» »

Was ist los mit meinem Kind?

Hgonig"topxf hat die Diskussion gestartet


Ein freundliches "Hallo" an alle da draußen *:)

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich hier richtig bin, aber es betrifft mein Kind und ich denke da probiere ich es einfach mal hier .

Wir haben bis jetzt schon einiges an Wegen hinter uns und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll ... ebenso hoffe ich nichts zu vergessen und einen Roman möchte ich eigentlich auch nicht schreiben.

Also dann starte ich gleich mit den wichtigsten Daten:

- meine Tochter wird im April 5 Jahre

- sie ist ein Integrationskind im Kindergarten, seit Februar 2015

- wir sind mit ihr in der Frühförderstelle (wo sie erstmalig im Dezember 2014 getestet wurde, dann im Juli 2015 und nun Ende Februar 2016 wieder)

Dignosen für den Integrationsplatz sind:

- allgemeine Entwicklungsverzögerung

- rezeptiv-expressive Srachentwicklungsstörung

- Entwicklungsstörung der Grobmotorik

- Entwicklungsstörung der Fein und Graphomotorik

- Strabismus convergens

Im sozial-emotionalen Bereich fiel sie bisher eher nur leicht auf, indem sie sich einfach in Konfliktsituationen schnell zurückzog und dort Hilfestellung von einem Erwachsenen brauchte.

Da sie nun demnächst wieder in der Frühförderstelle getestet wird (Logopädie, Physiotherapie und diesem "tollen" Intelligenztest), musste die Heilpädagogin in der Kita einen Beobachtungsbogen ausfüllen. Diesen haben wir auch mit ihr besprochen und können nur bestätigen was darin steht.

Jedoch ist uns mit Schrecken aufgefallen, dass sie sich wohl immer mehr "abkapselt". Sie spielt mehr für sich allein und nicht mit anderen Kindern, nur mit einem Mädchen aus der Gruppe hat sie engen Kontakt und spielt mit ihr (ist das Mädchen mal nicht in der Kita kann sie kaum bis gar nicht ins Spiel finden). Sie weint sehr schnell, bei Konflikten zieht sie sich nach wie vor schnell zurück.

Zu Hause ist sie seit ein paar Wochen auch lieber für sich in ihrem Zimmer und kann da stundenlang mit ihrem Playmobil spielen.

Es geht gerade soweit, dass sie zu ihrem Geburtstag im April noch nicht einmal Kinder einladen möchte (was jetzt an sich nichts schlimmes ist, nur letztes Jahr fand sie es noch ganz toll und freute sich bis vor ein paar Wochen noch auf ihren 5. Geburtstag mit Kindern).

Ich finde diese Entwicklung irgendwie komisch und weiß gerade nicht in welche Richtung das gehen kann ":/

Habt ihr vielleicht auch schonmal so eine Veränderung bei euren Kindern erlebt und könnt berichten? Oder ist das normal in einer gewissen Art und ich mache mir nur zu sehr einen Kopf um nichts? ??? :-/

Desweiteren steht noch in dem Beobachtungsbogen dass sie immer noch ständig ihre Spielorte wechselt, Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer sehr kurz sind, ihre Sprachentwicklung immer noch sehr verzögert ist und oft undeutlich und ein verschobenes Schmerzempfinden ist auch aufgefallen.

Über Antworten wäre ich euch wirklich sehr dankbar, denn ich bin gerade total verzweifelt!

Liebe grüße

Honigtopf

Antworten
B'abyyso)nnenscxhein


Habt ihr Euch mal an eine Autismusbulanz gewandt?

HJonigtoxpf


Nein ... daran habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht :-o

E1lafoRemitch081D5


Ich weiß nicht ob ich der richtige für einen Ratschlag bin, aber...

Man kann jetzt die grobe Kelle auspacken und das Stichwort "Autismus" in den Raum werfen.

Auf der anderen Seite kann man ganz allgemeine Dinge ansprechen. In wie weit wird sie zu Hause gefördert/erzogen?

- Wird ihr mal ein Buch/eine Geschichte vorgelesen?

- Werden Dinge von ihr verlangt wie Zimmer aufräumen, Spielsachen wegräumen, Tisch decken, oder andere kleinere Aufgaben im Haushalt?

- Wie konsequent wird reagiert wenn sie "keinen Bock" hat?

- Gibt es ein Strafe/Belohnung System?

- Malen, Basteln, herum toben, generell Abwechlung usw. gegeben?

- Wird ihr auch mal ein Wusch einfach so erfüllt?

- Gibt es Hobbys oder andere Dinge die ihr Spaß machen und sei es nur für kurze Zeit?

Keine Ahnung... ähh, Filly Pferde? Und wie heißt das? Lovely Loom Gummibänder Bastelzeugs, uvm?

Viele stehen auch auf Drachenzähmen.

- Wird viel Fernsehen geguckt und wenn ja was?

- Werden Karten- oder Brettspiele gespielt?

- Gibt es auch mal Besuch von Freunden/Freundinnen?

EblafR!eimich(081u5


- Wird mal ein Kuchen mit ihr zusammen gebacken? ;-D

- Gibt es auch mal Diskussionen bei denen sie eine Chance hat zu gewinnen?

Ähm, damit möchte ich natürlich nicht behaupten das du das Kind vor dem Fernseher parkst und sich so Sprache, Motorik und Sozialverhalten nicht entwickeln kann! Aber du hast nichts vom Alltag erzählt.

Ich kenne mich mit Autismus nicht aus! Aber ein erstes Zeichen soll wohl Probleme mit Augenkontakt sein und Konzentrationsprobleme bzw. ist man schnell abgelenkt und bekommt nicht mit was man von einem will.

C`ryxo


Du hast eine PM von mir.

H@on6ikgtopf


Wir lesen ihr fast jeden Tag Bücher vor. Diese wechseln auch immer mal wieder, denn wir leihen sie mit ihr aus der Bücherei aus. Das liebt sie auch und fordert es ein.

Mit diversen Sachen die von ihr verlangt werden (Tisch morgens decken und abräumen, sich alleine anziehen, Zimmer abends aufräumen) ist es sehr schwierig. Wir müssen aus allem eine Art "Spiel" machen, weil sie sonst weit mehr als bockig ist. Sie fängt schnell an zu weinen, zu schreien und sich total zu verweigern.

Raus gehen wir auch fast täglich, und wenn es nur in den Garten ist. Das fand sie bisher auch immer toll ... und wir merken sowieso irgendwann dass sie sich draußen bewegen muss, da sie sonst im Haus kaum mehr zu halten ist. Dann flitzt sie nur noch herum und fängt an richtig unruhig zu werden. Ich denke aber, dass liegt in der kindlichen Natur ...Kinder müssen sich einfach bewegen und brauchen Platz. Bei ihrem Bruder (er ist 17 Monate) ist das nicht anders.

Wenn sie lust hat basteln oder malen wir. Das kommt allerdings eher selten vor, da es für sie sehr anstrengend ist z.B. etwas auszuschneiden oder den Stift so zu halten, dass man auch malen kann.

Brettspiele oder Puzzle mag sie auch, wobei es da eher für uns anstrengend ist als Eltern ... sie lässt sich sehr leicht ablenken und wir müssen sie immer wieder zurück zur Sache holen.

Ich habe hier auch den Bambino Lük mit diversen Heften zur Förderung der Konzentration usw., den macht sie auch gerne ... aber wie bei allem geht da meist nur eine Übung und dann geht es einfach nicht mehr.

Besuch von ihrer einzigen Freundin gibt es zwischendurch, ansonsten kam da eher nicht mehr zustande.

So ein Hobby wie oben beschrieben ... sie mag Pferde bzw. reiten sehr, sie hört sehr gerne Hörgeschichten von Pippi Langstrumpf, Bibi Blocksberg oder Benjamin Blümchen ;-D Aber mit Filly Pferden, Barbie oder gar irgendwas zum Basteln hat sie nichts am Hut. Sie spielt am liebsten mit Playmobil, ihrer Küche oder ihrem Arztkoffer.

Mit ihrem Bruder "spielt" sie eher selten, weil sie ihn wie eine Puppe benutzt und wir ständig einschreiten müssen :-/

Belohnungssystem ...bei uns gab es schon einige wie z.B. beim sauber werden nach jedem großen Geschäft ein Gummibärchen, wenn sie sich alleine Schuhe, Jacke usw. auszieht/anzieht auch was kleines zum Naschen

Fernsehen darf sie mal abends schauen ... bzw. eher DVD (wir haben so keinen Fernseher ;-D ) und dann schaut sie Conny, Biene Maja, Heidi, Urmel aus dem Eis, Jim Knopf oder sowas.

