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Ist Er ein Autist? Begleitet mich auf meinen Weg

E*hemlaligerZ Nutzer( b(#50i81}25)


Weil mit dem Kinderarzt abgesprochen ist, etwas zu warten, um sein stresslevel nicht noch mehr anheben zu lassen. Die Erzieher geben schon wirklich ihr bestes. Allerdings ist es ja nicht so, dass er laut los schreit wenn ihn jemand bedrängt. Er wird ganz leise und irgendwann wenn es zu viel wird weint er. Das kann dann aber in einem völlig anderen Zusammenhang für die Erzieher sein, bzw können die es nicht erkennen, dass er deswegen weint.

Es ist einfach auch echt schwierig das alles zusammenzuführen. Sie sagen es war ein guter Tag, wenn er im garten spielt, etwas gegessen hat und sich wickeln lies. Ich finde nur, dass es bei der Art und weise etwas besser sein könnte für ihn. Im garten spielt er zum Beispiel für sich alleine, mit einer Schaufel im Sand und macht keinen pieps. Beim Essen kaut er noch immer nicht richtig oder isst erst garnichz. Es ist den Erziehern nicht aufgefallen, dass er mir am Freitag sein Frühstück erstmal in die Hand gespuckt hat, welches er die ganze Zeit im Mund hatte. Der Mund war so voll, dass er garnicht hätte sprechen können. Auf ein Erzieher kommen aber auch rund 5 Kinder. Nur geschieht gerade das, wovor ich etwas Angst hatte. Er geht unter dort.

kXrilxle2


Im garten spielt er zum Beispiel für sich alleine, mit einer Schaufel im Sand und macht keinen pieps.

Du hast geschrieben, dass er es nicht mag, von den anderen Kindern angefasst zu werden und ihm der Kindergartenalltag mit Rangeleien usw. zu viel ist. In dem Fall ist es doch eigentlich ein sehr, sehr gutes Zeichen, wenn er trotzdem mitten unter Kindern bleibt und für sich spielt! Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass er sich mit der Zeit an den Kindergartentrubel gewöhnt und sich vielleicht mehr öffnen kann. Für den Moment ist das doch schon sehr viel, was er da schafft. Es gibt Kinder die den ganzen Vormittag an der Seite ihrer Erzieherin stehen und keine Schritt alleine machen, mit niemanden reden, etc. Von daher finde ich das vorerst total okay, dass er alleine spielt.

Beim Essen kaut er noch immer nicht richtig oder isst erst garnichz. Es ist den Erziehern nicht aufgefallen, dass er mir am Freitag sein Frühstück erstmal in die Hand gespuckt hat, welches er die ganze Zeit im Mund hatte.

Das wiederum geht, finde ich, gar nicht. Muss er denn essen? Kannst du mit den Erziehern absprechen, dass er zwar mit am Frühstückstisch sitzt, aber nichts essen muss? Unser Sohn ist deutlich älter als deiner (7), aber im Kindergarten oder jetzt in der Schule zu essen, geht überhaupt nicht wobei das Thema bei ihm generell sehr schwierig ist und wir haben dann auch abgemacht, dass es für ihn kein Muss ist. Auf das mit am Tisch sitzen haben sowohl wir, als auch die Erzieher aber bestanden und das finde ich auch sehr wichtig.

Nur geschieht gerade das, wovor ich etwas Angst hatte. Er geht unter dort.

Lass das nicht zu und gib auch den Erziehern noch ein wenig Zeit. Ich finde es immer wichtig, dass man im Gespräch bleibt und unsere Erzieherin war, genauso wie jetzt die Lehrerin, immer dankbar, wenn WIR Vorschläge gemacht haben, wie man unseren Sohn besser unterstützen kann. Du weißt am besten, was in bestimmten Situationen problematisch für ihn ist und ihm dann helfen könnte. Könntet ihr zum Beispiel ein Zeichen verabreden und einüben, mit denen er den Erziehern mitteilen kann, wenn ihn ein Kind nicht in Frieden lässt und ärgert?

EXhemalige:r NYutzer (k#5V0812x5)


Könntet ihr zum Beispiel ein Zeichen verabreden und einüben, mit denen er den Erziehern mitteilen kann, wenn ihn ein Kind nicht in Frieden lässt und ärgert?

