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Frau mit Inzest in Familie

D erfMensxch3 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

ich habe eine Frage. Angenommen man zeugt Kinder mit einer Frau, mit der man nicht verwandt ist, aber ihre Eltern Cousinen 1. Grades sind. Darüber ihre Großväter Halbbrüder sind..

Wäre es in diesem Fall gefährlich, was Kinder betrifft?

So wie ich es bisher gelesen habe, ist es nur gefährlich bzw. erhöht gefährlich, wenn man selbst mit der Frau verwandt ist oder solche Fälle in der Familie hat.

Vielen Dank im Voraus für hilfreiche und mit Fakten untermauerte Antworten.

Antworten
Mnazimkeexn


Huhu!

Also die Großväter sind Halbbrüder und die Eltern Cousin und Cousine?

Bei einem Verwandtschaftsverhältnis 1. Grades (also Cousin und Cousine mit denselben Großeltern) spricht man laut Wiki und Ahnentafel noch von Inzest bzw. Verwandtenheirat.

Wenn der Mann jetzt mit dem Kind der beiden anbandelt, ist es kein Inzest mehr, da keine Blutsverwandtschaft besteht.

D=er,Mens3chx3


Hallo,

genau so ist es.

Das heißt, dass trotz der Umstände theoretisch gesehen keine erhöhtes Risiko bei einer Kinderzeugung besteht?

P4lüschIbiest


Der Frauenarzt kann diesbezüglich eine genetische Beratung machen.

MEazikbeexn


Nein, da laut deiner Schilderung der Mann ja nicht mit der Frau verwandt ist.

JvorGi


Falls Ihr Bedenken wg. möglicher Mißbildungen/Behinderungen habt, solltet Ihr eine genetische Beratung aufsuchen. Die gibt es meist in Unikliniken. Oder der Frauenarzt kann Euch etwas empfehlen.

I5nch.97


Also nach meinem Wissensstand wird es erst wirklich gefährlich, wenn es sich um direkte Inzucht zweiter oder dritter Stufe handelt - das heißt an einem Beispiel ganz konkret:

Mutter und Sohn zeugen einen Jungen und ein Mädchen. Hier liegt das Risiko bei etwa 25% - aber nur dann, wenn die genetische Gleichheit auf ein bestimmtes "Resonanzgen" trifft, welches die Veränderung dann auslöst. Das hängt aber stark davon ab, ob ein solches "Resonanzgen" bei der Mutter schon aktiviert worden ist - weil in ihrer Blutslinie z.B. schon einmal Inzucht (direkt oder indirekt innerhalb x Generationen) vorkam. Ohne dieses Gen liegt das Risiko für mögliche Fehlbildungen etwa bei 5 % und noch darunter.

Zeugen nun die beiden Sprößlinge wiederum auch miteinander ein Kind - zweite Stufe - dann liegt das Risiko genau bei 25%, da das Resonanzgen in diesem Fall das erste Mal aktiviert wird.

Zeugt nun dieses Kind mit der ursprünglichen Mutter wieder ein Kind - dritte Stufe -, dann liegt das Risiko schon bei 50%, da sich das Resonanzgen verdoppelt.

Ab dieser Stufe ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit neg. genetischen Veränderungen zu rechnen. Das muss keine konkrete Behinderung sein, aber es gibt da sehr viele Nuancen an Beeinträchtigungen (z.B. geistige Unterbelichtung oder Abnormitäten im Gesicht; z.B. Nase oder Mundpartie).

Geht das weiter, steigt das Risiko auf 100%, auch wenn das dann nicht mehr so recht nachvollziehbar ist (z.B. wenn das Kind aus Stufe 3 wieder mit der ursprünglichen Mutter ein Kind zeugt) ...

Wird die Inzucht durch frische Partner unterbrochen, dann ruht das Resonanzgen und kann, je nach Dauer dieses Ruhens, auch wieder komplett verfallen (z.B. wenn 12 Generationen dazwischen liegen).

Alles was verwandtschaftlich klar unter der Inzucht erster Stufe liegt - ist mit einem sehr geringen Risiko behaftet. Aus diesem Grund sind in vielen Ländern ja auch Heiraten zwischen oder innerhalb bestimmter Familienzweige an der Tagesordnung (Indien, Türkei, Arabien). Klar zu unterscheiden ist bei allem aber Inzest und Inzucht.

PS: "Resonanzgen" ist kein wissenschaftlicher Begriff. Der eigentliche biochemische Vorgang dieser Aktivierung ist aber sehr kompliziert zu verstehen und somit ist dieses Wort denke ich mal eine recht gute Umschreibung ...

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