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@Transgender: wann gemerkt? (5 jähriger Junge)

clriexcTha2rlxie


ich hatte eine gruselige Kindheit (Gewalt, Vater Alkholiker, später gestorben...)...

und für mich war imemr klar, dass ich lieber ein Junge wäre, auch, weil die iwie leichter Freundschaften geschlossen haben,

so sah es zumindest von außen so aus.

Das hat sich aber "verwachsen" und dann ziemlich aufgehört so mit Mitte 20, als ich dann einen Mann geheiratet habe.

Im Nachhinein war es mein kindliches Bestreben nach Macht und Kontrolle, ws ich einem männlichen Wesen mehr zugeschrieben habe (größer, lauter, kräftiger...). Das habe ich auch nicht ganz abgelegt, ich habe eine extreme Autoritätsperson geheiratet und mir auch einen Beruf gesucht, in dem ich wenig reingeredet bekommen von Chefs etc.. bei gleichzeitigem ungesprochenen Gesetz,

dass ich meist bestimme, was Sache ist (Klassenzimmer). Deswgen meine Frage: kann es sein, dass er was kompensiert, was zieht ihn denn an am Mädchensein, was er bei Jungs nicht beobachtet (hat)?

Insgesamt erscheint es mir aber alles schon sehr deutlich, vor allem, nachdem er ja weiß, wer er ist (ein Mädchen) und versucht das so zu leben, indem er sioch auch aktiv on Jungs/Jungssachen abgrenzt (Klamotten)...

Kidnerpsychologe wäre glaube ich ganz gut.

E|llen1 9d7x5


Hallo lieber Philipp,

vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag und ein noch viel größeres Dankeschön, dass Du den Mut aufgebracht hast Dich hier nach Rat umzuschauen. Leider ist es in unseren aktuellen Gesellschaft immer noch so, dass viele trans oder nonbinäre Kinder nicht die nötige Unterstützung von ihren Eltern und/oder dem sozialen Umfeld erhalten die sie benötigen um mit ihrer eigenen schwierigen Situation zurecht zu kommen. Dabei haben es die Eltern übrigens meist auch nicht immer leicht. Daher nochmals an dieser Stelle Danke.

Nun aber zum eigentlichen Grund warum ich mich hier zu Wort melde. Vielleicht kann ich meinen kleinen Anteil dazu beitragen Dir/Euch und eurem Kind zu helfen. Ich bin selbst eine betroffende Person und lebte knapp 38 Jahre ein Leben was nicht wirklich "meins" war. Also ja, ich habe selber eine transsexuelle Vergangenheit und kann in den Grundzügen schildern wie es eurem Kind geht.

Nur so viel schon mal vorweg. Ihr werdet die professionelle Hilfe eines erfahrenen Kinder und Jugendpsychologen brauchen, der sich im trans etc. auskennt bzw. Erfahrungen damit gemacht hat. In den meisten größeren Städten (z.B. Frankfurt am Main) gibt es zum Glück mittlerweile dafür sogar spezial Kliniken. Und macht Euch keine Sorgen. Dieses werden das Kind weder in die eine noch in die andere Richtung schubsen. Es wird mehr oder weniger "nur" - dabei ist das essentiell - versucht heraus zu finden, ob eine Geschlechtsidentitätsstörung vorliegen könnte. Bzw. es wird dem Kind geholfen sich selbst zu erkennen. Lieber jetzt frühzeitig erkannt als die wirklich belastende Pubertät / Jugend etc. mit zu machen. Also daher die Bitte lasst einen Fachmann/ eine Frachfrau sich ein Bild machen.

Und nun aber zu dem von Dir beschriebenen Verhalten. Wenn ich mich an meine eigene Kindheit zurück erinnere deckt es sich so ziemlich genau mit dem wie ich es selber erlebt habe. Ich habe mich schon immer mehr den Mädchen zugehörig gefühlt. Hatte auch fast ausschließlich nur Freundschaften mit ihnen. Jungs waren mir einfach immer zu grob, zu blöd etc. Doch habe ich von Außen immer direkt oder indirekt mitgeteilt bekommen, dass ich anders zu sein habe. Also habe ich irgendwann immer wieder versucht die mir auferlegte Rolle zu erfüllen. Naja, ging halt nicht immer gut. Durch die Jahre wurde ich nur immer besser.

Man versucht halt einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Auf der Suche nach "Anerkennung" .. doch so bald dieser Äußere Druck war vielen die Steine der aufgebauten Schutzmauer. Reaktionen wie beleidigt sein etc, waren normal. Ein kleines explosives Fass eben. Was jetzt kommt ist nur eine Vermutung. Eurem Kind wird es nicht anders gehen. Es ist ein ständiges auf und ab. Wie definiert ein Kind etwas, was es nicht kennt.

