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Ist Er ein Autist? Begleitet mich auf meinen Weg

w.inte7rsonne x01


Ich weiß das nicht...es ist nur meine Meinung und wahrscheinlich die des Kinderarztes, der ja diesen Rat gegeben hat.

Der hat immerhin Medizien studiert ;-)

Ich wollte auch mal einen Gegensatz setzen zu dem hier so massiv aufkommenden: warum warst du nicht längst....

Die TE ist sehr aufmerksam, fragt hier nach Begleitung.

Passt bitte auf, dass ihr mit zu massiv formulierten eigenen Meinungen sie nicht zu stark angeift. Wenn Sie sich dann verständlicher Weise hier zurückzieht, wird eine wichtige Möglichkeit genommen ihre Sorgen und Bedenken auszusprechen und sich auszutauschen....auch vorallem mit Leuten die Autismuserfahrung haben (entweder durch Kinder oder durch eigene Betroffenheit)

LNieslelottex40


Es geht hier keineswegs um Angriff wintersonne...aber ich hab' persönlich die Erfahrung gemacht dass ein Grossteil der Eltern lieber schweigt und Angst vor Stigmatisierung durch die Umwelt hat anstatt früh genug die ersten Schritte zu gehen...

Und da kommt man nur raus wenn es Einem deutlich klargemacht wird! Durch deutliche Worte!

Mein Hausarzt UND der Kinderarzt haben es leider beim ersten Sohn bis viereinhalb "verschleppt" - zu dem Zeitpunkt hab ich den nötigen Tritt von der Kindergärtnerin bekommen die uns an eine befreundete Logopädin verwiesen hat und diese hat dann die nötigen Schritte eingeleitet. Ich bin den Beiden heute noch dankbar...aber im Diagnosezentrum haben sie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinten nur "warum kommt ihr erst JETZT?"...das hat meinem Buben erst mal die Einschulung gekostet....in eineinhalb Jahren war kaum noch was aufzuholen....

Und warum? Weil ich auf die "Provinzärzte" gehört habe obwohl ich eigentlich ab Geburt schon ein komisches Gefühl hatte...

Mein Kleiner (3 Jahre jünger) wurde dann auch sofort angeschaut und GsD konnte bei ihm sofort mit den Therapien gestartet werden....die übrigens Beiden sehr angenehm waren, es war spielerisch und man konnte sehen dass es was brachte... :)^

Das Schlimmste dran liebe TE ist übrigens die Bürokratie...und auch dafür brauchst du eine handfeste Diagnose! Wenn ihr Helfer in der Kita/Kiga braucht, einen speziellen Schulplatz, Therapieplätze - die Bewilligung dauert oft Jahre - und die Zeit läuft soooo schnell!

Ich kann gut verstehen dass man drauf hofft es würde sich von allein erledigen - aber willst du wirklich das Risiko eingehen dass es das nicht tut? Ich hab heute einen 14jährigen hier der auf den Stand eines etwa 7Jährigen ist (schulisch - das autistische lassen wir mal aussen vor!) - wie wäre es wohl wenn wir es ignoriert hätten? Ich mag gar nicht drüber nachdenken....

Ich habe übrigens mal versucht mit noch einer befreundeten Mutter eine Selbsthilfegruppe zu gründen - mit Unterstützung der Kiga"tanten", von Lehrern, der uns betreuenden Ärzten usw....im Laufe der Jahre wurden mindestens 30 Eltern unsere Kontaktdaten gegeben - davon meldeten sich genau NULL. Auf Nachfrage der Lehrer usw. wurde immer wieder angegeben "aber mein Kind hat doch nichts!" Da sind die Betreuungspersonen dann leider machtlos! :|N Einige dieser inzwischen Jugendlichen haben grosse Problem heute - wir hätte so viel Hilfe bei Behördenwegen, Betreuung usw. genen können - aber diese Eltern waren zu stolz oder unsicher...

Schade!

Hilfe anzunehmen ist leider immer noch verpönt...

Lg Lieselotte

PElüschbhiest


Auf sein Bauchgefühl hören ist gerade im Bezug auf Kinder nie verkehrt.

Eine Bekannte von mir hatte 3 gesunde Kinder, dann kam das 4. und sie wusste wenige Monate nach der Geburt dass das Kind etwas schlimmes hat.

Niemand wollte ihr glauben, alle aufgesuchten Ärzte haben abgewunken und sie als hysterisch und überbesorgt abgestempelt.

