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Krankheitsängste und ihre Auswirkungen

Svky8x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leider seit mehr als 20 Jahren an Krankheitsängsten. Ich habe auch bereits eine Verhaltenstherapie hinter mehr. Mit mäßigem Erfolg, wie ich finde. Allerdings versuche ich hier nun einen 2ten Anlauf in den nächsten Monaten.

Seitdem ich nun einen kleinen Sohn habe wird die Krankheitsangst eher schlimmer als besser.

1.

Auf der einen Seite habe ich vermutlich durch seine Kita Zeit mehr Infekte (er bringt ja viel mit nachhause) was in mir schon wieder Gedanken nach einer Immunschwäche auslöst (Blutkrebs / Autoimmunerkrankungen).

In dem neuen relativ jungen Jahr hatte ich nun schon folgende Beschwerden:

- 2x Magen-Darm Infekt

- 2x Grippale Infekte

- 1x Analabszess

- 1x bakterielle Mandelentzündung

- 1x Entzündetes Auge

Dazu kommen meine hypochondrischen Beschwerden (Brustenge / Atemnot / sonstige "Wehwehchen")

Wobei ich bei der Brustenge / Atemnot schon wieder denke, es könnte eine Herzmuskelentzündung als Folge der Mandelentzündung sein. Da sich die Beschwerden bei Bewegung verstärken. Allerdings war ich gestern wieder beim Doc ... Herz/Lunge sollen ok sein. (Vitalwerte völlig ok, keine weiteren Symptome wie Schlappheit, Müdigkeit, Fieber etc)

2.

Dazu habe ich nun auch noch Angst, dass ich durch eine schwere Krankheit ihn nicht mehr aufwachsen sehe und dieser Gedanke raubt mir meine Kräfte und lässt mich die Zeit nicht wirklich genießen.

Gestern las ich im Internet wieder von einem jungen Papa, der unheilbar an Hautkrebs erkrankt ist und nur noch wenige Wochen zu leben hat. Solche Nachrichten sind für mich nicht zu ertragen und ich projeziere sie auf mich und meinen kleinen Sohn.

Im Großen und Ganzen hab ich aktuell wieder ein großes Tief. 2016 war hingegen ein besseres Jahr.

Ich wollte mir das mal von der Seele schreiben. Feedback / Anregungen / Tipps jeglicher Art sind ausdrücklich erwünscht.

Gruß

Sky

Antworten
mlond+skterxne


Ich wollte mir das mal von der Seele schreiben. Feedback / Anregungen / Tipps jeglicher Art sind ausdrücklich erwünscht.

Ok, hier ist mein Feedback: Das was Du schreibst macht mich aggressiv. Unter diesen Umständen kann ich leider nicht vernünftig auf Deinen Beitrag eingehen.

S9ky8x6


Ich schreibe im Forum "Krankheitsängste" über meine psychische Störung die sich auf Krankheiten bezieht.

Wenn dich dieses Thema "aggressiv" macht, solltest du vllt. nicht in diesem Unterforum lesen.

mSondV+stxerne


Ich wollte mir das mal von der Seele schreiben. Feedback / Anregungen / Tipps jeglicher Art sind ausdrücklich erwünscht.

So, ich habe jetzt tief durchgeatmet und jetzt kommt mein inhaltliches Feedback:

Du leidest also seit über 20 Jahren unter Krankheitsängsten. Du meinst, seitdem Dein Sohn einige Infekte aus der Kita eingeschleppt hat, ist es schlimmer geworden.

Das löst bei mir Verwunderung aus, weil ich gedacht hätte, nach zwei Magen-Darm-Infekten, zwei grippalen Infekten, einem Analabzess, einer bakteriellen Mandelentzündung und einem entzündeten Auge solltest Du etwas dazugelernt haben: Das waren alles keine tödlichen Krankheiten, und es gibt keinen Grund, immer gleich an das Schlimmste zu denken.

Aber dieser Lernerfolg ist aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeblieben. Das ist etwas, was mich aggressiv macht: Diese hartnäckige Uneinsichtigkeit, die jeglicher Realität trotzt.

Es macht mich nicht nur aggressiv, sondern es bringt mich auch zur Verzweiflung, weil Du es vermutlich nicht einsiehst.

Puuh, jetzt bin ich innerlich doch schon wieder etwas in Rage.

Ich hoffe, es ist mir dennoch gelungen, Dir ein halbwegs faires Feedback zu geben.

:)*

EFhemalJiger JNutzerx (#1x5)


m+s

Ich verstehe Deinen Beitrag nicht.

