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Abstehende Ohren anlegen lassen?

SAorxoman


Was ist, wenn man es selbst nicht schlimm findet, es erst in der Pubertät selbst realisiert hat und gegen Schönheits-OPs eingestellt ist, aber denkt, dass man keinen Partner bekommt, weil man abstehende Ohren hat?

Dann sollte man vielleicht an dem Denken ansetzen.

Entweder an dem Punkt:

es erst in der Pubertät selbst realisiert hat

Oder an dem Punkt:

gegen Schönheits-OPs eingestellt ist

Oder an dem Punkt:

denkt, dass man keinen Partner bekommt, weil man abstehende Ohren hat?

Sonst befindet man sich in einer Zwickmühle, die sich nicht lösen lässt, denn die Konsequenz wäre: man ist zwar selbst mit seinen Ohren im reinen, aber denkt, keinen Partner zu bekommen. Und weil man so denkt, bleibt man ohne Partner.

Manchmal löst es sich auch von außen - z.B. über Komplimente zu den Ohren (das Denken zu Punkt 3 wird von außen geändert), oder von außen über Zuspruch zur OP und erfolgreiche Beispiele von anderen (das Denken zu Punkt 2 wird von außen geändert).

EPh:emalige@r Nutbzer (#53x8908)


Ich wäre übrigens entsetzt, wenn er sich wegen sowas hänseln lassen würde

avanti

Gerade in der Zeit als verletzlicher Teenager, in der es viel um Äußerlichkeiten/Oberflächlichkeiten geht und man auch noch oft mit sich selbst unzufrieden ist wegen der gesamten Entwicklung des eigenen Körpers und die Gemütslage aufgrund hormoneller Veränderungen oft nicht die Beste ist, ist man leider sehr empfänglich für Spott und steht da nicht eben mal so drüber, wie ein Erwachsener. Es ist super verletzend, wenn man wegen etwas, wofür man nichts kann, immer wieder ausgelacht und aufgezogen wird, das verändert einen leider auch irgendwann.


Wenn andere Dich nicht gehänselt hätten, wärst Du dann auf die Idee gekommen, die Ohren anlegen zu lassen, weil es Dich selbst störte?

hatsichstetsvemüht

Ja, wie gesagt, als Teenager hat es mich zunehmend selbst gestört, da ich die Haare nicht so tragen konnte, wie ich gerne wollte und es wäre alles sehr viel leichter gewesen mit anliegenden Ohren, denn ich habe z.B. viel Sport getrieben und es war lästig und nervig, dass ich die Haare nicht einfach zusammenbinden konnte wie alle anderen Mädchen. Ins Schwimmbad bin ich irgendwann gar nicht mehr gegangen. Ich habe einfach wahnsinnig darunter gelitten und dieser Eingriff hätte mein Leben vereinfacht und schöner gemacht, denn

Hast Du Deine Ohren inzwischen - als Erwachsene - noch anlegen lassen?

ja, das habe ich und habe es nicht einen Tag bereut. 

Wer anliegende Ohren hat, kann sich nicht vorstellen, wie schön es ist, die Haare endlich so tragen zu können, wie man möchte (auch Kurzhaarschnitt), denn für sie ist es ganz selbstverständlich, dass sie ihre Haare tragen können, wie sie wollen, ohne dabei lächerlich auszusehen. Für sie ist es im Schwimmbad kein Problem, wenn die Haare nass werden und die Ohren sichtbar usw. 

Ich hätte es sofort mit 18 machen lassen, wenn ich nicht mit 17 krank geworden wäre. So musste ich noch ein paar Jahre warten, bis es mir etwas besser ging. Nur hätte ich im Teenageralter noch so viel mehr davon profitiert. Ich war nämlich immer extrem schüchtern und ängstlich, was sich nach der OP komplett verändert hat. Ich gehe seitdem ganz anders, viel offener und selbstbewusster, auf Menschen zu und verstecke mich nicht mehr unter meiner langen Mähne, die inzwischen sowieso ab ist.

