» »

Kind 9 Jahre hat angst vor den tot :(

sYchmuse"backe28 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich habe ein kleines problem mit meinem 9 jährigen Sohn. Seit ca 3 Wochen kann er nicht mehr schlafen. Er träumt von geistern und vom Tot. Er träumt oft das jemand stirbt den er liebt ( seine Brüder, ich) er hat nichts im fernsehen gesehen außer Kinder Sendungen, es ist niemand krank bei uns, es hat sich nichts geändert. Ich rede viel mit ihm. Er fängt ganz plötzlich tagsüber an zu weinen und sagt er muss immer weinen weil er an Geister und an den tot denkt. Er möchte das man ihn seine Gedanken daran weg nimmt :( ich komm mir so hilflos vor und wollte nun einen kinder Psychologen aufsuchen. Kennt jemand solch ein plötzliches verhalten? Ist der Psychologe der richtige Schritt? Sollt ich vorab zum Kinderarzt? Ich weiß einfach nicht weiter. In der schule ist auch nichts vorgefallen

Antworten
EDhemaliHg=er 3Nutzer! (#x52x8611)


Mhm... ganz sicher, dass er nichts mitbekommen hat irgendwo her?

Freunde zb?

Ist ein Haustier verstorben?

M(X,oTne


Hast ihn mal darauf Angesprochen ob er mit Freunden oder Klassenkameraden über das Thema geredet hat und ihm irgendwer nen Floh ins Ohr gesetzt hat?

Ein Kinderpsychologe ist sicherlich der Richtige Schritt wenn die Thematik schon ca. 3 Wochen besteht, er brauch ja eig. seinen Schlaf damit er genug Energie für die Schule und co. tankt und sofern der kleine nicht aus seiner Gedankenwelt fliehen kann wird das Thema wohl präsent bleiben ..

Du kannst vorab natürlich erstmal den Kinderarzt befragen, vielleicht weiß er Rat.

Meine Schwester hatte damals mal etwas ähnliches, damals hat sie irgendwo ein Gespräch über Geister mitbekommen, das jemand erzählt hat sie glaubt es würd bei ihr Spuken.

Ab da fühlte sich meine Schwester dann "beobachtet" und hatte dann auch Angst, wollte nicht mehr allein Schlafen und sowas.

Das hat sich dann aber meistens paar Tage später gelegt durch viel Ablenkung.

Du könntest versuchen deinen Sohn Geistig zu fördern, such mal ein Thema raus dass ihn sehr Interessiert. Kaufe Bücher oder Filme dbzgl. und baller ihn wirklich zu mit dem Thema damit er möglichst positive Gedanken im Kopf hat.

Und auch wenns in dem Alter nicht mehr so "cool" ist: Kauf ein lustiges / witziges / schönes Buch und lies ihm vor dem Schlafen gehen darauß vor. Wichtig sind: Positive Gedanken.

F1lamemchenx79


Hab dir Ne pn geschickt.

S*ilbecrmaondauge


Abgesehen von den genannten Tipps:seid ihr gläubig, könnte ein Gespräch mit dem Pfarrer helfen ? Oder ihr redet mit ihm, was er meint, was wohl nach dem Tod passiert, dass es auch ein Leben danach gibt(irgendwie)

L\auneqbeexr


@ schmusebacke28

Ich hätte auch eine Idee um herauszufinden woher er die Gedanken her hat, lass deinen Sohn doch ein paar Bilder malen. So kann er sich auf seiner kindlichen Art, damit auseinandersetzen und du hast die Möglichkeit mit ihm direkt darüber zu reden.

Du kannst natürlich auch erst mit einem Kinderarzt oder Kinderpsychologen reden, was man in solch einem Fall tut.

Ich denke auch, dass der kleine irgendwo bei Freunden oder Klassenkameraden etwas aufgeschnappt hat. Woher sollte er es sonnst her haben? ...

Cxhiance0x07


@ Schmusebacke

Erste Notfallmaßnahme (für die Mama): Tief durchatmen und ruhig bleiben. ;-)

Ganz ernsthaft. Lass Dich davon jetzt bitte nicht anstecken. Das ist der größte Gefallen, den Du derzeit Deinem Kind tun kannst, um ihm die Angst zu nehmen.