Er schreibt doch gerade deswegen, weil er erkennt, dass seine frühere Problematik zurück kommt? Die Irrationalität dessen? Wo siehst Du da "Uneinsichtigkeit"? Genau diese Einsicht ist doch gegeben?

lwilo477


Das waren alles keine tödlichen Krankheiten, und es gibt keinen Grund, immer gleich an das Schlimmste zu denken.

Aber dieser Lernerfolg ist aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeblieben. Das ist etwas, was mich aggressiv macht: Diese hartnäckige Uneinsichtigkeit, die jeglicher Realität trotzt.

Es macht mich nicht nur aggressiv, sondern es bringt mich auch zur Verzweiflung, weil Du es vermutlich nicht einsiehst.

Hallo,

daran würde ich gerne anknüpfen und erklären. Ich litt selbst 4 Jahre an einer Angststörung mit Panikattacken, auch Krankheitsängste, und bin inzwischen dank Therapie völlig frei davon.

Ist man in dieser Spirale gefangen, entwickelt sich einen Eigendynamik, eine eigene persönliche Realität, fern von jeder Logik! Der Körper reagiert, als befindet er sich im Überlebenskampf auf banale alltägliche Dinge. Total unangemessen, das war mir auch bewusst, doch trotz des besseren Wissens ist man gefangen. Ausgeliefert.

Ich habe mich geschämt für mein Empfindungen und absurden Gedanken, ich wusste doch das diese völlig realitätsfremd sind. Der Leidensdruck ist unheimlich groß, die Lebensqualität sehr eingeschränkt. Das Unverständnis der Mitmenschen groß.

Ich glaube richtig verstehen kann es keiner, der es nicht selbst erlebt hat. :-)

lnilo7x7


Ich wollte mir das mal von der Seele schreiben. Feedback / Anregungen / Tipps jeglicher Art sind ausdrücklich erwünscht.

Hallo Sky,

den Ansatz mit eine weitere Therapie zu versuchen finde spitze, gerade wenn sich ein Tief anbahnt.

Ich hatte mit der Therapie das Gefühl der Leidensdruck baut sich ein wenig ab, ich hatte wieder Hoffung, welche mich zugleich gestärkt hat. Mein Kind war meine Kraftquelle aufzustehen, wenn mich die Angst in die Knie zwang, weiterzumachen.

Im Yoga habe ich zusätzliche Unterstützung auf meinem Weg gefunden, gerade die Atemübungen waren/sind sehr hilfreich.

Was hilft dir im Alltag bisher gegen deine Ängste?

Shkyx86


Danke für eure Antworten.

Mir ist klar, dass dies befremdlich erscheint. Ich mache das nicht absichtlich, weil ich gerade nichts besseres zu tun hab. Ich habe halt eine psychische Störung und versuche dagegen anzugehen. Die Einsicht ist ja Da, lässt sich aber leider noch nicht steurn.

Also wie gesagt, befinde ich mich gerade wieder in einer sehr schlechten Phase und die Angst das ich doch was schlimmes haben könnte oder zeitnah bekommen könnte ist schrecklich. Weil ich dabei immer an meinen kleinen denke. Schlimm Das ich mir die tolle Zeit selbst vermiese. Dafür kann ich mich selbst nicht leiden.

Woher kommt das denn ? Verborgene Verlustängste ? Das hatten wir in der letzten Therapie nicht analysiert.

@ Lilo77

Welche Art von Therapie hast du gemacht und was hat dir außerdem geholfen ? Wie stark waren deine Krankheitsängste ausgeprägt ?

M?a\llaxig


Es hapert an deinem Immunsystem. Wurde dein Vitamin D-Wert im Blut schon gecheckt? Bei manchen ist er unterirdisch niedrig und sollte zu allererst aufgeforstet werden.

lwil:o7x7


@ Lilo77

Welche Art von Therapie hast du gemacht und was hat dir außerdem geholfen ? Wie stark waren deine Krankheitsängste ausgeprägt ?

Zunächst wurde ich gesundheitlich durchgecheckt, zeitgleich begann ich eine Traumatherapie mit ner super Therapeutin.

Atemübungen haben mir geholfen, zudem Sport.

Ich hatte starke Ängste, die sich leider auch weiter ausgebreitet und mich im Alltag stark eingeschränkt haben.

mqon]d+stxerne


@ Isabell

Ich verstehe Deinen Beitrag nicht.

