19.06.04 16:24
Zwei ältere Freunde /Zwillingsbrüder) von mir machen nächstes Schuljahr Abitur. Nächste Woche müssen sie beide zur Musterung. Ich wollte mal für sie fragen, was da alles gemacht wird und wie das abläuft (ganz genau am besten).
Danke
19.06.04 17:27
Die gucken dir unter die Vorhaut ( wenn vorhanden) und zwischen die Arschbacken, kein Witz ! Keine Ahnung was die Deppen machen wenn man sich weigert. Aber es ist ja nicht erniedrigend, weil sie weisse Kittel anhaben... toller Laden, Du wirst begeistert sein.
Viel Spasss
19.06.04 17:29
Die gucken dir unter die Vorhaut ( wenn vorhanden) und zwischen die Arschbacken, kein Witz ! Keine Ahnung was die Deppen machen wenn man sich weigert. Aber es ist ja nicht erniedrigend, weil sie weisse Kittel anhaben... toller Laden, Du wirst begeistert sein.
Viel Spasss
20.06.04 00:07
Hi,
mich würde auch mal interessieren, was die dan machen wenn man sich weigert. Die können einen doch nicht zwingen. Weiss jemand einen guten Trick um um die Musterung herum zu kommen?
mfg
20.06.04 20:27
wenn du zum bund willst kommst du garnicht drum rum. ich weiss auch nicht warum alle so verklemmt sind.
wenn man sich weigert werden die wohl sagen: komm später wieder oder mach zivi. aber komm. das sind erwachsene männer wenn sie da hin gehen, die werden doch wohl nicht SO verklemmt sein das sie sich wie ein kleines kind hinsetzen und rumheulen weil sie nicht mal kurz für einen ARZT die hose runterlassen wollen. leute, wo leben wir?
21.06.04 00:06
> wenn du zum bund willst kommst du garnicht drum rum.
Die Jungs wollen aber nicht zum Bund.
> wenn man sich weigert werden die wohl sagen:
> komm später wieder oder mach zivi.
nein, sie werden ein Bußgeldverfahren androhen. Mit Zivildienst hat das nämlich nichts zu tun. Ein Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerung wird nämlich erst NACH Rechtskraft des Musterungsergebnisses überhaupt bearbeitet. In der Praxis bleibt es aber bei der (teilweise recht massiv ausgesprochenen) Drohung, ein Bußgeldverfahren wird nicht eingeleitet
> leute, wo leben wir?
in einem Land in dem 50% der Jugend aufgefordert wird sich vor wildfremden Ärzten zu entblößen und sich dabei zumeist von weiblichen Schreibkräften beobachtet werden. Und zwar vollkommen unabhängig davon, ob sie zum "Bund" wollen oder nicht. Frauen die sich freiwillig melden bleibt diese Untersuchung erspart. Da genügt ein Attest des Frauenarztes. Das liegt wohl daran, dass Frauen da noch etwas verklemmter sind wenn fremde Männer ihnen zwischen die Beine gucken.
21.06.04 17:36
Das mit dem Bußgeld stimmt wirklich! Ein Freund von mir war vor ein paar Wochen bei der Musterung und wollt sich anfangs erst weigern, seine Hose runterzulassen. Dann hätten die auch mit Bußgeld gedroht!! Stimmt also!
Gruß LOGO
22.06.04 23:18
Bei mir wurden nur die Hoden abgetastet, Vorhaut und Arschbacken haben die Ärztin nicht interessiert.
22.06.04 23:50
Wer ist denn hier verklemmt? Männer machen sich in die Hose, wenn ihnen kurz mal jemand ans beste Stück fasst, am besten noch hinter einem Vorhang - was Frauen jedes halbe Jahr beim Gynäkologen mitmachen ist ja wohl um Längen krasser!! Nimm diese blöde Äußerung zurück 
23.06.04 00:54
Meine Äußerung war bewusst provokant. Einem Wehrpflichtigen, der sich hier im Forum nur darüber informieren will, was bei der Musterung so abläuft, dem wird um die Ohren gehauen, er hätte sich da unten gefälligst untersuchen zu lassen, schließlich will er ja zum Bund... Ansonsten soll er eben Zivildienst machen.
Gut, vermutlich weiß "frau" nicht, dass jeder männliche Jugendliche - egal ob er nun zum "Bund" will oder nicht, ob er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt werden will oder nicht - sich dieser Prozedur unterziehen muss. Ob er nun will oder nicht.