Irgendwann war aber nicht mehr zu übersehen dass mit dem Kind etwas nicht stimmt und es wurden spezielle Untersuchungen eingeleitet mit einem schlimmen Ergebnis.

Das Kind hat einen sehr seltenen Gendefekt, sitzt im Rollstuhl und die prognostizierte Lebenserwartung betrug gerade einmal 5 Jahre.

R:alphh_HxH


Der Hausarzt, das wurde in dem Faden ja nun schon mehrfach von der TE beschrieben ist einer, der immer nur abwarten will, obs von selber besser wird. Irgendwann muss man da die Reißleine ziehen und den Arzt wechseln.

Ein HNO Arzt ist nicht kompetent, neurologische oder psychologische Diagnosen zu erstellen, der Phoniloge (Audiologe?)auch nicht. Die können nur beurteilen, ob das Kind gut hört und das als Ursache für eine Sprachliche Entwicklung ausschließen. Auch ein Heilpädagoge nicht. Der sagt Dir maximal, dass mit dem Kind etwas nicht stimmt und Du das abklären solltest, aber das weißt Du eh schon.

Aber was sollst, das zieht sich seit Monaten durch Deine Beiträge, auch im vorigen Faden.

EAhemmali\ger Nutqzer (#P509u4x07)


Ich hatte den Eindruck, dass die TE schon ein klares Bauchgefühl hat, nämlich, dass etwas nicht stimmt. Sie wurder aber verunsichert durch ihren Mann, mit dem es deshalb Auseinandersetzungen gab und dem Kinderarzt, der lieber abwarten wollte.

HolliWood, wenn du das Gefühl hast, dass dein Junge sich in bestimmten Bereichen auffällig zeigt, dann lass dich nicht verunsichern. Ich denke, ich würde dem nachgehen. Sollte raus kommen, dass nichts ist, ist es doch umso besser.

dwanaex87


HolliWood

Puh, das mit dem Übergeben ist schon echt fies und sollte es sich wiederholen deutet es schon auf krassen Stress im Kindergarten hin.

w>int@erson>ne x01


oder auf eine Magenverstimmung ;-)

d0anZae87


Deswegen meinte ich ja auch, wenn es sich wiederholt.

wSo|man<88


ich glaube ich würde mich da am Bauchgefühl und am Leidensdruck und zwar auf Seiten der Eltern und des Kindes orientieren. Und beides scheint mir gegeben, ich stimme da den anderen zu, wenn du das Gefühl hast es stimmt etwas nicht, würde ich nicht ruhen, bevor du rausbekommst was es ist.

Und das andere ist der Leidensdruck. Der, der bei ihm entsteht, weil die KiTa ihm Stress zu bereiten scheint und auch viele andere Situationen, die du beschrieben hast und der, der bei dir entsteht, wenn du sehen musst wie er leidet (und ich hätte schon Probleme ihn in die KiTa zu bringen, wenn es sich so verhält, wie du schreibst, auch ohne, dass er sich übergeben muss, es täte mir einfach im Herzen weh und tut es dir ja scheinbar auch). Ich würde einfach wissen wollen was los ist und würde dafür auch die Diagnostik in Kauf nehmen, im Vertrauen darauf, dass die im SPZ wissen, was sie tun und auch mit kleinen Kindern einfühlsam umgehen können. Denn wenn sich die Probleme nicht verwachsen, wird es ja mit zunehmendem Alter auch nicht einfacher ... . Also - nur Mut, ich würde einfach wahnsinnig werden bei dem Gedanken nicht zu wissen, was los ist :)*

P.S. mir fällt ein, kleinschrittiger wäre vielleicht erstmal ein Anruf im SPZ oder du gehst allein hin und lässt dir erklären wie die Diagnostik gemacht wird und ob die Kinder sehr darunter leiden ... . :)_

Ejhemalig*er 0Nutze6r (#x508125)


Ich wer nun so gut es geht antworten. Leider ist mein Computer kaputt und vom Tablet finde ich das tippen echt doof.

Ich höre mir eure Anregungen und Tipps gerne an. Dazu habe ich den Thread und werde auch weiterhin hier schreiben.