Wenn es sagt "Ich bin ein Mädchen" - aber immer wieder das Gegenteil gesagt bekommt. Mit dem Begriff trans kann ein Kind mit fünf Jahren aber eben auch noch nicht viel anfangen. Zumindest konnte ich es nicht. Irgendwann machte ich halt mit mir selber einen Kompriss und habe mich einfach als "anders" definiert. Funktionierte aber auch nur solang bis die eigene Psyche mir einen Strich durch die Rechnung machte.

Ich hoffe, ich konnte Dir schon ein wenig helfen und Dir den Anstoss geben, dass Du Hilfe bei einer Spezialabteilung für Transkinder suchst. Erst dort können sie Dir mit Klarheit sagen, was nun Sache ist. Aber gleich vor weg. Für mich hört es sich schon sehr danach an, dass euer Kind eine Geschlechtsidentitätsstörung hat.

Alles Liebe und alles Gute

Ellen

P\lüschxbiest


Dieses weder in die eigene noch die andere Rolle schubsen halte ich für sehr wichtig.

Leider passiert aber genau das sehr häufig bei Menschen mit dieser Problematik.

Väter und Mütter haben sehr oft genaue Vorstellungen, wie ihr Kind sein soll.

Und Väter wollen keine rosa tragenden Jungs die gerne zum Ballett gehen,

oder Mädchen die sich am liebsten mit den Nachbarjungs einen Wettstreit um die coolsten Klamotten und die tollsten Matchboxautos liefern. Da wird dann oft ganz schnell gegengesteuert.

Eltern die ihr Kind lieben sollten alles dafür tun, dass ihr Kind glücklich werden kann,

Dazu gehört meiner Meinung nach die eigenen Wünsche in Bezug auf das Kind hinten an zu stellen

und dem Kind zu ermöglichen seinen eigenen Weg zu gehen.

Leider gibt es immer noch Eltern die genaue Vorstellungen davon haben wie ihr Kind zu sein hat und was es später einmal werden soll. Und dann wird versucht das Kind dahingehend zu formen.

Nxofxy


Plüschbiest schrieb, wie ich finde, den besten beitrag hier, ob penis oder scheide ist egal, will er ein kleid tragen, bitte, will sie kurze haare, bitte, kinder sollten sich nicht über ihr biologisches geschlecht identifizieren müssen, egal wer was darüber denkt und genau so sollte man kinder erziehen, dass es kein geschlechterspezifisches aussehen oder auftretten gibt und jeder so sein soll wie er möchte

DCie BlDut*lixnie


Huhu

Ich empfehle unbedingte Es alles ernst zu nehmen!!!! Geht mit ihm/ihr zum kinderpsychologen und helft ihm/ihr seine Identität zu finden.

Nichts ist schlimmer als so zerissen zu sein nicht zu wissen was los ist.

Ich habe zwar damit nicht zutun aber wir waren aus einem anderen Grund dort. Es ist so schön endlich den Grund zu wissen.

Habe mich mit dem thema privat Sehr belesen. Hat mich interessiert. Kinder sind viel entspannter wenn man ihnen hilft.

Deshalb mein Rat geht dort hin. Je eher desto besser.

P;hipxps


Guten Abend!

Es freut mich, dass hier ein guter Austausch möglich ist. Ich habe in einem Forum, das sich konkret um das Thema dreht eher negative Erfahrungen gemacht weil man sehr schnell in die Ecke gedrängt wird, dass man sein Kind nicht unterstützen will. Das stimmt aber nicht!

Wir nehmen unser Kind wie es ist und haben ihn auch nie gebremst in seinem freien Willen, aber man macht sich einfach Gedanken wie es sich weiter entwickelt und was auf ihn zukommen kann an Problemen. Wir nehmen es auf jeden Fall ernst. Dass meine Frau es für eine Phase sieht, meint nicht sie nimmt es auf die leichte Schulter, aber ihre Sorge ist in dem Fall dass wir ihn drängen sich absolut als Mädchen zu bekennen, obwohl er einfach noch nicht zu sich gefunden hat. Berechtigt?? Sie ist eher der Ansicht, dass es die Zeit zeigen wird und wir ihn einfach lassen sollen. MIr hingegen macht sein Verhalten und Verhaltensprobleme oft Kopfzerbrechen.

