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Bauchspeicheldrüsenkrebs

hallo! ich hab mich nun auch hier registriert, weil ich hoffe hier jemanden zu finden, der mir mit informationen helfen kann. meine mutter (jg 1954) ist schwer krank - sie hat (...)   >>>

V%iruxss  am 24.10.05  21:22

26.03.10  23:35

@ mina

meinst du wirklich einem menschen mit 79 jahren muss man noch eine chemo antun? für schmerzen gibt es schmerzpflaster, die chemo würde das leiden nur unnötig hinauszögern und die nebenwirkungen sind auch nicht ohne ....

sAunskhiSney

27.03.10  01:15

hoi sunshiney,

mit dem psychologen ist das so eine sache. wir wohnen in einem kleinen dorf. das nächste KH ist ca 10 km entfernt und dort gibt es so eine einrichtung nicht. die nächste stadt ca 20 km und das KH, in dem meine mam war, ist 75 km entfernt. allerdings gibt es dort eine beratungsstelle/sozialstation für betroffene und angehörige. evtl. ginge das auch telefonisch. das könnte ich noch abklären. im moment hilft mir mein freund sehr (leider fernbeziehung) und mein sohn wohnt in der nähe.

lieben dank für deine anteilnahme.

hoi mina

danke für den tipp mit den tropfen. wäre auf jeden fall einen versuch wert. ich werde mit unserer hausärztin sprechen, ob sie die tropfen verschreiben kann.

chemo bekommt meine mam nicht. wir waren beim onkologen und der hat uns davon abgeraten, weil sie schon viel zu schwach und angegriffen ist, um eine therapie durchzustehen. ausserdem hat der tumor so weit gestreut und sich ausgebreitet, daß ein stillstand geschweige denn eine verbesserung nahezu unmöglich ist. eine chemo therapie würde sie nur noch weiter schwächen und das bisschen lebensqualität, die sie im moment noch hat, weiter einschränken.

alles gute für deinen papa und auch dir viel kraft und lieben dank

s'umatxra08

27.03.10  11:35

was mich so sehr erschreckt ist, daß ich immer wieder lese, wie schnell die menschen nach der diagnose sterben

Das geht wohl jedem gleich, der sich aus dem Nichts mit dieser Diagnose konfrontiert sieht. Wohl liest man von Patienten, die auch noch nach Jahren leben, aber nebst einem Fünkchen Hoffnung denkt man doch wohl auch, warum sollte das ausgerechnet in "meinem" Fall so sein. Trotzdem, ich habe auch durch diesen Thread gelernt, dass jeder, wirklich jeder Fall etwas anders ist und dass man sich vor allem dadurch nicht verrückt machen lassen sollte. Es gibt Gemeinsamkeiten, etwa die Schmerzen, der Druck, Appetitlosigkeit usw, aber ich sehe auch diverse Unterschiede in der Diagnose und der Behandlung. Mein Pate kann jetzt, bald 3 Monate nach der Diagnose, endlich morgen Montag mit der Behandlung in Basel beginnen. Er muss 3 Tage stationär bleiben. Es werden ihm radioaktive Teilchen "eingegeben" (weiss noch nicht genau wie) und die sollen selbständig an den kranken Zellen andocken und diese, respektive den Tumor von innen her zerstören. Dies soll eine Behandlung sein, die etwa bei 20 Prozent der BSDK-Diagnostizierten möglich sein soll. Nun hoffen wir natürlich alle, dass diese Behandlung erstens gelingt und zweitens auch nachhaltig wirkt. Mein Pate wiegt nur noch gut 60 kg (180 gross) und musste vor einer Woche Wasser aus der Bauchhöhle ablassen, was aber kaum Linderung brachte. Ich werde wieder berichten, sobald sich etwas Neues ergibt.

H axki

28.03.10  12:39

leider mußte ich meine mam gestern in's krankenhaus bringen. sie hat über nacht eine gelbe hautfarbe bekommen, also stimmt irgentetwas mit dem stent nicht mehr. entwerder verrutscht oder in der kurzen zeit seit er gelegt ist (3 wochen) schon wieder verklebt. sie hat heute eine untersuchung bzw der stent wird erneuert.

deinem paten viel erfolg bei der behandlung Haki. ich drück ganz fest die daumen.

sKumatrYa0x8

01.04.10  10:06

Danke, sumatra08. Auch deiner Mutter wünsche ich, dass man ihr im Spital gut helfen kann.

Mein Pate ist gestern wieder aus der Klinik in Basel entlassen worden. Die erwähnten radioaktiven Teilchen wurden ihm mit einer Infusion während rund 15 Minuten im Arm eingegeben. Wie die CT-Bilder zeigen, haben die ihren Weg in den Tumor gefunden und angedockt. Fragt mich aber nicht, wie das wirklich funktioniert! Scheinbar ist diese Methode so erfolgreich, dass Leute aus der ganzen Welt, von China bis USA, dafür nach Basel reisen! Meinem Paten ging es vor und während seiner Heimreise allerdings so schlecht, wie selten zuvor. Erst am Abend fühlte er sich etwas besser, aber das war am Abend eigentlich immer so. Die Ärzte sagten ihm, dass es 2-3 Wochen dauern werde, bis er eine richtige Besserung verspühren werde. Anfangs Juli muss die Behandlung dann wiederholt werden.

HWakxi

05.04.10  10:55

Hier noch ein Link zur Patienteninformation über diese Behandlungsmethode und man findet mehr Infos wenn man nach "Dotatoc" sucht:

www.nuklearmedizin-basel.ch/seiten/therapie/pdf/Behandlungsvollmacht_90Y_deutsch.pdf

Grob gesagt - und so wie ich es verstanden habe - haben die kranken Zellen einen erhöhten Traubenzuckerbedarf. Dem Patienten wird ein Hormon "DOTATOC" eingespritzt, das mit radioaktiven Partikeln versetzt ist, eingespritzt. Dieses Hormon findet die Zellen mit dem erhöhten Traubenzuckerbedarf, bleibt dort haften und zerstört die kranke Zelle.

Nun, auch dies ist keine Wuntermethode und die Erfolgszahlen lassen einem nicht eben euphorisch stimmen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Deshalb hoffen wir auch auf ein Wunder. Mein Pate ist jetzt seit 4 Tagen wieder zu Hause. Noch immer isst er praktisch nichts, muss weiter stärkste Schmerzmittel nehmen, aber er merkt immerhin, dass sich in seinem Bauch "etwas tut".

HNakxi

11.09.10  17:58

Mein Pate ist heute im Spital friedlich gestorben. Vor einigen Wochen wurde die zweite Behandlung (siehe oben) in Basel gemacht und wir waren guter Dinge, da der Tumor um ca. 80 % schrumpfte. Er konnte zunehmend besser essen und nahm an Gewicht wieder zu. Wir glaubten an ein Wunter. Leider bekam er dann aber Probleme mit riesigen Mengen von Wasser im Bauch, das immer wieder abgelassen werden musste, da es ihm auf die anderen Organe drückte. