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Gesucht: Anleitung zum Brech-Management

d!reim7alneuxn hat die Diskussion gestartet


Der Titel ist ernst gemeint. Ich kann mit kotzenden Kindern nicht umgehen - ja, auch nicht bei meinen eigenen. Und fühle mich da völlig hilflos, eigentlich panisch. Bisher hatte ich fast immer Glück, dass irgendjemand anders das übernommen hat, aber darauf kann ich mich für die Zukunft ja nicht verlassen.

Nach dem Motto "Ich stelle mich meinem Feind" hoffe ich, dass mir hier ein paar erfahrene Eltern möglichst detailliert schildern können, wie man im Fall der Fälle am geschicktesten vorgeht. Ich habe nämlich gemerkt, dass es mir irgendwie hilft, wenn ich z.B. von Freunden genaue Infos kriege wie "erst das Grobe mit der Küchenrolle, dann mit dem Wischlappen", "ich lass ihn immer in Handtücher spucken" oder "ich halte sie auf dem Schoß und versuche den Eimer vorzuhalten". Ich fühle mich dann besser vorbereitet und versuche zu verinnerlichen, dass das ne ziemlich normale Sache ist.

Aber irgendwie ist es mir voll peinlich, meine Freunde da so auszuquetschen - obwohl die meisten von meiner Emetophobie wissen. Deshalb habe ich mich jetzt durchgerungen, es mal hier zu probieren...

Mich interessiert, wie ihr ggf. vorher merkt, dass ein Kind sich übergeben muss, wie ihr euch vielleicht schon vorher "ausrüstet" (doppelte Bettlaken, habe ich mal gelesen), wie dann der Ablauf hinterher ist (Kind umziehen/duschen?, wie was wann womit putzen, etc.) und wie die beste Vorbereitung auf das nächste Mal (Handtücher, Schüssel, Müllbeutel?).

Es geht mir vor allem um Kinder im Kindergartenalter, die es also noch nicht alleine aufs Klo oder zur Schüssel schaffen.

Antworten
dvreim:alnexun


Ich schubse das nochmal hoch.

d9ana-ex87


finde ich eine gute Idee von dir. :-)

Da meine sich meist im Schlaf übergeben, ist der Ablauf da hier soweit: Kind ins Badezimmer schaffen, ausziehen und je nach Verschmutzungsgrad waschen oder duschen, neu einkleiden und dann ab ins Ersatzbett, also entwerde ihr Reisebett oder bei mir ins Bett. Letzteres wäre bei dir wahrscheinlich nicht empfehlenswert, wegen der Wiederholungsgefahr.

Dann widme ich mich ihrem Bett, alles abziehen und dann doppelt mit der Wasserdichten Unteralgen neu beziehen. Nächstes Ersatzset für Decke und Kissen wird auch bereit gelegt. Das Zeug in die Wäsche, eventuelle Kuscheltiere extra, die mögen ja nicht so gerne gekocht werden.

Wenn es geht, dann das Kind zurück ins eigene Bett, Spuzcktuch aufs Kopfkissen um das schlimmste abzufangen und Wasserflasche mit stillem Wasser neben das Bett stellen.

h6ag-tyLs4ja


Meiner merkt es glücklicher Weise recht früh.

Deswegen darf er dann auf der Couch schlafen, die ist dichter am Bad und die Chance steigt, dass er es zum Klo schafft.

Ansonsten stell ich ihm immer einen Eimer am Kopfende hin. Den kann ich dann morgens ins Klo kippen.

Da ich auch ganz schlecht mit Kotzen umgehen kann, hab ich für mich die Lösung Schal über die Nase und Einweghandschuhe anziehen zum putzen... Naja und jede Menge Küchenrolle zum Entfernen.

Mjrs%_;D;axrcy


Da wir gerade ein Kind (bald 4) mit Erbrechen Zuhause haben: Der erste Schub ging auf den Fußboden - mit Zewa grob gereinigt, dann mit Lappen und Seife nochmal gewischt. Dann Eimer bereit gehalten (nach dem Spucken sofort im Klo entleert und gut ausgespült), das Kind sagt schon Bescheid, wenn es Spucken muss, der Rest ging dann immer in den Eimer. Die Betten haben einen Nässeschutz unterm Laken, damit die Matratze trocken bleibt. Diesmal waren wir ja vorgewarnt, weil es tagsüber anfing, also haben wir das Bett noch zusätzlich mit großen Badelaken (wir haben mehrere davon) ausgestattet. Sollte sich das Kind im Bett übergeben, einfach Badetuch austauschen, dazu noch Wechselwäsche fürs Kind bereit legen. Vollgekotzte (Bett-)Wäsche wird ausgespült und in den Hauswirtschaftsraum verfrachtet und am nächsten Morgen gewaschen, bzw. sofort, wenn es tagsüber passiert.

Einen Satz fertig bezogene Ersatzbettwäsche im Schrank zu haben (haben wir fürs Gästebett sowieso da), ist auch praktisch. Wir haben auch immer was zur Handdesinfektion in der Hausapotheke.

Beim jüngeren Kind ist es schwieriger, da es noch nicht Bescheid sagt - da wir das Bett eben mit den Badetüchern geschützt, Austauschhandtücher bereit gelegt, genauso Schlafanzug und Schlafsack. Kuscheltiere werden weitestgehend aus dem Bett entfernt.

