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Panische Angst vor OP (Trochleaplastik)

PRustebklumex19 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

seit Ende August weiß ich, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit an beiden Knien operiert werden muss, da ich eine angeborene Fehlbildung habe. Der Eingriff (Trochleaplastik) wird nicht von besonders vielen Ärzten durchgeführt, weswegen ich dafür auch in ein Krankenhaus weiter weg müsste. Ich war dort auch schon und habe mit dem operierenden Arzt gesprochen, der mir dringend zur OP rät. Mein Orthopäde hier, der mich zu ihm überwiesen hat, ist derselben Meinung. In 2 Wochen bin ich nochmal bei einem weiteren Spezialisten, der diese OP's durchführt, um eine letzte Meinung einzuholen. Soviel nur als Hintergrund...

Seit ich das alles weiß, dreht sich bei mir jedenfalls ungefähr alles nur noch darum. Unterm Tag wenn ich beschäftigt bin, kann ich es meistens noch ganz gut verdrängen, aber sobald ich eine Minute Zeit zum Nachdenken habe, schwirrt es schon in meinem Kopf herum. Deshalb schlafe ich abends auch ewig nicht ein, es wird mindestens immer 1:30 Uhr und der einzige Grund warum ich deshalb noch nicht völlig am Boden bin, ist, dass ich in der Regel fast immer bis 8:30 Uhr morgens ausschlafen kann (Studentenleben sei dank!). Ich bin allgemein noch nie operiert worden und allein der Gedanke an die OP an sich macht mich fertig. Ich hab so panische Angst vor der Narkose, davor im Krankenhaus zu sein und vor allem auch davor, dass irgendwas bei der OP schief geht - sei es beim Eingriff selbst, bei der Narkose oder auch danach, dass ich mir beispielsweise eine Infektion bei der Wunde einfange usw. Ich weiß einfach nicht wie ich das in meinem Kopf ordnen und damit umgehen soll. Ich habe so Angst davor, dass ich danach größere Probleme habe als jetzt, denn derzeit ist mein einziges Problem, dass mir ab und zu die Kniescheibe rausspringt (sie springt aber auch von allein zurück, schmerzt dann 2-3 Tage und dann is wieder gut). Der Eingriff ist eben auch nicht grade klein und allein die Tatsache, dass das nicht jeder Arzt macht und ich dafür extra woanders hin muss, sagt ja schon einiges darüber aus. Ich will gar nicht wissen was genau letztlich alles schief gehen kann und ich hab einfach nur panische Angst davor, dass mein Leben danach vorbei ist und all die Dinge die ich mit meinen 21 Jahren noch vorhabe, danach einfach kaputt sind, weil ich nicht mehr laufen kann oder sonst irgendwas...

Ja, vielleicht sehe ich das alles sehr dramatisch, aber ich weiß nicht anders damit umzugehen und bin wirklich nur noch fertig mit meinem Leben. Ich weiß auch nicht richtig was ich mir von diesem Eintrag hier erhoffe, vielleicht könnt ihr mir ein wenig die Angst nehmen oder sonst irgendwas... ":/

schon mal danke dafür!

Antworten
Enmax


Hallo Pusteblume19,

nachdem hier seit mehr als einer Woche niemand auf diesen Eintrag etwas geschrieben hat, will ich es jetzt tun.

Ich habe keine Kenntnisse zu Knieproblemen. Meine Ratschläge können dir daher nur helfen, deine Angst vor der Narkose und der Operation etwas abzubauen.

Nach dem, was du hier geschrieben hast, sind sich alle beteiligten Ärzte einig darüber, dass diese Operation für dich notwendig und die einzig mögliche Lösung deines angeborenen Problems ist. Aus meiner Sicht solltest du deinen Ärzten in diesem Punkt vertrauen. Wenn du nun zu dieser Operation in ein spezielles weiter weg liegendes Krankenhaus geschickt wirst, dann ist das aus meiner Sicht positiv zu bewerten. Dort hat man wahrscheinlich gute Erfahrungen mit Knieoperationen, die nicht vergleichbar sind mit einem Leistenbruch oder einem Blinddarm.

Mein Rat: Solange es in den Ratschlägen deiner Ärzte Übereinstimmung gibt, dann vertraue ihnen. Sicher ist die dir bevorstehende Operation kein Zuckerlecken. Aber sie ist nun einmal notwendig, um dein angeborenes Problem zu beheben. Du musst das eben jetzt über dich ergehen lassen und darauf vertrauen, dass nach Verheilen aller Wunden Alles besser ist als in der Zeit bisher.

Ich hatte in meinem Leben bisher 3 große Operationen. Im jugendlichen Alter nach durchgebrochenem Blinddarm. Damals war ich vor der OP infolge von Schmerzen und Fieber schon völlig apathisch. Ich habe es geradeso überlebt. Und nun im Alter Erweiterung der innerhalb der Prostata verengten Harnröhre. Ich ließ mir dazu eine spinale Anästhesie geben, und konnte während meiner Operation mit dem Arzt sprechen. Der Arzt drehte auch auf meinen Wunsch den Bildschirm einmal um, damit ich die "Baustelle" in meiner Prostata mit ansehen konnte. Die dritte Operation betraf die Entfernung einer großen Beinvene. Diese habe ich mit nur örtlicher Betäubung (Femoralisblock) machen lassen. Während der Operation war ich ständig im Gespräch mit dem Arzt, der sich freute, dass der Patient "mitmacht".

Also abschließend: Hab keine Angst. Vertraue deinen Ärzten. Ich wünsche dir alles Gute.

Es würde mich freuen von dir eine Nachricht nach der OP zu bekommen.

Emax

H=ansile!inchexn


Hi, ich wünsche Dir auch Alles Gute.

....Ich bin allgemein noch nie operiert worden und allein der Gedanke an die OP an sich macht mich fertig. Ich hab so panische Angst vor der Narkose, davor im Krankenhaus zu sein und vor allem auch davor, dass irgendwas bei der OP schief geht....

Deine Angst ist völlig überzogen.

Manche Dinge müssen nunmal sein und danach ist es Vergangenheit. Und scheinbar hast Du ja (bzw. bist noch dabei) geklärt, dass die OP erforderlich ist. Also Durchatmen.

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