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Ist Er ein Autist? Begleitet mich auf meinen Weg

E+hemal_igerY Nutzepr (#5p08125)


Ralph. Wie du aus vorhergehenden Posts lesen kannst, haben wir den Bogen abgeschickt.

Ich glaube langsam eher, dass ich an allem schuld bin. Das er wegen mir nicht spricht. Ich bin so wütend auf mich selbst

E#hemali[ger Nutzer" (#508x125)


In gefährlichen Situationen passiert es mir immer wieder, dass ich laut werde. Wenn er auf die Straße rennt, einen heißen Topf vom Herd zieht oder einfach aus die Haustür geht. Ich habe immer und überall Angst, dass ihm was passiert. Ich bin andauernd angespannt und das er in solchen Situationen nicht reagiert macht es noch schlimmer. Eben wollte er einen heißen Topf vom Herd ziehen. Zum gefühlt 100sten mal. Auf nein reagiert er nicht. Er merkt dass es heiß ist aber da ist es oft schon zu spät. Und dann werde ich laut. Zu laut. Er denkt wahrscheinlich dass ich ihn nicht liebe. Aber genau das ist es ja. Ich werde so laut weil ich ihn liebe und Angst um ihn habe. Wie gehe ich mit solche Situationen richtig um?

YzEl ectrxa


Ich finde es völlig falsch HolliWood Ratschläge für den Umgang mit Autisten zu geben. Herrgott, wir wissen gar nicht, ob HolliWoods Sohn tatsächlich autistisch ist! Es muss ein Arzt diese Diagnose stellen, andernfalls könnte eventuell eine körperliche Ursache für sein Verhalten übersehen werden. Es kann sein, dass er autistisch ist, aber das kann hier wirklich niemand sagen.

Als ich vor zwei Wochen bei einer Kinderärztin im Praktikum war hat ein Vater erzählt, sein Sohn habe vor kurzem eine Blutvergiftung gehabt. Bei der Ärztin haben natürlich sofort die Alarmglocken geläutet, aber sie konnte sich nicht daran erinnern. Bei der Durchsicht der Akten stellte sich jedoch heraus, dass das Kind eine Schürfung am Knie hatte und die Lymphknoten in der Leiste deshalb leicht geschwollen waren. Das ist aber komplett harmlos und bestimmt keine Blutvergiftung. Was ich damit sagen will... Als Laie mit medizinischen Diagnosen zu hantieren ist schlicht fahrlässig. Meine Mutter unterrichtet an einem Gymnasium und berichtet mir von ihren Schülern "der und der ist Autist, und sein Vater gleich auch noch, das wundert mich ja nicht!" Das kann ja durchaus sein, aber es können auch etliche andere Dinge sein, und einfach einem Kind ohne Abklärungen den Stempel "Autist" aufdrücken wird keinem Kind gerecht.

w;inte3rsonnxe 01


Für die Situation mit den heißen Töpfen habe ich einen rein praktischen Rat. Lass ihn nicht mehr in die Küche, wenn du kochst. Wenn er mal einen Topf runterzieht, kann das bei einem so kleinen Kerl echt lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen.

Da ich zwei so kleine hatte, die auch ständig irgenwo rumwuselten, war mir das mit dem kochen auch zu gefährlich.

Ich hatte son ein Gitter, was man in der Tür klemmen kann. Da standen sie dann und hatten direkten Kontakt zu mir... sie haben sch sehr schnell dran gewöhnt, eben nicht an den Herd zu dürfen oder eben in die Küche, wenn Töpfe auf dem Herd standen.

Als Mutter kann man schnell und unproblematisch über ein solches Gitter steigen.

Tür eben immer abschließen und draußen muss er immer an der Hand gehen. Musste meiner auch, nachdem er mal auf die Strasse gelaufen ist und ich super erschrocken war. (da habe ich übrigens auch laut mit ihm geschimpft)

Einfach alle gefährlichen Situationen ausschalten und nicht vom ihm verlangen, dass er vernünftig ist ;-) ...dafür ist er vielleicht einfach noch zu klein ":/

d?an~ae8x7


Sowas hat meine Große auch immer gemacht. Die hab ich wahlweise raus verfrachtet oder zur Seite gestellt. Du könntest auch seine Hand nehmen und hinhalten damit er merkt das es heiß wird und dann sagen "Aua, heiß, nicht anfassen." Vielleicht kann er es im direkten Körperkontakt besser fokussieren.

Pm\scjhbixest


Er reagiert nicht, wenn du ihn ansprichst?

Hört er denn gut? Bei mir hat man leider erst mit 5 Jahren festgestellt,

dass ich sehr schlecht höre.

Eahemaliger N/utzer (##5081x25)


Er reagiert nicht immer und wirkt sehr sehr oft abwesend.