Für mich war es die absolut richtige Entscheidung, eine regelrechte Befreiung, nur leider viel zu spät! Mein Cousin hatte mit seinen Eltern mehr Glück, die ihm das noch während seiner Kindheit/Jugend ermöglicht haben und es nicht mal selbst zahlen mussten, ich später dagegen schon!

Irgendwann, je älter man wird, sieht's nämlich auch nicht mehr "süß" aus, wie hier viele schreiben, sondern einfach nur noch idiotisch (bei extremen Segelohren, wie ich sie eben hatte! - Meine Meinung!). Im Übrigen, selbst wenn's bei dem einen oder anderen auch im Erwachsenenalter süß aussehen sollte, wer will denn mit 20,25,30 usw. noch süß aussehen?! Man wirkt so ganz anders, wenn sie anliegen, für mich heute noch ein Glücksgefühl, wenn ich in den Spiegel schaue und ich bin sehr dankbar für diese operative Möglichkeit.

adva'nt]i


Gerade in der Zeit als verletzlicher Teenager, in der es viel um Äußerlichkeiten/Oberflächlichkeiten geht und man auch noch oft mit sich selbst unzufrieden ist wegen der gesamten Entwicklung des eigenen Körpers und die Gemütslage aufgrund hormoneller Veränderungen oft nicht die Beste ist, ist man leider sehr empfänglich für Spott und steht da nicht eben mal so drüber, wie ein Erwachsener.

ja, weiß ich. Aber ich schrieb ja, ich wurde nie gehänselt. Bzw hab ich da gestern noch drüber nachgedacht, wurd ich wohl. Einmal weil ich wirklich ein häßliches Kind war und dann noch nen Nachname hatte, aus dem sich da echt was machen ließ ;-D

Meine Reaktion war in etwa: "oh. Du bist ja originell. Wow." Mich zu hänseln war echt oberlangweilig, denke ich. und ja, das wünsche ich mir für meine Kinder, auch in der Pubertät. Und ja, ich wäre ernsthaft irritiert, wenn sie gehänselt würden und darauf auch noch anspringen würden.

E8hemalig*er Nu/tzer (9#538B908)


Und ja, ich wäre ernsthaft irritiert, wenn sie gehänselt würden und darauf auch noch anspringen würden.

avanti

Klasse, heißt also, ich war halt selbst daran Schuld, dass ich darauf "angesprungen" bin. Na fein.

Ich glaube, wie langjähriges, richtig heftiges Hänseln (Mobbing heißt es ja heute so schön) vor sich geht und was das mit einem macht, können sich manche eben einfach nicht vorstellen. Glückwunsch, wer das nie erleben musste.

aHvanxti


Klasse, heißt also, ich war halt selbst daran Schuld, dass ich darauf "angesprungen" bin. Na fein.

puh. Ich kenn dich doch nicht. Keine Ahnung, was da welche Dynamiken in Gang gesetzt hab. Allerdings hab ich ja auch gar nicht von dir geredet, sondern von meinen Wünschen für meine Kinder.

SBhojxo


Ich glaube, man sucht sich seine eigenen Reaktionen da nicht aus, und mit wenig Rückhalt und unter bestimmten Bedingungen können Hänseleien wirklich furchtbar sein. Da muss man wirklich aufpassen, dass man den Opfern nicht den schwarzen Peter zuschiebt.

ajvanxti


Wollte ich gar nicht machen, wenn das hier so rüberkommt Die Schuld liegt sicher nicht beim Opfer, keineswegs.

Ich rede auch wirklich nur von meinen Kindern, die hier von beiden Eltern völlige Ignoranz und höchstens mal ein schulterzucken vorgelebt bekommen, wenn jemand anfängt, ätzend zu sein und irgendwem an den Karren zu pissen.

