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Buskind verträgt Busfahren nicht- und nun?

M%alibu> Baxy


Man kann sich beispielsweise überlegen ob die Kleine sich gegenüber der Großen zurückgesetzt fühlt und sich vielleicht auch unbewusst immer wieder in die Situation "krankes Kind" begeben muss um versorgt zu werden und sich eurer Liebe versichert zu fühlen oder ob etwas anderes dahinter steckt. Und dann kann man sich gemeinsam überlegen was die Rolle der Eltern ist, wie ihr reagiert und was das auslösen kann. Und dann an Veränderungen arbeiten. Wie kann sie sich eurer Liebe vielleicht auch so sicher sein?

Busfahren kann ja auch Symbolcharakter haben. "Wenn ich Busfahren kann bin ich ein großes Mädchen und muss von Mama weg in die unsichere Welt. Woher weiß ich dass sie mich noch liebt, wenn ich groß und weg bin und woher weiß ich, dass Mama ohne mich nicht traurig ist? "

Es ist erstaunlich, was so in Kinderköpfen vorgeht.

FNlamec:hxen79


Oh je,das klingt alles so dramatisch :-/ ich hoffe ja nicht ,dass sich mein Kind mit solchen Gedanken rumplagen muss. :°( das würde mich unheimlich treffen

J?unge Be*rgfee


Stichwort Psychologe: hatte sie als Kind mal ein traumatisches Erlebnis, das das hervorrufen könnte? Zb, dass sie von jemand im öffi angek***wurde?

F,lakmech'enN7h9


nein, nicht dass ich wüsste :-/

bEeetl`ejuicex21


also ich mag ja Küchenpsychologie, aber ich glaub jetzt wird etwas übertrieben.

Sie hat es doch auch MIT den Eltern in einem PKW, und das schon immer ... nichts mit "ich muss allein in die große weite Welt" ;-)

Es gibt da tatsächlich organische Gründe bzw Gleichgewichtsprobleme oder etwas anderes im Innenohr. Nicht alles ist nicht verpackter Trennungsschmerz (dann hätte sie es ja auch nur wenn sie allein wo hin muss das kam ja noch gar nicht vor)

C7hanwcBe00x7


also ich mag ja Küchenpsychologie, aber ich glaub jetzt wird etwas übertrieben.

Sehe ich auch so. Arg weit hergeholt.

h:ag-itys{jxa


hm, ich kann dir nur bedingt hoffnung machen.

ich war immer eines der kinder, die nur mit tüte bus und auto fahren konnten. auch karussels, alles, was sich unnatürlich bewegte, war garant für übelkeit.

meine mutter es so gelöst, dass ich halt immer ne dichte tüte mit dabei hatte - auch auf klassenfahrt und ausflügen, denn die reise-dragees usw kamen grundsätzlich immer mit raus.

verwachsen hat sich das größtenteils am ende der pubertät. die stickige luft im bus, unruhiges fahren und irgendwelche fahrgeschäfte werde ich wohl nie lieben, aber die normale nutzung öffentlicher verkehrsmittel funktioniert einwandfrei.

übrigens hatte ich in der klasse immer noch mindestens eine weitere person mit denselben problemen. so selten ist das bei kindern nicht.

mehr tipps als ganz vorne neben den fahrer setzen, im auto fenster auf machen während der fahrt und nie nach unten, sondern immer schön nach oben schauen, kann ich dir leider auch nicht geben.

BBana;naBxlue


Zugegeben ich habe mir nicht alle Seite durchgelesen.

Ich hatte als Kind genau das gleiche Problem wie deine Tochter.

Auf einer Fahrt in den Urlaub hab ich 5 mal gekotzt (immer in eine Tüte - ich war da schon Profi)

Auch ich wollte dann immer ein Mittel haben das mir hilft und irgendwie hat es das dann auch mal mehr mal weniger getan. Irgendwann hat meine Mama mich reingelegt und mir ein Placebo gegeben. Sie meinte, die haben etwas am Geschmack verändert - aussehen tat es genauso und tata gleicher Erfolg. Es war bei mir also eine Mischung aus "ja mir wird wirklich leicht übel" und dem Gedanken, "gleich wird mir übel". Ich bin ins Auto gestiegen und wußte schon, oh oh...gleich gehts los. Das gleiche war auch im Bus.

Auch heute wird mir noch leicht übel. Daher gibt es einige Tricks die mir helfen. Zb sitze ich im Flugzeug und in Bussen nie am Fenster sondern immer am Gang. Dann kann ich in die weite gucken und das hilft mir extrem. Außerdem ist es immer ganz wichtig dass ich kalte Luft habe. Heißt im Flugzeug dreh ich diese Lüftungsdinger komplett auf und friere lieber als dass mir zu warm wird. Im Bus hab ich son coolen Taschen-Ventilator dabei. Mir hilft das extrem.

Auf ein Boot traue ich mich noch nicht und auch Achterbahnen und Karussells fallen für mich aus.

Bei mir wurde es aber immer besser je länger mir nicht übel wurde. Je mehr habe ich Sicherheit bekommen, dass wenn ich in ein Auto / Bus einsteige mir nicht zwingend übel werden wird.

Das ist auch jetzt noch so. Wenn ich fliege und mir wird dann trotz allen Tricks wegen viel Schaukelei mal übel, geh ich beim nächsten mal schon so ":/ in den Flieger und hab Angst das passiert diesmal wieder.

Alles Gute für deine Kleine. Ganz wichtig ist, immer nach vorne gucken nicht zur Seite oder nach unten.

MTali?bu Bxay


Ich hab ja nicht gesagt, dass es Trennungsschmerz sein MUSS. Aber oft ist das Verhalten der Eltern in Situationen wo es den Kindern schlecht wird ein Verstärker für die Kinder. Man kümmert sich, ist besorgt, es gibt extra Zuwendung etc. Das ist ja auch eine Art Konditionierung. Und das kann man sich schonmal ansehen.

bCeetlecju4icex21


Richtig, in anderen Fällen mag das passen. Aber nicht bei der TE und ihrer Schilderung mit den Problemen umzugehen.

wEint6ersonne( 01


Was mir und meiner Schwester als Kotzekinder ;-) sehr geholfen hat, war das meine Mutter mit uns im Auot immer durchgehen die ganze Fahrt Lieder gesungen hat. Wahrscheinlich waren wir dadurch gut abgelenkt.

Mein Bruder guckte nur immer peinlich berührt aaus dem Fenster, wenn dann sogar mein Vater lauthals mitsang %-| . Ein schöner Nebeneffekt war, dass wir wirklich alle deutschen Volkslieder komplett mit allen Strophen kannten. :-D

Meine Mutter meinte ja auch immer, dass wir uns nur reinsteigerten. Dieses Veranlagung aber, dass einem beim Fahren schlecht wird, ist aber objektiv vorhanden (ich kann auch heute nicht hinten sitzen im Auto)

Vielleicht hilft deiner Tochter ein mp3 Player, mit dem sie sich schöne Lieder anhören kann, abgelenkt ist und eventuell auch leise mitsummen kann.

F4lamrecheDnx79


Vielleicht hilft deiner Tochter ein mp3 Player, mit dem sie sich schöne Lieder anhören kann, abgelenkt ist und eventuell auch leise mitsummen kann.

daran dachte ich auch schon und werd ihr wohl einen zulegen.

Was mir und meiner Schwester als Kotzekinder ;-) sehr geholfen hat, war das meine Mutter mit uns im Auot immer durchgehen die ganze Fahrt Lieder gesungen hat. Wahrscheinlich waren wir dadurch gut abgelenkt.

ja genau das machen wir auch....also wir singen keine Volkslieder aber wir mache CD mit Kinderlieder an und singen dann alle lauthals mit. Unser morgendliches Ritual bis zur Kita...im Moment trällern wir Weihnachtslieder.

Oder wir spielen "Autozählen" ...(jetzt zählen wir mal 5 rote Autos...dann 10 blaue....dann 3 weiße...usw. Macht sich auf Autobahnen besonders gut.

Heute morgen fragte sie mich, was sie eigentlich machen soll, wenn sie dann im Schulbus mal Hunger bekommt. ;-D Also scheint sie sich doch schon innerlich mit dem Busfahren zu beschäftigen und da scheint die "Problematik essen" wichtiger zu sein, als Übelkeit. Eigentlich doch ein gutes Zeichen oder? :-D :-/

J.ung.e BvergVfee


Find ich schon!

wVin'tersKon|ne 0x1


genau, klingt gut...!

übrigens Autokennzeichen, wo kommen die alle her... war bei uns auch beliebt ;-)

G/elinlileDin


Ich war wie gesagt auch ein Auto-Kotz-Kind und bin nach wie vor ein Auto/Bus-Kotz-Mensch. Such Ablenkung hilft nicht. Bei manchen ist das einfach so.

Mit den Kennzeichen kann man auch super Sätze bilden.

Das war bei mir als Kind immer sehr beliebt.

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