicht zu wissen...)nich gar nicht sein.

Ich bemühe hier mal Piaget und krame für Dich sogar noch ein Buch aus dem Schrank:

Phase der formalen Operationen

(ab ca. 12 bis 15 Jahre - Jugendalter)

Mit dem Erreichen der Phase der formalen Operationen ist das Individuum in der Lage, Probleme vollständig auf einer hypothetischen Ebene zu lösen.

Logische Schlussfolgerungen sind ebenso möglich, wie das geistige Variieren von Variablen.

Ein Jugendlicher kann sich auch mit unrealistischen Annahmen auseinandersetzen, was in verschiedenen Wissenschaften eine wichtige Rolle spielt: "Was wäre wenn..."

(Quelle: Mietzel,Gerd (1998). Pädagogische Psychologie des Lernens und Lehrens)

Ergo: Eure Tochter kann noch nicht mitentscheiden.

Ihr müsst entscheiden, was ihr für sie wollt.

Und jetzt noch ganz unwissenschaftlich als Mutter:

Ihr habt ein gesundes Kind. Seid dankbar.

Avlex=andrxaT


Ich hab keine Kinder.... würde aber keinem Kind - egal bei welcher Grösse - eine Hormonbehandlung geben lassen mit späteren möglichen Nebenwirkungen wir Krebs etc. Und da würde ich entscheiden - ohne das Kind mit einzubeziehen.

hmatscYhipu


Niemand hat gesagt, du bist ein schlechter Vater. Das reinste du dir gerade selbst zusammen, weil du dich angegriffen fühlst.

Ihr habt ein gesundes Kind. Seid dankbar.

:)^

Pkortlaxnd


Eins noch:

Und wie gesagt, sie fragt ja selber nach, was man tun kann. Soll ich dann schweigen?

Nein, aber Du solltest ihr schleunigst die Last von den Schultern nehmen, dass sie dazu irgendetwas mitzuentscheiden hat.

Die wiegt nämlich viel,viel zu schwer für eine Achtjährige.

Du könntest ihr - nachdem das Kind jetzt schon in den Brunnen gefallen ist, und ihr sie habt mitdiskutieren lassen - sagen, dass sie Euch vertrauen kann, dass alles gut wird, und ihr bestimmt nichts entscheiden werdet, was ihr schadet. Weil ihr sie liebt.

Ich lasse mir aber nicht von Leuten, die nicht dabei waren, vorwerfen, ich sei ein schlechter Vater.

DAS hast jetzt Du gesagt.

Ich - und auch andere hier - sagen Dir lediglich, dass Du ein Vater bist, der gerade eventuell eine schlechte Entscheidung treffen könnte, was die gesundheitliche Zukunft Deiner Tochter angeht.

Und ich habe Dir auch gesagt, dass Du mit Sicherheit ein Vater bist, der bereits eine schlechte pädagogische Entscheidung getroffen hat (die Tochter kognitiv und emotional mit dem Thema zu überfordern.)

C\hrisxale


Er hat ja nur erst einmal untersuchen lassen und wollte einfach hier Pro und Kontra hören... Das finde ich okay und finde auch okay, sich mal weitere Sachen/Möglichkeiten anhören.

Angriffe bringen nicht weiter....

m'ahmbouudxi


Hallo Alle zusammen

Ich finde es auch schade, in welche Richtung die Diskussion geht. Ich kann wirklich verstehen, wenn man als Elternteil nicht will, dass sein Kind "benachteiligt" ist oder unter etwas leiden muss, das man hätte verhindern können.

Heute, nach ärztlichen Gesprächen, weiss ich zB dass bei meinem Wachstum und bei meiner fraulichen Entwicklung einiges nicht ganz korrekt gelaufen ist, vor allem in der Pubertät. Ich bin sehr klein und nicht "richtig entwickelt" (Brüste, Hüften). Ich leide sehr darunter, was aber (unter anderem auch hier im Forum) überhaupt nicht verstanden wird. Insofern kann ich jede Mutter verstehen, die ihrem Kind ein solches Schicksal ersparen will. Ich wünschte schon manchmal, meine Mutter hätte das bemerkt und etwas dagegen getan.

Ich denke, das ist nicht der Streitpunkt.

Vielmehr geht es doch darum, was als "benachteiligt" zu bezeichnen ist. Es ist vielleicht nicht korrekt, aber für mich gibt es doch Grenzen, die als Normalmass gelten und solche, die deutlich darunter sind. 143cm ist so ein Fall, der deutlich drunter ist. 168cm ist für einen MENSCHEN (nicht nur primär für einen Mann, sondern einfach mal für einen erwachsenen Menschen) eine sehr normale, durchschnittliche Grösse. Inwiefern sollte man da im alltäglichen Lebenbenachteiligt sein?

Die Berufswahl hängt manchmal wirklich von äusserlichen Kriterien ab - ich kann keine Stewardess werden, kein Model ;-D Und ja, wohl auch keine Möbelpackerin. dafür kann eine 180cm Frau eher keine Ballerina werden, ein Mensch mit tieferem IQ wird ein Studium schwerfallen..das sind halt "unfaire" Gegebenheiten, die die Natur bestimmt.

Aber eben: Ich kann den Wunsch verstehen, dagegen etwas zu tun. Dann muss man aber die Risiken unbedingt beachten. Und "über den Kopf" eines 8-jährigen zu entscheiden (wir haben ja festgestellt, ein kind weiss nicht genau, was Krebs oder Unfruchtbarkeit bedeutet) finde ich falsch.

Eine tägliche Spritze zu bekommen ist sicherlich eine nicht unerhebliche Belastung für ein Kind, ganz abgesehen von den Risiken und Kosten der Behandlung.

Nein, Krebs oder Unfruchtbarkeit würde ich als Mutter / Vater nicht in Kauf nehmen.

E(umepltBixer


Ich habe bei meiner Tochter sicherlich nicht den Eindruck erweckt, SIE müsse darüber (mit-) entscheiden. Ich habe immer gesagt, daß Mama und Papa darüber noch genau nachdenken müssen.

Aber wenn sie fragt, worum es denn geht, was man machen könnte, wenn man was macht - soll ich ihr dann sagen "Das verstehst Du noch nicht?"

Ich meine: Nein.

Könnten wir damit dann bitte wieder auf den Kernpunkt zurückkommen?

Wie ich meiner Tochter emotional beistehe und wie ich ihr Selbstbewußtsein stärke, das weiß ich schon ganz gut.

Daß ein Mensch mit seiner Situation selbstbewußt umgehen kann, bedeutet aber nicht, daß er die Situation nicht vielleicht gerne anders hätte, wenn es möglich gewesen wäre...

EThema%ligeri \NutzMer '(#39594x1)


Ich war immer die kleinste in der Schule, 20cm kleiner als der Durchschnitt, mit 11 wurde mir der handwurzelknochen geröntgt, vorhergesehene Größe, 140cm.

Ich war als Kind todkrank und das wird vieles angerichtet haben.

Ich habe dann 5 Jahre Wachstumshormone gespritzt bekommen, die Krankenkasse trug alle Kosten.

Jeden Tag Abends stechen, war aber nicht so schlimm!

Ich bin heute 160cm groß und echt dankbar drum. Ich bin immernoch klein, aber so selten sind 160 nicht, 140 wäre schlimm gewesen. Dankbar darum, dass meine Mama das machen lassen hat.

Bitte tu das auch für dein Kind, es wird es dir danken!

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