Ich musste eben schmunzeon als ich in einem anderen Internet-Forum die Frage einer Frau gelesen habe, die sich freiwillig beim "Bund" verpflichten will nun aber Bedenken hat, ob man bei ihr nun auch "nach dem Rechten schaut oder nicht" - man tut es erstaunlicherweise nicht.
Und jetzt möchte ich etwas rechtstheoretisch werden. Bei der Musterungsuntersuchung sind nach dem Gesetz Untersuchungen vorzunehmen, die "nach dem Stand der ärztlichen Wissenschaft für die Beurteilung der Tauglichkeit des Wehrpflichtigen für den Wehrdienst notwendig und im Rahmen einer Reihenuntersuchung durchführbar" sind (§ 17 (4) WehrpflG).
Nach den Tauglichkeitskriterien führen aber weder eine verengte Vorhaut noch eine fehlende Vorhaut zu einer Einschränkung der Wehrdienstfähigkeit. Selbst Gleithoden oder sogar ein fehlender Hoden führen nicht zur Wehrdienstunfähigkeit. Hodenkrebs führt zwar zur Wehrdienstunfähigkeit, kommt aber in der betroffenen Altersgruppe quasi überhaupt nicht vor.
Man kann sich also ernsthaft fragen, ob diese Untersuchung in der öfters geschilderten Form überhaupt zulässig ist bzw. vom Gesetzgeber überhaupt verlangt wurde. Sicherlich ist da nichts großartiges dabei, kurz mal die Hose runterzulassen. Aber die Frage nach dem "warum" muss doch erlaubt sein und wenn man diese Frage stellt, dann gilt man gleich als Verklemmt.
So, sweet-colada, ich kann wirklich nicht beurteilen wie unangenehm die Untersuchung ist, die eine Frau über sich ergehen lassen muss um in die Bundeswehr eintreten zu dürfen aber hier darf und muss der Hinweis erlaubt sein, dass es sich bei diesen Frauen im Gegensatz zu jährlich über 400.000 männlichen Wehrpflichtigen um freiwillige handelt, die zur Bundeswehr wollen. Diesen bleibt eine solche Untersuchung erspart, weil man sie - zu Recht - nicht verschrecken will. Aber ich meine, dieses "Recht" steht den über 400.000 Wehrpflichtigen auch zu, nämlich selbst entscheiden zu können von wem sie sich dort untersuchen lassen wollen. Es wird nämlich nicht nur "das beste Stück hinterm Vorhang" angefasst sondern teilweise ohne dass es überhaupt einen Vorhang gibt teilweise recht unwirsch an den Hoden rumgedrückt. Und manchmal geht dabei dann auch noch die Tür auf. Und wenn er sich dahingehend äußert, dass ihm das unangenehm ist, dann wird ihm mit einem Bußgeld gedroht.
Ich gebe zu, meine Äußerung war bewusst "blöd", ich nehme sie aber nicht zurück solange Männern denen die Untersuchung in dieser Form unangenehm ist vorgeworfen wird, sie seien ja selbst schuld, sie werden ja nur untersucht weil sie zum "Bund" wollen. Wollen sie aber zumeist garnicht, insofern habe ich nur auf einen blöden Kommentar (von Noeru) auf dem gleichen niedrigen Niveau Stellung genommen. Und ja ich bin der Meinung, dass jedermann (egal ob Mann oder Frau) selbst entscheiden sollte ob und von wem sie sich behandeln oder untersuchen lassen möchten.
23.06.04 15:38
Hi olli-1973,
ich gebe Dir vollkommen Recht. Ich bin zwar eine Frau, aber ich frage mich auch, was soll das 
Ich fand schon diese Schulzahnarztuntersuchungen etc. dämlich, aber man musste auch... Wenn ich gewollte hätte, dann wäre ich schon selbst zum Zahnarzt gegangen... und diese Massenabfertigungen waren mir auch echt unangenehm.
Ich bin Juristin und mir ziemlich sicher, dass das mit dem Bußgeld niiiiiemals durchgehen würde. Kein Mensch muss sich da anpacken lassen, wenn er nicht will.
Leider wissen das wohl die wenigsten und lassen sich durch solche Drohungen echt einschüchtern.
Ich würde das echt mal drauf ankommen lassen. Da kann einem kaum einer was...
26.06.04 17:52
> wie mustern die eigendlich frauen??
"Mustern" eigentlich überhaupt nicht, gemustert werden nur Wehrpflichtige. Frauen werden beim Zentrum für Nachwuchsgewinnung untersucht - genauso wie Männer die sich freiwillig melden. Worauf zielt die Frage ab!?