M1rs_DDar^cy


Ach: Es bleibt dann auch immer einer von uns beim Kind. Wenn ein Kind dann aufwacht bzw. unruhig wird, halten wir schon den Eimer bereit, so hat es beim letzten Mal auch beim kleineren Kind (zu der zeit 1,5 Jahre) gut und fast unfallfrei geklappt. Das "Würgen" erkennt man dann doch recht schnell.

dyieb_naVseweisxe


Ich hatte so einen Instinkt, wann ein Kind kotzen muss, irgendwann können sie es auch ankündigen. Wenn es losgeht mit der Magen-Darmgrippe Kind möglichst schnell zum Klo schleppen oder zumindest an einen Ort, wo Schadensbegrenzung möglich ist. Je nach Schnelligkeit ist es schon gut, es von einem Raum mit Teppichboden in einen Raum mit glattem Boden zu schaffen, oder aus dem Auto zu einem Grünstreifen am Straßenrand. Dem Kind ein einen Eimer oder notfalls ein improvisiertes Gefäß (irgenddeine Tüte schnell ausleeren) vorhalten, zur Not ist ein waschbares Stück Stoff besser als ein nicht waschbares, z.B. die Sofadecke besser als die Polster, eine waschbare Jacke besser als die Autositzbezüge.

Wenn man weiß, es kommt vermutlich noch mehr sollte man vorbereitet sein. Haare nach hinten flechten, meine und die des Kindes, immer einen Eimer oder ähnliches griffbereit haben, immer Handtücher und Küchenrolle in der Nähe. Das Kind sollte sich nicht in Räumen mit Teppichboden aufhalten(falls nicht vermeidbar, abdecken). Nachts hab ich das Bett vorbereitet, erst eine wasserdichte Unterlage, dann mehrere Schichten alte Handtücher und nur waschbare Kissen und Decken im Bett. Wenn Kind dann nachts auf eins der Handtücher gekotzt hat, dieses zusammenknüllen, evtl. mit einem weiteren Kind abwischen, in eine vorbereitete Wäschekiste schmeißen, umdrehen, weiterschlafen. Wenn die Schicht Handtücher dick genug ist reicht das bis zum nächsten Morgen. Zwischendurch klares Wasser oder abgekühlten Tee in kleinen Schlucken trinken lassen, das sollte auch am Bett stehen.

hqag(-tDysja


Wenn Kind dann nachts auf eins der Handtücher gekotzt hat, dieses zusammenknüllen **, evtl. mit einem weiteren Kind abwischen, **in eine vorbereitete Wäschekiste schmeißen, umdrehen, weiterschlafen.

Bitte verzeih mir, aber mein Kopfkino sorgt gerade für hysterisches Lachen. Danke. ;-D

L#i/eszelottxe40


Für manche Fälle ist auch ein Nasssauger genial.... :=o

So ala....Kind verschluckt sich an letztem Löffel Spaghetti und rennt dann kotzend Richtung Klo..... (ich glaub man merkt es: persönliche, böse Erfahrung! ]:D )

B}erNberCitzex1


Das sicherste Indiz bei meiner Tochter war, wenn sie auf die Frage "Musst Du brechen?" mit Nein geantwortet hat. :-)

Ich habe auch ein Problem damit, andere kotzen zu sehen. Ich bin da sehr gesellig und stelle mich direkt dazu. :-)

Bei meiner Tochter hingegen war es kein Problem, da überwogen wohl die Beschützerinstinkte. Also Nase zu und durch. Lappen, Zewa usw. Geht schon!

Gruß, die Berberitzen

allktvavia


Ich war beim ersten mal so überfordert, dass ich mein Kind nach dem ersten Schwall auf so einen ikea Hocker in die Badewanne gesetzt habe, damit ich das Bett abziehen und alles putzen kann. ;-D Mein Mann war dann natürlich bei ihr.

Duschen finde ich nicht so toll, wenn das Kind gerade so fertig ist...

aGlkgtavixa


Ansonsten man kann auch Glück haben, meine große hatte das insgesamt 2 mal, (sie ist jetzt 6). Und nur ein mal wirklich schlimm. Damals mit 2, mit der Badewanne.... Dafür aber meine kleine ich schätze mal 20... In Prinzip ist schon alles gesagt. Ich habe ihr das oft schon beim Abendessen angemerkt. Schlecht gegessen, oder gar gewürgt. Dann habe ich schon mal ihr Bett mit einem großen Badetuch ausgelegt, und ihr keinen Daunenschlafsack angezogen. Sondern normale,warme Klamotten und mit noch einem Badetuch zugedeckt.

Und dann relativ früh kam es schon, dass sie Bescheid sagen könnte. Ab da war eh einfach. Ich habe immer 2 Eimer, damit sie immer einen sauberen zum kotzen hat. Sonst ist es zu eklig. Beide Eimer stehen übrigens immer neben ihrem Bett. Alleine kann ich das aber trotzdem nicht so gut. Mein Mann ist dann nach Möglichkeit immer dabei. Einer muss dem Kind beistehen, einer Eimer leeren, putzen. Und ich werde übrigens auch immer ziemlich panisch bei sowas. Vor allem, wenn es sich erst ankündigt. Wenn ich dann schon mittendrin bin, dann geht wieder... Aber von allen gewöhnlichen Kinderkrankheiten, ist das für mich definitiv Nummer eins auf meiner hassliste.

d2anae8x7


Alktavia, ich würde auch gerne auf Duschen verzichten, aber wenn ein Kind im Schlaf bricht und dann weiterschläft und sich dabei reinrollt, dann lassen die haare einem einfach keine Wahl mehr. %:|

a?.fixsh


Meine Mutter hat die Eimer immer schon mit etwas Wasser gefüllt, so zu einem Drittel oder so. Ich mach das auch so. Vorteile sind, dass sie nicht so leicht umkippen, sich leichter auskippen/reinigen lassen und der Geruch abgemildert wird.

C)hozupet~te_Finnixan


Oh ja, Eimer zum Teil mit Wasser befüllen und Kotze kann man toll mit Katzenstreu binden. Ist zumindest besser, als danebenzureihern... o:)

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