Da ist ja schon das Problem. Er ist michtmal im Ansatz so weit, dass er das auch nur im geringsten vermitteln kann. Sie nehmen ihn schon immer als erstes mit raus, dass er nicht in diesem ganzen umziehstress gerät. Auch Lautstärke macht ihm laut Erzieherin zu schaffen. Das habe ich hier auch schon beobachtet.

k,ril*le2


Vermitteln oder eine Situation erklären muss er in dem Sinn doch gar nicht. Wie wäre es, wenn er in der Hosentasche immer ein Glasnugget oder einen Bauklotz hat, die er im Notfall einem der Erzieher abgibt. Zuhause könnt ihr ihm erklären, dass er das tun soll, wenn er Hilfe braucht, ihn jemand ärgert, etc. Aufgabe der Erzieher ist es dann erstmal ihn sofort aus der Situation rauszunehmen (reicht ja auch erstmal, wenn er eine Weile neben der Erzieherin stehen bleiben kann und sich so "sicher" fühlt) und (!) sich einen Überblick zu verschaffen, was ihm gerade zu viel wurde. Ich denke, dass das für sie zu schaffen ist, zu erkennen, was das Problem ist/war.

wHinterso7nnex 01


Das ein Kind mit der Lautstärke im Kindergarten Probleme hat war bei unserem Sohn auch so. Er konnte es auch nicht artikulieren und hat dann aber immer alleine die Situation verlassen...durfte sich auch frei im Haus bewegen.

Die Erzieherin wusste ja darum und hat ihn dann von irgenwo abgeholt...oft aus dem Waschraum, wo er friedlich mit den Wasserhähnen oder so spielte.. dort war es so schön ruhig.

Ich denke nicht, dass du ihm einen Gefallen tust, wenn du ihm aus dem KIndergarten rausnimmst.

Du schreibst er geht dort unter. Das empfindest du als Mutter so, weil es dir im herzen weh tut...

Aber wenn er normal dabei sein kann und eben seinen Weg findet ( zum beispiel erstmal alleine im Sand zu spielen) dann ist das doch schon sehr gut.

Natürlich müssen die Kindergärtnerin auf ihn achten, aber das Kinde rgeärgert werden im Kindergarten ist leider so... soll natülrich kein Dauerzustand sein, aber auch damit lernen sie umzugehen... sich der Situation entziehen, jemand Bescheid sagen, zurückhauen ( ja nicht toll)... aber alles ein Lernprozess und alles wichtig. Das alles geht nicht, wenn du ihn behütet zu Hause lässt. Dann zieht er sich vielmehr in sich zurück.

Übrigens hat unser Shn auch sehr spät gesprochen... sind wohl diese Kinder, vielleicht eine leicht autistische Veranlagung..aber unser hat sich normal entwickelt, ist jetzt groß und einen super guten Weg bisher gemeistert.

Auffällig war bei ihm auch immer, dass er von sich aus wenig Kontakt zu anderen gesucht hat, ihn aber später schon geduldet hat... unglücklch war er nie, auch sehr interessant..für ihn war immer alles gut so wie es ist. (villeicht ist das bei deinem auch so und nur dir tut es weh?)

War bei seiner Schwester, die sehr sozial war eher anders, die litt dann schon eher unter Rumzickereien etc.. wie Mädels so sind.

TEOTF0U


Hallo Herr Tofu, du hast ja deinen Weg auch hier hin gefunden :)

kennst mich doch :-) :)_

EThemealiger N^utze%r (#508x125)


Das stimmt. Dann machen sie es sich gemütlich hier. :)_

EqheGmavligerh yNutzer~ (#5081525x)


Zubettgehen bei uns heute. Er ist auf dem Sofa in seinem Zimmer eingeschlafen, nachdem er fein und säuberlich die "was ist was" Bücher in einer Reihe auf dem Fußboden ausgelegt hatte. Beim Essen zu Mittag war diesesmal auch eine Reihe von Hotwheels Autos dabei, natürlich fein und säuberlich in reih und Glied angeordnet. Alle mit den Scheinwerfern nach vorne gerichtet. Auch wenn mir sowas sorgen macht, so ist es dennoch wirklich interessant das zu beobachten.

k=rfillex2


Was daran macht dir denn Sorgen?

wvintVers,onne x01


na das sortieren, hintereinander aufstellen, ordnen.... das machen schon Autisten gerne. ":/

Aber nicht nur diese, liebe TE, mein Neffe hat das jahrelang gespielt...lange Autoschlangen an der Tankstelle und immer eins nach dem anderen vorgerückt.

Ich glaube einzelne Merkmale kann man so nicht bewerten.