Ich hoffe, die übernehmen das so. Wenn nicht, muss ich dann meine Strategien anpassen.

e`xpeVctat)io]n


So wie bei Inselwölfin war es auch bei meiner Freundin. Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass sie jemals gehänselt wurde, sie hat sich jedoch selbst nicht gefallen und litt auch darunter, nicht die Frisur tragen zu können, die sie eigentlich gewollt hätte. Bei ihr kam noch hinzu, dass ihre Mutter abgestritten hat, dass meine Freundin abstehende Ohren hatte, und ihr als Kind somit die OP verwehrte.

Letztes Jahr, im zarten Alter von 47 Jahren, hat sie sich die Ohren anlegen lassen. Nachdem alles verheilt war, ließ sie sich endlich die Frisur schneiden, von der sie seit langem geträumt hatte, und die ersten Ohrringe gab es bald danach auch. :-D

S\hojYo


Ich rede auch wirklich nur von meinen Kindern, die hier von beiden Eltern völlige Ignoranz und höchstens mal ein schulterzucken vorgelebt bekommen, wenn jemand anfängt, ätzend zu sein und irgendwem an den Karren zu pissen.

Ich hoffe, die übernehmen das so. Wenn nicht, muss ich dann meine Strategien anpassen.

Ich glaub, da hat man nicht immer so arg viele Aktien drin. Man kann alles Mögliche vorleben, aber Kinder kommen mit einem Haufen eigener Eigenschaften auf die Welt, die dann von der Umwelt natürlich beeinflusst und geformt werden, aber nicht zwingend massiv umgewandelt. Aus einem sehr empfindsamen Kind "machst" Du mit welcher Strategie auch immer kein vollkommen robustes (oder ignorantes), aus einem kleinen Bulldozer keinen Dichter. Mein Kleiner beispielsweise ist völlig unempfänglich gegen sozialen Druck, aber sehr empfindlich, wenn es körperlich wird, das kann er nicht leiden und beklagt sich sehr über doofe Kinder, die schubsen und hauen. Mein vergnügtes "Dann schubs und hau mit Schwung zurück - wollen wir üben, wie das am besten geht?" beantwortete er mit Stirnrunzeln und der Ansage, er wolle aber nicht schubsen und hauen, auch nicht, um sich zu wehren, er fänd das einfach blöd. Er findet da eigene Strategien, bei denen ich vor Staunen mit den Ohren schlackere - manchmal ist er aber auch sehr hilflos. Wie gesagt, nicht bei sozialem Druck, aber wenn ihn jemand körperlich bedrängt. Ich selbst habe da keine anderen Strategien als Druffda, was er nicht möchte, deshalb müssen wir jetzt einfach schauen, wie er das handhabt. Sowohl der Kerl als auch ich haben als Kinder kräftig ausgeteilt, wenn uns jemand doof kam, unser Kind ist viel sanfter veranlagt (dafür auch schon mit vier Jahren mit, öh, höherer sozialer Intelligenz gesegnet als wir beide es mit zehn waren). Für mich ist es manchmal schwer auszuhalten, wenn der Kleine sich beklagt und ich denke, Mensch, dann hau doch einfach mal diesem dämlichen Kevinschantalle auf die blöde Omme, dass Ruhe ist, aber da habe ich einfach zu respektieren, dass er sich woanders als bei mir nach einem Umgang mit dem Problem umschaut, der ihm mehr zusagt als das, was ich im Angebot habe. Ich denke, da kann man manchmal einfach nur das Kind unterstützen, aber man kann ihm nicht immer eine für einen selbst brauchbare Lösung an die Hand geben, und man kann auch nicht eigene Immunitäten auf das Kind übertragen.

h)a(g-tyxsja


erinnert mich daran, wie ich bei der alten kinderärztin agesprochen wurde, ob wir dem kleinkind nicht den nabel korrigieren lassen wollen und die (wirklich leichte) trichterbrust operieren. wäre ja bei nem jungen nicht so schön.

