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Lungenkrebs und Metastasen im Kopf

Hallo!

Meine Mutter hat im Sommer 04 erfahren bei einem Lungenröngten dass sie Lungenkrebs hat, der schon ziemlich groß ist! Ihr Hausarzt hat ihr Jahre vorher immer nur Antibiothika verschrieben da sie so stark gehustet hat und er immer glaubte es sei Bronchitis, aber er hat sie nie Röngten geschickt!

Sofort kam Sie in ein gutgeeignetes Krankenhaus für Krebs, die gaben ihr eine sehr starke Chemotherapie, so dass sie sicher 5tage danach noch sehr schlecht ging! Nach 6 Monaten Chemo hat sich ergeben dass der Lungenkrebs um 50% kleiner geworden ist!

Nun hat Sie 3 Monate Pause gehabt, sie hat die Zeit dafür genutzt um in Seminare für diese Krankheit zu gehen, hat nur Bücher bzgl. ihrers Krebs gelesen, war bei Hymopathen, hat echt alles getan!

Nun hat sie am Mittwoch Kontrolle gehabt, und es wurden Metastasen im Kopf gefunden, und die Ärzte sagten auch dass der Krebs auf der Lunge gewachsen ist! Ich war fertig..habe eine ganze nacht nichts geschlafen! Immerhin bin ich erst 18Jahre, und meine Kleine Schwester 13!

Mein Vater weis auch nicht wirklich wie er das verkraften Soll, immerhin soll er sich nicht aufregen, da er vor 3 Wochen einen schweren Herzinfarkt hatte!

Ich weiß wirklich nicht mehr wie es weitergehen soll!

Am Montag hat sie den 1. Termin zur Bestrahlung der 12 Metastasen im Kopf!

Nun wollt ich euch bitten, da ihr euch sicher schon gut auskennts, mir eure Erfahrungen zu schildern!!

Ich kann überhaupt nicht damit umgehen! Dauert gehen mir Fragen durch den Kopf: wie lange wird sie noch leben? Kann man das heilen? usw..

ich halte es nicht mehr lange aus!

Bitte um eure HILFE!

Danke

lg aus Österreich

Stefanie

SMtegffiL1x8

hallo steffi,

es tut mir sehr leid was da bei euch gerade am laufen ist :°(

leider kann ich dir nicht helfen, aber versuch es mal mit dem link hier!

[[http://www.krebs-kompass.de]]

dort findest du bestimmt ansprechpartner die dir helfen können.

alles gute kleine!

liebe grüße aus wien!

lSoon{a197x7

Hallo Steffi,

ich weiß genau wie scheiße das ist. Mein Vaters Lungenkrebs wurde auch von Röntgenaufnahmen festgestellt (auch ziemlich großer Tumor).

Ihm wurde ein kompletter Lungenflügel entfernt und danach ging es ihm blendend, er war fitter als vorher! Leider nach einem Monat seiner entlassung haben sie 2Hirnmetastasen festgestellt die mit einer Bestrahlung wegzu kriegen waren/sind! Er konnte danach nicht mehr richtig laufen da es sein Gleichgewichtszentrum war! Ende Januar wurde er wegen Schmerzen unter dem Brustkorb ins Krankenhaus geliefert (Wasser und Luft in der Lunge). Ich musste regenlrecht zusehen wie es meinem Vater von Tag zu Tag schlechter ging und dann starb er friedlich am 7. Februar. Es ist echt hart aber das ist das Leben! Ich bin auch grad mal 17 und werde am Sonntag 18!

Falls du Fragen hast kannst du mir gerne eine Mail schreiben: serkan.kocapinar@t-online.de denn ich weiß genau was du durchmachst, das ist das beschissesnte was passieren kann.

Was ich dir auch empfehlen kann hier die Links aus dem Forum:

[[http://www.med1.de/Forum/Krebs/106689/1/]]

Zwar sehr lang aber sehr informativ und leider auch enttäuschend!

[[http://www.med1.de/Forum/Krebs/133045/]]

Hier die Sicht aus der ich das sehe, evtl. aufmunternd für dich!

PS: Ich habe 2 Nicknames: King-Raptile & SKKOT!

Serkan

K;inG^-Raptixle

Hallo! Mein Vater hatte auch Lungenkrebs! Leider hat er es nicht geschafft und ist am 12.1 gestorben!! Aber trotzdem darfst du die Hoffnung nicht aufgeben! Ich bin auch erst 23 und steh grad mitten im Examen und die letzten 1 1/2 Jahre waren auch nicht sehr leicht! Ich weiß wie es dir geht! Immer wieder schlechte nachrichten, die einen in ein tiefes Loch werfen! Sei für deine Mutter da und genieß die Zeit mit ihr!!

Wie geht sie damit um?? Hat sie einen Kleinzelligen Tumor? Haben euch die Ärzte über die Chancen aufgeklärt?? Erzähl! Viele Grüße und viel Kraft

Nadine

NKad6ixni

Hallo Steffi,

ich weiss genau wie es Dir geht.

Mein Vater hatte auch Lungenkrebs.

Er war des öfteren beim Arzt wegen Rückenschmerzen. Bei dem wurde er nur unter der Wärmelampe bestrahlt und gespritzt. Irgendwann hat der Arzt ihn zu röntgen geschickt und dann haben die zwei große Tumoren auf der Lunge festgestellt, die nicht mehr operierbar waren. Im Krankenhaus haben die Ärzte ihm dann noch 4 bis 12 Wochen gegeben und heim geschickt!!

Nach 8 Wochen ist er gestorben.

Das ist jetzt 7 Jahre her und mir tut es immer noch weh, wenn ich an diese Zeit denke.

KKitt,ylexin

Hallo!

Auch von meine Seiter kann ich dir leider nichts positives zu dieser Diagnose sagen!

Meine Mutter ist am 18. Januar an den Folgen ihres Lungenkrebses und den Metastasen die sich in Hirn u Rückenmark gebildet hatten, gestorben.

Ich kann nur sagen man darf diese Krankheit gar nicht erst bekommen.

Wünsche dir, deine Mutter und den Rest deiner Familie viel Kraft für die nächste Zeit.

Sei immer für sie da....und sei tapfer....für sie....zeigt Stärke....!

Wenn ich dir helfen kann oder du Fragen hast kannst du mir gerne schreiben.

Alles Gute...!

Caro

C~aroH-hopxe

Diese Krankheit ist wirklich heimtückisch.

alles geht sooooooooo schnell.

Da ist es wichtig, das alle zusammenhalten und da gemeinsam durch die schwere Zeit gehen

K~ittXyle~in

Danke!

Danke für eure Einträge!

Heute hat sie den Termin für die Bestrahlung!

Eine Zimmerkollegin von ihr hat das alles überstanden, hatte auch die selbe diagnose!

Außerdem meinte der Arzt meiner Mutter, er ist sehr sehr zuverlässig auf sie...weiß aber nicht ganz was ich darunter verstehen soll!

Meine größte Frage wäre nun; wie lange leben solche Menschen dann noch im Durchschnitt!

Hab solche Angst sie zu verlieren!

SBtefffiL18

Hallo Steffi...

gib die Hoffnung nicht auf, dass man deiner Mutter noch Zeit schenken kann!

Ein Freund von uns ist im vergangenen Oktober mit Sehstörungen in´s Krankenhaus gekommen. Dort wurde eine große Hirnmetastase festgestellt, nach weiteren Untersuchungen dann ein Lungenkrebs gefunden, von dem es hiess, er sei nicht operabel. Die Metastase wurde dann massiv bestrahlt (3-4x die Woche) und ist auch geschrumpft. Am 17.12. wurde er nach Hause entlassen mit dem Hinweis, man könne erstmal nichts für ihn tun. Wir waren vollkommen fertig. Er ist der Patenonkel meiner Tochter und wir stehen uns sehr Nahe. Mitte Jan. musste er zu einer Nachuntersuchung und da die Metastase nicht wieder gewachsen war, hiess es nun, man wolle eine Operation wagen. Ich denke man hatte die Narkose gescheut. Ende Jan. ist ihm ein Lungenlappen mit dem Tumor (5,9cm) entfernt worden. Das war eine schwere OP, aber er ist nun wieder zuhause und es scheint auch, auf dem Wege der Besserung. Wenn sich keine neuen Metastasen bilden, haben die Ärzte Hoffnung, dass er noch Zeit hat. Wir hoffen vielleicht ein-zwei Jahre ??? oder mehr ???

Nichts ist unmöglich...

Kopf hoch, Steffi! Sprich mit deiner Mutter, mache ihr Mut und zeige ihr, dass du das Leben meistern wirst. Mütter haben meistens grosse Sorgen, wie es ohne sie weitergehen wird. Erleichtere sie, indem du zeigst, dass du es packst. Sag das auch deinem Vater, dass er ihr vermittelt, dass er seine beiden Mädchen "groß" kriegt.

