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Beschnitten nicht gleich Beschnitten

MDiriY.oga hat die Diskussion gestartet


War neulich mit einer Freundin in der Sauna. Hatten zum Ersten mal auch unsere Söhne mit dabei.

Sowohl mein als auch Ihr Sohn sind beschnitten.

Allerdings sieht der Penis von beidem Extrem unterschiedlich aus.

Bei meinen Sohn bedeckt schlaf die Haut noch einen teil seiner Eichel, bei ihrem Sohn ist gar keine Haut mehr vorhanden und Eichel und Narbe komplett Sichtbar.

Warum ist das so? Dachte es gibt entweder Beschnitten oder mit Vorhaut?

Kann es daran liegen das ihr Sohn sehr früh beschnitten wurde?

Antworten
EKhema{lig$e4r Nutzer3 (#2x82877)


Man kann unterschiedlich viel wegschneiden und dann sieht es hinterher unterschiedlich aus.

M{ir"i%Y)ogxa


Achso. Dann nur einen Teil oder ganz weg die Haut.

Wußte ich nicht.

Ich hatte auch noch keinen Beschnitten Mann also keinerlei Erfahrung damit.

Mein kleiner mußte mit 6 wegen Phimose und Entzündung Beschnitten werden.

M#iriYxoga


Macht das Außer der Optik einer Unterschied wie der Mann beschnitten ist?

Vor und Nachteile?

Hkype^rixon


Mehr Nachteile. Von Vorteilen kann man kaum sprechen und in sehr vielen Fällen ein unnötiger Eingriff.

Hier ist alles ausführlich beschrieben:

[[http://flexikon.doccheck.com/de/Komplikationen_der_Zirkumzision Komplikationen der Beschneidung]]

In einem gemeinsam mit der Niederländischen Gesellschaft für Urologie, der Niederländischen Gesellschaft für Kinderchirurgie und der Niederländischen Gesellschaft für Chirurgie veröffentlichen Positionspapier zur Jungenbeschneidung erklärt der Niederländische Ärztebund bezüglich der Komplikationen des Eingriffs:

"Den möglichen medizinischen Vorteilen steht eine große Anzahl an dokumentierten Komplikationen der Zirkumzision gegenüber: Infektionen, Blutungen, Sepsis, Nekrose, Fibrose, Harnwegsinfektunen, Menigitis, Herpes-Infektionen, Meatitis, Meatusstenose, Nekrose und nekrotisierende Komplikationen, die zur vollständigen Amputation des Penis geführt haben. Auch Todesfälle wurden dokumentiert." ...

Neben diesen direkten medizinischen Komplikationen, wurden auch psychologische Probleme und Komplikationen im Bereich der Sexualität dokumentiert. Auch extreme Schmerzerfahrungen bei Neugeborenen sind dokumentiert, die Verhaltensveränderungen verursachen, die noch Jahre später feststellbar sind. Auch auf die hohen gesellschaftlichen Kosten der Zirkumzision infolge der Komplikationen wird verwiesen."[74]

M{annr042


Meines Wissens nach gibt es vier Beschneidungsstile. Diese Seite gibt einen Überblick:

[[http://de.eurocirc.org/beschneidungsstile.html Beschneidungsstile]]

Ich hatte auch schon mal eine Seite gesehen, die das noch besser und ausführlicher dargestellt hat. Den Link finde ich aber gerade nicht.

Was mich dann doch immer wieder erstaunt ist, dass beschnitten wird ohne, dass über diese vier Möglichkeiten aufgeklärt wird. Wenn's ein Kind ist, sollten die Eltern über den Beschneidungsstil entscheiden und bei Jugendlichen und Erwachsenen der Betroffene natürlich selber. Gerade hier durch med1 gewinne ich den Eindruck, dass die wenigsten über diese vier Möglichkeiten vorher aufgeklärt werden.

ACndirka69


Hallo

meine beiden Söhne sind high-tight beschnitten-beide mit 2,5 Jahren. Die Eichel ist komplett frei-auch im Hängemodus-lach. Es kommt auf den Doc an und auch wie das Resultat gewünscht wird!

