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Blutergebnisse - Nussallergie

R?alp:h_HH


Je nach Schwere der Allergie kann schon das ausprobieren von vermeindlich harmlosen Fällen auch mit Notfallkit tödlich sein. Sprich in Ruhe mit dem Arzt und versuch rauszufinden, wie schlimm es ist und was man tun kann. Panikmache ist da ebensowenig angebracht wie Sorglosigkeit.

v=ampnirelxla75


Sorry, aber gerade bei Kindern sehe ich das nicht als mit dem Feuer spielen. Spätestens in der Pubertät ist nämlich Schluß mit lustig, da hab ich mir auch eingebildet, alles wäre nur Gängelei meiner hysterischen Mutter und wahllos Zeug in mich reingestopft. Seither weiss ich, dass mir Spuren von.... offensichtlich egal sind. Eine Freundin macht gerade die selbe Erfahrung mit ihren pubertierenden Töchtern. Und ein anaphylaktischer Schock ist wirklich selten Und nicht die Regel bei Nahrungsmittelallergien.

E8hema~liger Nutzer Z(#569977)


Also, nach Rücksprache mit dem Kinderarzt, sind zwei Nusssorten extrem ausgeprägt. Ich weiß gerade nicht mehr wie das heißt. Aber in deren "Raster" (???) die höchste Zahl/Intensität.


Der Schock ist zwar selten, aber dennoch hat mein Kind scheinbar ein höheres Risiko dafür. Die Menge an Aufstrich kann man wirklich mit nur einer Minimesserspitze vergleichen. Also sehr sehr wenig. Und darauf hat mein Kind sehr sehr heftig reagiert. Nach zwei Tagen war erst alles wieder abgeschwollen.

ZQwacfk44


Sorry, aber gerade bei Kindern sehe ich das nicht als mit dem Feuer spielen.

Und ein anaphylaktischer Schock ist wirklich selten Und nicht die Regel bei Nahrungsmittelallergien.

vampirella75, diese Äußerungen werden dem Ernst des Themas nicht gerecht. Niemand hat behauptet, dass jeder Allergiker seinen anaphylaktischen Schock bekommt, aber wenn er tatsächlich eintritt, ist gut, wenn man vorbereitet ist.

v?amppi]rella75


Und genau deswegen sag ich doch, dass das mit dem Notfallkit gut ist, weil es eben NICHT so ist, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Kids Eben rigoros alles meiden. Wie du lesen kannst, spreche ich da aus eigener Erfahrung.

Die TE wollte Erfahrungsberichte und dazu gehört eben auch DAS.

65

mHar8ipoxsa


Jonaluh

Wie alt ist Dein Sohn? Er wird lernen müssen, mit der Allergie klarzukommen, dann ist das Risiko für einen anaphylaktischen Schock sehr sehr gering.

Ich habe selber seit meiner Jugend Allergien und kann daher keine Nüsse (nicht einmal Spuren davon), keine Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen, Karotten essen oder anfassen, ohne dass es sehr unangenehme Reaktionen gibt. Ein Stück Haselnuss oder eine halbe Kirsche lassen bei mir auch sofort den Kehlkopf zuschwellen.

Aber man kann damit leben. Bei industriell produzierter Ware muss man anfangs die Hinweise lesen, inzwischen mache ich es nicht mehr, irgendwann weiß man schon, was Nüsse enthalten kann. An Buffets oder im Restaurant frage ich bei manchen Sachen nach (Salate, Kuchen!), und mein Bekanntenkreis weiß sowieso Bescheid.

Solange Dein Sohn diese Kontrolle noch nicht so ausüben kann, musst Du das tun, d.h., seine Umwelt muss in Kenntnis gesetzt werden. Auch Lehrer solten Bescheid wissen, was zu tun ist.

Aber lt. Kinderarzt ist mein Kind für einen anaphylaktischen Schock stark gefärdet.

Jeder mit massiveb Allergien ist stark gefährdet. Ein Nahrungsmittel kann man selber meiden; ein Insektenstich-Allergiker ist meiner Meinung nach viel übler dran.

mBaridp$osxa


BenitaB.

Man muß dazu sagen, dass der Gesetzgeber verpflichtet ist, solche Aufdrucke zu machen, damit er bei einem Furz quer nicht zahlen muß. Auch wenn draufsteht, kann Spuren enthalten heißt es KANN. Nicht muß. Also da muß man mal den gesunden Menschenverstand einschalten.

Gut, dass Du den gesunden Menschenverstand erwähnst. :-X

Nicht der Gesetzgeber ist verpflichtet, irgendwelche 'Aufdrucke' zu machen, sondern der Gesetzgeber verpflichtet den Produzenten zur Angabe von Inhaltsstoffen. Deshalb heißt er auch 'Gesetzgeber' und nicht 'Aufdrucker.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille - hier geht es um ein Kind, das vielleicht noch gar nicht lesen kann und das bestimmt nicht seinen Freund nach der Umverpackung fragt, wenn er einen Schoko-Riegel angeboten bekommt.

Daher kann ich die Sorgen der TE durchaus verstehen; sie erscheinen mir so lange berechtigt zu sein, bis ihr Sohn selber routiniert die Allergenkarenz hinbekommt. Dann lebt es sich auch mit einer Nußallergie problemlos. Man bekommt wirkliche einen Riecher für Sachen, die gefährlich sein könnten.