So ziemlich jedes Kind hat irgendwann mal eine Phase, in der es sich verstärkt mit dem Sterben und dem Tod beschäftigt. Und je nach Empfindlichkeit und Alter vom Kind (aber natürlich auch nach Auslöser dieser Gedanken) fällt diese Auseinandersetzung mehr oder weniger intensiv aus.

Wie ist Dein Sohn sonst so? Auch eher ängstlich und zurückhaltend und nah am Wasser gebaut? Oder ist sein Verhalten für ihn ganz untypisch?

Auch nicht unwichtig: Wie gehst Du mit Stress um? Dein Sohn braucht jetzt vor allem eins in seiner Angst - den Mamafels (Papafels) in der Brandung, der ihm zeigt, dass alles in bester Ordnung ist - alles wie immer - keine Gefahr.

Ich rede viel mit ihm. Er fängt ganz plötzlich tagsüber an zu weinen und sagt er muss immer weinen weil er an Geister und an den tot denkt. Er möchte das man ihn seine Gedanken daran weg nimmt :(

Dann mach das. Stück für Stück. :-)

Was sagst Du ihm dann? Kann es sein, dass er Deine Hilflosigkeit bemerkt und dies seine Angst verstärkt?

Mit ihm zu malen und ihn sich damit ausdrücken zu lassen, finde ich eine gute Idee, falls er malen mag. Darüber sprechen würde ich nur, wenn er das Thema von selbst wählt. Dann aber darauf achten, nicht überbesorgt zu sein. Ihn ernst nehmen, ohne dabei aufgeregt zu sein oder Dich von seiner Trauer anstecken zu lassen, wäre gut.

Wenn ihr euch zusammen bewusst mit dem Thema auseinandersetzt - ohne es zum tagesfüllenden Thema zu machen! - kann er vielleicht darüber seine Angst abbauen.

Schaut euch ruhig gemeinsam "seine" Geister an. Ich würde denken, es hilft, ihn da ernst zu nehmen und das nicht durch "Geister gibt es nicht" o.ä. abzutun. Frag ihn doch mal, warum er glaubt, wenn es Geister gibt, dass diese so böse sein müssen? ;-) Gibt einige Filme mit netten Geistern (Zeichentrick - Caspar o.ä.), die vielleicht diese Verknüpfung bei ihm ein wenig lockern könnten bzw. umwandeln. Wenn es euch gelingt, den Geistern den Schrecken zu nehmen, wärt ihr einen großen Schritt weiter.

Er träumt von geistern und vom Tot. Er träumt oft das jemand stirbt den er liebt ( seine Brüder, ich)

Sieht abgesehen von den Geistern nach verklausulierter Verlustangst aus. Der Tod ist nun mal der größte Verlust, den er sich momentan vorstellen kann.

Solche Ängste kann man Kindern nicht ausreden. Und zu einem Teil - wenn man mal ganz ehrlich ist - sind sie ja gar nicht soo unberechtigt. Und sei die Gefahr auch noch so klein, sie ist da.

Angst möchte uns nichts Böses. Ist sogar ein wichtiger Signalgeber, um uns zu schützen. Aber sie kann sich eben auch mal irren oder übertreiben. Vielleicht kannst Du das Deinem Sohn so erklären, damit er nicht auch noch Angst vor der Angst bekommt.

sCofabJßkartMoffel


Ich war noch jünger, als diese Angst bei mir ausbrach.

Vermutlich geschah das bei mir, weil meines Vaters Leben auf der Kippe stand, als ich 2 Jahre alt war.

Von da an hatte ich auch Angst vor dem Tod und jammerte ständig über dieses Thema.

Hilfe bekam ich da nicht. Beendet wurde diese Angst (vorerst - für die nächsten Jahre), als ich meinen Vater fragte, ob es, wenn ich groß bin, eine Pille gegen das Sterben gäbe und er das bejahte. Er war genervt und wußte keine andere Antwort. Ich glaube diesem -Ja- und das Thema war für mich dann erstmal durch.

s\ofasüyßkartQoCffel


glaube = glaubte muß es natürlich heißen

dfanaPe8x7


Hatte meine Tochter auch. Ich durfte das Haus nicht mehr verlassen weil iich ja sterben und nie wieder kommen könnte. Die ist nun vier. Bei uns hat das Buch "So wie du bist" weiter geholfen weil da am Ende in Aussicht gestellt wird das man zwar selber sterben kann, aber Liebe in einem weiter strahlt und bleibt. Ich fand auch "Der Fuchs und der Tod" sehr schön, aber dafür schien sie mir noch zu klein und das andere hatte sie ganz intuitiv in der Bibliothek selbst rausgegriffen.