LG Anka69

[...]

MxiriFYoxga


Danke.

Wuste gar nicht das es da Unterschiedliche Stile gibt.

Gibt Anscheinend echt Ätzte die darüber nicht Aufklären. Mir wurde nur gesagt er müße beschnitten werden und wurde gemacht.

HByeperixon


Gibt Anscheinend echt Ätzte die darüber nicht Aufklären.

Weil es Geld bringt. Das ist in sehr vielen Fällen nur rein wirtschaftlich. Auch Ärzte müssen verdienen, Op-Säle kosten Geld, Geräte kosten Geld, Mitarbeiter, Praxisinventar usw usw

Mit einer Beschneidung verdient man mehr Geld als an der Verschreibung einer Salbe zur konservativen Behandlung.

Ein Krankenhaus oder eine Praxis ist ein Wirtschaftsunternehmen, also muss viel operiert werden damit die Kosten gedeckt sind ;-)

Darum wird auch gerne viel und daher unnötig beschnitten.

Ich rate daher immer, sich umfangreich im Voraus zu informieren und mehrere Facharztmeinungen einzuholen.

Hier ein Artikel aus der Ärztezeitung vom Urologenkongress in Wiesbaden:

[[http://www.aerztezeitung.de/kongresse/kongresse2004/wiesbaden2004_urologen/?sid=326430 Ärztezeitung: Bei Phimose ist eine Beschneidung meist unnötig]]

DlaRs pEtwaxs


Hallo

meine beiden Söhne sind high-tight beschnitten-beide mit 2,5 Jahren. Die Eichel ist komplett frei-auch im Hängemodus-lach. Es kommt auf den Doc an und auch wie das Resultat gewünscht wird!

LG Anka69

[...]

Ich habe diesen Beitrag mal der Administration gemeldet. Hier soll wohl ganz offensichtlich [(...) Bezug auf gelöschte Inhalte] dafür "geworben" werden, wie "toll" und "vorteilhaft" die Beschneiderei kleiner armer wehrloser Jungs ist. Schon allein die Tatsache, einen bestimmten "Stil" (der eigentlich nur bei Beschneidungen aus modischen Aspekten als tatsächlich medizinisch unumgänglicher eine Rolle spielt) für die - höchstwahrscheinlich absolut unnötigen und durch nichts zu rechtfertigenden Beschneidung der eigenen kleinen Söhne festgelegt zu haben, lässt unglaublich tief blicken.

Seit wann wird sowas hier im Forum geduldet? Ist das die neue Form der "Toleranz"???

Danke, dann bleibe ich doch - zumindest was das angeht - zum Wohle der Kinder auch weiterhin absolut intolerant!

B%ateRr Wx.


Beschneidung, auch ohne medizinische Indikation, ist in D eben erlaubt -- siehe Juden und Muslime.

Wenn einen das stört, muss man eben in die Politik und versuchen, die entsprechenden Gesetze zu ändern.

Dcas &EtMwas


Wenn einen das stört, muss man eben in die Politik und versuchen, die entsprechenden Gesetze zu ändern.

Soll das Sarkasmus sein, oder meinst du das ernst? Die Beschneidung ist doch - grundgesetzkonform - 2012 erst als Körperverletzung verurteilt worden. DARAUF HIN hat man die Gesetze, die eine solche Grausamkeit legalisieren, erst geschaffen. Und warum? Weil niemand in Deutschland sich wagt, die jüdische (alles andere vielleicht noch, aber nicht die jüdische) Religion in unsere verfassungsrechtlichen Schranken zu weisen, die ganz klar gebieten:

Art. 2 Grundgesetz:

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen

Ich kenne nicht ein Gesetz in unserem Land, welches das Recht auf körperliche Unversehrtheit eines Kindes anderswie aushebelt - außer diese Abscheulichkeit des Paragraphen § 1631d BGB - geschaffen zum "Wohle" unserer jüdischgläubigen Mitbürger, um deren grausames Ritual des Beschneidens ohne Betäubung, kaum das der kleine Mensch das Licht der Welt erblickt hat, zu legalisieren und so die eigene volksgegebene Verfassung zu untergraben und vor den vor Ewigkeiten von unseren Vor-Vor-Vätern geschassten Juden wieder einmal einen Kniefall zum Nachteil unserer Verfassung zu machen.

