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Leistenhoden

g\unjduxla hat die Diskussion gestartet


Bei unserem Sohn wurde mit 6 Jahren ein Hoden operativ verlagert.

Er ist jetzt 11 und der Hoden fehlt erneut. Zwei Hormonkuren mit Spritzen brachten auch keinen Erfolg mehr. Der Artzt sagt, daß der Hoden sicher entfernt werden müsse, weil er bereits entartet ist. Wir sind der Meinung wir belassen es so, denn wir möchten ihm nicht nochmal eine Operation zumuten - er ist sehr ängstlich und möchte auf keinen Fall mehr ins Krankenhaus. Auch die Untersuchungen beim Arzt sind ihm sehr zuwieder was wir gut verstehen können. Kennt jemand einen ähnlichen Fall ?

MfG

Antworten
S:huxtt


öhm

vielleicht habt ihr den Arzt falsch verstanden .... wenn man von "entarten" spricht, heisst es in der Regel Krebs! Also da nochmal nachfragen, was er mit entarten meint ...... sonst ist höchste Eile geboten.

Wurde der Hoden nur verlagert (Funikolyse) oder auch am Hodensack befestigt (Orchipexie)? Welche Untersuchungen wurden durchgeführt (Bildgebung)? Wo befindet sich der Hoden? Ist der anderen Hoden an der richtigen Stelle?

Eine OP ist für ein Kind nicht sehr angenehm, aber weil die Medikation offenkundig nicht anschlägt, ist ein weiterer Eingriff nicht mehr zu vermeiden.

In diesem Eingriff müssen die Ärzte entscheiden, ob (nochmal) fixiert werden soll (was zum zweiten Mal aber eher nicht zu empfehlen ist) oder ob der entfernt werden muss. Ist der andere Hode gesund und an der richtigen Stelle, hat euer Sohn dadurch keine negativen Folgen zu befürchten.

Tut ihr gar nichts, riskiert ihr, dass der Hoden wirklich eines Tages entartet. Der Hoden besteht aus embryonalem Gewebe, was unter sehr ungünstigen Umständen bösartig wuchert.. Ungünstige Umstände sind hier bereits vorhanden, weil der Hoden zu warm wird.

Wenn nichts passiert, so knallhart es auch ist, meist wird der Krebs in solchen Fällen erst dann erkannt, wenn es zu spät ist und bereits gestreut hat.

lg

EElk!e3


Leistenhoden

Hallo,

einen Leistenhoden hatte mein Freund auch - damals als es festgestellt wurde war er auch so alt wie Euer Sohn.

Der Hoden musste entfernt werden, es war Krebs. Man wollte ihn in den Hodensack wieder legen, ging aber nicht. War auch zu klein.

Aber er ist auch mit 1 Hoden zeugungsfähig und meine Frauenärztin meint, das diese Sache sehr sehr oft vorkomme. Alle konnten bisher zeugen...

Liebe Grüße

Elke

SJim_oxn C


Leistenhoden

Hallo!

Ich wurde in meiner Kindheit selber zwei mal wegen eines Hodenhochstandes operiert.

Ich muss euch sagen, daß ihr euerem Sohn wirklich KEINEN Gefallen tut, wenn ihr diese Operation nicht so schnell wie möglich machen lasst. Denn: Je länger der Hoden in der zu warmen Leiste steckt, desto höher wird auch das Krebsrisiko. Und im schlimmsten Fall kann das zu wirklich schwerwiegenden Problemen führen, gegen die diese "kleine" OP geradezu lächerlich wirkt.

Falls der Hoden wirklich schon entartet ist, zählt nahezu schon jeder Tag. Krebs kann streuen und an sehr ungünstigen Gebieten landen...

Außerdem hat er scheinbar noch einen gesunden Hoden. Diese Chance auf eine zukünftige Familie solltet ihr ihm retten. Es kann durchaus möglich sein, auch dieser Hoden Krebs entwickelt, wenn der bereits kranke im Körper bleibt.

Die Operation selber habe ich übrigen als gar nicht so schlimm in erinnerung (ist aber schon 15 Jahre her...).

Also geht schleunigst noch mal zum Arzt und lasst euch ausführlich beraten. Lieber jetzt eine "kleine" OP als später Chemotherapie & Co

Sfimon9 C


Leistenhoden II

PS:

Vielleicht ist es ja noch nicht so schlimmt und der Hoden kann gerettet werden (war zum Beispiel bei mir der Fall). Das kann man aber erst entscheiden, wenn der Arzt den Hoden sehen und überprüfen kann.

Fall der Hoden entfernt werden muss, kann man bei der OP "Attrappen" einsetzen lassen, die von außen wie ein echter Hode ausschauen und sich auch so anfühlen, Man bemerkt als nicht eingeweihter "fast" nichts.

gFund{ulxa


Herzlichen Dank für Eure Antworten und Ratschläge !

Kurz ein paar Antworten auf die gestellten Fragen.

Der Hoden ist laut dem behandelnden Arzt im Leistenkanal festgewachsen, dort konnte er ihn angeblich tasten. Bildgebende Untersuchungunen kann unser Arzt nicht durchführen, dafür ist er nicht ausgerüstet. Durch Palpation hat er festgestellt, daß der rechte Hoden zwar normal im Hodensack liegt, aber zu klein entwickelt ist. Er ist der Meinung ein in der Pubertät noch nicht verlagerter Leistenhoden sei ein Garant für spätere Zeugungsunfähigkeit, weil der normale andere Hoden mitgeschädigt sei (warum auch immer? )

Deshalb verwundern uns Eure Beiträge - trotz spät behandelten Hodenhochständen zeugungsfähig zu sein !