Deswegen haben wir es wohl bei Erzieherin, Kinderarzt angesprochen aber nicht den Schritt weiter gemacht zu Kinderpsychologe oder Zentrum. Infomationen haben wir, auch Folder und Kontaktinfos. Es wird jetzt aber der nächste Schritt sein, weil die Experten es neutral beurteilen können und ihre Erfahrungswerte haben.

Denn wir wollen ihn in keine Richtung drängen, weder so noch so. Wenn es bei ihm jedoch so ist und er Transgender ist, werden wir ihn klarerweise auch unterstützen, aber wir sind noch auf der Suche nach Antworten und die Frage ist ob ein Kind in dem Alter überhaupt sicher wissen kann, was es will. Vor allem weil man in dem Alter die Folgen und Konsequenzen auch nicht sieht. Im Kindergarten geht es mehr oder weniger gut, aber wir haben große Sorge wie es in der Schule weitergeht und er früher oder später einfach sozial gebrandmarkt ist. Oder er uns Vorwürfe macht dass wir ihn es auch dermaßen ausleben haben lassen, obwohl es doch nur eine Phase ist, die irgendwann endet. Das sind Sorgen, die macht man sich als Eltern und das hat nichts damit zu tun, dass wir es nicht ernst nehmen oder die Augen vor der Wahrheit verschließen. Wir sehen auch die Probleme, die es mitsichbringt und vielleicht kommen. Jetzt zum Teil schon da sind und sich in seiner Frustration und Aggression öfter mal äußert.

ich hatte eine gruselige Kindheit (Gewalt, Vater Alkholiker, später gestorben...)...

Ist bei uns nicht so! Wir sind eine normale Familie, haben noch einen zweiten Sohn und läuft alles gut. Kleine Probleme hat jeder, aber nichts außergewöhnliches.

Deswgen meine Frage: kann es sein, dass er was kompensiert, was zieht ihn denn an am Mädchensein, was er bei Jungs nicht beobachtet (hat)?

Er grenzt sich vollkommen ab von anderen Jungs (außer dem kleinen Bruder und der soll im Spiel auch lieber Mädchen verkörpern wenn es nach ihm geht), Jungs sind blöd, Jungs sind doof und so weiter. Selbst ist er interessiert an jeglichen Spielen mit Figuren und Puppen (Enchantimals, Kuscheltiere, Eiskönigin, Schleichpferde) und basteln, malen, Malbücher,... Vieles was sein Bruder spielt ist ihm entweder zu wild oder zu langweilig. Von der Art her ist er sehr selbstbewusst, quirlig, fröhlich, aber eben auch hitzköpfig, bestimmerisch, schnell beleidigt, schnell sauer. Sehr wichtig sind ihm seine Haare und sein großer Wunsch sind Ohrringe. Interessiert sich also auch für vieles, was optisch einfach mit Mädchen assoziert wird. Nicht extrem aber es ist schon eine deutliche Tendenz.

Und nun aber zu dem von Dir beschriebenen Verhalten. Wenn ich mich an meine eigene Kindheit zurück erinnere deckt es sich so ziemlich genau mit dem wie ich es selber erlebt habe. Ich habe mich schon immer mehr den Mädchen zugehörig gefühlt. Hatte auch fast ausschließlich nur Freundschaften mit ihnen. Jungs waren mir einfach immer zu grob, zu blöd etc. Doch habe ich von Außen immer direkt oder indirekt mitgeteilt bekommen, dass ich anders zu sein habe. Also habe ich irgendwann immer wieder versucht die mir auferlegte Rolle zu erfüllen. Naja, ging halt nicht immer gut. Durch die Jahre wurde ich nur immer besser.

Man versucht halt einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Auf der Suche nach "Anerkennung" .. doch so bald dieser Äußere Druck war vielen die Steine der aufgebauten Schutzmauer. Reaktionen wie beleidigt sein etc, waren normal. Ein kleines explosives Fass eben. Was jetzt kommt ist nur eine Vermutung. Eurem Kind wird es nicht anders gehen. Es ist ein ständiges auf und ab. Wie definiert ein Kind etwas, was es nicht kennt.

Wenn es sagt "Ich bin ein Mädchen" - aber immer wieder das Gegenteil gesagt bekommt. Mit dem Begriff trans kann ein Kind mit fünf Jahren aber eben auch noch nicht viel anfangen. Zumindest konnte ich es nicht. Irgendwann machte ich halt mit mir selber einen Kompriss und habe mich einfach als "anders" definiert. Funktionierte aber auch nur solang bis die eigene Psyche mir einen Strich durch die Rechnung machte.

Ich hoffe, ich konnte Dir schon ein wenig helfen und Dir den Anstoss geben, dass Du Hilfe bei einer Spezialabteilung für Transkinder suchst. Erst dort können sie Dir mit Klarheit sagen, was nun Sache ist. Aber gleich vor weg. Für mich hört es sich schon sehr danach an, dass euer Kind eine Geschlechtsidentitätsstörung hat.

Alles Liebe und alles Gute

Ellen

Hallo Ellen!

Speziell deine Antwort war sehr hilfreich und ich finde es erstmal ganz groß, dass du so offen und ohne Vorwürfe Stellung beziehst. Im genannten Forum war der Austausch sehr voreingenommen gegenüber fragenden Eltern und der Tonfall von selbst Betroffenen sehr aggressiv, wenn man Sorgen und Bedenken äußerst. Ich denke wir werden es in Angriff nehmen und uns bei Spezialisten beraten lassen wie sie die Situation einschätzen. Erst dann kann man auch weiterdenken. Uns ist einfach das wichtigste, dass es unseren Kindern gut geht und sie ihren Lebensweg gut machen können.

Polüschcbiehst


Dass das Ganze nur eine Phase ist, ist die Standardreaktion aller Eltern die hoffen, dass ihnen und ihrem Kind die weiteren Probleme die eine Angleichung mit sich bringt erspart bleibt.

PJhipxps


Naja, du hast auch leicht reden. Wir wissen nicht ob es eine Phase ist oder nicht, wobei Phase auch falsch ist. Vielleicht entwickelt er sich weiter und eindeutig in die Richtung, dass er ein Mädchen sein will oder aber nicht.

Wir nehmen es nicht auf die leichte Schulter und sehen auch die Probleme und Schwierigkeiten die es mit sich bringt. (Auch die Probleme, die er bekommen kann, wenn er es nicht leben darf/kann!!) Aber wenn es sein Weg ist, dann ist es so. Ich glaube alle Eltern wollen, dass es ihren Kindern gut geht und da denkt man eben in mehrere Richtungen. Deinen unterschwelligen Vorwurf kannst du dir sparen.

P^lschbiexst


Du hast da in meinem Satz was hinein interpretiert, was ich so nicht gemeint habe.

Es ist einfach nur eine Reaktion die eben gehäuft vorkommt, nicht mehr und nicht weniger.

P3ythoxnist


Plüschbiest schrieb, wie ich finde, den besten beitrag hier, ob penis oder scheide ist egal, will er ein kleid tragen, bitte, will sie kurze haare, bitte, kinder sollten sich nicht über ihr biologisches geschlecht identifizieren müssen, egal wer was darüber denkt und genau so sollte man kinder erziehen, dass es kein geschlechterspezifisches aussehen oder auftretten gibt und jeder so sein soll wie er möchte

Aber wenn man das so sagt, dann kommt doch das Kind auch in Konflikt. Denn es schaut in die Welt da draußen, will diese Welt sortieren, ordnen, verstehen. Das Kind sieht doch Männer und Frauen. Es bemerkt "Häufungen" im geschlechterspezifischen Aussehen und Auftreten. Es kann noch nicht "statistische Häufungen" verstehen, aber es kann verstehen: Mädchen haben auch mal Kleider und Röcke an, Jungs oder Mädchen können Hosen anhaben. Das Kind sieht doch auch Häufungen in den Frisuren. Später in sowas wie Körpermaßen, Körperkraft - wieder zumindest statistisch.

Bei "und jeder so sein soll wie er möchte" vermittelt man einen großen Sinn von persönlicher Freiheit. Aber trotzdem soll ja dabei auch ein Sinn von Erziehung, sozialen Regeln, sozialen Normen, richtigem/falschen Verhalten rüberkommen. Ich denke, klassische Rollenklischees, die sind überholt. Aber darunter darf ja dann nicht der soziale Umgang leiden, denn egal ob er sich als Junge oder Mädchen sieht, es spricht ja für eine gewisse Unsicherheit/Launigkeit, wenn sich diese Selbstsicht alle Nase lang ändert. Ich denke, dass für Kinder gerade Mutter+Vater Beispiele im Rollenverhalten für Frau+Mann sind.

Bei "und jeder so sein soll wie er möchte" gibt es aber auch Gefahern: Wenn jede/r macht, was er/sie möchte, woran gibt es dann Orientierung und Halt? Oder wo gibt es dann Vorbilder? Wie klappt dann das Akzeptieren von Regeln oder Autoritäten? Ich denke, viele dieser weitergehenden Fragen gehören hier zum Forum Erziehung, wo es eh genug Meinungen gibt. Weil sie an sich nur mit Kindererziehung allgemein zu tun haben, und weniger mit dem Aspekt der Geschlechtsidentität.

Am Ende kommen halt genetische Einflüsse (das würde ich schon mal diagnostizieren lassen) und Umwelteinflüsse (z.B. Erziehung) zusammen. Was ich tatsächlich schwierig finde: wann und wie bindet man das Kind in diese Untersuchungen, Analysen oder Therapien ein? Vielleicht lässt sich ein Setting finden, das nicht gleich klinischen Charakter hat, und damit auch kein gewisses "Kranksein" suggeriert, sondern erstmal nur ein "Du bist auf die eine oder andere Art etwas Besonderes."

prel^ztierx86


Mglw. ganz interessant:

[[https://www.youtube.com/watch?v=nkRjQcdNjB8]]

ROaupeKNim me>rZsatxt


Ich finde es wichtig, das ernst zu nehmen, zumal das Kind ja sehr eindeutige Vorstellungen hat. Allerdings muss man in der momentanen Zeit auch aufpassen, dass man ein Kind nicht gleich in Richtung Transgender einsortiert, weil es gerade ein grosses Thema in den Medien ist. Es KANN eben schon eine Phase sein.

Mein Sohn (allerdings mit der Konstellation grosse Schwester) ist auch oft im Kleidchen rumgelaufen, wollte die Haare wachsen lassen und hatte Haarschmuck. Seinen Namen hat er in die weibliche Form gebracht. Zwischen 5 und 6 hat das dann von ganz alleine aufgehört. Er ist auch jetzt mit knapp 8 nicht der typische Junge (spielt mehr mit Mädchen, mag kein Fussball), aber ich sehe keine Zweifel an seiner Geschlechtsidentität.

pJla>ceis


Ich denke auch, ein Psychologe wäre eine gute Idee.

Und sei es nur um zu lernen, wie ihr ihn bestmöglich entlasten könnt (er scheint ja darunter zu leiden, dass er nicht weiß, "was" er ist) und gut mit ihm umgehen könnt. Irgenwann wird er es wissen, aber bis dahin könnte er Hilfe gebrauchen @:)

NMofy


Pythonist, verstehe ich das richtig dass Mädchen mit kurzen Haaren, blauen Superheldenschuhen und weiten Klamotten nicht erzogen sind? Oder wie verbindest du das mit erziehung? Ich habe genau so ein Knirpsi hier, sie weiß sie darf sein wer sie will, sie weiß wer behauptet etwas sei nur für jungs oder mädchen ist "doof" weil kein spielzeug oder kleidungsstück ein geschlecht hat. Deswegen fiel es ihr leicht zu sagen dass sie lange haare nicht mag und sich diese vom frisör kurz schneiden lies, ist nun schon paar Jährchen her aber die haare sind immer noch kurz. Wenn sie deswegen jemand als junge bezeichnet, lacht sie darüber, wie wir es zuletzt gestern hatten. Sie hat nicht den druck anderen mit ihrem aussehen zu gefallen bzw eine rolle zu spielen, was ich super finde auch wenn ich es manchmal schon schade finde dass ich kein bilderbuch mädchen habe der ich zöpfe machen kann, was solls ^^

Wenn du meinst dass kinder in rollen gedrängt werden müssen, bitte aber ich finde dass das falsch ist, weil nicht mein körper aussagt wer ich bin.

P)lüsch-biexst


denn egal ob er sich als Junge oder Mädchen sieht, es spricht ja für eine gewisse Unsicherheit/Launigkeit, wenn sich diese Selbstsicht alle Nase lang ändert.

Mit Launenhaftigkeit und unerzogen hat das mal so rein gar nichts zu tun.

Das Kind bekommt in seinem Umfeld ja mit, dass man als Junge eben aussieht wie ein Junge und sich auch so benimmt wie einer.

Und da ihm bislang von allen Seiten vermittelt wurde, er wäre ein Junge versucht er sich eben in diese Rolle einzufinden. Nur hin und wieder merkt er halt, dass er eben anders ist. Dass er eben nicht der klassische Junge ist.

Dieses hin und her, mal Junge, mal Mädchen ist typisch für Kinder mit einer Geschlechtsidentitätsstörung.

Man versucht eben sich dem anzupassen, was andere in einem sehen.

Was so ein Kind braucht ist ein Umfeld, dass ihn einfach mal machen lässt und ihm sagt,

wir stehen voll und ganz hinter dir. Du darfst auch gerne ein Mädchen sein, wenn du dich damit besser fühlst.

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