26.06.04 17:57
auf nichts. wollte nur wissen ob die genauso untersucht werden wie männer.
03.08.04 12:57
An alle Frauen, die das von Männern Geschriebene in Frage stellen :
Natürlich ist die Untersuchung beim Frauenarzt auch nicht das Tollste auf der Welt und der Frau sicherlich auch irgendwie unangenehm. Allerdings war ich als Mann auch selbst schon privat bei meinem Hausarzt etc. und habe mich da auch an den Hoden etc. anfassen lassen zwecks einer notwendigen Untersuchung. Das hatte mir gar nichts ausgemacht, schließlich hatte ich mir Sorgen um meine Gesundheit gemacht und war beim Arzt meines Vertrauens.
Ganz anders bei der Musterung. Anonymität, Unfreundlichkeit, Befehlston, Massenabfertigung, Zwang, ... Die Atmosphäre eines Kreiswehrersatzamtes hat nichts gemein mit der noch sehr freundlichen Atmosphäre einer Arztpraxis. Umziehen bis auf Unterhose und T-Shirt, dann im Wartezimmer Platz nehmen. Dann wird man irgendwann aufgerufen. Man betritt den Untersuchungsraum. Irgendein schmieriger Arzt fragt einen ohne "Guten Tag" zu sagen nach dem Namen :"Sind Sie Fritz Meier (Beispielname) ?" Er selbst stellt sich nicht vor, sondern beginnt einen in rauem Ton auszufragen, d.h. auch teilweise absurde, intime und beleidigende Fragen zu stellen. Ob man ins Bett macht. Ob man homosexuell ist. Etc. Ich bin nicht mal sicher, ob die Frage nach der sexuellen Orientierung rechtlich überhaupt gestattet ist, aber solange sich niemand traut zu klagen ...
Er sitzt im Übrigen an seinem Schreibtisch, gegenüber von ihm an anderen Ende des Schreibtischs seine Helferin, die alles am PC protokolliert. Dann müsst ihr noch verschiedene Stellungen einnehmen (in Unterhose), dann diese ausziehen und werdet am Sack befummelt. Diese "Befummelung" ist im Grunde ja nicht schlimm, dauert auch nicht lange, aber durch die Situation in der man sich befindet wird sie doch irgendwie schlimm. Ein unfreundlicher, namenloser Unbekannter mit schmierigem Grinsen zwingt einem im Befehlston sich in einer Art Massenabfertigungseinrichtung wie eine Stück Vieh untersuchen und demütigen zu lassen. Oder welcher Mann empfindet es nicht als demütigend, wenn man sich dann noch umdrehen soll, bis auf die Unterhose in den Kniekeelen vollkommen nackt dazustehen, die Beine auseinanderzuspreizen und sich dann weit nach vorne zu beugen, dabei mit den eigenen Händen die Arschbacken spreizend, so dass der Arzt praktisch "bis in den Magen" gucken kann. Und wenn Männer so empfinden, dann finde ich es eine Frechheit von einigen Frauen, hier einfach ohne überhaupt Ahnung von der Materie zu haben (oder wurdet ihr gemustert?) einfach diese negativen Empfindungen vieler Männer zu ignorieren, herabzuspielen oder in Frage zu stellen !
Das Demütigende kommt natürlich auch daher, dass man sich irgendwie als Ware oder Vieh fühlt, und sich fragt, ob man in einem Staat lebt in dem die Menschen (zumindest die Männer, ob die Frauen sich so fühlen weiß ich nicht) als Ware oder Arbeitstiere bzw. Material angesehen werden. Beim Frauenarzt kann man jederzeit gehen, wenn einem die Nase des Arztes nicht gefällt. Bei der Musterung wird einem gedroht, man wird kleingehalten, soll das Maul halten und man interessiert sich gar nicht für die Gesundheit des Menschen, sondern lediglich für dessen Qualitäten in Bezug auf das Führen von Krieg. Weiter kommen einem manche Untersuchungen wie z.B. Untersuchung der Vorhaut oder des Arschlochs, mehr demütigend als nützlich vor, da man es wohl selber merkt, ob man Hämorriden hat oder ob die Vorhaut zu eng ist. Diese beiden Dinge sind ja auch wohl nicht kriegsrelevant. Niemand würde deswegen ausgemustert.
Also wie gesagt, macht mal halblang, Dinge vorzuverurteilen, die ihr nicht genau kennt ! Ich denke, jede Frau würde diese Situation ebenfalls als zutiefst demütigende empfinden.
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