über den ohren waren haare, sonst wäre das sicher auch noch gekommen. er hat nämlich die abstehenden ohren von seinem papa.

ich habe tief durchgeatmet, sie dann recht schroff gefragt, welche medizinischen komplikationen sie denn vom ist-zustand erwarten würde und ihre antwort, dass er damit kein astronaut werden kann mit lachen quittiert. thema beendet.

diese unsitte an kleinen kindern schon alles zurecht zu schnippeln, wie man es schöner fände, finde ich echt unangenehm. in meiner kindheit waren segelohren normal, da gab es viele kinder damit. richtig übel gehänselt wurde deswegen nicht halb soviel wie über rote haare, dicke kinder, besonders groß gewachsene kinder oder komische nachnamen.

würde sich das kind selbst daran stören, würde ich wohl schauen, was dahinter steckt und ggf. der op zu einem späteren zeitpunkt zustimmen.

präventiv eine vollnarkose und alle gängigen komplikationen in der wundheilung und auch dem ergebnis einer reinen schönheits-op in kauf nehmen, weil ja sein könnte, dass er irgendwann mal gehänselt werden könnte....niemals.

E hemalIige0r Nu>tzer (#5F38'90x8)


Letztes Jahr, im zarten Alter von 47 Jahren, hat sie sich die Ohren anlegen lassen. Nachdem alles verheilt war, ließ sie sich endlich die Frisur schneiden, von der sie seit langem geträumt hatte, und die ersten Ohrringe gab es bald danach auch. :-D

expectation

Finde ich toll, dass sie sich diesen Traum noch erfüllt hat :)^, für so etwas ist man nie zu alt. Hach ja, der erste Friseurbesuch danach x:) und Ohrlöcher habe ich mir dann auch gleich machen lassen. ;-D :-D

Mya:ja,2x7


Ich hatte selbst auch abstehende Ohren. In der Schule wurde ich deshalb sehr gehänselt und auch von fremden Kinder auf der Straße kamen blöde Sprüche.

Ich hab mich nie getraut einen Zopf zu machen und wenn es windig draußen war, wollte ich nicht raus, aus Angst der Wind weht die Haare weg und zeigt meine Ohren.

Mit 13 Jahren habe ich mir die Ohren operieren lassen und ich wünschte man hätte es bei mir auch schon im Grundschulalter machen lassen. Dann wäre mir viel Leid erspart geblieben. Kinder können verdammt grausam sein, wenn man anders aussieht.

Sollte ich mal Kinder mit abstehenden Ohren haben, werde ich sie definitiv vor der Einschulung operieren lassen.

hZatsichsmtetsbxemüht


Sollte ich mal Kinder mit abstehenden Ohren haben, werde ich sie definitiv vor der Einschulung operieren lassen.

Auch wenn sich das Kind zum dem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst ist, dass seine Ohren "nicht normal" sind.

Wie würdest Du dem Kind dieNotwendigkeit der OP erklären?

Ich fand es schon schlimm genug meinem Kind eine medizinisch notwendig OP beizubringen.

MZaja2x7


Auch wenn sich das Kind zum dem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst ist, dass seine Ohren "nicht normal" sind.

Wie würdest Du dem Kind dieNotwendigkeit der OP erklären?

Das ist eine gute Frage. Ich würde ihm versuchen zu erklären, dass seine Ohren etwas anders sind, als bei anderen Kindern und man das in dem Alter leicht korrigieren kann. Laut Ärzten ist die OP bei Kindern auch leichter als bei Jugendlichen.

Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, wie man das kindgerecht erklären kann, ohne dem Kind das Gefühl zu geben, dass es unnormal ist.

Aber ich glaube es ist besser, dass Kind wird operiert bevor es begreift, dass es "merkwürdig" aussieht und bevor andere Kinder lästern.

hXatosichcstett{sbemxüht


Ja - schade - scheint wohl meistens so zu sein.

Wenn niemand jemals abstehende Ohren anlegen lassen würde, wären diese vielleicht genauso normal wie anliegende.

Schließlich gibt es das ja doch recht häufig.

Vom Bauchgefühl her bleibt es für mich immer noch falsch. Aber ich verstehe, wenn man sich dafür entscheidet.

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