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Gefühl von verschleimten Hals / Angst vor dem Ersticken

MiX91 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Vornweg: Ich habe eine Angsstörung und bin sehr anfällig für Ängste. Ich denke auch dass an diesem Problem meine Psyche vollständig oder zumindest zu großen Stücken eine Rolle spielt.

Meine Angst äußert sich immer wieder in verschiedensten Formen. Das kann mal tagelang eine Angst zu ersticken sein - dann ist die wieder ganz weg und dann habe ich wieder eine Angst vor etwas anderem.

Und zwar: Seit letzten Sonntag habe ich den ganzen Tag über das Gefühl dass mein Hals verschleimt ist bzw. ich spüre einen Widerstand beim Schlucken - "so als ob etwas im Hals wäre". Ich habe deswegen ständig Angst zu Ersticken, vor allem im Schlaf wenn ich "wehrlos" bin.

Zuerst dachte ich das wäre rein psychosomatisch, da aber tatsächlich alle paar Stunden ziemlich zäher Schleim hochkommt, bin ich mir nicht mehr ganz sicher.

Ich würge den Schleim dann so gut es geht raus und schlucke den Rest runter. Währenddessen habe ich besonders starke Panik und habe das Gefühl keine/kaum Luft zu bekommen.

Wenn das ganze vorbei ist ist es weniger schlimm aber die Angst und das Gefühl bleibt.

Ich habe es schon mit einigen Hausmitteln - Salzwasser gurgeln, Wasserdampf einatmen usw. versucht aber hilft nicht wirklich. Das legt meine Vermutung noch näher dass es psychosomatisch ist.

Ich hatte auch zeitweise (auch seit Sonntag) ständig alle paar Sekunden meinen Mund voller Speichel und musste ihn permanent bewusst runterschlucken (normalerweise macht man das aber unbewusst). Heute habe ich das Problem aber nicht mehr wirklich oder es belastet mich nicht mehr so.

Evtl. hängt beides ja miteinander zusammen.

Ich bin gerade auch schon auf der Suche nach einer erneuten Therapie aber das geht ja auch nicht von heut auf morgen ;-)

Wenn das nicht besser wird gehe ich vorsichtshalber doch mal in den nächsten 2-3 Tagen zum Arzt und lasse das untersuchen um körperliche Ursachen auszuschließen. Auch wenn ich denke dass man sowieso nichts besonderes finden wird.

Symptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Schmerzen usw. habe ich alles NICHT. Legt auch meine Vermutung näher dass es psychosomatisch ist.

Ich bin mir nicht ganz sicher aber ich meine dass wenn ich abgelenkt bin (das passiert leider sehr selten) die Symptome/Angst geringer ist. Kann aber auch nur ein Trugschluss sein.

Ach ja was mir noch einfällt: Ich habe seit 2-3 Wochen gelegentlich das Problem dass ich Angst beim Schlucken von Nahrung habe bzw. diese immer bewusst runterschlucken muss und dieser Automatismus scheinbar nicht richtig funktioniert. Einige Stunden später ist das Problem aber spurlos wieder verschwunden und ich kann ganz normal auch zähe Speisen problemlos herunterschlucken. Kommt aber immer wieder. Trinken und flüssige Speisen wie Pudding usw. sind kein/kaum ein Problem. Das betrifft nur feste Nahrung wie Wurst, Brot usw.

Vielleicht hängt das damit ja auch zusammen. Ich denke auch dass das psychische Ursachen hat.

Ich weiß nicht genau wie ihr mir damit helfen könnt aber vielleicht hat/hatte mal jemand ein ähnliches Problem und kennt sich damit aus.

Antworten
Eohemali$ger* Nbutzerw (#x15)


MX91

Vorab: Deine Reflexion ist super, damit kannst Du gar nicht verkehrt laufen :)^

Und dann möchte ich Dir sagen:

Ich hatte in den vergangenen zwei Monaten fast identisch Deine Symptome so wie Du sie beschreibst. Und ich leide auch unter einer Angsterkrankung, die ich zwar grundsätzlich durch sehr gute Therapie im Griff habe - aber da auch ich eine sehr große Angst vor dem Ersticken habe (hatte in meiner Kindheit schweres allergisches Asthma), gab es für mich durchaus auch so Angstmomente....und ich hatte zwischendurch durch meine -doch immer wieder hochkommenden Ängste- auch regelrechte Schluckstörungen, bzw. Schluckängste.

Ich will Dir hier Mut machen, dass Du weder mit Deinen Ängsten alleine da stehst, noch mit dieser Erkältungsform (die offenbar rumgeht, ich habe da von noch mehr Leuten gehört denen es körperlich ähnlich ging).

Geholfen hat mir dabei immer der Gedanke daran, dass solche Halsgeschichten völlig normale, letztendlich auch harmlose, Reaktionen des Körpers auf Viren oder Bakterien sind, es letztendlich in meiner Hand liegt wie ich (psychisch) damit umgehe.

Ich würde Dir raten:

Wenn Du das Gefühl hast feste Sachen nicht zu Dir nehmen zu wollen aus Angst Dich zu verschlucken - dann lasse es, iss' eine Suppe oder Brei. Aber steigere Dich deshalb nicht allzusehr rein - vor allem hadere nicht damit, dass Deine Ängste sich (wieder/dadurch) verstärken. Rückfälle trotz erfolgreicher Therapie sind normal, kein Grund sich zu kasteien - nimm' sie an.

Symptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Schmerzen usw. habe ich alles NICHT. Legt auch meine Vermutung näher dass es psychosomatisch ist.

Hatte ich auch nicht. Trotzdem kann es auch körperlich und nicht nur psychosomatisch sein. Wir "Ängstler" gehen einfach nur mit körperlichen Ausnahmesituationen anders um als Nicht-Betroffene.

:)* :)*

M-andarHineMxango


Klingt nach dem Globussyndrom.

Gute Besserung @:)

B+enGitCaB.


Ich würde einfach mal intensiv einen Schleimlöser nehmen Acc akut oder so.

Und Spitzwegerichsaft aus dem Reformhaus hat jeden Schleim tot.

m5nexf


Und zwar: Seit letzten Sonntag habe ich den ganzen Tag über das Gefühl dass mein Hals verschleimt ist bzw. ich spüre einen Widerstand beim Schlucken - "so als ob etwas im Hals wäre".

Kann ja sein, vielleicht Heuschnupfen oder ein kleiner Infekt. Beides kann auch mal ohne

Husten, Schnupfen, Fieber, Schmerzen

aufkommen, sodass man sich mal einfach nur schlapp fühlt, oder einfach nur Nase dicht ist, ohne dass sie läuft, oder einfach nur der Schleim, der die Erreger rausbefördert, auffällt. Alles möglich.

Ich habe deswegen ständig Angst zu Ersticken, vor allem im Schlaf wenn ich "wehrlos" bin.

Du bist aber nicht wehrlos bzw. dein Körper nicht. Der hat Mechanismen, die das verhindern. Da musst du aktiv gar nichts für tun. Wenn du im Schlaf eine so massive Schleimansammlung im Hals hast, dass dein Körper zu ersticken erdroht, wirst du automatisch aufgeweckt und kannst dann in aller Seelenruhe abhusten (oder bekommst das im Schlaf-Tran nichtmal mit und pennst einfach weiter ;-) ). Dass das nicht passiert, deutet darauf hin, dass du vorm Ersticken weit entfernt bist.

Wenn du wirklich so viel Schleim im Hals hast (läuft dann meist von oben runter), ist das eher nicht psychosomatisch. Psychosomatisch könnte aber deine Wahrnehmung der Menge sein, objektiv ist das evtl. gar nicht so dramatisch viel.. In beiden Fällen gilt aber das obige: Du wirst nicht dran sterben.

Wenn es länger bleibt und dich nervt, kannst du ja mal zum Arzt gehen und einen Allergietest machen lassen. Aber wie gesagt nicht, weil es medizinisch dringend wäre, sondern weil es einen ja irgendwann doch nervt.

Ich schließe mich auch Isabell an, du bist trotz der Ängst schon gut weit gekommen und gehst reflektiert damit um. Viele kommen an den Punkt leider gar nicht erst oder erst nach Jahrzehnten. Den Rest schaffst du auch noch. :)^

**Isabell

noch mit dieser Erkältungsform (die offenbar rumgeht

Witzig, habe ich wirklich gerade und der Rest der Familie ebenso ;-D

MzX9x1


Erstmal: Ich bin hocherfreut über all die freundlichen und hilfreichen Antworten :) Das habe ich nicht erwartet^^ Es tut gut das Gefühl zu haben dass man damit nicht alleine ist und man erstgenommen wird und nicht für einen Simulanten gehalten wird^^ (Naja blöde Menschen gibt es immer, leider viel zu viele)

Habe das Problem immer noch, aber sehr schwankend von der Intensität. Ich weiß jetzt dass das von meiner Psyche kommt. Wenn es mir schlecht geht verstärkt sich das zb. auch. Naja Rückfälle habe ich auch immer wieder, mal weniger mal mehr schlimm. Und immer äußert sich das ganze anders, das macht es ja so tückisch^^ Wichtig ist ja nicht ob es einem schlecht geht sondern wie man damit umgeht, auch wenn das leicht gesagt ist^^

Naja zu mir: Habe bis zu meinem 17. Lebensjahr (vor 2 Jahren) noch absolut gar nichts über mich gewusst und das Leben bis dahin war mehr eine Odyssee. Dann habe ich angefangen (auch dank einer Therapie) mich intensiv mit mir und anderen zu beschäftigen und mittlerweile habe ich sicherlich 4x soviel in den 2 Jahren über mich herausgefunden als in den 17 davor^^ Auch wenn man immer noch weiter gehen kann^^

Euch allen auch eine gute Besserung^^

m}nexf


Die anderen sind auch nicht unbedingt blöd oder absichtlich verständnislos. Wenn man das selbst weder hat noch jemanden damit kennt, klingt das eben auch alles echt crazy ;-D Muss man find ich auch verstehen, auch wenn es einen natürlich nervt, nicht verstanden zu werden.

Und immer äußert sich das ganze anders, das macht es ja so tückisch^^

Ja, da kommt immer was neues dazu, wenn du die letzte Angst vor XY überwunden hast. Die meisten mit einer Angststörung könnten lange Listen mit Krankheiten schreiben, die sie schon meinten gehabt zu haben.

Hast du inzwischen eine(n) neue(n) Therapeuten/in gefunden?

BFlai)rW12


Deine Symptome hatte ich auch über 4 Monate!

Ich war überall, großes Blutbild, Lunge, Hormone alles mögliche...

Im Endeffekt hat wohl ein Infekt oder evlt auch EBV damit zu tun gehabt... dieses Symptom ist jetzt weg ;-) und ich hab mich über Monate verrückt gemacht...

Dafür jetzt wieder anderen Kram... ":/

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