Eine Weile war es ständig Thema, da hat dann auch immer jemand bei ihr geschlafen, aber nach dem Buch wurde es schnell besser. Sie findet das immer noch erschreckend, aber die Idee das man damit neuen Leuten Platz macht und das Liebe bleibt, immer, hat ihr sehr geholfen es zu akzeptieren.

sEchmLus\ebackse28


Hallo und danke für die antworten

Mein sohn malt viel und gerne allerdings macht er immer nur fussball Plätze :/ er hat es auch immer wieder nur Phasen weise mal ist 2 Tage Ruhe dann geht es wieder los

Er durfte dann bei uns schlafen und auch bei seinem kleinen Bruder da War alles gut . Wenn er allein schläft möchte er Licht an lassen was wir auch tun

In der schule ist alles super er ist klassenbester und ein 1er Schüler er ist sehr beliebt. Er ist oft bei seinem besten Freund und dieser ist auch oft hiet vielleicht War da mal was. Eigentlich zeig ich ihm nicht das ich hilflos bin rede viel mit ihm drüber wenn er wieder damit anfängt mal sieht er Geister die auf sein Schreibtisch sitzen mal träumt er vom Tot vor 2 Tagen verlor im Traum sein Bruder den Kopf :(

snchmusYebackxe28


Haustier ist auch nicht gestorben :(

s.chmuAsebac?ke2x8


Ach ja, und mein Sohn ist eigentlich ziemlich selbstbewusst hatte noch nie vor irgendwas angst

Im Juli lag ich 1 Woche im Krankenhaus und wurde operiert vielleicht hängt es damit zusammen ? Aber das erklärt die Geister nicht :(

I\ngeffaerra


Zumindest die Angst vor Geistern solltet ihr ihm nehmen können, indem ihr ihm ganz ehrlich sagt, dass es keine Geister gibt.

w[aldlDaeufexr


Dein Beitrag erinnert mich daran, wie ich irgendwann in der Grundschule ebenfalls eine massive Angst vor dem Tod entwickelte, die sich vor Allem in Albträumen und Schwierigkeiten zu schlafen äußerte. Meine Uroma starb, als ich sieben war. Vielleicht war das ja ein Auslöser bei mir, wer weiß.Schön,Schön, dass dein Sohn mit seinen Ängsten zu dir kommt und deine Hilfe sucht. Ich habe mich damals nicht getraut, meine Ängste Mama und Papa anzuvertrauen.

Meine Familie ist nicht so wirklich religiös, aber ich wurde mit christlichen Werten erzogen und war von klein auf im Kindergottesdienst and Glauben herangeführt. Über die Angst vor dem Tod, was bei mir eine Angst vor dem Ungewissen war meine ich, fing ich an mir selbst Gedanken über Gott und Glauben zu machen. Ich kam für mich zu dem Schluss, dass es für mich nur einen Gott gibt, der gut ist. Wenn es also diese gute Kraft irgendwo oder überall gibt und diese über das irdische Leben hinaus wirkt, kann alles - wenn denn "danach" etwas kommt-, dass danach kommt nur von diesem Guten durchwirkt sein. Und wenn in dem "danach" Gott wirkt, den ich ja "kenne", ist der Tod also nichts Unbekanntes mehr und wenn er denn etwas ist, dann etwas Gutes. Ich brauchte also keine Angst mehr zu haben.

Entschuldige, falls das etwas wirr klingt, aber das waren damals so meine Gedankengänge. Je nach dem wie reif dein Sohn mit neun Jahren ist, kann man mit ihm sicher schon über solche Dinge mit ihm sprechen. Für dein nächsten Gespräch möchte ich dir noch dieses Zitat von Leo Tolstoi auf den Weg geben: Wenn das Leben gut ist - und der Tod gehört zum Leben dazu -, dann kann der Tod nichts Schlechtes sein.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kinder- und Jugendmedizin oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Säuglinge · Kinderwunsch · Sternenkinder · Kinder nach Geburtsmonaten


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH