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Dyskalkulie nicht die einzige Baustelle?

s^po'oky7x9 hat die Diskussion gestartet


[[http://www.med1.de/Forum/Kindermedizin/714262/]]

Falls das wer vorher lesen möchte.

Das ist eine Baustelle.

Meine Tochter ist 9 Jahre.Die jüngere Schwester ist 6.

Es geht mir um meine Große, deren Entwicklung mir etwas Sorgen bereitet,und die wohl auch nicht nur durch ihre Dyskalkulie zu erklären ist.

Angefangen hat es eigentlich schon seit ihrer Geburt.

Ob es da wirklich Zusammenhänge gibt, weiß ich nicht, aber vielleicht ja doch.

Eigentlich war sie sehr pflegeleicht,das einzige Problem was wir hatten war das Füttern, stillen hat vorn und hinten nicht geklappt, ein einziges Geschreie,ich gab auf und gab ihr die Flasche, was nicht wirklich was änderte, Stundenlanges füttern, saugen ,schreien,saugen schreien,wir probierten verschiedene Sauger,andere Milch , nichts half.

Als sie 11 Wochen war, stand ich gerädert vorm Kinderarzt und bettelte um Hilfe.

Ich sollte Brei probieren,zwar noch sehr früh, aber ich würde schon merken wenn sie es nicht verträgt.

Ich probierte es, und sie aß, sie aß als ob sie noch nie was anderes getan hätte, als ob sie nur darauf gewartet hat.

Seitdem ist Ruhe beim essen eingekehrt.

In der Zeit bekam sie Craniosacraltherapie wegen einer Schädelabflachung da sie mit dem Kopf nur in eine Richtung schlief.

Die weitere Entwicklung verlief erstmal ohne weitere Auffälligkeiten.

Gelaufen ist sie früh, gesprochen hat sie allerdings erst spät, holte dies aber alles wieder auf.

Ab dem berühmten Trotzalter fing ihr Verhalten auffällig zu werden.

Wutausbrüche waren an der Tagesordnung, allerdings sehr ausgiebig und damals mit Kopf auf den Boden schlagen,heute gegen Möbel treten.

Während dessen war mein Kind durch nichts zu beruhigen, weder in den Arm nehmen,noch ignorieren,ganz selten mal durch Ablenkung ,da mußte ich aber schon sehr vorrauschauend sein.

Auch im Kindergarten fiel sie damit auf, weil einfach niemand wußte wie sie zu beruhigen war, und weil diese Wutanfälle teils sehr lange anhielten.

Desweiteren fiel auf, das sie keine Eigeninitiative im Kindergarten ergriff,sie mußte immer geleitet werden.

Die Erzieherin sagte mir damals , wenn keiner auf sie zugeht und ihr sagt was sie tun könnte oder ihr eine Aufgabe gibt, würde sie nachmittags noch genau an der selben Stelle wie morgens stehen (überspitzt ausgedrückt).

Auch sprach sie sehr wenig, vor Gruppen gar nicht.

Damals sagte ich immer sie sei wohl das einzige Kind im Kindergarten was keinen Spaß hat im Kindergarten Geburtstag zu feiern.

Sie kam damals in die Sprachförderung weil sie beim Delfin 4 Test so gut wie nichts sagte.

Zuhause sprach sie ganz normal.

Nichtsdestotrotz hatte sie 4-5 feste Kindergartenfreunde mit denen sie regelmäßig spielte,und ging auch gerne in den Kindergarten.

Deshalb machten wir uns damals nicht allzugroße Sorgen.

Dann kam der Schuleingang.

Mein Kind freute sich nicht,sie wollte im Kindergarten bleiben.

Ich merkte schon in der 1.Klasse das was nicht stimmte in Mathe, ich lies mich immer wieder belabern, das wächst sich aus. Böser Fehler damals.

Jetzt in der 3. Klasse haben wir Dyskalkulie bescheinigt bekommen. Sie hatte nie eine Chance Mathe zu lernen,sie ist in Mathematik auf dem Stand eines Kindergartenkindes.

Auch in der Schule spricht sie nicht vor der Gruppe.

Desweiteren scheint sie keinerlei Selbstbewußtsein,Selbstwertgefühl zu haben.

Sie scheint immer nur das negative aufzunehmen.

Schon immer hat sie bei dem kleinsten Problem das Handtuch geworfen,schon als Kleinkind.

War der Strich nicht nach ihren Vorstellungen flogen die Stifte durchs Zimmer ein Wutanfall folgte ,ich durfte ihr aber auch nicht zeigen oder helfen es nochmal zu probieren.

Was nicht sofort klappte wurde auch nicht mehr gemacht.

Oft sagt sie auch von vornherein das sie etwas nicht kann, obwohl sie es noch nie probiert hat.

Dies zeigt sich quasi in fast in jedem Lebensbereich.

Vielleicht ein Beispiel:

Duschen oder Baden: Bis zu einem gewissen Alter hat Mama abetrocknet und angezogen, nach und nach überlies ich meinen Töchtern halt gewisse Aufgaben selbst.

Erst war es das Anziehen nach dem Baden,dann das Abtrocknen (bei den Haaren helf ich gerne noch).

Was bei meiner jüngsten wunderbar klappte ,klappt bei meiner großen gar nicht.

Meine Große zieht es vor ,eine 3/4 h schreiend und heulend in der leeren Badewanne zu sitzen und immer wieder laut zu bekunden das sie das nicht kann.

Ja es gab schon Tage , da dachte ich ,gleich klingelt es und die Polizei steht vor der Tür

Sie geht da auch keinerlei Kompromisse ein, z.B. ich helf dir beim Rücken, du machst vorne.

Wenn sie dann doch nach dieser 3/4 h rauskommt und sich angezogen hat,hab ich sie anfangs noch gelobt weil sie sich ja doch prima abgetrocknet und angezogen hat, nur wird dabei irgendwie nie ein Lerneffekt erzielt.

Das Drama wiederholt sich dann wieder beim nächsten und übernächsten mal....

Desweiteren ist mir aufgefallen das sie scheinbar immer noch nicht begriffen hat, das man Menschen mit Worten verletzen kann, oder das man sich auch mal entschuldigen muß.

Freiwillig hat sie sich noch nie entschuldigt.Weiß sie aber das eine Konsequenz folgt auf ihr Verhalten,tut sie es ,aber dann emotionslos dahergesagt.

Auch scheint sie sich schlecht in andere reinversetzen zu können, ich weiß, das ist in dem Alter noch etwas heikel, und ich würde auch nicht erwarten das mein Kind die Gefühlswelt anderer Menschen versteht,es geht da vielleicht mehr um Rücksichtnahme,die ich denke ich von einer 9 jährigen in gewissem Maße erwarten kann.

Ein Beispiel dazu:

Wir haben einen Schrebergarten. Letzten Samstag war Gemeinschaftsarbeit.

Ich habe also meiner Tochter angekündigt das wir an diesem Samstag im Garten sein werden für 1-2 h.

Ich hab ihr gesagt das sie nicht mit muß, das sie auch daheim bleiben kann.

Sie wollte mit, packte sich sogar Sachen ein zum Spielen.Ansonsten haben wir aber auch reichlich Beschäftigung für die Kinder im Garten, Spielplatz , Trampolin, Malsachen,Gartenwerkzeuge für die Kinder,Roller....

Nach ganzen 10 Minuten gings los, mir ist langweilig.

Vorschlag gemacht was sie tun könnte, weitere 10 min später, ich möchte jetzt nach Hause.

Ich zu ihr, wir bleiben hier. Punkt

Das ging dann 20 min gut, wieder ich will nach Hause,jetzt sofort.

Ich erklärte ihr das ich das hier zu Ende bringe weil ich sonst auch Strafe zahlen muß ,und das wir danach fahren, weil das Wetter eh nicht so dolle ist zum dableiben.

Alle 5 min kam sie und herrschte mich an das sie jetzt sofort fahren will.

Als ich dies immer wieder verneinte gings los, ein Wutanfall mit Geschrei , Getobe und Gebrülle.

Ich bin eigentlich recht unempfindlich was das Gerede andere Menschen angeht, aber das war der Punkt wo mir das Verhalten meiner Tochter das erste mal im Leben wirklich peinlich war.

Ich weiß das irgendwas in ihr brodelt, das sie das wahrscheinlich nicht mit Absicht macht, aber ich war so sauer,weil ich einfach auch nicht mehr weiß was ich tun soll.

An diesem Tag zerrte ich sie nur noch ins Auto,schickte sie zu Hause in ihr Zimmer und erteilte das erste mal Haussarrest übers Wochenende,mit der Aufgabe drüber nachzudenken, wie man sich halbwegs angemessen in der Öffentlichkeit verhält mit 9 Jahren.

Weitere Auffälligkeiten:

Klamotten, ja da haben wir uns irgendwie arrangiert, es darf nix drücken, nicht zu eng, nix am Hals, Socken dürfen nicht zu hoch, die Arme müssen genau am Handgelenk enden,keine Kapuzen,Unterwäsche darf nur eine bestimmte Art von Gummi sein.

Es läuft meist auf Leggins und Kleid hinaus, oder locker sitzende Oberteile.

Ich habs auch erst als kleine Macke abgetan, aber ist da irgendwas falsch,geht gar nix mehr , außer komplette Verweigerung , fast schon hysterisches Geschrei.

Die Bettdecke muß immer gerade liegen wenn ich sie zu decke , also jede Ecke der Decke muß in der Ecke des Bettes liegen und die Kanten parallel zur Bettkante.

Spielen: in den Playmobilhäusern stehen alle Möbel an der Wand, nix darf frei im Raum stehen,schon seit Kindergartenalter macht sie das so.

Sie kaut immer Fingernägel,und sie kaut auch sonst sehr viel an, Stifte, ihr Ärmel von den Sachen.

Das sind so Sachen die mir in ihrer Entwicklung aufgefallen sind.

Ja das sind jetzt nur die "negativen" Sachen,naja negativ ist vielleicht ein bißchen zu arg ausgedrückt, ich sag mal Sachen die mir und scheinbar auch ihr das Leben ein bißchen schwerer machen.

Ansonsten ist sie eigentlich ein sehr liebenswertes und irgendwie auch normales Mädchen, was ich sehr sehr liebe.

Und trotzdem hab ich immer das Gefühl das da was anders ist.

Und mittlerweile sagen mir ja auch die Lehrer, das sie nicht mehr wissen wie sie mit ihr umgehen sollen,was sie machen sollen.

Sie ist für mich , obwohl ich ihr Mutter bin , ein Buch mit 7 Siegeln.

Wir werden demnächst nochmals einen Psychologen aufsuchen,aber der Termin dauert noch.

Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Kind, ich mein , will sie nicht umbiegen,sie ist wie sie ist, ich möchte nur einen Weg finden mit ihren unkontrollierten Wutausbrüchen und Weinanfällen umzugehen.

Ärztlicherseits abgeklärt wurde in einem Jugend und Kinderpsychatriezentrum:

AD(H)S- viele Anzeichen ,allerdings nicht in allen Lebensbereichen, Möglichkeit einer ADS besteht trotzdem laut Bericht.

Ansonsten steht nur noch im Bericht das sie wohl nur ein Spätzünder sei, und ich sie die Klasse wiederholen lassen soll,hinsichtlich des Iq Tests (81) und des Mathetests.

Hierzu sei gesagt , das der IQ bei vielen Dyskalkuliekindern erniedrigt ist, weil einfach in den Tests Fragen mit mathematischen Komponenten vorkommen, die ein Dyskalkuliekind kaum bis gar nicht beantworten kann,und damit der IQ gedrückt wird.

In den Noten spiegelt sich dieser IQ bei meiner Tochter eher nicht ab.

Im Gespräch wurde mir mitgeteilt, das man dieses Nicht Reden vor der Gruppe ja nicht therapieren könnte.

Antworten
s`p(ooky\79


Der Kinderarzt würde am liebsten sofort und ohne Diagnose Ritalin verschreiben würde, sie hätte Konzentrationsschwierigkeiten.

Wegen meiner Einwände verschrieb er dann aber nur Ergotherapie (Marburger Konzentrationstraining )

jetzt aber abgebrochen,weil sie da laut Therapeutin nicht hingehört.

Und laut mathematischem Institut kann sie sich sehr wohl sehr gut konzentrieren, da sie ausschleißlich im Kopf zählt im Matheunterricht.

Ansonsten fängt jetzt im April die Dyskalkulietherapie an.

d=anaxe87


Sie klingt überfordert und hilflos. Manche Menschen reagieren auf Überforderung mit Wut.

Offenbar klappt das mit der Regulation von Emotionen bei ihr nicht so gut, es scheint sie reichlich zu überrollen und damit zusammen hängt natürlich auch die Impulskontrolle. Sie will was und wenn sie es nicht haben kann, dann kommen Gefühle denen sie nichts entgegensetzen kann.

Das mit der Decke und mit den Kleidern ist auch so ein Ding. Kinder die verunsichert sind machen sowas um sich sicher zu fühlen. Asperger Autisten zum Beispiel, die sich in unserer Welt so überfordert und verloren fühlen weil ihr Gehirn für etwas anderes gebaut ist, haben viele solcher Rituale um sich Halt und Sicherheit zuschaffen. Aber auch "normale" Kinder deren Eltern sich scheiden lassen entwickeln sowas manchmal um sich Halt zu schaffen.

Ich würde das im größeren Maßstab angehen und in ein SPZ gehen. Die haben da alles auf einem Haufen und können dann im breiteren Rahmen abchecken. Und einen Arzt der ohne richtiges Diagnoseverfahren Ritalin verschreibt würde ich nie wieder aufsuchen. Das halte ich für im höchsten Maße verantwortungslos, denn immerhin greift das Medikament in den Aufbau des Gehirns ein und sollte wirklich nur dann verwendet werden wenn alles andere nicht mehr zieht.

s,poWokyx79


Offenbar klappt das mit der Regulation von Emotionen bei ihr nicht so gut, es scheint sie reichlich zu überrollen und damit zusammen hängt natürlich auch die Impulskontrolle.

ja so kommt es mir vor,und auch von mehreren Lehrerinnen wurde ich darauf angesprochen.

Sie macht komplett dicht und bricht dann da in Tränen aus.Es gab da auch schon mehrere Anrufe ,Nachfragen, mußte sie auch schon abholen.

Es ist immer als ob plötzlich ein Schalter umgelegt wird.

In der ersten Klasse versuchte sie sich auch unangenehmen Situationen zu entziehen in dem sie mehrmals im Unterricht zur Toilette wollte.

Bis die Lehrerin dann nachfragte ob sie ein Blasenproblem hat.

Aber auch "normale" Kinder deren Eltern sich scheiden lassen entwickeln sowas manchmal um sich Halt zu schaffen.

Anfangs dachte ich das es mit dem Tod der Oma zusammenhängt, aber als Ursache kann ich das ausschließen, wenn kommt es nur als Verstärkung in Frage,da das Verhalten ja quasi schon vorher da war.

Was mir noch einfällt, das Verhältnis zu ihrer Schwester ist oft recht angespannt.

Inwieweit das noch normal ist, weiß ich nicht.

Streiten tun sich ja alle Geschwisterkinder.

Die beiden können wunderbar miteinander spielen,genau so wie sie sich gegenseitig die Köppe einhauen können (bildlich gesprochen).

Aber, auch da kommt dieses Extremverhalten bei der Großen durch.

Erst gestern Abend eskalierte das ganze wieder, als ihre Schwester nicht ihre Puppe holen wollte.

Eigentlich nix dramatisches. Die Kleine wollte mit der Puppe der Großen spielen, das sagte die Große zu ihr ok, dann mußt du sie aber selbst holen.

Offenbar war die kleine dann doch zu faul zum aufstehen,und sagte zu ihr , ne ich spiel doch nicht mit der Puppe.

Das reichte für die Große aus um hier ein 1 stündiges Theater vom feinsten zu veranstalten.

Und dann steigert sie sich komplett rein. Ich hasse meine Schwester, sie soll weg, sie selbst findet ihr Zimmer scheiße, weil viel zu klein(sie hat aber das größere Zimmer von beiden). Und das alles schreiend kreischend ,tretend.

Zwischendurch setzt sie sich dann auf den Boden umschließt ihr Beine und schaukelt vor und zurück.

Möchte ich mit ihr reden schreit sie immer nur lass mich,geh ich weg und lasse sie ruft sie Mama.

Ich bin jetzt nicht unbedingt ungeübt mit Wutanfällen, die kleine kann das auch sehr gut, aber zeitlich begrenzt und sie ist auch zugänglich und lässt sich beruhigen.

Bei meiner Großen steh ich seit Jahren wie der Ochs vorm Berg. :-(

Ich würde das im größeren Maßstab angehen und in ein SPZ gehen

Ja der Termin demnächst ist in einem SPZ.

s^p]ookxy79


Was mir noch einfällt,das es kaum möglich ist mit ihr über irgendetwas zu sprechen, sie scheint zwar irgendwie zuzuhören schaut einen hin und wieder an ,fängt aber ganz oft während der andere noch redet, ein völlig anderes Thema an.

Also ganz oft haben wir das Gefühl wir sprechen gegen die Wand.

Das müssen nicht unbedingt wichtige Sachen sein. Manchmal fragt sie mich was , ich versuch ihr das zu erklären oder antworte einfach auf ihre Frage und sie fängt plötzlich an was ganz anderes zu erzählen.

Sie erzählt auch nie von sich aus etwas. Weder damals wenn was im Kindergarten war, noch heute in der Schule.

Ansonsten zeigt sie wenig Interesse an irgendetwas.Alles ist immer langweilig,selbst wenn sie vorher begeistert war.

Wenn sie aber etwas möchte , dann sofort, es gibt da keinen Spielraum.

Bekommt sie nicht sofort was sie möchte, heißt es , sie würde nie was bekommen.

Auf eine Weise wirkt sie sehr schüchtern und zurückhaltend, auf der anderen Seite knallt sie ihren Freundinnnen ihre Meinung mit voller Breitseite ins Gesicht ohne Rücksicht auf Verluste ( das meinte ich oben mit Rücksicht auf Gefühle anderer)

Sie wirkt auf mich manchmal schon sehr egoistisch.

Achso , seit Kindergartenalter reagiert sie sehr empfindlich auf laute Geräusche, damals hielt sie sich die Ohren immer zu und schrie, heute sucht sie das weite.

Viele Menschen sind ihr ein Graus, mit Kinderflohmarkt und Kaufhäusern (selbst da wo s Spielzeug gibt)kann man mein Kind nicht beglücken.

Sie reagiert hysterisch auf jegliche Art von Insekten,sie sitzt z.B. im Garten dann nur da am Tisch wo eine sofortige Fluchtmöglichkeit besteht.

Das sind noch ein paar Dinge die mir eingefallen sind.

PBlüscIhbiesxt


Auch scheint sie sich schlecht in andere reinversetzen zu können, ich weiß, das ist in dem Alter noch etwas heikel, und ich würde auch nicht erwarten das mein Kind die Gefühlswelt anderer Menschen versteht

Es wäre möglich, dass deine Tochter an einer Gefühlsblindheit leidet.

Dass sie an den Gesichtern anderer nicht ablesen kann, wie deren Gefühlszustand ist

und dementsprechend nicht immer der Situation angemessen reagiert.

SounfrlEowerI_73


Nur kurz: Mein Bauchgefühl geht Richtung Asperger. Also milder Autismus, nicht wirklich extrem auffällig - aber in der Summe dann doch Dinge, die einen stutzig werden lassen. und Asperger bedeutet ja eben, andere Menschen/bes. soziale/emotionale Reize schlichtweg nicht zu verstehen.

Und das macht so einen kleinen Menscen dann natürlich irgendwo auch ratlos. Denn im Gesamtbild klingt es eben nicht nach einem einfach nur bewusst bockendem Kind, sondern schon nach "mehr". Gerade diese sture Beharren auf manchen Dingen (Bettdecke, Bekleidung) und die extremen Reaktionen lassen nachdenklich werden.

Lass' es abklären und liste wirklich all diese Details auf, die Dir hier nach und nach einfallen.

d-anaDe87


Ich würde wirklich denken das sie total überfordert ist. Hast du dich schonmal einfach lesend in ihre Nähe gesetzt wenn sie so ausgerastet ist? Am besten in einem Zimmer in dem ihr sonst alleine seid. Wenn sie wirklich Probleme im sozialen Sektor hat dann braucht sie vielleicht erstmal einfach jemanden der da ist, ohne was zu machen, weil sie so ausgeliefert ist, aber nicht noch mehr auseinandersetzung mit dem Problemfeld braucht.

Freut sie sich eigentlich manchmal auch so extrem?

s}po:oky7x9


Es wäre möglich, dass deine Tochter an einer Gefühlsblindheit leidet.

Das habe ich mich auch schon reingelesen, aber es passt nicht so richtig.

Sie kann ja schon ihre Gefühle ausdrücken und äußern, aber eben in nicht angemessener dafür aber in übertriebener Art und Weise, das passt mir nicht so recht ins Bild von Gefühlsblindheit.

Mein Bauchgefühl geht Richtung Asperger. Also milder Autismus

Asperger les ich mich grad rein,und ja da gibt es auch viele Hinweise.

Vielleicht isses eine Mischung aus ADS,leichter Autismus.

Denn im Gesamtbild klingt es eben nicht nach einem einfach nur bewusst bockendem Kind, sondern schon nach "mehr".

Ja am Anfang haben wir auch noch gedacht, das wird schon.