Die meisten unter uns sind Eltern und vor allem Mütter. Ich sage vor allem Mütter, weil ich an eure freundlich appelliere. Wir alle haben unser Bauchgefühl und handeln danach. Ihr habt recht, ich habe das Gefühl, dass mit meinem Sohn etwas nicht stimmt. In den letzten Tagen mehr, als je zuvor. Das ich handeln muss, weiß ich auch. Allerdings sagt mir mein Bauchgefühl auch, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Er wird gerade so oft mit Situationen überfordert und weiß sich einfach nicht zu helfen, dass ich ihm den Stress von solchen Situationen in den nächsten Wochen ersparen möchte. Gerade bei Stress reagiert er verschlossener und lässt nur einen ganz kleinen Blick hinter seiner Tür zu. Ich habe einfach Angst, dass wenn er nochmehr Stress ausgesetzt ist, sich die Tür ganz schließt.

Was wir aber mun vereinbart haben, ist ein Termin beim Logopäden. Der soll sich einmal anschauen, ob sein schlechtes kauen muskuläre Ursachen hat, oder ob es ebenfalls ein weiteres Symptom auf der Liste ist.

nVulliL&prieusemut


Mein Hausarzt UND der Kinderarzt haben es leider beim ersten Sohn bis viereinhalb "verschleppt" - zu dem Zeitpunkt hab ich den nötigen Tritt von der Kindergärtnerin bekommen die uns an eine befreundete Logopädin verwiesen hat und diese hat dann die nötigen Schritte eingeleitet. Ich bin den Beiden heute noch dankbar...aber im Diagnosezentrum haben sie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinten nur "warum kommt ihr erst JETZT?"...das hat meinem Buben erst mal die Einschulung gekostet....in eineinhalb Jahren war kaum noch was aufzuholen....

Ich kenne auch eine Mutter, der es so ging. Zwei Jahre verschenkt, bis endlich die richtige Diagnose gestellt wurde - weil der Kinderarzt immer abgewiegelt hat. Letzten Endes hat sie alles getan, um es dem Kind so angenehm und stressfrei wie möglich zu machen, aber der Streß kam dadurch, dass er einfach nicht rechtzeitig angemessen behandelt wurde. Will sagen: Es gab Probleme, die sich u.a. im Kindergarten deutlich zeigten, und dem wurde nur entgegen gewirkt, indem er dann eben nicht hinmusste oder sie ihn begleitet hat usw. Aber letzten Endes gab es dadurch keine Besserung, sondern erst, als die Diagnose erfolgte und dann endlich richtig behandelt wurde.

SYepve}n.oYf.Nixne


Er wird gerade so oft mit Situationen überfordert und weiß sich einfach nicht zu helfen, dass ich ihm den Stress von solchen Situationen in den nächsten Wochen ersparen möchte.

Eine Diagnostik ist kein Streß für das Kind.

Die Hauptarbeit hast sowieso Du, denn die Fragebögen sind teilweise sehr umfangreich und sie sollten nicht nur von Dir, sondern zusätzlich vom Kindergarten ausgefüllt werden.

Und egal, wie die Sache nun ausgehen mag, Deinen Streß können wir Dir hier nehmen, das haben viele von uns schon durchgemacht.

:)_

M\oni8ka6x5


Aber letzten Endes gab es dadurch keine Besserung, sondern erst, als die Diagnose erfolgte und dann endlich richtig behandelt wurde.

Und wie hat die ausgesehen?

n{ulli:&prpixesemut


Die Behandlung? Die läuft ja immer noch, Logopädie und Sitzungen beim Psychotherapeuten, soviel ich weiß. Es handelte sich hier allerdings um ein traumarisiertes Kind, wo man die Ursache kannte. Nur gab es eben zwei Jahre lang keine definitive Diagnose, nur ein Abwarten des Arztes.

MXonikja65


Das Wichtigste bei Autismus ist die "Behandlung" der Eltern. Man muss eine Einstellung dazu finden, da kann man ich beraten lassen, zum Beispiel bei "Hilfe für das autistische Kind", obwohl es eigentlich die Eltern sind, die Hilfe brauchen. Autismus selber ist in dem Sinne nicht behandelbar und häufig es ist auch gar nicht nötig. Mittlerweile gibt es auch Firmen, die besonders Autisten (nicht jede Art) einstellen, weil sie auch besondere Fähigkeiten oft haben. Man sollte von dem Gedanken weg kommen, dass es eine Krankheit oder Behinderung ist, wobei natürlich die Auswirkungen in unserer Gesellschaft sich häufig als behindernd darstellen.

Und angesichts der Verhaltensweisen des Kindes, um dass es hier geht, Wette ich um alles, dass er keine klare Diagnose bekommen wird. Was man abklären könnte, wären körperliche Urachen, habe ich damals aber auch nicht gemacht, weil das wirklich extrem belastend war.

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