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Abstehende Ohren anlegen lassen?

E|is!tro)pfxen hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich benötige leider Eure Hilfe bzw. Erfahrungswerte. Mein Sohn, 6 Jahre alt, hat abstehende Ohren. Er hatte bis jetzt kein Problem damit, weder im Kindergarten noch sonst. Heute waren wir beim Kinderarzt (wegen anderen Sachen) und er hat mich angesprochen, ob wir seine Ohren nicht anlegen lassen möchten, da er dieses Jahr in die Schule kommt und in dem Alter können die Kinder ziemlich brutal sein und es KÖNNTE mit dem Hänseln losgehen. Es besteht aber keine medizinische Notwendigkeit.

Nun bin ich ziemlich hin und hergerissen. Da es in dem Alter unter Vollnarkose operiert wird, macht mir das nun doch Sorgen, vor allem es gibt keine Gaantie dafür, dass sie auch angelegt bleiben....

Wer hat damit Erfahrungen und kann mir davon berichten?

Danke schon mal im Voraus! @:)

Antworten
A]ntikgosne


Eine Freundin hatte in der Grundschule abstehende Ohren, die während der Grundschulzeit noch operiert wurden.

Bei meinem Kind würde ich es VOR der Schulzeit machen lassen.

A!ntigxone


Zwei Jungs mit abstehenden Ohren wurden des öfteren gehänselt. :|N

Sjhojxo


Woah. Würde ich ums Verrecken nicht machen lassen, nee. Damit sagst DU ja dem Kind im vorauseilenden Gehorsam einer potenziell bekloppten Meute vielleicht gar nicht existierender ABC-Schützen-Arschgeigen: "Du bist nicht in Ordnung, so wie du bist." Vollnarkose, schmerzhafte OP, Veränderung des Aussehens, weil "die Hänselei losgehen KÖNNTE!?!?"
Ich würde den Kinderarzt wechseln (was für eine blöde Flachpfeife, ehrlich) und ganz entspannt abwarten, wie es in der Schule so läuft. Wenn die Klassendynamik und Dein Kind ungünstig zusammenfallen sollten, dann wird er gehänselt, weil er die falschen Klamotten trägt, weil er mal was hat fallen lassen, weil er irgendwas komisch ausspricht etc. pp. Wenn er gut reinflutscht/nicht der Typ ist, der gehänselt wird, dann machen auch abstehende Ohren oder schiefe Zähne nix.

Gruselig, allein der Gedanke, echt.

SXhojxo


So können die Meinungen auseinandergehen.

Aun$tigxone


@ Shojo

Ich weiß nicht, wie es bei dem Sohn der TE aussieht - aber ich weiß, wie es bei meiner Freundin aussah.

Und ja, ab einem gewissen Grad würde ich mein Kind deswegen operieren lassen.

s9now]witcxh


Also ich habs machen lassen. Nein, man hat es bei mir machen lassen. Damals war ich 10. Jetzt bin ich 45. Ich wurde ein einzigesmal gehänselt in meinem Leben. Ich kenne andere mit dem gleichen "Problem" Und sie wurden nie gehänselt. Lass deinem Kind die Ohren, wie sie sind. Ich bedaure das bis heute, denn ich wollte es nicht. Ich war ok, wie ich war, nur für meine Familie insbesondere meine Schwester nicht. Allerdings schlimm ist die OP nicht. Aber ich bin einfach der Ansicht, dass das jeder für sich entscheiden sollte und das kann dein Kind noch nicht.

B'ock$s5hornklxee


Naja, aber Spangen verpasst man den Kindern auch aus ästhetischen Gründen. Das ist ja wohl kaum immer notwendig, damit man später richtig kauen kann oder ähnliches?!

S"h[oxjo


Ich käme echt nicht auf die Idee. Vor allem nicht ohne Blick auf das Kind. Wie es allgemein mit Hänseleien umgeht und so.

S&h oxjo


Naja, aber Spangen verpasst man den Kindern auch aus ästhetischen Gründen. Das ist ja wohl kaum immer notwendig, damit man später richtig kauen kann oder ähnliches?!

Spangen verpasst man deutlich älteren Kindern, die da ein Wörtchen mitreden können, und ab einem bestimmten Schiefegrad der Zähne ist es kein rein kosmetisches Problem mehr.

Efrdbee)r-Rhaxbarber


ob wir seine Ohren nicht anlegen lassen möchten, da er dieses Jahr in die Schule kommt und in dem Alter können die Kinder ziemlich brutal sein und es KÖNNTE mit dem Hänseln losgehen.

