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Sohn übergewichtig, wie motivieren ??

BpammBAaRmWm159 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich/wir wissen nicht mehr weiter, mein Sohn (16 Jahre und 191 cm Groß) ist sehr Übergewichtig, hat Blutdruck Medikamente bekommen und selber vor ca 3 Wochen einfach weggelassen, Seine Allergie Spritze (Hyposensibilisierung) ebenso , normal alle 4 Woche, jetzt sich schon fast 8 Wochen um.Er lässt sich nichts sagen, ihm scheint seine Gesundheit völlig egal zu sein.

Er sitzt fast nur in seinem Zimmer vorm PC. Wenn er PC verbot bekommt oder Handy weg, interessiert ihn anscheinend auch nicht ist ihm alles egal. Er hatte eine Probe Woche bekommen für eine Ausbildungsstelle, nach 2 Stunden wurde er nach Hause geschickt weil er nicht mehr konnte, das konnte man ihm ansehen er war völlig fertig. Er war auch schon 2x in Reha, hatte immer gut abgenommen aber nach ca. einem Jahr wieder alles drauf und mehr.

Im Moment sind wir Ratlos und auch traurig das er sich so gehen lässt, eigentlich ist er sehr offen, freundlich, kommunikativ, wurde laut Lehrern auch nie gemobbt in der Schule. Er hat die Schule beendet und sucht eine Ausbildungsstelle , nur was genau er machen möchte weiß er auch nicht.

Was können wir tun um ihn zu Motivieren ?, Ein gespräch mit dem Arzt steht noch an.

LG

Antworten
b{lac3khnearteedqueexn


Wir dein Sohn denn auch psychotherapeutisch begleitet?

Für mich klingt das ein bisschen so, als ob seine Antriebslosigkeit, sein Sich-Gehen-Lassen und auch sein Übergewicht (eher) Symptome sind, als das tatsächliche Problem.

_;Sumrfe3rin


Er ist ja auch sehr sehr groß für seine 16 Jahre. Da muß er ja schon bombastisch viel wiegen, um bei 1,91m Größe Übergewicht zu haben. Was wiegt er denn? 150 Kilo?

N/oCrdGi84


Ich würde auch vermuten das da mehr hinter steckt und man erstmal die tatsächlichen Probleme finden muss. Ich halte hier therapeutische Hilfe für sehr sehr angebracht.

Zwei Dinge möchte ich aber noch ansprechen, Thema "Reha": Erstmal halte ich da garnix von weil es was von "wir schicken das Kind weg weil es nicht gut genug ist, es darf wieder kommen wenn es besser ist" hat, auch wenn ihr das sicher nur gut meint. Dann stellt sich mir aber auch die Frage wieso er das Gewicht, das er dort verloren hat, Zuhause so schnell wieder drauf hat. Ist die Ernährung Zuhause eher schlecht ? Kauft er sich selbst zuviel Schrott ? Isst er einfach aus langeweile ? Nur am fehlenden Sport kann es eigentlich nicht liegen und selbst da dürfte er nicht soviel in dieser kurzen Zeit zunehmen.

TeereBsal


Ich schließe mich meinen Vorpostern an und würde dazu noch gerne wissen, wie aktiv ihr selbst in der Unterstützung eures Sohnes seid?

Sagt ihr ihm, dass er Sport treiben muss, aber bietet euch selbst nicht als Sportpartner an? Sagt ihr, er muss gesünder essen und setzt dennoch vermehrt Kohlenhydrate auf den Tisch? Mich würde es nicht wundern, wenn ihr von eurem Sohn eine Änderung wünscht, aber selbst nicht an der Änderung teilnehmt. Da Motivation zu entwickeln, ist mehr als schwer. Kann mich aber auch gänzlich irren.

BMammBa-mmx159


Wir dein Sohn denn auch psychotherapeutisch begleitet?

Für mich klingt das ein bisschen so, als ob seine Antriebslosigkeit, sein Sich-Gehen-Lassen und auch sein Übergewicht (eher) Symptome sind, als das tatsächliche Problem.

blackheartedqueen

Nein, noch nicht,habe es ihm gegenüber schon angesprochen, er findet es eher lustig und wüsste nicht was er da soll.Werde ich beim Arzt auf jedenfall ansprechen.

Er ist ja auch sehr sehr groß für seine 16 Jahre. Da muß er ja schon bombastisch viel wiegen, um bei 1,91m Größe Übergewicht zu haben. Was wiegt er denn? 150 Kilo?

_Surferin

ja er wiegt sehr viel, aktuell sind es 175 Kg

... Ist die Ernährung Zuhause eher schlecht ? Kauft er sich selbst zuviel Schrott ? Isst er einfach aus langeweile ? Nur am fehlenden Sport kann es eigentlich nicht liegen und selbst da dürfte er nicht soviel in dieser kurzen Zeit zunehmen.

Nordi84

Als schlecht würde ich die Ernährung nicht bezeichnen, die Portionen wahrscheinlich zu groß.Was er sich kauft oder bei Freunden zu sich nimmt kann ich nicht sagen. Aus langeweile und wie ich es mitbekomme auch bei Frust, wenn es in einem Game mal nicht so läuft, dann sieht man ihn richtung Küche gehen.

Ich schließe mich meinen Vorpostern an und würde dazu noch gerne wissen, wie aktiv ihr selbst in der Unterstützung eures Sohnes seid?

Sagt ihr ihm, dass er Sport treiben muss, aber bietet euch selbst nicht als Sportpartner an? Sagt ihr, er muss gesünder essen und setzt dennoch vermehrt Kohlenhydrate auf den Tisch? Mich würde es nicht wundern, wenn ihr von eurem Sohn eine Änderung wünscht, aber selbst nicht an der Änderung teilnehmt. Da Motivation zu entwickeln, ist mehr als schwer. Kann mich aber auch gänzlich irren.

Teresal

Ich selber bin leider nicht in der lage mit Ihm Sport zu machen. Krankheitsbedingt sehr eingeschränkt was bewegen betrifft, und auch eine Sozialphobie die mich hindert viel draußen zu unternehmen. Ja ich bin schon ewig in Psychotherapie.

Er ist auch der einzige der Kinder (habe 3) der Übergewichtig ist, die anderen beiden und meine Frau sind Normal Gewichtig. Ich selber habe mittlerweile auch einiges zugelegt, was am Bewegungsmangel liegt seit 12 Jahren Schmerzpatitent, ich schaffe manchmnal kaum die Hausarbeite zu erledigen. Meine Frau ist 12 Std, außer Haus.

Er hatte sich nach der letzten Reha im Fitness Center angemeldet, aber nur 3-4 Monate durchgehalten.

LG

nDulli&jpRriTesexmut


Aus langeweile und wie ich es mitbekomme auch bei Frust, wenn es in einem Game mal nicht so läuft, dann sieht man ihn richtung Küche gehen.

Das Essen kauft ihr, nehme ich an. Also habt ihr die Ernährung der Familie in der Hand. Kauft nicht zu viel, kauft gesunde Kost und rationiert zur Not den Zuckerkram so, dass ihr den eben nur auf Verlangen herausgebt. Aus Langeweile essen funktioniert nur, so lange immer genug da ist, was man sich nebenher in den Mund stopfen kann. Erst wenn er selbst genug Geld verdient, um sich zu versorgen, habt ihr wirklich nicht mehr viele Möglichkeiten.

N&orSdxi84


In die Richtung hatte ich vermutet. Ja, da bleibt einfach nur die Sache einzuschränken und besser einzukaufen. Weniger Süßkram, garkeine süssen Getränke mehr, weniger verarbeitete Lebensmittel, keine Fertiggerichte, mehr Obst / Gemüse. Das ändert zwar nichts an dem Frust-Essen, sorgt aber dafür das er da zumindest keinen Schrott mehr in sich schieben kann.

Dann halt noch kleinere Portionen kochen, der Mensch gewöhnt sich sehr schnell daran das er viel weniger braucht um satt zu werden bzw. das Sättigungsgefühl stellt sich wieder "normal" ein. Ob die Gerichte ansich jetzt gut oder schlecht sind kann man natürlich so nicht beurteilen, aber gib doch mal ein paar Beispiele, z.B. was es die letztens 3-4 Tage gekochtes gab.

