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Ist Er ein Autist? Begleitet mich auf meinen Weg

E4hemalFigeNr Nutz/er (P#508N125)


Vielleicht hab ich es hier falsch dargestellt. Ich habe keine Angst davor, dass er autist sein könnte. Mir macht nur Angst, was damit einhergehen könnte. Wenn man ein Kind erwartet, hat man ein Bild im Kopf und stellt es sich vor, wie es ist. Gut, nach der Geburt kommt schnell die Ernüchterung wie es wirklich mit Kind ist ;-) aber in diesem Bild von einem Kind habe ich mir schon vorgestellt, dass er mal sprechen würde und ich mit ihm spielen kann. Es könnte sein, dass ich da noch sehr sehr lange drauf warten muss. Was ok ist.

Vor der Diagnose selbst habe ich keine Angst, im Gegenteil. Auch wenn es egoistisch klingt, aber dann würde ich wissen, warum einiges einfach so unglaublich schwierig ist im Alltag. Warum er 5 mal in Folge zum Beispiel an den heißen Topf fasst und es noch immer nicht eeiß, dass es heiß ist. Und es gib zig solcher Situationen. Vielleicht auch einfach um zu wissen, dass ich nichts falsch mache. Vielleicht aber auch, um die Akzeptanz im gegenüber wiederzubekommen. Viele verstehen sein Verhalten falsch. Ich weis nicht. Ich glaube das ist das.

Jauno-SoHphia


@ HolliWood 0,1

aber in diesem Bild von einem Kind habe ich mir schon vorgestellt, dass er mal sprechen würde und ich mit ihm spielen kann. Es könnte sein, dass ich da noch sehr sehr lange drauf warten muss.

Ich denke, dass ich nachvollziehen kann, was du meinst. Und ich will keinesfalls Belastungen klein reden, die im Umgang mit autistischen Kindern auftreten, besonders wenn es sich um frühkindlichen Autismus handelt.

Meine Schilderungen, vor allem jene der Erkenntnis bezogen sich eher auf mildere Ausprägungen des Autismus, vor allem das Asperger-Syndrom.

Erfahrungen mit frühkindlichem Autismus habe ich nur aus dem Bekanntenkreis und in speziellen Therapieeinrichtungen gemacht.

Jene Familie im Bekanntenkreis hat einen autistischen Jungen, der aber mittlerweile nicht mehr in der Familie lebt, weil man ihm dort nicht mehr gerecht geworden ist. Er lebt in einer Einrichtung für autistische Kinder und macht dort, laut der Familie, mehr Fortschritte als er es in der Familie in langer Zeit getan hat.

Allerdings verliefen bei ihm Diagnostik und auch Entwicklung der Auffälligkeiten nicht klassisch, daher kann man dieses Beispiel keinesfalls übertragen!

Vielleicht auch einfach um zu wissen, dass ich nichts falsch mache. Vielleicht aber auch, um die Akzeptanz im gegenüber wiederzubekommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass all das Folgen deiner Fehler sind! Im Gegenteil.

Du hast als Mutter sicher nichts "falsch" gemacht und machst es auch nicht.

Ein Gedanke, der hilfreich sein kann, ist, dass Kinder in einem bestimmten Alter nicht alles bewusst steuern. Sollten Auffälligkeiten schon in der Säuglingszeit bestanden haben, so waren sie nicht gezielt und geplant. Das Kind ist so, wie es eben ist. Aber Annahme und Akzeptanz erfordern ihre Zeit.

Ich wünsche euch, dass ein Umgang mit den Herausforderungen gut gelingt! :)*

dUanaSex87


HolliWood

Die Frage ist was mehr Stress für das Kind ist, die derzeitige Situation oder eine Diagnostik. Da spielt natürlich auch dein Stress eine Rolle, weil Kinder sowas ja schon mitbekommen, so in aller Regel.

Ewhema^lige=r UNutFzer K(#508x125)


Und in diesem Dilemma stecke ich. :-|

dSanaxe87


Also du liest dich hier so als wäre für dich Klarheit eine echte Erleichterung. Frag doch einfach mal in dem SPZ an wie so ein Test aussehen würde, was da konkret auf dein Kind zukäme, ob die das Alterstechnisch überhaupt passend fänden und und und. Mit mehr Informatinen kann man bessere Entscheidungen treffen. Wenn die den in dem Alter einfach nur in ein Zimmer setzen würden und ihn beim Spiel beobachten oder so, dann würde ich es halt enspannter sehen als wenn da anderes geplant wäre.

EFhemalig|er Nutzer b(#508125)


Das hatte ich ja schon erfragt und man könnte es mir nicht genau erklären. Man könnte das erst nach dem erstgespräch einschätzen, welche Stationen mit eingebunden werden müssten.

Heute morgen habe ich mit der Erzieherin von ihm gesprochen und auch ihr fällt einiges auf. Sie konnte mir konkrete Momente nennen, so wie ich sie zuhause auch sehe. Weil es generell ein etwas anderer Kindergarten ist, der auch behinderte Kinder aufnimmt, gibt es dort eine Heilpädagogin, die in solchen Fällen auch in die Gruppe kommen kann und das Kind beobachtet, bzw Kontakt aufnimmt. Mein Mann und ich haben das auch besprochen und werden es wohl in Anspruch nehmen. Einfach um nochmal eine Meinung einzuholen. Die Erzieherin selbst würde auch warten, alleine um ihm die Chance zu geben erstmal anzukommen. Das sehe ich auch so.

dEanaex87


Das mit der Heilpädagogin finde ich super! Das bringt sicher nochmal Ruhe rein und das mit dem Bauklotz, also so wie krille meint, würde ich auch mal versuchen. Meine hat zeitweise auch Probleme gehabt zu sprechen, gerade wenn sie unter Druck stand. Da hab ich sie klatschen lassen, rechte hand einschlagen hieß "ja", linke "nein" und so haben wir uns durch Fragen gearbeitet. Mühsam, aber besser als raten und es fiel ihr viel viel leichter so.