Er schreibt doch gerade deswegen, weil er erkennt, dass seine frühere Problematik zurück kommt? Die Irrationalität dessen? Wo siehst Du da "Uneinsichtigkeit"? Genau diese Einsicht ist doch gegeben?

Er hat die Einsicht, dass er nicht wirklich unter Krebs leidet, sondern unter Krankheitsängsten. Das stimmt.

Die Einsicht, dass es keinen Grund gibt, wegen den Symptomen einer Erkältungskrankheit in Panik zu geraten, weil es auch Krebs sein könnte, hat er jedoch nicht.

Das ist so theoretisch natürlich auch ziemlich schwer zu vermitteln.

Jetzt hat er (aus der Perspektive der Angststörung) das Glück gehabt, dass sein Sohn einige harmlose Krankheiten aus dem Kindergarten mitgebracht hat.

Als der TE deshalb zum ersten Mal eine Magen-Darm-Grippe hatte, glaubte er "selbstverständlich", es war Krebs. Nachdem es dann glimpflich verlaufen ist, hätte er lernen können, es war nur eine Magen-Darm-Grippe.

Das hat er aber ganz offensichtlich nicht. Denn als er das nächste Mal eine Magen-Darm-Grippe hatte, dachte er wieder, es war Krebs.

Jetzt hätte er die zweite Chance gehabt zu lernen, es muss nicht immer alles eine tödliche Krankheit sein.

Das hat er aber ganz offensichtlich nicht gelernt. Denn als er das nächste Mal Krank wurde, dachte er wieder, es wäre Krebs. War es aber nicht. Diesmal war es eine Grippe (vermutlich war es noch nicht mal eine Grippe, sondern eine fieberhafte Erkältung, die im Volksmund häufig ebenfalls als Grippe bezeichnet wird).

Nachdem er jetzt also diese "Grippe-Symptomatik" kannte, könnte man meinen, er würde beim nächsten Mal wissen, dass es eine harmlose Krankheit ist, die er beim letzten Mal auch schon überlebt hat.

Er hat jedoch wieder Angst, es könnte Krebs sein.

(So, jetzt wird es mir zu mühsam. Aber ich könnte im Prinzip noch dreimal dasselbe schreiben mit den nächsten drei Krankheiten, die er alle überlebt hat, obwohl er jedesmal dachte, es könnte auch Krebs sein.)

Nein, es war alles kein Krebs. Aber der Lernerfolg bleibt aus.

Mich bringt das zur Verzweiflung. Aber wenn Du es ebenfalls nicht verstehst, ... ":/

:)D

Also, zusammengefasst: Wenn er eine Krankheit überlebt hat, kommt er hinterher nicht zu der Einsicht: Es war kein Krebs, seine Panik war unbegründet.

@ lilo77

Sky86 hatte um Feedback gebeten, und ich habe ihm ein Feedback gegeben, d.h. ich habe geschrieben, was sein Beitrag in mir auslöst.

Nach eigenen Erfahrungen mit dem Thema hat er nicht gefragt, und dementsprechend habe ich nichts dazu geschrieben.

Deshalb ist wohl das Missverständnis entstanden, ich wüsste nicht, wie es ist, eine Angststörung zu haben.

Ich glaube richtig verstehen kann es keiner, der es nicht selbst erlebt hat. :-)

Ja, das glaube ich auch.

Ich habe es selbst erlebt, und ich erinnere mich nicht gerne daran zurück, weil es mir unangenehm ist.

Mit Gesunden darüber zu reden bringt sowieso nichts, weil es für sie "nur" Angst ist, aber "in Wirklichkeit" war ja nichts. Dass Ängste nicht angenehmer werden, nur weil sie unbegründet sind, die Erfahrung muss man wohl selbst gemacht haben, um es zu verstehen.

Ändert es etwas, wenn Du mir glaubst, dass ich Sky86 verstehen kann?

@ Sky86

Mir ist klar, dass dies befremdlich erscheint. Ich mache das nicht absichtlich, weil ich gerade nichts besseres zu tun hab. Ich habe halt eine psychische Störung und versuche dagegen anzugehen. Die Einsicht ist ja Da, lässt sich aber leider noch nicht steurn.

Befremdlich? Meinst Du? Ich würde es nicht so nennen. Mir kommt das alles sehr geläufig vor.

Also wie gesagt, befinde ich mich gerade wieder in einer sehr schlechten Phase und die Angst das ich doch was schlimmes haben könnte oder zeitnah bekommen könnte ist schrecklich. Weil ich dabei immer an meinen kleinen denke. Schlimm Das ich mir die tolle Zeit selbst vermiese. Dafür kann ich mich selbst nicht leiden.

Woher kommt das denn ? Verborgene Verlustängste ?

Ich könnte mir vorstellen, es geht um Aufmerksamkeit. Wenn Du Panik schiebst wegen Deiner Krankheitsängste, wer bekommt dann mehr Aufmerksamkeit, Dein Sohn oder Du?

E8hemadligerP N@utzer (#x15)


m+s

Du gehst rational an die Problematik heran.

Eine solche Störung ist aber nicht rational, somit auch nicht so einfach zu beheben.

Vom Verstand her weiß ein Betroffener das was Du oben schreibst ganz genau - doch er kann es psychisch/emotional nicht umsetzen. Die Gedanken kommen ganz einfach.

Sicher kann man es lernen, durch kognitive Lernprozesse, durch Ursachenforschung etc.. Aber nicht dadurch dass man sich einfach so (rational) sagt, wie Du es oben beschreibst. Genau DAS ist ja das aktuelle Problem von Sky86. Er weiß es, dass es irrational ist, kommt aber nicht dagegen an. Und das hat vor allem gar nichts mit Uneinsicht zu tun. Wäre er das, dann würde er sich seinen Ängsten hingeben, bzw. ihnen nachgeben und in jedem Schnupfen, jeder Übelkeit usw. eine schwere Erkrankung auch rational vermuten. Tut er aber nicht.

Heruntergebrochen heißt das:

Sein Verstand kämpft gegen seine Psyche momentan. Und das ist kein Zuckerschlecken.

Also, zusammengefasst: Wenn er eine Krankheit überlebt hat, kommt er hinterher nicht zu der Einsicht: Es war kein Krebs, seine Panik war unbegründet.

Doch, genau dazu kommt er ja. Diese Einsicht hat er. Aber diese destruktiven Gedanken bleiben trotzdem, bzw. kommen beim nächsten Krankheitsereignis wieder - DAS ist sein Problem.

Sky86

Woher kommt das denn ? Verborgene Verlustängste ? Das hatten wir in der letzten Therapie nicht analysiert.

Hast Du die Möglichkeit die Therapie wieder aufzunehmen?

In manchen Fällen helfen da schon wenige Sitzungen oder gar nur Telefongespräche um den Kurs wiederzufinden.

E%hema!liger 8Nutze*r (#1x5)


Und noch Etwas:

Das Alles:

- 2x Magen-Darm Infekt

- 2x Grippale Infekte

- 1x Analabszess

- 1x bakterielle Mandelentzündung

- 1x Entzündetes Auge

Ist auch für einen (psychisch) gesunden Menschen innerhalb von knapp 5 Monaten kein Pappenstiel, zieht ihn psychisch runter.

Gibst/Nimmst Du Dir selbst auch den Raum das zu verarbeiten? Trittst mal ein wenig kürzer, nimmst Dir Zeit für Dich selbst und gestattest Dir Dich auch mal selbst zu bemitleiden? Kümmerst Du Dich selbst genug um Dich, Dein (inneres) Wohlbefinden?

Oder sagst Du Dir selbst eher "Mensch, da muß ich jetzt durch, haben zig andere Menschen auch....ich geb' weiter Gas"?

Ich kenne das nämlich von einigen Menschen mit psychischen Störungen, dass sie gerade deswegen meinen, ihre Störung auszugleichen, indem sie sich selbst unter Druck setzen "normaler" sein zu müssen. Genau mit so einem Satz (oder ähnlich).

Du "darfst" auch mal jammern, Du "darfst" auch mal für einen Abend oder Tag, familienfrei nehmen. :)* Tust Du das?

M all%aig


Vom Verstand her weiß ein Betroffener das was Du oben schreibst ganz genau - doch er kann es psychisch/emotional nicht umsetzen. Die Gedanken kommen ganz einfach.

Aber mit welcher Intention schreibt er (oder ein anderer Betroffener) das dann hier? Wenn er "weiß", dass es irrational ist, er dagegen aber nicht ankommt - hegt er trotzdem die Hoffnung, dass gerade der erneute Hilferuf etwas ändern könnte?

E hemoali7ger NFutzer (#x15)


Mallaig

Aber mit welcher Intention schreibt er (oder ein anderer Betroffener) das dann hier? Wenn er "weiß", dass es irrational ist, er dagegen aber nicht ankommt - hegt er trotzdem die Hoffnung, dass gerade der erneute Hilferuf etwas ändern könnte?

Das mußt Du den TE selbst fragen.

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