Mein Mann und ich haben gestern Abend nochmal überlegt und zusammengefasst, welche "Symptome " unübersehbar sind.

Sprachlicher Rückgang, der noch immer anhält

Er isst/kaut ganz schlecht

Er trinkt ganz schlecht

Er schläft sehr schlecht

Das sind die Symptome, die man nicht bestreiten kann. Der Rest, den man so beobachtet und von anderen kommt, könnte man in Frage stelle. Am Montag sind wir nochmal beim KIA und sprechen den sprachlichen Rückgang an und wollen eine Überweisung für den Logopäden bekommen, dass der da mal drauf schaut.

MOonqikxa65


Typisch für Autismus ist ein Rückgang bei der Sprache eher nicht, sondern es gibt ganz spezifische Besonderheiten beim Spracherwerb. Vielleicht sollten da doch erstmal alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden.

dnanTae8x7


Ich finde auch das ein Logopäde eine gute Wahl wäre.

M8onikia}65


Ist sicher, dass keine Epilepsie beteiligt ist? Rückgang von Fähigkeiten kenne ich aus den Lebenläufen von Behinderten, häufig als Folge von Epilepsie. Jedenfalls wäre meiner Meinung nach eine körperliche Untersuchung, auch wenn sie für ihn belastend sind, erst mal vorrangig.

MCisc6htjechZnixk


Die Symptome haben mit Autismus erst mal nichts zu tun.

Das war früher eine Diagnose ,die bei einem von 1000 (noch nicht mal) vorkam und eine Entwicklungsstörung.

Autist auf Gymnasium ist schon mal ein Widerspruch in sich.

Diese Diagnose wird wie ADHS einfach genutzt um das "Projekt Wunderkind" ,wie kürzlich der Spiegel schrieb, weiter durchsetzen zu können.

Mit veränderten Prüfungssituationen etc.

Am besten ist noch die Kombi Asperger und ADS inkl Ritalin zur Leistungsverbesserung (criecharlie).

Das ist der ultimative Widerspruch.

Es gibt einen Arzt, der in der FAZ ("wo die wilden Kerle wohnten" ) mal ganz genau die diagnostische Sensitivität der Instrumente klar offen bewertet hat. Jeder der die Diagnose will, bekommt sie.

So läuft das heute.

Richtiger (klassischer) Autismus ist die ultimative Entwicklungsstörung und diese Kinder wurden früher dann gesondert betreut, da sie nichts sagen konnten.

Der Asperger-Wahn entstammt dem Optimierungswahn moderner Eltern. Hoffnung, dass ein paar Michelangelos dabei sind etc.

cwriec^haIrlxie


Am besten ist noch die Kombi Asperger und ADS inkl Ritalin zur Leistungsverbesserung (criecharlie).

du hast echt nen Knall bzw. wenig Ahnung von der sozialen Wirklichkeit eines Asperger-Schulkindes, welches nicht auf den Kopf gefallen ist. Woher kommt nur Deine ganze Wut?

M4ongika6x5


du hast echt nen Knall

Kann man so sagen.

c>ri$echCarlixe


Es geht doch nicht um "Verbesserung", sondern überhaupt zu Zugang zu einer solchen. Und dann pendelt es sich halt iwo ein, bei manchen auf dem Gym, bei manchen auf der Realschule/Mittelschule.... solange keine geistige Behinderung dabei ist, kann und darf auch ein Asperger die Schullaufbahn passend zu seinen kognitiven Fähigkeiten nutzen. Dass er eine Wahrnehmungsstörung hat, spielt doch dabei eine untergeordnete Rolle, wenn man diese Komponente durch Nachteilsausgleich und/oder Ritalin ausgleichen kann. Du lehnst Dich da echt weit aus dem Fenster, oder dürfen Kurzsichtige keine Brillen tragen, Rheumatiker keine Krücken nutzen, Diabetiker keine Medis nehmen?

cCrtiechWadrlixe


Der Asperger-Wahn entstammt dem Optimierungswahn moderner Eltern. Hoffnung, dass ein paar Michelangelos dabei sind etc.

Ehrlich gesagt betrachte ich den Asperger eher als Hürde, die man halt gezwungenermaßen erklimmen muß. Machbar, aber sehr anstrengend. Und auch auf das "Michelangelo"- Gen kann man gerne verzichten, ist aber in Kombi mit Aspeger/ADS von Vorteil, weil höhere geistige Fähigkeiten bei der Hilfe der Bewältigung der Einschränkungen hilfreich sind; Durch den Asperger bekomt Kind nur ein Viertel mit, mit Ritalin kommen wir dann auf die Hälfte - aber durch seine Intelligenz reicht ihm das, um eine normale Schule zu besuchen.

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