EShem'aligerE Nutzer .(#50812}5x)


Die Idee mit dem Klotz finde ich auch super. Nur ist er vom Verständnis her noch absolut lange nicht so weit, dass ich ihm dass verständlich machen könnte. Er teilt sich auch nicht mit wenn er sich wehtut. Nur wenn er sich wirklich stark verletzt weint er und kommt zu mir.

dbaana e87


Ja, das kommt mir bekannt vor, nicht so ausgeprägt, aber die Grundtendenz. Ich würde es trotzdem versuchen. Meine hat mich sehr überrascht, ich hätte damals nie geglaubt das sie versteht was ich sage und von ihr will, aber das hat sie sehr gut. Sie konnte sich nur nicht ausdrücken und deshalb dachte ich immer sie versteht nicht. Sie muss damals sehr frustriert gewesen sein, nehme ich ihren heutigen Frust als Maß wenn sie mal wieder ins Schweigen rutscht.

EqheLmali&ger N\utzer (N#508x125)


Ich versuche es mal. Aber ich glaube nicht, dass es klappen wird.

Heute hat er einem jungen ein schweres Holzpferd ins Gesicht geworfen. Nicht um ihm wehzutun. Er hat es nicht gemerkt, dass es dem anderen Kind wehtat, hat nichtmal hingeschaut. Als der Junge geweint hatte, hat er auch nicht hingesehen und ist weggegangen als wäre nichts gewesen. Ich bin froh, das ich heute morgen mit seiner Erzieherin gesprochen habe, sodass sie darauf passend eingegangen ist. Mir tat der Junge so leid.

Mponsgtxi


Nach allem, was ich gelesen habe, fällt mir nur ASS ein. Ich bin selber betroffen (Asperger-Syndrom), wurde aber erst mit 58 Jahren diagnostiziert, nachdem mir mein Mann nahegelegt hatte, mich um eine Diagnose zu bemühen. Probleme im sozialen Miteinander hatte ich immer.

Dass man dem anderen nicht direkt in die Augen schaut, hat natürlich rein gar nichts mit Angst zu tun. Die Augen sagen mir aber nichts. Deshalb schaue ich in Gesprächen vor allem auf den Mund. Da man mir eingetrichert hatte, wie wichtig es ist, einem anderen in die Augen zu schauen, gucke ich oft in wichtigen Situationen zwischen die Augen. Mein Gegenüber merkt das nicht.

Ich finde, Du machst alles richtig. Zum Glück gibt es heute ganz andere Möglichkeiten und Kenntnisse als früher. Als Kleinkind spielte ich fast immer alleine. Lt. meiner Mutter wehrte ich mich vehement, wenn sie mir zu nahe kam. Gesprochen hatte ich nur selten. Mit 3 Jahren zeichnete ich aber schon perspektivisch, und mit 4,5 konnte ich lesen, mit 7 Jahren entwickelte ich die erste Geheimschrift, die in den Folgejahren noch ausgebaut wurde.

Sobald zusätzlich zu den anderen Auffälligkeiten derartige Spezialinteressen deutlich werden, sollte ASS sicher sein.

LG

dqanaIe8x7


Ein Versuch kann nicht schaden. Gerade wenn er sich so schwer mit Kommunikation tut könnte es ja auch sein das es ihn sehr erleichtert wenn er einen klaren Weg gezeigt bekommt. Und wenn nicht seit ihr deswegen ja nicht weniger weit als vorher. :)_

EHhemalhiger Nutzer@ (#:508125)


Ich geb mein bestes, danke für deinen Zuspruch :-)

E5hemal*igeLr Nustzer (5#5x08125)


Er ist heute zuhause geblieben. Bzw. habe ich es versucht ihn hinzubringen. Er wollte sich schon nicht anziehen lassen und auf dem Weg zum Kindergarten hat er ein paar Meter vor dem Tor erbrochen. Ich bin dann schnell mit ihm nach Hause, habe ihn gebadet und ins Bett gesteckt. Seither hat er nicht mehr gebrochen und isst wieder normal. Morgen früh werde ich es nochmal versuchen. Erbricht er wieder oder ist wieder komisch, muss ich mit der Erzieherin sprechen

Ryalph_$HH


Hallo Holliwood. Ich habe hier schon eine ganze Weile nicht mehr reingesehen und geschrieben. Umso mehr bin ich gerade schockiert, daß Du offenbar mit der Diagnostik immer noch kein Stück weiter bist. Weder SPZ noch Neurologe oder Psychologe? Immer noch nur der Kinderarzt, der so gerne abwartet? Der Thread hier ist vom September. Seidtdem NICHTS? Was ist los mit Dir? Du machst ansich nicht den Eindruck, daß Dir dein Kind egal ist. Trotzdem ignorierst Du das Problem konsequent und meinst, das alles sich von alleine löst?

Ein Gespräch mit dem Psychologen ist nichts, was das Kind belastet. Im Gegenteil, unser Sohn hat sich von Anfang an dort endlich mal verstanden gefühlt. Gleichzeitig ist der Psychologe in der Lage Euch unendlich viel an Hilfe zu geben. Er kann Euch erklären, was in dem Kind vorgeht, warum und vor allem wie man damit umgeht. So umgeht, daß es für das Kind leichter wird und auch für seine Umgebung. Diese Ausbildung haben Kindergärtner nicht. Und auch nicht der Kinderarzt. Und ich schon gleich gar nicht.

:(v

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