Meine Mutter hat übrigens Brustkrebs mit Knochenmetastasen im gesamten Skelett. Auch eine scheiß Prognose....wir wissen nicht, wie lange sie noch hat.

Gruss

PJeJa

@PeJa

Wow, ganz großes Dankeschön für deinen Eintrag! Hab mich wahnsinnig gefreut! :-D

Ja ich werd die Hoffung nicht aufgeben, aber immer wieder hab ich Träume wo meine Mutter begraben wird, und ich das Totenbild gesehen habe...usw! Und ich glaub diese Träume schaden mir so extrem dass ich den ganzen restlichen Tag nur einen Gedanken habe...

Am 16.März beginnt die Bestrahlung..hoffe es hilft irgendwie!

Super, dass freut mich extrem dass es euren Freund wieder so halbigs gut geht! Wünsche ihm viel Kraft!

Heute abend hat sie einen Termin mit einer 50jährigen Dame die schon 3 Krebsarten (Brustkrebs, Unterleibskrebs, Hautkrebs) bekämpft hat und Krebsfrei ist! Ich glaub sowas gibt auch sehr viel Hoffung!

Bin schon sehr gespannt!

Wie lang hat deine Mutter schon Brustkrebs?

lg und Danke nochmal!

Steffi

SetefkfiL1x8

@Steffi

Hi Du!

Das freut mich immer, wenn jemand aus meinen Beiträgen etwas Kraft oder Mut zieht.

Ich selber habe auch gemerkt, dass es mir hilft hier im Forum zu lesen und damit zu erfahren, wieviele Menschen schlimmen Krankheiten leben und trotzdem noch in der Lage sind, Ratschläge zu geben und Mut zu machen. Außerdem hilft es ja auch, wenn man über Therapien oder Medikamente etc. etwas erfährt, was einen vorher verunsichert hat.

Unserem Freund geht es leidlich gut, z.Zt. hat er Probleme im Kopf, damit meine ich, dass er manchmal nicht ganz bei sich ist. Das kommt sicher durch die starken Medikamente.

Wenn deine Mama unleidlich ist, oder sogar ungerecht o.ä., nimm es ihr nicht übel. Meine Mutter hat sich durch das Morphin auch verändert, sie ist z.B. sehr ungeduldig mit meinem Vater und zankt nur noch mit ihm herum. Im nächsten Moment tut ihr dass dann wieder leid und sie weint, weil sie selber erkennt, wie unfair sie manchmal ist.Aber sie kann wohl nicht aus ihrer Haut und läßt ihren Frust bei ihm aus.

Seit wann sie den Krebs hat wissen wir nicht. Sie hatte den ganzen letzten Sommer starke Schmerzen in allen Knochen und die Ärzte haben ihr nur geraten abzunehmen, weil sie recht dick ist. Nachdem sie ca. 3 Monate von Arzt zu Arzt gelaufen ist und keine Schmerzmittel mehr halfen, kam dann mal jemand auf die Idee eine Kernspin zu machen, da hat man dann die Metastasen entdeckt. Das war am 29.09.04. Danach wurde alles andere auch untersucht und der Brustkrebs (nur klein, 1,1cm) und weitere Metastasen im gesamten Skelett und der Pleura (Lungenspalt) entdeckt. Brust-OP war am 29.10.04., mit der Chemo haben sie dann Ende Nov. angefangen. Übermorgen bekommt sie die 5., mal sehen, wie es weitergeht. Anscheinend wachsen die Metastasen zur Zeit nicht weiter, das weiss man nach einer Kontrolluntersuchung nach der 3.Chemo.Bestrahlungen kommen nicht in Frage, weil sie zuviele Metastasen hat, man wüsste nicht, wo man anfangen soll.

Wird deine Mama denn auch noch operiert?

Diese Träume, die du hast, sind vollkommen normal. Man wird halt plötzlich mit dem Tod konfrontiert, wenn man da noch nicht mit rechnet. Du bist ja auch noch so jung, da trifft es einen wohl noch härter. Aber mach dir auch klar, dass der Tod zum Leben gehört. Es ist ein Thema, über das man auch sprechen muss, dann wird es leichter. Anfangs hat meine Mutter total abgeblockt, wenn ich das Thema angeschnitten habe, aber inzwischen hat sie eingesehen, dass es auch für sie beruhigender, wenn sie weiss, dass alles geregelt ist (Friedhof etc).

Wie geht dein Papa damit um? Wie alt sind denn deine Eltern?

Wenn dir die Fragen zu aufdringlich sind, brauchst du sie natürlich nicht beantworten. Ich versuche nur, mich in eure Lage zu versetzen.

Meine Mutter ist 57, ich bin 41 und ich habe eine Tochter von 20.

So, langer Brief geworden.

Halt die Ohren steif! (so sagt man hier in Norddeutschland). Wenn du magst, kannst du dich auch per Email melden.

Gruss

PpeJxa

Mein Gott das tut mir wirklich leid, ich hoffe dass sich alles zum guten wendet. :-(

DvoImE198x8

*:)

hy..

Also seit gestern bin ich echt überarscht wie positiv meine Mutter über ihre krankheit denkt! Ganze zeit hört man nur von ihr "ach, das schaff ich sowieso" usw!

Und ich denke mir dass das auch gut ist wenn sie so viel hoffung hat...

Sie hat sich jetzt vorgenommen jeden Tag viel Gurken zu essen, da die Frau die schon 3 Krebsarten besiegt hat das auch gemacht hat, und zu der hat der Arzt gesagt dass Gurkerl (egal ob Essig oder Salatgurke) den Krebs im Körper zum Zittern bringen! Bin ja mal gespannt!

@PeJa

danke nochmal für deinen langen Eintrag! Hat mich wieder um einiges Aufgebaut!

Also meine Mutter ist jetzt gerade im Februar 40 geworden und mein Dad ist 42 Jahre!

Gestern hatte ich auch noch ein sehr langes gespräch mit meiner Cousine! Ihre Mama (Schwester von meiner Mutter) ist mit 38 Jahren an Brustkrebs verstorben! Es ist auch mein Opa (Vater von meiner MUTTER) an Krebs gestorben und den seine ganzen Vorfahren hatten auch alles Krebs!

Also es ist rein vereerbt!

HOFFE SO STARK DAS ES MICH NIEEEE ERWISCHT!

Also, mein Papa geht echt total gut damit um! Er lest viele Bücher über mamas krankheit, und er weiß großteils besser bescheid als sie! Echt bewundernswert wie er das alles meistert!

Mein Dad kommt am Mittwoch auf Reha (ganz weit weg!!) und meine mutter muss stationär für ca. 2 Wochen ins KH!

Ich weiß noch nicht ganz wie ich das meistere mit meiner schwester, da sie erst 13Jahre alt ist, und somit total alleine ist, weil ich ja bei meinem freund 35km entfernt wohne, aber dass sollte nicht zum Problem werden!

Wegen der Operation: Der Arzt meiner Mutter hält nicht viel vom operieren, da der Krebs bei ihr so "blöd" sitzt!

Außerdem entsteht wenn er den Krebs heraus operiert eine Art Kettenreagtion..er meint dann teilen sich die metastasen überall im Körper aus!

Vielleicht macht er dann was operativ wenn die Metastasen im Kopf weggestrahlt worden sind, und nach der 2.Chemo wenn das In der Lunge auch wieder kleiner ist! Hoffe das funktioniert irgendwie!

Das kann ich gut verstehen das mit deiner Mutter...

Wie bist du am Anfang damit umgegangen?

Hast du ein sehr gutes Verhältnis zu ihr?

Liebe Grüße

lg

Stefanie

S)te2ffidL1x8

Hallo!*:)

@ Dom1988:

Zum Guten wendet sich bei uns nichts mehr. Trotzdem Danke für deine Anteilnahme.Die Ärzte haben ganz klar gesagt, dass man nur noch Zeit gewinnen und Schmerzen lindern kann. Allerdings ist es für mich schon gut, wenn sie wenigstens die Tage irgendwie mit einigermaßen guter Laune übersteht. Körperlich ist sie ja sehr eingeschränkt, kann nur noch einige Schritte mit einem Rollator gehen, aber sie freut sich über jeden Tag den sie hat, auch wenn sie nur fernsieht o.ä.Wir hoffen jetzt mal, dass es bald Frühling wird und dass sie dann öfter mal raus kann und die Tage noch genießt.

@ Steffi:Ich verstehe nicht,

wieso deine Schwester alleine bleiben muss.Kann sie nicht zu Verwandten, oder so? Sie ist noch zu jung um überhaupt allein mit diesen seelischen Belastungen zurecht zu kommen, da muss sie doch nicht auch noch allein zuhause gelassen werden.Kannst du nicht wenigstens die 2 Wochen bei ihr sein? Du merkst doch, wie schwer du selber mit dieser Sache zurecht kommst, wie soll da ein Kind allein mit fertig werden?

Zum Thema Vererbung: in unserer Familie mütterlicherseits hat es auch schon mehrere Krebserkrankungen gegeben.Man ist somit automatisch Risikopatient. Mein Gyn sagt, wenn die Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, steigt das Risiko für die Tochter um 30%.

Das deine Mutter die Sache so positiv angeht, finde ich prima. Die Einstellung zur Krankheit ist ganz wichtig. Man muss viel kämpfen können.

Meine Mutter und ich haben ein gutes Verhältnis und am Anfang hat mich das auch sehr geschockt.Jeder freie Gedanke war immer nur "sie stirbt". Allerdings bin ich eher so der organisatorische Typ, und wenn ich etwas machen kann, hilft es mir damit umzugehen. Somit habe ich dann den ganzen Krankenkassenkram, die Arztgespräche etc in die Hand genommen. Habe Informationen geholt, wo auch immer man sie bekommen kann. Vielleicht so wie dein Vater bei euch. Meine Eltern sind da beide nicht so rege.So kann ich sie davon entlasten und helfe mir gleichzeitig selber damit, indem ich aktiv etwas tue, was nützt.

Aber man kann dadurch natürlich die Sorge nicht abschütteln und wenn ich ehrlich bin, geht mir das alles doch ganz schön an die Nerven. Mein Gesundheitszustand läßt auch etwas zu wünschen übrig und ich muss mich auch etwas zurücknehmen, sonst liege ich bald selber flach.

Gruss

PoeJa

Hallo Steffi,

Ich kann gut nachempfinden wie es dir und deiner Familie jetzt geht. Meine Mutter hat auch Tumore in der Lunge und im Gehirn. Festgestellt wurde das am 30.03.05. Am Sonntag haben wir alle noch Ostern gefeiert. Es kam wie ein Vorschlaghammer. Meine Schwester und ich sind zwar älter als du (ich bin 37 und meine Schwester 44 Jahre) aber für mich zumindest sind meine Eltern nie älter geworden. Sie sind in meiner Vorstellung immer 40 geblieben und immer und ewig für uns da. Jetzt ist alles anders geworden, aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass es wieder besser wird. Ich versuche alles dafür zu tun, dass meine Mutter und auch mein Vater und meine Schwester nicht in ein tiefes Loch fallen. Vorgestern noch waren wir alle völlig am Boden zerstört. Aber heute geht es schon wieder ein wenig besser, auch meiner Mama. Mir persönlich hilft es darüber zu sprechen. Früher habe ich nie Foren besucht, aber dieses hier finde ich wirklich gut. Es tut gut mit Leuten reden zu können, die etwas Erfahrung haben, denen es ähnlich geht. Ich jedenfalls fühle mich nicht mehr ganz so allein und hilflos und dies versuche ich an meine Familie und insbesondere an meine Mama weiterzugeben. Mein Motto ist, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich weiß, dass viele Tiefschläge kommen, aber ich glaube auch, dass es noch einige hoffnungsvolle Momente und Zeiten geben wird und daran will ich festhalten. Auch du und deine Familie sollten füreinander da sein und euch einander Kraft geben. Denkt auch an euch und denkt bitte nicht jede Minute an das Leid und die Krankheit eurer Mutter. Versucht ein bisschen Normalität zu schaffen. Mir z. B. hilft es, etwas zu tun, was ich vor dem Tag X tätglich gerne getan habe, etwas, was zu meinem Alltag gehört hat (z. B. mich auf das Sofa legen, ein Glas Wein dabei und lesen). Dies hilft mir jetzt, auch, wenn es nur Minuten sind, und ich genau weiß, dass dies nur eine Schein-normalität ist, so habe ich dennoch wenigstens für kurze Zeit das Gefühl, es wäre noch so wie früher. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will, ich bin nämlich noch nicht so geübt, Gefühle schriftlich auszudrücken. Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben und wünsche deiner ganzen Familie und dir, dass es euch bald wieder besser geht. Grüße bitte alle von mir und sage ihnen, dass ich an sie denke.

Deine Silke13

Sgilkex13

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