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Kind 9 Jahre hat angst vor den tot :(

aakamDaxlak


Meine Kinder hatten das auch. Aber unterschiedlich stark. Ich habe damals von einem Freund erfahren, dass es in der Entwicklung von Kindern irgendwann so ist, dass sie den Tod "lernen" müssen.

Bei uns war das aber durch den Tod einer Tante ausgelöst.

Wenn bei Euch in letzter Zeit niemand verstorben ist, könnte es sein, dass dein SOhn diesen Entwicklungsschritt jetzt einfach gebraucht hat

Sgchmid4txi70


Kenne ich von meiner Tochter auch, ich weiß nicht mehr, wie alt sie war, als das ganz extrem war. Einmal stand sie gerade unter der Dusche und bekam eine richtige Panikattacke..Fing plötzlich an zu weinen und zu schreien..."Mama, ich habe gerade so ne Angst". War fürchterlich, aber da half nur, fest in den Arm nehmen und reden...Man kann ja auch nicht sagen "Nein, Du musst nicht sterben"...

Sie hatte bis zu dem Zeitpunkt noch gar keine Erfahrung mit dem Verlust nahestehender Personen, sie hatte einfach Angst vor dem Ende, dem Nicht-mehr-da-sein.

Mit der Zeit hat sich das aber gelegt. Irgendwann kam sie nur noch ab und an, das sie "gerade wieder an den Tod gedacht habe", heute (mit fast 15) ist das Thema vom Tisch. Es ist nicht ihr Lieblingsgesprächsthema, aber man muss das Thema auch nicht meiden.

Ich glaube auch, dass das zur Entwicklung dazu gehört und bei den Kindern ganz unterschiedlich ausgeprägt ist. Wie später auch bei den Erwachsenen, da gibt es ja auch viele Fäden hier zu. ;-)

Ich erinnere mich, dass ich als kleines Mädchen auch Angst hatte. Mein Bruder ärgerte mich irgendwann so damit "Dann bist Du tot und bist nicht mehr da!", dass ich so in Tränen aufgelöst war, dass meine Oma dachte, er hätte mich verprügelt...

Kinderarzt/Kinderpsychologen würde ich zuziehen, wenn es ganz extrem wird und den Alltag überschattet... :)*

DoieFücLhsJin80


Als ich ein Kind war und mir im Alter von ca. 6 Jahren bewußt wurde das jeder mal sterben muss fand ich das auch furchterregend.

Meine Mutter hat mir erklärt das dies der lauf des Lebens ist usw. fand ich auch nicht wirklich beruhigend :-) .

Hab mir damals vorgenommen es halt anders zu machen und mich einfach geweigert zu sterben, jawohl.

Hat ein paar Jahre so gehalten.

Bis mir wiederum bewußt wurde das es wohl nicht getan ist sich dem tod einfach zu verweigern.

Mir hat es geholfen ganz offen über meine Ängste zu reden, hab mich rumgefragt wie so meine anderen Verwandten zum Thema Tod stehen.

Viele gingen davon aus das etwas anderes kommen könnte, oder auch nicht.

Mit meinen Kindern rede ich schon recht früh darüber, es soll einfach etwas selbstverständliches sein, was es ja auch ist.

Kinder vor dem Thema abzuschotten ist nicht so gut, meiner meinung nach.

Früher oder später wird man damit konfontiert.

Ein neunjähriges Kind bekomt doch sicher mal die Nachrichten mit, sei es aus dem Radio, dem TV oder aus der Zeitung.

Andere Kinder unterhalten sich und schließlich weist man selbst doch oft genug hin das es bei überqueren der Straße aufpassen muss.

Gewisse Gefahren erkennen sie in dem Alter doch schon längst.

Ich würde daher raten das Thema nicht zu dramatisieren, es dennoch ernst nehmen und wenn redebedarf ist darüber zu sprechen.

dtanxae87


Ich erinnere mich das es mich kurz vor meinem zehnten Geburstag plötzlich überfallen hat. Wie ein Schlag in die Magengrube. Der Auslöser war der Geburstag. Ich stand unter einer uralten Eiche und mir wurde mit einem Schlag klar das ich erstens schon ein Jahrzehnt rum habe und zweitens lange vor dem Baum sterben würde. (Gut, er wurde gefällt inzwischen, aber darum gings ja nicht.) Das hat mich einfach umgehauen und es hat ein paar Wochen gebraucht bis ich das sortiert hatte. Hab mich nach einem ersten Versuch aber auch nicht mehr getraut jemanden drauf anzusprechen, mir wurde nämlich gesagt ich sei schlicht ein albernes Huhn wenn ich mir in meinem zarten Alter da einen Kopf mache.

D~ieFü|chsUin80


Ich hab ständig gefragt ;-D , hab mir keine Gedanken gemacht ob ich ein verrücktes Huhn war.

Fand die verschiedene Ansichten total interessant, vor allem aber weil jeder andere hatte.

d4an8ae8x7


Na ja, meine Ma hat mich ausgelacht und mir gesagt ich sei lächerlich, sie solle sich viel mehr Sorgen darum machen. Danach wollte ich lieber nicht mehr, hatte Angst noch mehr Lacher zu ernten. ;-)

D<ieFü%chs2in8x0


danae87

Ja, das ist natürlich doof wenn man als Kind mit seinen Ängsten nicht ernst genommen wird.

Ich mußte sicherlich auch schon einige mal über diverse Ängste meiner Kinder schmunzeln, hab es aber nicht gezeigt.

Du weißt schon, Monster unterm Bett, ein Geist im Schrank oder die böse Pflanze mit ihren Tentakeln.

Aber der Tod , das ist schon so ne Sache.

Als mir dann aber auch noch gesagt wurde das All sei grenzenlos :-o , darüber denk ich heut noch nach |-o .

d aniae8x7


Das ja aber auch falsch. Es ist sehr sehr groß, aber nicht grenzenlos. Allerdings sollte man besser nicht darüber nicht nachdenken was dann wohl aussen rum ist und wo das wohl endet... ;-)

J3uli/-Sofnnex_


Vom Religionsunterricht kann er es auch nicht haben. Der Tod von Jesus oder demjenigen, den er zum Leben erweckt hat. Könnte auch zum heiligen Geist passen?

Mein 5jähriger hat zur Zeit Angst vor Geistern. Sobald es dunkel wird, traut er sich alleine nirgends mehr hin. Später kam heraus, dass meine Mutter ihm "Caspar" gezeigt hat und sie dachte, das würde ihm eine Freude machen, weil er ja lachte.

Vielleicht verarbeitet dein Sohn da irgendetwas. Mit 9 Jahren kann es gut möglich sein, dass er sich damit beschäftigt.

UltaE4A5


Schmusebacke

Auch wenn es nicht leicht ist: Es ist nur eine Phase, die ich auch von meinen beiden Mädels nur zu gut kenne.

Das wichtigste: Zeig Dich ihm gegenüber souverän, das hilft ihm sicher am meisten.

Es geht vorbei! :)*

DfieFü'chsin8"0


danae87

Pah, solange keiner nachgesehen hat bleibt es für mich grenzenlos ;-) .

dHanTae8x7


;-D ;-D Aber selbst das Universum stirbt. Es fällt ja zusammen, lässt sich irgendwie ja messen, mittels des Abstands der Sterne oder so. Nicht das es mich in meiner Lebenszeit noch tangieren wird, oder irgendwen, unsere Sonne stirbt wohl eh vorher, aber spannend finde ich das doch. :-D

U;ta4x5


OT:

(Gut, er wurde gefällt inzwischen, aber darum gings ja nicht.)

;-D ;-D ;-D

DsieFüchEsin8x0


danae87

Jaja, das weiß ich doch alles. Bei den be....enen Fernsehprogramm schau ich mir doch desöfteren Schlau-TV auf gewissen, weniger populären Sendern an. ;-D

Um mein bescheidenes Wissen zu pimpen.

In ein paar Jährchen gibt es ohnehin wieder neue Erkenntnisse, Theorien und was immer...

Sehr schön dazu ist der Kinderfilm "Horten hört ein Hu". :=o

R2alphB_HxH


Die Gedanken an den Tod hat jedes Kind irgendwann, bei dem einen kommt das früher, beim anderen später. Ich denke, mit 9 Jahren ist das Kind in der Lage, da normal drüber zu reden. Man kann dem Kind in Ruhe erklären, dass nichts ewig währt, dass der Tod normal ist. Sicher hat das Kind auch schon mal ein totes Tier gesehen und weiss, was tot bedeutet.

Die Gläubigen unter den Eltern haben die Möglichkeit, dem Kind etwas vom Paradies, dem Leben nach dem Tod, den Himmel, das Leben als Engel oder was immer zu erzählen. Das macht das ganze ein Stück weit weniger bedrohlich.

Und dann kann man mal ganz objektiv gucken, wie alt denn so die Leute werden. Lebt Oma noch? Wie alt ist die? Opa? Mama, Papa? Der Bruder? Die Chance, dass Mama und Papa und vor allem der Bruder noch eine ganze Weile leben sind ja nicht eben klein. Vermutlich kommt dann beim nächsten Besuch von Oma+Opa die Aussage, dass die beiden ja bald sterben, aber das ist ja auch nicht ganz verkehrt. Wichtig ist, dass die Kinder lernen zu begreifen, dass der Tod nach einem langen erfüllten Leben dazugehört und nichts schlimmes ist. Wie viele alte Leute heissen den Tod willkommen, weil sie müde sind vom Leben.

Das hat natürlich alles eine ganz andere Relevanz, wenn jemand akut durch Krankheit vor dem Tod steht oder ein Unfall passiert. Aber ich denke auf einen möglichen Unfall kann und muss man niemanden vorbereiten.

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