Nein, ich bin beileibe nicht ausländerfeindlich, und ich bin ganz sicher weder ein Patriot noch irgendwie nationalsozialistisch angetan. In diesem Fall geht es mir einzig und allein um die Tatsache, dass Kinder in einem unmündigen Alter verletzt und dauerhaft körperlich behandelt werden, ohne dass dies zur Erhaltung ihres Lebens und ihrer Gesundheit notwendig wäre, und ohne dass sie den Willen für diese Maßnahme bekundet haben (könnten), und ohne die Gewissheit, dass das Kind im mündigen Alter überhaupt mit dieser Entscheidung einverstanden sein wird.

Ein Staat, der so etwas aus offensichtlicher Feigheit, seine eigene Verfassung zugunsten einer Religion über den Haufen wirft, hat seine Souveränität definitiv aufgegeben und - in diesem Fall - das Wohl seiner Kinder zum Schleuderpreis verkauft!

Doch zurück zu deinem Satz:

Glaubst du im Ernst, dass irgendjemand in diesem Staat noch den Mut aufbringt, sich tatsächlich gegen eine Religion zu stellen und die Prioritäten wieder richtig zu stellen? Die Grünen (!), ihreszeichens einst mal selbsternannte Friedensstifter, haben es gerade fraktionsintern ABGELEHNT, einen Antrag auf verfassungsrechtliche Überprüfung des § 1631d zu stellen. Zur Begründung hieß es, man verletze mit einem solchen Antrag möglicherweise die Gefühle hier lebender Jüdischgläubiger.

Die Gefühle der Jungs, die diesem grausamen Ritual zugunsten einer rein spirituellen Glaubensausrichtung dafür jeden Tag das empfindsamste Teil ihres intimsten Körperteils unter grausamsten Schmerzen dafür lassen müssen, die interessieren ja nicht. "Ist ja nur ein Junge.". Und "ist ja nur ein Stückchen Haut".

Im selben Beschluss hat man sich übrigens dafür ausgesprochen, sich dem Antrag auf Verschärfung des Strafmaßes für die weibliche Beschneidung anzuschließen - obwohl die doch bei denen, die sie noch praktizieren, auch nur aus religiös motivierten Erwägungen vollzogen wird. Doch die Frauen haben eben eine entsprechende Lobby, während die Beschneidung von Jungs/Männern entsprechend salonfähig gemacht und gehalten wurde - bis heute.

PFUI TEUFEL für einen Staat, der sich eine derartige Doppelmoral leistet.

Und PFUI TEUFEL, der die Erlaubnis des Volllzugs des grausamen Aktes der Beschneidung eines nicht einwilligungsfähigen Kindes als "FREIHEIT" bewirbt. Schämen soll sich ein jeder solcher!

B aQteer W.


... und vor den vor Ewigkeiten von unseren Vor-Vor-Vätern geschassten Juden wieder einmal einen Kniefall zum Nachteil unserer Verfassung zu machen

Na, jetzt verharmlost Du aber den Holocaust.

Ein Großteil der europäischen Juden wurde während des Dritten Reiches nicht geschasst (=verjagt), sondern planmäßig in ganz großem Stil umgebracht. Sechs Millionen Menschen waren es, die den NS- Psychopathen, Serienmördern und Verbrechern in die Hände fielen und dieses nicht überlebten.

Auch ist es für mich auch noch keine "Ewigkeiten" her, immerhin gibt es noch alte Überlebende und greise Ü90-KZ-Wärter. Und je nach eigenem Alter entstammen die Täter auch nicht aus der Generation der Vor-Vor-Väter.

Sollten wir tatsächlich einen Kniefall zum Nachteil unserer Verfassung vor den Juden machen, dann haben sich die Deutschen das selbst zuzuschreiben.

Was das Thema Beschneidung angeht, vergisst Du die Millionen (türkischer) Muslime, die man hauptsächlich als Gastarbeiter holte und die sicher die größte Gruppe der nicht aus medizinischen Gründen Beschnittenen darstellen. Ich vermute mal, dass Du in D kaum einen unbeschnittenen türkischstämmigen Mann finden wirst.

Interessant finde ich, dass sich bis vor kurzem niemand für die jüdischen und muslimischen Beschneidungen interessiert hat. Das war allen vollkommen egal. Hier in Norddeutschland gab es einen Kieferchirurgen, der nebenher muslimische Beschneidungen durchführte. Das hat niemanden aufgeregt.

Soll das Sarkasmus sein, oder meinst du das ernst

Ich meine das durchaus ernst. Der Gesetzgeber lässt die Möglichkeit zu, dass in D Kinder aus nichtmedizinischen Gründen beschnitten werden. Das ist nun mal so.

Wenn jemanden das stört, muss man eben versuchen, direkt (indem man z. B. in die Politik geht) oder indirekt (indem man z. B. die Grünen nicht mehr wählt) die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu verändern.

Wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob das überhaupt soo wünschenswert ist. Denn beschnitten wird weiterhin, ob es nun gesetzlich erlaubt ist oder nicht, ist wie mit der Abtreibung. Die Reichen fahren dann ins Ausland / in die Heimat und lassen die Kinder dort von Ärzten behandeln und die Ärmeren lassen die Kinder in dreckigen Hinterzimmern beschneiden.

S6chafaloIs


Ich finde es immer bedenkenlos, wenn sich Mütter Gedanken über das Aussehen des Penises ihrer Söhne macht.

Würde man etwa einen Vater verurteilen, der sich Gedanken über die Länge der Schamlippen seiner Tochter macht und Maßnahmen ergreift, wenn die Tochter dicke, lange Schamlippen hat?

Dmas `E twaxs


@Schlaflos:

Ich gehe jetzt mal davon aus dass dein Satz heißen sollte: "Ich finde es immer bedenklich"...

Und ja, man würde einen Vater verurteilen, der sich für das Aussehen der Schamlippen seiner Tochter interessiert. Man würde ihn als Pädophilen beschimpfen, der Mutter raten, die Tochter dringend von ihm fern zu halten - und im Falle einer öffentlichen Äußerung seiner Meinung zu den Schamlippen seiner Tochter würde ihm ein - neudeutsch - "Shitstorm" entgegen rauschen, der seinesgleichen suchen würde.

Dass dies bei Müttern nicht passiert hat schlichtweg damit zu tun, dass gemäß landläufiger Meinung Frauen eben per se nicht pädophil sind/sein können und sich ihr Interesse am Geschlechtsteil ihrer Söhne ja ausschließlich nur aufs praktische beziehen KANN!

Dies gilt übrigens ebenso auch für alle anderen Kinder. Frauen dürfen beispielsweise völlig ohne Nachfrage mal eben auf dem Spielplatz einem fremden Kind beim Pipi machen helfen. Traut sich ein Mann das, springt die Mutter des Kindes dem danach an den Hals!

Frauen dürfen ohne Probleme ihren mitunter sogar noch grundschulalten Sohn ins Männerklo begleiten (habe ich selbst mehrfach erlebt). Es könnte ja dort ein böser Pädophiler auf ihn warten... :|N

Trau dich als Mann mal, mit deinem Kind zum Damenklo zu gehen, um es dort auf dem - selbstverständlich immer noch allzu oft ausschließlich DORT installierten - Wickeltisch zu wickeln. Du bekommst Hausverbot, eine Strafanzeige, eine Polizeistreife und ein Gezeter von den Mitarbeitern, dass du dich nichtmal mehr in die Nähe des betreffenden Objekts wagst. So geschehen einem Bekannten von mir vor wenigen Jahren bei Mc Donalds!

@Bater.W

Na, jetzt verharmlost Du aber den Holocaust.

Genau das ist es was ich meine! Nur weil ich die HEUTIGEN Generationen nicht in die gleiche Schuld, Schuldigkeit und Verantwortung rücke wie die tatsächlich einst verübende, verharmlose ICH den Holocaust! Merkst du, wie jegliches rationales Denken da aufhört? Genau darum ging es mir in meinem Beitrag.

Ich bin ganz definitiv der Meinung, dass das, was den hier lebenden Juden einst geschehen ist, eine Grausamkeit erster Güte war, die ihresgleichen sucht und kaum vorstellbar ist, dass ein Mensch zu solchen Grausamkeiten fähig ist. Wir wurden leider eines besseren belehrt.

Zu keinem Zeitpunkt würde ich dieses Geschehen irgendwie verharmlosen.

Aber ich weigere mich, MICH als Angehöriger der Nach-nachfolgenden Generation immer noch genauso schuldig zu fühlen wie die, die es tatsächlich getan haben, es zu fühlen gehabt zu haben hätten! Ich lehne es ab, mich - nur weil ich genauso Deutscher bin wie einst die Verbrecher - über einen Kamm mit diesen Kreaturen scheren zu lassen und mir die gleiche Schuld in gleichem Maß mit den gleichen moralischen Konsequenzforderungen andichten zu lassen! Ich kann nichts dafür dass mein Opa als Angehöriger der SS vermutlich daran mit beteiligt war. Weder habe ich ihn gekannt, noch hätte ich ihn davon abhalten können! Ich trage keine Schuld daran - ebenso wenig wie irgendein anderer nicht daran beteiligter Deutscher! Und nein, ich habe auch nicht per se für die Schuld meiner Vorfahren zu haften.

Sollten wir tatsächlich einen Kniefall zum Nachteil unserer Verfassung vor den Juden machen, dann haben sich die Deutschen das selbst zuzuschreiben.

Ah, und deshalb sollen die heutigen JUNGS hierzulande sprichwörtlich dafür bluten? Auge um Auge, Zahn um Zahn, Vorhaut um Menschenleben oder wie? Was können heutige Jungs dafür, was unsere Vorfahren verbrochen haben? Wir erlauben mit diesem Gesetz nicht die Beschneidung der Täter, sondern unschuldiger kleiner Jungen und zwar JETZT, HEUTE, und HIER!

Und ich lehne es definitiv ab, zu erlauben dass irgendwelche kleinen Jungs aufgrund des Credo's ihrer Eltern des sensibelsten Teils ihres intimsten Körperteils beraubt werden, nur weil es in unserer Gesellschaft noch immer als "political incorrect" gilt, die heutige Generation von der Schuld der Vor-Vorfahren endlich mal zu distanzieren!

Ich meine das durchaus ernst. Der Gesetzgeber lässt die Möglichkeit zu, dass in D Kinder aus nichtmedizinischen Gründen beschnitten werden. Das ist nun mal so.

Ja. Bedauerlicherweise ist das seit 2012 so. Vorher war es Unrecht, und das war RICHTIG so. Niemandem sollte es erlaubt sein, sein unmündiges und womöglicherweise gerade erst geborenes Kind, nach eigenen Wünschen und Vorstellungen körperlich irreversibel "anpassen" zu lassen! NIEMANDEM!

Wenn jemanden das stört, muss man eben versuchen, direkt (indem man z. B. in die Politik geht) oder indirekt (indem man z. B. die Grünen nicht mehr wählt) die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu verändern.

OK, dann wähle ich in Zukunft die AfD. Denn die haben als EINZIGE den Mumm, in ihr Wahlprogramm unter anderem auch die Abschaffung des § 1631d wieder aufzunehmen - und ich traue denen auch tatsächlich zu, es als regierende Kraft tatsächlich durchzusetzen.

ALLE anderen unserer sog. "Volksvertreter" sind eher um ihre "political correctness" als um die tatsächliche Vertretung von Volkes Wille bemüht.

(Und so nebenbei: Die AfD proklamiert ansonsten eine Menge Sch...., weshalb ich sie nicht wählen möchte, sondern von unseren gemäßigten Volksvertretern erwarten würde, dass sie sich trotzdem an Recht und Menschlichkeit halten - und die Beschneidung intimster Körperteile kleiner Jungs zugunsten irgendwelchen elterlichen Willens (etwas anderes ist die religiös begründete Beschneidung auch nicht) ist UNmenschlich! Doch dazu sind unsere übrigen politischen Parteien nicht bereit, was ein weiterer Beleg für die Feigheit und/oder die Ignoranz dieses Themas ist).

Wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob das überhaupt soo wünschenswert ist. Denn beschnitten wird weiterhin, ob es nun gesetzlich erlaubt ist oder nicht, ist wie mit der Abtreibung. Die Reichen fahren dann ins Ausland / in die Heimat und lassen die Kinder dort von Ärzten behandeln und die Ärmeren lassen die Kinder in dreckigen Hinterzimmern beschneiden.

Ah ja, das ist natürlich ein Argument. Wenn genug Leute es nur vehement machen, dann geben wir halt nach und legalisieren es und tragen es mit, statt es entsprechend stärker zu bekämpfen.

Wenn dies generelles Mittel der Wahl wäre, hätten wir wieder legale Ausländerverfolgung, Todesstrafe und generell keine Tempolimits auf den Straßen - egal wo. Denn das Gros der Leute rast mehr oder minder. Das Gros der Leute wünscht sich, Flüchtlinge nicht mehr aufzunehmen und sie abzuschieben, wenn sie nicht 100%ig nach unseren Werten leben wollen (u. a. deshalb passen wir unsere Werte ja immer weiter denen an, damit sie "kompatibler" werden - was ich mitunter für ein echtes Problem halte). Und das Gros der Leute wünscht sich beispielsweise für gewisse Deliktgruppe die Todesstrafe und würde sie selbst, wenn man sie ließe, wohl auch direkt selbst vollstrecken.

Also bitte? Kann es dein Ernst sein, es gut zu finden, bestimmte Sachen zu legalisieren, bloß weil sie immer noch vehement gemacht werden?

Schon unser berühmter Thomas Mann stellte fest: Toleranz wird zu einem Verbrechen, wenn man dem Bösen mit ihr begegnet.

Wie wahr! Die Beschneidung willenloser kleiner Jungs IST böse!

Was das Thema Beschneidung angeht, vergisst Du die Millionen (türkischer) Muslime, die man hauptsächlich als Gastarbeiter holte und die sicher die größte Gruppe der nicht aus medizinischen Gründen Beschnittenen darstellen. Ich vermute mal, dass Du in D kaum einen unbeschnittenen türkischstämmigen Mann finden wirst.

Du vergisst, dass die Muslime im Gegensatz zu den Juden kein festgelegtes Alter für die Beschneidung haben. Und ich habe einige muslimisch-gläubige Familien kennen gelernt, die es als Teil ihrer Integration in die hiesige Kultur und Rechtsauffassung ansehen, ihrem Kind die Freiheit zu lassen, mit der Beschneidung - und damit der körperlichen Zuordnung zum Islam - so lange zu warten bis sich das Kind tatsächlich selbst dieser Religion aus eigener Überzeugung zuordnet! Dies ist auch tatsächlich die Methode der Wahl. Hier in Deutschland bekennt sich ein Kind mit 14 rechtlich zu einer Religion, wenn es das möchte. Also erscheint es nur mehr als logisch, auch bis dahin mit jeglichen körperlich invasiven Maßnahmen zugunsten der Religion zu warten! Und immer mehr muslimischgläubige Menschen tun das auch. Dies hat ebenso mit Integration und Weiterentwicklung zu tun. Denn auch Religion hat den Anspruch und das Gebot, sich weiter zu entwickeln. Wenn nicht, so hätten wir in unserer Kultur heute auch noch Inquisitionen und Hexenverbrennung, nicht wahr?

Nur bei Juden und Muslimen erwarten wir das kein Stück, sondern schaffen ein Gesetz, um zu ermöglichen, an einem jahrtausende alten archaischen und grausamen Ritual festzuhalten, ohne einmal durch welche Umstände auch immer dazu bewegt oder im Zweifelsfall auch gezwungen zu werden, die Sinnhaftigkeit und die Menschlichkeit dahinter zu hinterfragen! Und damit wären wir wieder beim Thema Feigheit!

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