Aber je älter sie wurde desto mehr wurde uns klar ,das es eben nicht nur die Trotzphase ist.

Oft haben wir an unserer Erziehung gezweifelt,aber je älter unsere jüngste wurde, desto mehr wurde auch klar, das es so falsch nicht sein kann wie wir die beiden erziehen.

Klar muß man jedes Kind auf seine Art und Weise anpacken, aber das so gar nix fruchtet ,ist irgendwie naja, ungewöhnlich.

s-pookyx79


Hast du dich schonmal einfach lesend in ihre Nähe gesetzt wenn sie so ausgerastet ist? Wenn sie wirklich Probleme im sozialen Sektor hat dann braucht sie vielleicht erstmal einfach jemanden der da ist, ohne was zu machen, weil sie so ausgeliefert ist, aber nicht noch mehr auseinandersetzung mit dem Problemfeld braucht.

nein das hab ich noch nicht gemacht.Aber mal ein Versuch wert.

Im Moment weiß ich nicht wie ich am besten reagieren soll.

Auf der einen Seite möchte ich sie in ihrer Situation nicht alleine lassen, auf der anderen Seite möcht ich ja schon das sie irgendwie lernt eben nicht alles mit Geschrei und Getobe durchzusetzen.

Es ist irgendwie eine Gratwanderung.

s8pookxy79


Freut sie sich eigentlich manchmal auch so extrem?

selten ,aber kommt vor.

STun(flowexr_73


Auf der einen Seite möchte ich sie in ihrer Situation nicht alleine lassen, auf der anderen Seite möcht ich ja schon das sie irgendwie lernt eben nicht alles mit Geschrei und Getobe durchzusetzen.

Wenn es denn schlichtes Geschrei und Getobe ist; irgendwie kalkulierend. Aber wenn es echte Überforderung; sich-nicht-artikulieren-und-eine-Situation-nicht-ertragen-können ist?

Es kann in der komplexen Situation nicht schaden, mal etwas Neues/Anderes zu versuchen. Halt, Struktur gebend. Keinen Zwang ausübend, sondern da seiend.

s_pookcyx79


Wenn es denn schlichtes Geschrei und Getobe ist; irgendwie kalkulierend. Aber wenn es echte Überforderung; sich-nicht-artikulieren-und-eine-Situation-nicht-ertragen-können ist?

ja aber wo setzt man die Grenze?

Ich weiß sicher das sie in der Schule überfordert ist.

Auch manchmal bei den Hausaufgaben.

Aber ist es auch Überforderung anhand des Beispiels von gestern Abend?

L^iIne85


Hallo!

Ich würde auch eine Abklärung bzgl des Vorliegens einer Autismus - Spektrum - Störung (Asperger) vornehmen lassen. Hier ist es wichtig, dass die Psychologen gut geschult sind und den Ados /Adi (Diagnostik - Instrumente) gut beherrschen.

Ich denke auch, dass eine Überforderung die Symptomatik noch verstärken kann. Wenn sie in der Schule eher Frustration und Misserfolge erlebt, ist es verständlich, dass sie daheim auch wg Kleinigkeiten schnell 'ausrastet'.

Habt ihr schon eine Psychotherapie gedacht? In der Verhaltenstherapie kann sie u.a. lernen, mit ihren für sie negativen Gefühlen besser umzugehen, vor der Gruppe zu sprechen und die sozialen Signale anderer besser zu interpretieren. Ihr als Eltern könnt auch erarbeiten, wie ihr mit dem Verhalten eurer Tochter umgehen könnt und dieses auch besser verstehen lernen.

Alles Gute!

sCpookyx79


Habt ihr schon eine Psychotherapie gedacht? In der Verhaltenstherapie kann sie u.a. lernen, mit ihren für sie negativen Gefühlen besser umzugehen, vor der Gruppe zu sprechen und die sozialen Signale anderer besser zu interpretieren.

ja natürlich ,wir waren ja damals nicht nur wegen der vermuteten Dyskalkulie in der LVR.

Aber die glauben ja das sie nur ein Spätzünder ist.

Obwohl halt nur auf AD(H)S und Dyskalkulie getestet wurde.

Nachdem die mir aber so lapidar gesagt haben, sie solle einfach mal die Klasse wiederholen, und sagten nicht sprechen vor Gruppen könnte man nicht therapieren, hab ich ganz schnell das Weite gesucht, und hab im nächsten SPZ einen Termin gemacht , der dauert allerdings noch.

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