» »

Meine enkeltochter 5 jahre macht immer noch "groß " in die hose

L`iwixh hat die Diskussion gestartet


Elsa 5 jahre hat seit der Geburt propleme mit hartem Stuhlgang. Seit dem 1. Lebensjahr bekommt sie movicol.Seit 1 Jahr geht meine Tochter mit ihr zu einer Psychologin.Bisher trug sie immer eine Windel. Jetzt bekommt sie keine Windel mehr an ,sie schafft es aber nicht zur Toilette zu gehen, weil sie Angst hat das es weh tut.

Kennt jemand einen ähnlichen Fall. Wir wissen nicht mehr weiter.

Antworten
c.riecHhfarlxie


Mein Sohn hatte das auch, wir haben alles probiert gehabt, was Kinderarzt + Psychologen aufgeboten haben, sogar bei der Hypnosetherapie waren wir. Er hat sich versteckt, hat eingehalten, hat Zäpfchen überlistet etc.

Sind nie dahinter gestiegen, warum.

Kurz nach seinem 8. Geburstag kam er 12 Wochen stationär in die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die haben psychisch aber auch nichts gefunden und wir sind auch ganz normale Eltern. Aber nach 4 Tagen in der Klinik ging es plötzlich bei ihm...

er ist gegangen, wenn er mußte...

er hat immer noch Rückfälle, er ist nun 9, aber denen kann man mit strikter Regelmäßigkeit, also genaue Essenszeiten, nach 15 min für 10 auf Toilette, entgegen treten. Der Körper gewöhnt sich schnell an den Rhythmus, aber die kids müssen halt aktiv mitmachen. Solange sie das nicht machen, kannst Du Dich als Eltern auf den Kopf stellen,

bei uns hat ihn wie gesagt erst die Psychiatrie zum Mitmachen ermutigt.

CJh;anceF00x7


sie schafft es aber nicht zur Toilette zu gehen, weil sie Angst hat das es weh tut.

Hat sie in die Windel selbst ohne Probleme gemacht oder hält sie da auch bis zum letzten Moment ein? Denn da dürfte es ja nicht weniger weh getan haben, wenn die Ursache der zu feste Stuhl ist.

Und wenn sie bisher Windeln hatte ist es schwer nachvollziehbar, warum sie gerade die Toilette mit dem Schmerz verbindet und nicht eher die Windel?

Hast Du eine Idee?

Wisst ihr, wodurch der feste Stuhl ausgelöst wird bzw. ist das Problem inzwischen gelöst oder besteht es trotz Medikament weiterhin?

Warum genau die Psychologin?

Sorry für die vielen Fragen, aber aus der kurzen Beschreibung ergeben sich für mich eher mehr Fragen als weniger, um eine Idee zu bekommen, was jetzt von allem das größte Problem (auch fürs Kind) darstellen könnte.

L+iwxih


Lieben Dank für Euer Interesse,

Sie kneift auch mit Windel.

Beim Arzt wurde die Diagnose selektiver Mutismus in Betracht gezogen, weil sie mit fremden Menschen nicht sprach. Mittlerweile hat sich das gebessert, Elsa ist ein beliebtes Kind im Umgang mit anderen Kindern, alle wollen mit Elsa spielen. Wegen dieser eventuellen Kombination mutismus und Kotverhalten bekam sie eine Therapie, die immer noch besteht.wobei das Kotverhalten an 1. Stelle steht.

Trauma : da war sie ca 3 Jahre, war wieder mal mehrere Tage nicht auf toilette, meine Tochter stand kurz davor in die Uni zu fahren.Sie setzte sie auf die Toilette und machte mit Vaseline den Anus etwas geschmeidiger, weicher, daraufhin kam jede Menge Stuhl. Das weiss Elsa noch, weil die Oma "ich" dabei war.

Sie nimmt Movicol um den Kot weich zu machen.