Trotzdem werden wir uns entschließen, unseren Sohn in eine Fachklinik überweisen zu lassen. Bei der ersten Operation wurde der Hoden sicher nicht fixiert und ist deshalb wieder hochgerutscht - ein Fehler der Klinik !

Vielleicht ist es wirklich nicht so schlimm und Markus kann später doch einmal eine Familie haben. Nochmals Danke, mfG

Htaseu 74


Deshalb verwundern uns Eure Beiträge - trotz spät behandelten Hodenhochständen zeugungsfähig zu sein !

Wir haben zwei Kinder, und ich bin immer sofort schwanger geworden.

Mein Mann wurde das erste Mal mit 6, dann nochmal mit 12 an einem Leistenhoden operiert ( man hatte ihn auch nicht festgenäht). Damals sind die bestimmt nicht so zimperlich bei einer solchen OP gewesen, er hat einige Narben davon getragen...

Nichts desto trotz, ist er voll zeugungsfähig!

Wünsche Deinem Sohn viel Glück!

Ssimon- C


> Er ist der Meinung ein in der Pubertät noch nicht verlagerter

> Leistenhoden sei ein Garant für spätere Zeugungsunfähigkeit, weil

> der normale andere Hoden mitgeschädigt sei (warum auch immer?)

Also das ist mir absolut neu!

Mir ist nur bekannt, daß ein Leistenhoden eine erheblich größere Anfälligkeit für Hodenkrebs mit sich bringt und deshalb so schnell wie möglich behoben werden sollte. Wenn der Krebs streut, kann es auch den anderen noch gesunden Hoden treffen...

Es ist auch durchaus möglich, daß der Leistenhoden (wenn er längere Zeit in der zu warmen Leiste gesteckt hat) nicht mehr "zeugungsfähig ist". Der (hoffentlich noch) gesunde andere Hoden im Hodensack ist von dieser Problematik allerdings nicht berührt und sollte normal funktionieren.

Mich wundert dabei aber die Aussage eures Arztes, daß der andere Hoden (noch) zu klein ist. Endweder hat der auch schon was "abbekommen" oder aber er entwickelt sich noch (was bei einem 11jährigen ja durchaus noch normal ist).

Ich würde euch da wirklich mall raten zu einem kompetenteren Arzt mit mehr Mitteln (Ultraschall, ...) zu gehen.

Wie gesagt ich wurde auch 2x wegen Hodenhochstandes operiert (das 2. mal mit 12 Jahren), und bin durchaus noch zeugungsfähig (meine kleine Tochter kann das bezeugen ;-) ).

Mein rechter Hoden hat sich vollkommen normal (Funktion & Größe) entwickelt, und mein linker Hoden, an dem ich 2 mal operiert wurde, ich auch voll funktionsfähig, aber kleiner (ca. 60%) als der rechte.

A]nnDettx 2


Mein sohn ist neun Jahre alt und hat Leistenhoden bds. Der rechte wurde vor kurzem im Hodensack fixiert der Linke ist nicht wirklich tastbar .Nun empfiehlt mir der Arzt eine Hormontherapie (3 Spritzen ) Ich bin da sehr skeptisch . Wer hat Erfahrungen mit einer Hormontherapie?Angeblich würde sich der Samenstrang durch die Hormone verlängern und somit den Op Erfolg begünstigen.

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vom 21.09.08 13:36 im Faden Leistenhoden

Mein sohn ist neun Jahre alt und hat Leistenhoden bds. Der rechte wurde vor kurzem im Hodensack fixiert der Linke ist nicht wirklich tastbar .Nun empfiehlt mir der Arzt eine Hormontherapie (3 Spritzen ) Ich bin da sehr skeptisch . Wer hat Erfahrungen mit einer Hormontherapie?Angeblich würde sich der Samenstrang durch die Hormone verlängern und somit den Op Erfolg begünstigen.

Hallo Annett 2,

was ich in der ersten PN noch vergessen habe, Mediziner behaupten tatsächlich, dass der Samenstrang durch die Hormongaben verlängert und die OP dadurch erleichetert wird. Warum spricht der Arzt von nur 3 Spritzen ? Bei mir waren es 3 mal 10 Spritzen und wie bereits erwähnt ohne Erfolg.

Der Samenstrang war tatsächlich sehr kurz und der Hoden liegt bei mir immer ganz oben am Eingang zum Leistenkanal. Dieser wurde bei der Operation verschlossen, so dass der Hoden nicht mehr hochrutschen kann.

Jetzt bin ich 31 Jahre alt und wir würden gerne ein Kind haben. Meine Frau ist 5 Jahre jünger als ich und vollkommen gesund. Weil es einfach nicht klappt waren wir beide beim Arzt. Ergebnis: Meine Spermienqualität ist für eine Befruchtung nicht ausreichend, obwohl der rechte Hoden seit meiner Geburt normal gelegen ist.

Ehrlich gesagt bin ich meinen Eltern böse, sie hätten dahinter her sein müssen und mich nach der ersten OP regelmässig untersuchen lassen. Dann hätte man den wieder hochgerutschten Hoden um 10 Jahre früher erkannt und rechtzeitig behandeln können.

In der Schule beim Duschen nach dem Sport sowie später bei der Bundeswehr hat man es mit solchen Entwicklungsstörungen nicht immer ganz einfach, das kann ich behaupten.

Bleiben Sie bitte am Ball, damit ersparen Sie Ihrem Sohn bestimmt viele Sorgen für die Zukunft. Immerhin ist er noch 5 Jahre jünger als ich es war und vor allem hat er die Pubertät noch vor sich.

Dies macht die Sache wesentlich einfacher !

Nochmal freundliche Grüße an Sie,

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