P`aul_$RenveBre


Wer den ganzen Tag vorm PC hockt hat halt nichts anderes im Leben. Das ist meistens einfach eine Ersatzhandlung. Was macht er denn mit seinen Freunden? Wie oft trifft er sich mit ihnen?

Motivieren kann man ihn ganz einfach damit, dass er, wenn er nur ein wenig diszipliniert ist, zum Kraftprotz werden kann, wenn er denn will. Dazu hat er die perfekten Voraussetzungen. Und genau das würde ich ihm auch vermitteln: Ihm zeigen, dass er auch für etwas genau richtig ist. Mit dem Muskel- und Männlichkeitsego kommt man bei jungen Männern häufig recht weit ;-)

WJälitXi


Der junge Mann ist erst Sechzehn. Hier kann man nicht vorgehen wie beim Erwachsenen und an seine Vernunft, Gesundheit und solche Dinge appellieren. Vermutlich ist er deprimiert, weil er so ausschaut, und schaut so aus, weil er deprimiert ist. Es fehlen ihm Ziele und Vorbilder, und so ist er in die Defensive gegangen. Essen und PC lenken ihn ab und verschaffen ihm kurzfristig ein gutes GefühL, innerlich wird es ihm schlechtgehen.

Hier seid Ihr als Eltern und Familie wirklich gefragt und gefordert. Ihr müsst ihn führen, teilweise richtig an die Hand nehmen (wenn es aus Zeit- und Gesundheitsmangel nicht geht, eventuell auch seine Geschwister - wäre das möglich?) und eine Mischung aus gutem Beispiel und liebevoller Autorität sein. Das Essen bestimmt weitgehend Ihr, was nicht im Haus ist, kann auch zuhause nicht gegessen werden.

Der PC kann auch als Motivator und Belohnung dienen. Auch darüber habt Ihr als Eltern noch die Verfügung!

M_i0naV


Ich, Mutter von einen 16 jährigen und älteren Kindern habe immer Angst davor gehabt, dass einer meiner Kinder dieses Problem haben konnte. Denn ich selbst war vor kurzen stark übergewichtig. Hab aber an mir gearbeitet und abgenommen. Ich weiss wie schlimm es für ein Kind ist, eine DICKE Mutter zu haben.

Aber das ist nicht das Thema.

Da ich ja selber das Problem hatte, hab ich dafür gesorgt, dass meine Kinder nie damit zutun haben werden. Hab versucht überwiegend gesundes Essen zu haben. Spiele an Konsolen sind nur am WE erlaubt gewesen. Selbst aber da, dürften sie nur heisse Zeit dafür nutzen. Ansonsten, viel frische Luft, Sport und Bewegung. Sport im Verein: Basketball, Fussball, Kinderturnen ( ich leite sowas selbst).

Ich meine, keiner meiner Kinder hatte das Problem gehabt. Ich kenne es aber von der Nachbarschaft. Zwei Übergewichtige Kinder, die kaum draußen gesehen wurden, die von den Eltern zu Schule mit dem auto kutschiert werden, die man schreiend hört aus dem Fenster, wenn sie Spiele an Konsolen verlieren usw.

Ich frage mich ob das nicht mit Erziehung zutun hat. Schliesslich sind sie alle noch minderjährig und mann kann das als Elternteil bisschen steuern.

sBkadieG22


Vielleicht könnte ein guter Kinder- und Jugendtherapeut helfen.

Ich würde auch vermuten, dass ihn irgendwelche Probleme belasten, er sich depressiv fühlt, er im Umgang mit Gleichaltrigen unsicher ist, usw.

Man kann einen Jugendlichen auch auf eine positive Art und Weise zur Therapie motivieren ohne ihm das Gefühl zu geben, dass bei ihm etwas nicht stimmt.

Ihr könntet doch z.B. sagen,dass eine Therapie ihm helfen könnte Gewicht zu reduzieren.

Es ist wichtig, dass ihm der Therapeut sympathisch ist und er sich verstanden fühlt.

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