Ja sicher doch - dann achtet aber gut drauf, dass er sich auch sonst möglichst grau und unauffällig verhält, immer schön in der Norm bleibt bei allem, nicht zu groß wird und nicht zu klein bleibt, die "richtige" Kleidung trägt und nie was falsches sagt oder eine "dumme" Frage stellt, nicht zu laut ist und auch nicht zu leise, nicht zu dick und nicht zu dünn ist und auch sonst nie-nie-niemals aus der Reihe tanzt. Hoffentlich habt ihr ihm nicht einen Vornamen verpasst, mit dem er auffällt - da wärs sonst jetzt auch an der Zeit, den noch zu ändern... %-| Sorry, nicht bös sein, aber ich konnts mir grad nicht verkneifen...

Nein im Ernst - das mit den Hänseleien hat selten was mit den Ohren oder sonstigen persönlichen Merkmalen zu tun. Kinder, die hänseln wollen finden einen Grund. Kinder, die darauf anspringen werden wegen verschiedensten Dingen gehänselt wenn sie auf ein entsprechendes Gegenüber treffen.

Wer hat damit Erfahrungen und kann mir davon berichten?

Mein Sohn hat zwischen den beiden vorderen Schneidezähnen einen ziemlich breiten Zwischenraum. Der Zahnarzt wollte ihm deshalb ohne medizinische Notwendigkeit eine Zahnspange verpassen, worüber er sich sehr entsetzte. Er selbst empfand und empfindet diese "Lücke" als ein besonderes Merkmal im positiven Sinne. Probleme mit Hänseleien hatte er nie und er wird schon bald vierzehn.

qyuacks:albe6rexi


Hat der Kinderarzt das von sich aus gesagt? Dann würde ich dem die Ohren so langziehen, dass er sich selbst operieren lassen kann. Ich würde es einfach so auf Verdacht keinesfalls machen lassen.

J6enns@ch


Nein, bitte nicht anlegen lassen. Warte bis er es selber möchte. Vielleicht kommt es nie dazu.

Vielleicht sind es auch gerade die Ohren, die eine besondere Ausstrahlung ausmachen und ihn einzigartig machen.

Eine OP ist immer ein Risiko, egal wie routinemäßig sie gemacht werden. Deshalb würde ich das nur wegen "schönheitlichen" Gründen nicht verantworten wollen.

mLelainkxa


Hmps. Meiner Schwester, einer Freundin von uns und mir wurden im Grundschulalter auch die Ohren angelegt, obwohl die gar nicht so arg abstehend waren. Unsere Eltern wollten uns vor Hänseleien schützen und es war (ist?) wohl üblich, dass man das Ganze dann noch im Kindesalter erledigt und nicht erst, wenn man erwachsen ist. Jedenfalls. Uns wurde nie kommuniziert, dass wir nicht gut sind, wie wir sind. Wir haben die Prozedur - OP, Krankenhausaufenthalt, Verband, Nachsorge - weder als traumatisch noch als übergriffig in Erinnerung. Alles gut. Ich habe keine Ahnung, ob ich es bei meinem Kind genauso machen würde - vermutlich ein typischer Fall von Befangenheit -, aber ein pauschales "besser kannst du deinem Kind gar nicht kommunizieren, dass es falsch ist und/oder nicht aus der Reihe tanzen darf" kann ich aus meinen Erfahrungen nicht unterschreiben. Das ist aber natürlich - wie so vieles - auch schlicht persönlichkeits- und interaktionsabhängig, wie sich das entwickelt und letztendlich empfunden wird.

h0ats(cShipu


Meiner Tochter wurden letztes Jahr die Ohren angelegt, mit 9 Jahren. Sie wurde nicht gehänselt, aber der Wunsch kam von ihr. Sie hat es gestört, was ich verstehen kann, weil ich als Kind das gleiche Problem hatte. Ihr wurde vorher genau erklärt wie das abläuft. Sie ist ziemlich mutig, hatte keine Angst und der Eingriff hat nicht lange gedauert. Wurde auch ambulant gemacht.

Die Schwester hat uns gesagt, wenn die OP vom Wunsch des Kindes ausgeht, verkraften die Kinder es viel besser. Die anderen verstehen noch gar nicht was mit ihnen passiert und wozu. Ich hab bewusst gewartet, bis sie mitentscheiden kann.

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