Also mal eben einfach so einen Wunsch erfüllen, nein ... das machen wir eher nicht. Sie bekommt manchmal eine Kleinigkeit, wenn sie toll bei der Sehschule mitgemacht hat oder generell bei Ärzten. Und "mal eben so Wünsche erfüllen", dass machen die Großeltern dann und wann.

HioniPgtopxf


Achso und Kuchen gebacken haben wir erst letzten Samstag ... sie hat den Teig gerührt ;-D

Soweit zu unserem Alltag, der nicht aus "ich setz mein Kind vor den Fernseher" besteht ;-D ;-)

lNuci$dane


Was denkst Du denn über Dein Kind? Ich meine, wenn Du mal die Bewertungsbögen ausblendest. Ich find es schlimm, dass die Kinder heutzutage nur noch an ihren Defiziten gemessen werden. Das verunsichert so sehr. Sie kann bestimmt auch etwas besonders gut, oder?

Sie hat doch auch noch Zeit. Mein Sohn hat auch mit einigen Dingen etwas länger gebraucht, An- und Ausziehen war ein Kampf, war motorisch nicht der Stärkste - was haben wir uns verrückt gemacht! Letztendlich wird er dieses Jahr regulär eingeschult, weil er sich noch "ganz normal" entwickelt hat.

Da muss man doch nicht immer gleich nen Autismus an die Wand malen...

H-oEnigtoxpf


Hallo lucidane

einen Autismus hatte ich bislang auch nicht im Kopf muss ich sagen (und werde auch erstmal die weiteren Tests abwarten jetzt in der Frühförderstelle).

Zum einen hast du völlig Recht damit, dass ein Kind schnell an Tests und durch Beobachtungen in eine Schublade gesteckt wird bzw. nur noch auf die Defizite geachtet wird.

Und natürlich sehe ich auch die positiven Sachen bei ihr! Sie kann z.B. schon ohne Stützräder Fahrrad fahren, sie verschlingt förmlich Hörspiele und die von uns vorgelesenen Bücher (kann sie nach mehrmaligem Wiederholen sogar szenenweise genau wiedergeben, wenn man ihre undeutliche Aussprache mal beiseite nimmt), sie probiert im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne neue Dinge aus und Rollenspiele sind bei ihr sehr phantasievoll :-)

Nur sehe ich mein Kind von zwei Seiten ... natürlich die eine Seite was sie alles kann und dann aber eben auch die andere Seite wo sie vielleicht noch Förderung braucht, sie Sachen nicht oder nur zum Teil kann. Und bei all den Sachen, die in dem letzten Beobachtungsbogen drin standen, muss ich (wenn ich ehrlich zu mir selbst bin und sie auch zu Hause beobachte und reflektiere) zustimmen.

Sie hat nun mal eine sehr kurze Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer (was mir immer wieder bei Brettspielen, Puzzlen, malen/basteln, oder eben auch den Aufgaben aus dem Bambino Lük-Kasten auffällt). Und sie weint sehr schnell bei Konflikten, sei es bei anderen Kindern oder auch wenn wir als Eltern einen Konflikt ausfechten.

Ich bzw. mein Freund und ich finden es auch nicht schlimm, wir möchten ihr nur gerne helfen und sie unterstützen und eben auch verstehen warum das so ist.

Es mag sein, dass meine Tochter noch viel Zeit hat, aber deswegen mache ich mir trotzdem Gedanken um ihre jetzige Entwicklung ... dieses plötzliche Zurückziehen muss ja einen Grund haben, denn bis vor Kurzem hat sie das so nicht gemacht. Letztes Jahr haben wir ihren Kindergeburtstag mit 3 weiteren Kindern ihren Alters gefeiert (und sie war happy), sie hat gern auch mit anderen Kindern im Kindergarten gespielt und jetzt auf einmal nicht mehr ...

Das gibt mir schon etwas zu denken.

In welche Richtung auch immer es geht ... wir lieben unser Kind ... wir möchten es nur verstehen und ihr helfen :-/

E3lafReJmich0O815


Frag sie doch warum sie keine anderen Kinder zum Geburtstag einladen möchte.

Eine kleine Anmerkung am Rande sei erlaubt:

Deine Tochter muss nicht "alles" können und sie muss auch nicht in allem "gut" sein. Der Alltag scheint mir völlig normal zu sein und liebevoll. Viel mehr kann man von Eltern wohl nicht erwarten. Von da her waren meine eingangs gestellten Fragen keine Anschuldigungen sondern nur Neugier.

Andere Kinder spielen vielleicht mit Ausdauer Brettspiele. Deine Tochter lässt sich lieber was vorlesen. Andere Kinder basteln gerne irgendeinen "Mist", deine Tochter fährt schon super Fahrrad.

Ich beobachte immer mehr das schon Kinder in enge Bahnen gedrängt werden und wenn nicht alle irgendwie gleich gut/weit entwickelt sind liegt definitiv ein schwerwiegendes Problem vor. Deine Tochter ist dann nicht normal, nicht gesund, entspricht nicht der DIN Norm.

Jeder Mensch ist anders. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich und unterschiedlich schnell und entwickelt unterschiedliche Interessen und Begabungen.

Erst wenn "echte" Probleme auftreten muss man unterstützend eingreifen, auch schon zum Wohle des Kindes. Aber nicht wenn Fritz schon im Kindergarten zuschlägt während Lisa Konflikten lieber aus dem Weg geht.

Was die kürzliche Verhaltensänderung angeht... ähm... wie soll ich mich ausdrücken?

Kann es sein das sie mitbekommen hat das man sich Sorgen um sie macht? Das sie anders behandelt wird wie andere Kinder? Das sie begriffen hat das sie wohl "anders"/schlechter ist als andere Kinder?

waunde%rbar1x5


Honigtopf

Ich kann dir nur von unserem Sohn (wird im Mai 5 ) berichten, dass er zwar unauffällig ist, aber auch seit Wochen den hang dazu hat sich abzukapseln, ihm sind die anderen Kinder zuviel, er spielt lieber alleine und sagt das auch so.

Ich hoffe auf eine Phase, vielleicht ist das bei euch auch so?

M1onikZa65


Ich finde nicht, dass es nach Autismus klingt.

nJull>i&prriesexmut


Vielleicht ist es auch nur so, dass sie die Unterschiede zu den anderen Kindern langsam bewusster wahrnimmt und sich daher etwas zurückzieht. Alles andere, was du beschreibst, sind zum Teil sicher normale Dinge, die aus ihrer Persönlichkeit resultieren (manche Kinder sind eben eher weinerlich), zum anderen aber schon Sachen, wo man jetzt ansetzen MUSS, weil zB mangelnde Aufmerksamkeit schlicht ein Problem in der Schule ist. Tatsächlich ist es sicher schwer, da die Balance zu finden, wo einfach zu viel auf das "nicht-können" geachtet wird. Aber der Zeitrahmen ist nun mal eng und man kann leider tatsächlich Zeit vertrödeln. Ich kenne Beispiele aus Kindergarten und Schule, wo - teils wegen fehlender Diagnose, teils weil man es nicht wahrhaben wollte - die Kinder zu spät richtig gefördert wurden. Ein Junge hat sich zwei Jahre lang durch den Kindergarten gequält, der einfach nicht der richtige für ihn war. Ein anderes Kind wurde in der ersten Klasse so auffällig, dass es die Schule wechseln musste.

Ich hoffe, dass ihr im "Behandlungsdschungel" die richtigen Hilfen bekommt und durchblickt, was wirklich relevant ist für sie und was man vielleicht noch etwas nach hinten schieben kann. Ihr könnt sicher auch etwas zuhause machen. Vielleicht kann die Physiotherapie da noch Tipps geben? Gerade auch für die Sachen, die sie eher verweigert, weil sie die zu anstrengend findet, wie zum Beispiel einen Stift halten.

PClüsch9biexst


Vielleicht hat sie einfach HSP?

Leute mit HSP ziehen sich auch gerne mal zurück, weil ihnen alles zu anstrengend wird und sie ihr Ruhepausen zum auftanken benötigen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kinder- und Jugendmedizin oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Säuglinge · Kinderwunsch · Sternenkinder · Kinder nach Geburtsmonaten


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH