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6-jährige dauernd Bauch- und Kopfschmerzen

m*uhkuxh2k


Ernährungstagebuch würde ich auch empfehlen. low-FODMAP wäre vielleicht für den Anfang ganz interessant.

Bei einem Erwachsenen würde ich eine Ausschlussdiät empfehlen (also am Anfang nur Kartoffeln und Reis für eine Woche und dann langsam Lebensmittel dazu nehmen).

Wie hat es damit denn angefangen? Nicht zufälligerweise nach einer Antibiotikabehandlung einer schweren Grippe oder sowas?

P&lqad~dex1


Transglutaminase <0,3 U/ml (<7 negativ)

IgA Referenzbereich 0.83-2.17 g/L, sie hatte 0.52 g/L, also erniedrigt...

Was noch in den Blutbildern verändert war:

Eisen Referenz 60-180, war 24

Transferrinsättigung Referenz 16-45, war 6.9

Natrium Referenz 136-146, war 135

Blutsenkung Referenz 6-11, war 12

CRP Referenz <0.5, war 0.8

Und PTT ist als zu niedrig markiert mit 22.6

P1ladxde1


@ muhkuh

Das kann ich gar nicht sagen... Sie war schon immer viel krank, sie kam 4 Wochen zu früh auf die Welt und hatte als Baby schon oft Bronchitis...

KMleiBne2Hexex21


Also mit der Transglutinase und den IgA AK wurde zöliakie ausgeschlossen. Die transglutinase müsste so 10mal höher als der Referenz-Cut, damit man von einer Zöli ausgehen könnte.

Wurden denn IgG AKs auch gemacht?

Der Ferritinwert ist extrem niedrig, kein Wunder, dass sie so Eisenmangel hat. Das macht übrigens auch sehr krankheitsanfällig. Allerdings ist es bei so niedrigem Eisenspeicher nicht mit ein paar Tabletten getan. Da muss man schon ordentlich über einen längeren Zeitraum mit Kontrollen dazwischen behandeln.

Dass der crp erhöht ist, wundert mich nicht, wenn sie so geschwollene Lymphknoten hat. Da ist ja irgend ne Entzündung im Gange.

Die PTT ist meines Wissens nur relevant wenn sie verlängert ist ??? Also kannst du das vernachlässigen.

P_lZa|ddxe1


Das habe ich eben gelesen:

"Eine Glutenunverträglichkeit geht nicht selten mit einem IgA-Mangel einher. Für die Diagnose ist das problematisch: Ist die Gesamtmenge an Antikörpern zu niedrig, können Antikörper gegen die Transglutaminase oder das Endomysium bei einer Blutuntersuchung gar nicht oder nur schwer nachgewiesen werden. Ärzte bezeichnen dies als ein falsch-negatives Testergebnis. Damit ist gemeint, dass fälschlicherweise Entwarnung gegeben wird, obwohl eigentlich die typischen Zöliakieantikörper im Blut vorhanden sind."

Dann ist eine Zöliakie eigentlich nicht wirklich ausgeschlossen, oder? Würde das nicht auch den doch recht ausgeprägten Eisenmangel erklären?

KdleikneHexe2x1


Dieser Mangel an IgA Antikörpern betrifft Ca. 2% der Zöliakiepatienten. Man kann jetzt natürlich nicht wissen ob deine Tochter dazu gehört.

Wurde denn IgG gemacht? Das macht man bei einem IgA Mangel normal mit.

Ja, der Eiaenmangel und auch das Untergewicht, sowie die Bauchschmerzen könnten durch eine Zöliakie verursacht werden.

Wächst sie denn richtig? Ist sie eher klein?

m(uyhkXuh2k


Nichts für ungut, aber der einzige zuverlässige Test um Nahrungsmittelunverträglichkeiten auszuschließen ist die entsprechenden Sachen wegzulassen und zu schauen ob es besser wird. Ist auch deutlich angenehmer ;-)

mduIhkuxh2k


Und bei Gluten auch nicht wirklich schwer. Erst recht nicht wenn der Leidensdruck groß genug ist.

AKpymrenxa


es besteht auch häufig gar kein erkennbarer Zusammenhang zum essen.

Laborwerte können nur eine Richtung oder einen Anhaltspunkt geben, da sie sehr oft falsch oder unzuverlässig sind. Das einzige, was taugt ist, es in der Ernährung auszuprobieren. Mindestens drei Wochen konsequent.

Einen Zusammenhang zum Essen festzustellen, ist nicht leicht, denn er kommt oft zu verzögerten Reaktionen. D.h. dir geht es z.B. am dritten Tag schlecht und zwei Tage vorher war nichts.

mduhkuQh2k


Kann ich so aus eigener Erfahrung bestätigen.

P%ro,bono


Liebe Pladde,

Das klingt alles andere als "gesund" und "normal". Und es klingt so, als seist du eher in kleinstädtischen Praxen und Krankenhäusern unterwegs gewesen? Eiterklumpen in den Nebenhöhlen und die geschwollenen Lymphknoten könnten auch ein Hinweis darauf sein, dass sie bei all ihren Infekten nicht richtig behandelt wurde und sich da schon irgendwas chronifiziert hat. Die Vorschläge nach weiteren Abklärungen sind genau richtig, zumal wenn deine Schwester tatsächlich unter Lupus leidet. Vielleicht solltest du auch den KiA wechseln, falls das seit Jahren der gleiche ist? Mir fällt ansonsten noch die Möglichkeit einer Stoffwechselerkrankung ein. In Münster sitzen dafür die Experten.

Toi toi toi, dass es bald eine undramatische Erklärung für alles gibt!

P[lqaBddex1


Moin!

Auf Anweisung des Arztes haben wir jetzt 4 Wochen konsequent auf Weizen und Gluten verzichtet. Meiner Kleinen geht es prima und sie hat fast 2 Kilo zugenommen, endlich weg vom Untergewicht. Keine Kopfschmerzen, keine Bauchschmerzen, normale Verdauung. Generell isst sie mehr und wirkt fitter.

Meine große und ich lagen sogar zwischenzeitlich mit Grippe im Bett und die einzige, die gesund blieb war meine dauerkranke kleine ;-D

Mittwoch haben wir wieder Termin beim Arzt um zu besprechen was sich mit der Diät verändert hat. Es scheint ja tatsächlich irgendwas mit Weizen oder Gluten im Busch zu sein. Würdet ihr in dem Fall doch eine Magenspiegelung zur Diagnostik empfehlen? Ich würde ihr das ja gerne ersparen aber andererseits hätte man evtl endlich eine sichere Diagnose?

Gruß,

Pladde

AFufD+er|Arb(eixt


Ich finde die deutliche Besserung in der kurzen Zeit aufgrund der Ernährungsumstellung ist ziemlich eindeutig.

Ehrlich gesagt würde ich keine Magenspiegelung machen, die Untersuchung ist ganz schön fies... wobei ich denke das ein kleines Kind vermutlich eh unter Nakose gesetzt würde... ein weiterer Grund es nicht zu machen.

Ich würde weiter bei der Weizen und Glutenfreien Ernährung bleiben und erstmal abwarten. Bisher entwickelt es sich doch super positiv!

PuladWde1


Ich bin auch richtig glücklich darüber |-o

Vielleicht stellt der doc ja auch so eine Diagnose...

A^py:rena


Würdet ihr in dem Fall doch eine Magenspiegelung zur Diagnostik empfehlen? Ich würde ihr das ja gerne ersparen aber andererseits hätte man evtl endlich eine sichere Diagnose?

Warum eine Magenspiegelung?

Eine Magenspiegelung gäbe vermutlich auch keine brauchbare Diagnose. Für Gluten benötigt man eine Darmspiegelung, um die Darmzotten anzuschauen. Die sind verändert, wenn es eine länger bestehende Zöliakie ist. Sollte es "nur" eine Glutensensivität sein, sieht man an den Zotten aber gar nichts. Da hilft nur das, was ihr macht: Weglassen und sehen, ob es besser wird.

Solche Untersuchungen (egal welche) geben höchstens einen zusätzlichen Hinweis, aber nur, wenn man Glück hat.

Ich würde das auch nicht machen lassen.

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