Bisher alles ohne Erfolg. Toilettentraining/ Belohnungen/ Gespräche/

Nie geschimpft!!! Jetzt ist man an einem Punkt angekommen ,in Absprache mit der Therapeutin, sie muss sich selber sauber machen.

Mir blutet das Herz. Bis zu 6 Unterhosen am Tag ist normal.

Liebe Chance 007 frag mich bitte bei Unklarheiten.Lieben Gruß

Jean.ua0rblumxe


Ich nehme auch Movicol, weil ich Morphine brauche und chronische Verstopfung habe. Wie ist denn bei euch die Dosierung? Ich brauche einen Beutel täglich, muss dann morgens aber ganz schön rennen. Da kann ich nicht mehr aushalten. Falls die Dosierung vielleicht etwas zu hoch, kann sie gar nicht anders. Der Reiz zu drücken ist dann so enorm hoch, dass sie es eventuell gar nicht bis zum Klo schafft.

Als Erwachsener weiß man ja, wenn man drückt, hat man es in der Hose. Ich glaube ein Kind macht sich da keine Gedanken. Vielleicht ist die Dosierung nochmal ein Ansatzpunkt. Vorher hab ich Lactulose/Milchzucker bekommen. Da hatte ich oft so starke Krämpfe, es kam so rausgeschossen. Man hat Angst, und kann sich auf nichts anderes mehr konzentrieren, als irgendwo zur Toilette zu kommen.

KOleiGneHexex21


Kann man ihr vielleicht noch ein leicht dosiertes Magnesiumpräparat (in Absprache mit dem Kinderarzt) dazu geben? Das weicht den Stuhl auf und nimmt die Schmerzen.

J`anurarbluxme


Ja, und ich hatte auch schon so eine fiese Verstopfung, bei der am Enddarm ein kleiner Klumpen war, fast wie ein Stein so hart. Ich drückte und drückte. Man fängt an zu schwitzen, einem wird übel. Die Erinnerung daran, werde ich nie vergessen. Damals war ich 14, heute bin ich 44. Ich bekam ein starkes Abführmittel vom Hausarzt. Auf einer Klassenfahrt vorher wurde nur Weißbrot in Frankreich gegessen, und ich war ca. 5 Tage nicht zum Klo. Es hatte sich alles gestaut.

Als ich dann endlich einen Schub durch das Abführmittel bekam, der irgendwann am späten abend alles rausdrückte, dachte ich, ich hätte Weghen. Es hat sich tatsächlich angefühlt, wie eine Kindsgeburt.

Eure Kleine, hat auch so eine schlechte Erfahrung gemacht. Die Vaseline hat ihr geholfen, aber ihr Kopf weiß genaz genau, was da passiert ist. Sie verbindet den Toilettengang mit einem so schlimmen Erlebnis, da hält sie lieber ein.

Ich hab mal davon gehört, dass man spielerisch, mit Geschichten an Kinder gehen soll, die Angst vor der Toilette haben, und nicht sauber werden. Klar, seid ihr ein Extremfall, aber vielleicht bringt es was. Da hat ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft z.B beim Pipi machen ein Feuer gelöscht. Mit dem Stuhlgang könnte man eine andere Geschichte erfinden.

Und, man muß dem Kind sagen, dass sowas, wie es mal war, nicht mehr passiert. Ich glaube nicht, dass da eine Krankheit hinter steckt, sondern einfach die schlechte Erfahrung, die sie damit in Verbindung bringt.

Baut Flohsamen ins Essen ein, viele rechtsdrehende Milchsäurebakterien, Trockenpflaumen, warmer Tee. Überhaupt viel trinken, dass der Stuhlgang weich bleibt.

Man muß dem Kind die große Angst nehmen. Viel Glück dabei!

LKiwixh


Liebe Januarblume,

Elsa hat über Wochen jeden abend die Geschichte von Natalie und Stinkt vorgelesen bekommen, da geht es um unsere Problematik. Der Stuhl ist durch das Movicol nicht mehr hart. Wir rennen nur mit der Wasserflasche hinter ihr . Danke für dein Interesse, mit dem flohsamen werden wir probieren. Aber es ist mehr eine Kopfsache bei Elsa.

Lieben Gruß

c;rie8ch/arl[ixe


Wie gesagt, wir haben dieses Martyrium auch hinter uns;

und es ist, wie Du sagst: irgendwann muß es im Kopf "klick" machen, vorher reibt man sich auch als Familie auf. Sauber machen hilft tendenziell eher nicht, da diese Kinder keine normales Ekelgefühl (mehr) besitzen. Unserem und den Kindern, die ich im Laufe von 6 Jahren Leid kennen gelernt habe, war das immer vollkommen egal.

Hypnostherapie würde mir noch einfallen oder wie gesagt halt stationär, damit bei Euch auch mal der Druck weg ist, denn alles dreht sich nur noch um sie und das ist langfristig für eine Familien nicht gut. Hört sich grausam an, aber wir haben es wie gesagt auch durchgemacht. Traumatisiert wegen Schmerz und dann Verweigerung über den Kopf.

c5riefcha^rxlie


Bei unserem Sohn hat es auch geholfen, dass er verstanden hat, dass das "krank" ist. Er hatte nie verstanden, was wir eigentlich alle haben, für ihn war alles okay. Erst, als er in's KRANKENhaus musste und seine Klassenkameraden ihm Gute-Besserungs-Brief geschickt haben, hat er es allmählich realisiert und angefangen, emotional und geistig von dem Verhalten Abstand zu nehmen.

Sahmojto


Vielleicht hängt es auch mit der Körperhaltung zusammen. Ich bin als Kind immer auf die Toilette geklettert und habe im Hocken, äh, geschäftet. Dabei zu sitzen ist Bullshit, das erschwert die Sache erheblich, dann muss man nämlich aktiv drücken. Hockt man sich hin, muss man nur lockerlassen. Bei der Tochter unserer Nachbarn klappt es auch, seitdem sie sich auf die Toilette hocken und die Beine anziehen darf, davor war es eine elende Quälerei.

SIhoxjo


Und wenn die Toilette jetzt so übel belegt ist - vielleicht erst mal wieder Töpfchen? Da stimmt auch die Körperhaltung schon eher.

JpanuaQrJblumxe


Nein, der Stuhl ist auch nicht mehr hart durch das Movicol. Aber, ich habe morgens immer Probleme damit, dass es furchtbar Druck auf den Darm ausübt, und ich ganz schnell davon zur Toilette muß. Ich dachte, vielleicht schafft sie es nicht mehr rechtzeitig, und macht deswegen in die Hose

aH.fixsh


Bei der Tochter unserer Nachbarn klappt es auch, seitdem sie sich auf die Toilette hocken und die Beine anziehen darf, davor war es eine elende Quälerei.

Auf Porzellantoiletten hocken ist ziemlich riskant, die Dinger sind nämlich nicht auf punktuelle Belastung ausgelegt und können dabei zerbrechen - bei einem kleinen Kind mag das noch hinhauen, aber wenn's doch scheppert, ist das Verletzungsrisiko groß.

Einen ganz ähnlich Effekt erzielt man mit einem kleinen Hocker vor der Toilette, auf dem man die Füße hoch stellt. Das ergibt eine ähnliche Körperhaltung.

S,hojxo


Einen ganz ähnlich Effekt erzielt man mit einem kleinen Hocker vor der Toilette, auf dem man die Füße hoch stellt. Das ergibt eine ähnliche Körperhaltung.

Bei einem kleinen Kind dann vielleicht lieber einen etwas höheren Hocker. Aber ja, dann so. Mir war die Fragilität der gemeinen Porzellanschüssel nie so bewusst. ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kinder- und Jugendmedizin oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Säuglinge · Kinderwunsch · Sternenkinder · Kinder nach Geburtsmonaten


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH