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@Transgender: wann gemerkt? (5 jähriger Junge)

P9lxüsc+hbiesxt


Kinder mit einer Geschlechtsidentitätsstörung wissen meist ganz eindeutig was sie sind.

Da fallen keine Sätze ala, ich wäre gerne ein Junge weil ........

Oder ich wäre gerne ein Mädchen weil....

m4e.lly2x10


Weser ich selbst noch mein Sohn sind transgender, aber ein Freund von mir. Er hat sobald er 18 war dann auch die geschlechtsangleichenden OPs machen lassen und lebt jetzt als Mann, obwohl er als Mädchen geboren wurde. Er sagt auch, daß er schon eigentlich immer wusste, daß er ein Mann/Junge ist.

Was ich so mitbekommen habe, kann man im Alter eures Kindes aber noch nicht zu 100 % sagen, wohin die Reise geht. Es gibt auch Jungen die in dem Alter sehr mädchenhaft sind/sagen sie sind ein Mädchen und die dies dann später noch ablegen und auch welche die später zwar homosexuell und relativ feminin sind, sich aber dennoch als Mann und nicht als Frau sehen. Daher werden irreversible Dinge wie geschlechtsangleichende OPs auch erst mit der Volljährigkeit und dem Abschluß der Pubertät gemacht. Selbst dann wenn jemand von vorne herein und immer sagt, daß er/sie im falschen Geschlecht geboren wurde.

Es ist wie hier schon mehrmals gesagt wurde, sehr wichtig, daß ihr eurem Kind vermittelt, daß ihr ihn/sie annehmt und liebt wie er/sie ist und egal wo die Reise geht. Das tut ihr ja auch so wie ich das verstanden habe, und das ist schonmal sehr viel. Und von wegen wie sehr ihr ihn/sie auf die Mädchenrolle festlegt...ich würde euer Kind selbst entscheiden lassen bzw ihn/sie in der jeweiligen Situation einfach fragen. Die Einbeziehung eines entsprechend spezialisierten Kinderpsychologen fände ich schon gut. Ich denke es würde euer aller Leben in den nächsten Jahren einfacher machen und eurem Kind helfen seinen Platz besser zu finden.

PXlüsDchbiesxt


Der TE scheint wohl kein Interesse mehr an seinem Faden zu haben.

Im Zeitalter von Smartphones dürfte es ja ein leichtes sein, mal kurz was zu schreiben.

Cchxe


Plüschbiest,

Du drückst da eine Anspruchshaltung aus, die unangebracht ist, und ziehst m.E. falsche Schlüsse.

Der TE hat sich wiederholt für die hilfreichen Beiträge bedankt. Er ist nicht verpflichtet, sich auf jeden noch folgenden Beitrag hin zu melden.

Wenn die Familie sich z.B. gerade um Termine bei Spezialisten kümmert, hat der TE vermutlich auch noch nichts neues zu berichten.

Und ob er überhaupt mit dem Smartphone hier ins Forum geht, ist angesichts der langen Beiträge ohnehin zweifelhaft.

Dieser von Dir geäußerte Anspruch besteht einfach nicht. Auch wenn Dein Interesse am Fortgang natürlich verständlich ist, wirkt Dein Beitrag nicht motivierend für den TE, sich hier nochmals zu melden.

Paytvho)nist


Pythonist, verstehe ich das richtig dass Mädchen mit kurzen Haaren, blauen Superheldenschuhen und weiten Klamotten nicht erzogen sind?

Nein, das verstehst du nicht richtig, denn so hatte ich es nicht gemeint.

Ich wollte zwei Teile ausdrücken.

1) es gibt geschlechtsspezifische, statistische Häufungen im Verhalten, z.B. auch Kleidung und Frisur => und von mir aus kann in diesem Punkt (Verhalten) davon jeder abweichen, der will, was eben im Rahmen der Gesetze bleibt.

Etliche Gesetze (z.B. ) und öffentliche Regeln müssten für eine vollständige Gleichheit der Geschlechter noch geändert werden, aber das kann ich mir vorstellen, dass das kommen könnte. Es kam ja in anderen Bereichen auch, z.B. Zulassung zur Bundeswehr, Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen.

Würden wir die Gendergleichheit noch weiter in alle Lebensbereiche ausdehnen, würde als erstes die Geschlechtertrennung im Sport entfallen. Aus z.B. "Männerfußball" und "Frauenfußball" würde nur noch "Fußball" werden, äquivalent in allen anderen Sportarten. Die Anforderungen wären dann identisch.

Die Grenzen ergeben sich an der individuellen Biologie. Ein biologisch weiblicher Körper hat z.B. zwangsweise Probleme damit, ein Kondom oder ein Urinal zu benutzen. Ein biologisch weiblicher Körper wird irgendwann mit Menstruation konfrontiert. Ein biologisch männlicher Körper kann nicht schwanger werden, hat aber dafür in der Regel irgendwann einen Stimmbruch. Für Kinder ist das erstmal noch nicht für sich selbst relevant, aber schon z.B. in der Familie. Wenn ein Kind fragt: "Warum kann der Papa denn nicht das Brüderchen oder Schwesterchen bekommen?" dann brauchen Erwachsene eine plausible stimmige Antwort. Oder warum sieht der Papa unter der Dusche so aus und die Mama anders. Selbst unter Kindern an sich fragen sich doch Kinder da Fragen zu ihrem Körper und sie vergleichen sich.

2) es gibt Erziehung zu sozialem Verhalten an sich - losgelöst vom Geschlecht einfach aus der Relation Mensch zu Mitmenschen. Dieser Teil gehört in jede Erziehung.

Der Teil 1) kann also nicht als "Mach generell und allgemein doch, was du willst" vermittelt werden. Er kann losgelöst sein von so Geschlechtsklischees, aber die Rolle einer Erziehung generell, zur Einhaltung von Gesetzen, die bleibt.

In dem Fall, dass ein Kind über sein biologisches Geschlecht entscheiden wollte, und dann eben die passende Hormontherape bekommt, halte ich die Verantwortung für das Kind für zu groß, weil die medinizischen Eingriffe in den Körper bedeutend sind. Also werden letztlich Eltern entscheiden, i.d.R. unter Hinzunahme ärztlichen Rates.

Wenn du meinst dass kinder in rollen gedrängt werden müssen, bitte

Meine ich nicht. Außer in die Rolle eines Bürgers/in, der/die die Gesetze achtet und sich sozial verhält. Es lebt sich so einfach besser.

aber ich finde dass das falsch ist, weil nicht mein körper aussagt wer ich bin.

Er sagt etwas aus über dein biologisches Geschlecht. Ob das dann bestimmend ist für "wer ich bin" ist jedem selbst überlassen, finde ich. Und auch andere Sachen sind ja wichtig: Krankheiten eines Körpers, Behinderungen setzen zumindest an bestimmten Stellen Grenzen, wo sich dann z.B. Therapien oder Hilfsmittel anbieten. Wo es aber dann ziemlich globalgalaktisch wird: Ich sehe Körper als Teil der Identität.

Niofxy


Im Grunde stimme ich dir zu, nur, um ein gesetzeachtender Mensch zu sein, braucht es weder einen Penis noch eine Scheide. Kinder müssen gewisse Dinge lernen aber das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, egal ob Stimmbruch oder Periode.

PjythZonixst


Ist schon klar. Ich wollte nur die Abgrenzung schaffen zwischen 1) dem Kind gendermäßig viel Freiheit geben/lassen und seine Erfahrungen sammeln (Freiheit lassen im geschlechtsspezifischen "Rollenbild") und 2) das Kind kann generell tun und lassen was es will (dann wäre es ein Mangel an Erziehung).

Und beides davon abgrenzen, dass der medizinische Teil mit z.B. externer bewusster Hormongabe nochmal eine Steigerungsform ist, die einen starken Eingriff in die Biologie bedeutet. Eine, die unmöglich nur am Willen des Kindes orientiert sein kann, einem Kind, das selbst nur geringe biologische und medizinische Kenntnisse hat und

das selbst noch gar nicht wirklich rechtlich über sich und seinen Körper entscheiden kann.

Noofxy


Das meinte hier aber niemand. Hier ging es immer nur um, dem Kind die Freiheit geben zu sein wie es will, sprich haare, kleidung, verhalten (selbstredend sozial) und die eltern es nicht aufgrund der weichteile anders behandeln sollen.

PUythonnist


Das meinte hier aber niemand. Hier ging es immer nur um, dem Kind die Freiheit geben zu sein wie es will, sprich haare, kleidung, verhalten (selbstredend sozial)

Ich finde, da gibt es einen guten Bereich persönlicher Freiheit.

Dann aber kommt eine durchaus problematische Verbindung: ein Kind, dass sogar die Macht bekommt, sein biologisches Geschlecht zu beeinflussen (über die Eltern, dann die Ärzte, dann Hormontherapie) wird sich generell in einer sehr starken Machtposition wähnen. Aus psychologischer Sicht gesehen.

Und es gibt Grauzonen persönlicher kindlicher Freiheit, die nicht durch Gesetze oder Normen geregelt sind. Sie ergeben sich aus Gruppenverhalten.

und die eltern es nicht aufgrund der weichteile anders behandeln sollen.

Die Differenzierung kommt ja, ob man will oder nicht, von ganz allein: in der Schule gibt's die Entscheidung Jungen-Toilette oder Mädchen-Toilette, im Schwimmunterricht oder Sportunterricht die Entscheidung, welche der beiden Umkleiden. Diese Differenzierung/Segregation kann man hassen (und dran arbeiten, sie zu verringern oder aufzuheben), aber sie ist erstmal ja da.

Und mit einsetzender Pubertät wird es dann auch geschlechtsspezifisch, weil die körperlichen Veränderungen dazu kommen und Kinder z.B. ein Verständnis für den eigenen Körper bekommen wollen.

N.ofy


Wer sagt denn hier bitte dass sich kinder unter das messer legen sollen, hormone erhalten sollen und lebensverändernde entscheidungen treffen sollen? Ich rede davon dass man sein kind nehmen soll wie es ist, ohne es mit "nein, das ist für mädchen" zu beeinflussen. Dass es getrennte klos gibt, ist so aber das kann ich als mutter nicht ändern, ich kann auch die pupertät nicht ändern, ich kann nur meinem kind das gefühl geben dass, auch wenn es sich nicht typisch für das eigene geschlecht benimmt, was die geselschaft einem versucht vor zu schreiben, dass es ok ist, dass man das kind genau so liebt und es unterstützt. Hormone, ops oder zb auch tattos sind entscheidungen die man ein kind nicht treffen lässt, da die nicht verstehen können welchen einfluss das haben kann und anwarten ist dann in meinen augen schon das beste bis das kind wirklich versteht was es da möchte und was es dafür in kauf nehmen muss, doch davon redet hier niemand.

Lharqus


Unterstützung und Ausstausch mit anderen Eltern gibt es hier [[http://www.trans-kinder-netz.de/]]

Kinder darin zu unterstüzen sie selbst zu sein und dabei nicht mit Normen Druck aufzubauen, finde ich persönlich den besten Weg ein Kind zu begleiten. So lange es nicht um OPs und Hormone geht, kann man alles ausprobieren und ohne körperliche Folgen auch wieder umkehren oder einen neuen Weg suchen und finden.

Rat und Untzerstüzung für die Eltern durch Experten speziell für Kinder und Jugendliche ist sicher sinnvoll. Spätestnes wenn man als Eltern feststellt, dass es dem Kind mit der Situation nicht gut geht und man selbst nicht weiß, wie die richtige Unterstützung für das Kind aussehen kann.

Durch reden und informieren ist nichts entschieden und vorgegeben aber vielleicht besser zu leben.

Alles Gute für euer Kind und euch als Familie. Ich finde es toll, wie ihr euer Kind sein lasst und begleitet. Viel Kraft und Geduld bei diesem Weg zu bleiben. Mit Macht, die das Kind hat, hat das in meinen Augen nichts zu tun, sondern mit Leid vermeiden.

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