E>hemaoliger7 Nutze!r (#52x8611)


Wäre es denn wirklich SO schlimm, wenn er Autist wäre?

k#rBilVlxe2


Ich glaube einzelne Merkmale kann man so nicht bewerten.

Genau darum geht es. Es ist nicht bedenklich, wenn ein Kind Autos in Reih und Glied aufstellt und generell Wert auf Ordnung und Systeme legt. Es ist auch nicht bedenklich, wenn ein Kind lieber alleine als mit anderen spielt.

Ich finde es gut, dass die TE aufmerksam ist und ihr Kind beobachtet, aber Autismus ist nicht die Summe einzelner isolierter Verhaltensweisen, die auffällig und besonders sind. Da steckt weitaus mehr hinter.

Liebe TE, versteh mich nicht falsch! Ich finde es ganz, ganz toll, dass du die Besonderheiten und Auffälligkeiten von eurem Sohn auf dem Schirm hast, aber wenn deine Sorgen so groß sind, würde ich mich für eine ordentliche Diagnostik einsetzen. Das Kind ist zwar wirklich noch sehr jung, vielleicht fast zu jung, und ich persönlich sehe das beschriebene Verhalten in einem Rahmen, der noch viel, viel Spielraum für eine Entwicklung in alle erdenklichen Richtungen zulässt, aber ich weiß nicht, ob es euch gut tut, wenn jede Handlung von ihm sorgenvoll und mit allerlei Hintergedanken betrachtet wird.

Sorry für die ehrlichen und vielleicht harten Worte! @:)

khrillxe2


Wäre es denn wirklich SO schlimm, wenn er Autist wäre?

Man muss sich vielleicht vor Augen halten, dass eine Diagnose eigentlich rein gar nichts ändert. Das Kind verhält sich mit Diagnose nicht anders als ohne. Bei uns war es insofern eine Erleichterung, weil wir mit Förder- und Therapiemaßnahmen gezielter arbeiten konnten. Wir als Eltern hätten die ärztliche Bestätigung nicht unbedingt gebraucht, aber am Ende ist es schon gut.

Im Umfeld wurde es unterm Strich einfacher, weil die Toleranz und das Verständnis wächst. Viele Reaktionen im Bekanntenkreis gingen in Richtung: "Ach, so ist das also! Okay!", sie konnten besser einordnen, warum unser Sohn sich verhalt, wie er sich eben verhält. Nur vereinzelt wurden wir bis jetzt auch mit Vorurteilen konfrontiert, weil manche Menschen durch Medien (?) ein scheinbar sehr genaues Bild von "dem Autisten" haben. Dass Autismus aber etwas sehr individuelles ist und von Kind zu Kind (Mensch zu Mensch) ganz verschiedene Ausprägungen haben kann, vergessen sie dabei.

cxriecUhaUrlie


War bei uns auch genauso wie bei Krille oben.

Wir waren froh:

endlich was in der Hand.

Er war froh:

endlich eine Erklärung für seine ständig gefühlte Andersartigkeit.

Die Umgebung wurde weicher,

weil:

ach so. Bis dahin hatten wir nämlich schon längst den Stempel der schlechtesten Eltern der Welt, weil wir unseren Sohn nicht erzogen haben.

Jluno=-Sopxhia


Hallo,

auch bei mir war die Diagnose eine Erlösung. Endlich gab es eine Erklärung für das zuvor Unerklärbare und eine ganze Reihe von Aha-Erlebnissen.

Im Nachhinein wäre es eine große Hilfe gewesen, wenn es schon früher einen Namen dafür gegeben hätte, auch wenn dieses natürlich nichts am Verhalten geändert hätte.

Zu Kindergartenzeiten ist der Benefit einer Diagnose wohl vor allem auf Seiten der Eltern, denn ein Kind interessiert nicht, wie Erwachsene diese oder jene Variante des Verhaltens bezeichnen. Doch wenn man zu begreifen beginnt, wenn man die Unterschiede zu anderen feststellt, dann hilft es sehr.

Ein weiterer Vorteil einer Diagnose ist, dass sich andere Hilfsmöglichkeiten eröffnen, wenn es gewünscht ist!

Im Umfeld wurde es unterm Strich einfacher, weil die Toleranz und das Verständnis wächst. Viele Reaktionen im Bekanntenkreis gingen in Richtung: "Ach, so ist das also! Okay!", sie konnten besser einordnen

Dieses erlebte ich auch so!

Warum ängstigt dich der Verdacht, dass dein Sohn Autist sein könnte?

Liebe Grüße,

Juno

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