EZhemOalOige:r N)utz1er (#56e997x7)


Hallo,

mein Kind ist 2 Jahre alt.


Das mit der Liste lesen ist ja auch so eine Sache wie ich gelesen habe. Denn auch die Produzenten ändern ihre Zutatenliste ab und an mal. Also immer darauf verlassen kann man sich nicht.

Aber klar, irgendwann ist man da routiniert drin.

Ja, das mit dem Insektenstichallergiker stimmt schon.

KrleUinbeHexex21


Denn auch die Produzenten ändern ihre Zutatenliste ab und an mal. Also immer darauf verlassen kann man sich nicht.

Ja, weil sie manchmal auch eine externe Verpackungsfirma ändern oder Rohstoffe von Lieferanten beziehen, die aber auch Nusswaren ausliefern, oder den Rohstofflieferanten ändern, ...etc.

Was auch noch dazu kommt ist, dass auf Verpackungen, auf denen kein Hinweis auf Spuren ist, es nicht heißt, dass da auch keine drin sind. Nur auf Verpackungen, auf denen Spuren gekennzeichnet sind und Nüsse nicht vorkommen, kannst du sicher sein, dass sie auch nicht drin sind.

Ich halte es vor allem für wichtig, dass du dein Kind und vor allem seine Umgebung darüber aufklärst, außerdem erklärst, wie sich ein Notfall äußert, was zu tun ist und dafür sorgst, dass dein Kind immer Essen von dir dabei hat.

Kuchen z.B. kannst du vorbacken und in kleinen Portionen eingefrieren, so dass bei kleineren Festen oder Veranstaltungen immer etwas vorrätig ist, was man mit nehmen kann.

Ich denke, da wirst du erfinderisch werden und mit der Zeit wird es einfach für alle normal werden.

CshanAcex007


Hallo Jonaluh,

erst einmal - tief durchatmen. :-) Alles wird gut und alles wird sich finden. Zum Glück gibt es heute die Deklarationspflicht für Nahrungsmittel. Das macht doch einiges einfacher.

Mein Neffe hat mit etwa 3 Jahren das erste Mal extrem allergisch auf Nüsse reagiert. Inklusive blau anlaufen und akuter Atemnot war alles dabei. Da half nur noch Notaufnahme KH und medikamentöse Versorgung. Insgesamt zweimal ist dies passiert. Inzwischen ist er einige Jahre älter und hat sich wirklich gut schützen können. Der letzte Test hat ergeben, dass er nach wie vor allergisch auf Nüsse reagiert. Ist eben nicht zu ändern und wird konsequent gemieden.

Seitdem musste sich meine Familie auch sehr mit dem Thema beschäftigen, da das Kind ja auch mal in Fremdbetreuung (bzw. Familienbetreuung) war/ist. Es braucht gerade am Anfang eine Weile, bis man durch viel fragen und lesen herausgefunden hat, was das Kind essen darf und was keinesfalls. Wir haben da jeweils präzise die Empfehlungen der Mutter umgesetzt, da sie nun mal am besten im Thema war.

Und zu den Tipps, doch mit Notfallkit ruhig mal das eine oder andere auszuprobieren kann ich nur ganz klar sagen: Bitte auf keinen Fall!!!

Selbst wenn durch die Medikamente die Reaktionen sofort abgemildert werden können dürfte jedem, der sich mit Allergien auskennt, sofort klar sein, dass es mehr als kontraproduktiv ist, sich dem Allergen mehrmals auszusetzen. Das hat auch nichts mit Desensibilisierung zu tun. Im Gegenteil.

Es gibt einige Sorten Schokolade, die das Kind essen kann, da sie tatsächlich keine Nüsse enthalten. Auch das musste ich erst selbst lernen, um meinem Neffen hier und da mal wenigstens eine Kleinigkeit mitbringen zu können. Obwohl vom selben Hersteller und - wie ich dachte - in der Zusammensetzung gleich, gibt es da Unterschiede. Steht aber vernünftig drauf. Man muss sich nur durch die vielen Beschriftungen wühlen und gerade für die ersten Einkäufe wesentlich mehr Zeit einplanen. ;-)

Schau mal in diese Broschüre hier. Da ist auch eine erste kleine Liste, an der Du Dich lang hangeln kannst (vielleicht findest Du noch mehr solcher Listen mit genaueren Angaben im Netz, da würde ich mal suchen, dann brauchst Du das Rad nicht neu erfinden). Dort findest Du auch Ansprechpartner. Mit Anmeldung kannst Du Dich bei Bedarf telefonisch beraten lassen:

[[http://www.ecarf.org/fileadmin/documents/nussallergie.pdf]]

Kinder verstehen selbst in jungen Jahren den Ernst der Lage recht schnell. Gerade, weil sie ja auch die Auswirkungen zu spüren bekamen. Auch einem recht kleinen Kind kannst Du schon sagen, dass es nichts essen soll, das die Mama nicht vorher angesehen hat, damit es nicht wieder so weh tut (oder Atemnot oder was auch immer), weil da Dinge im Essen sind, die das auslösen.

Wenn das Kind mal woanders ist, grundsätzlich nie vergessen, den betreuenden Personen Bescheid zu geben sowie sie in den Gebrauch des Notfallkits einzuweisen. Dann seid ihr auf der sicheren Seite.

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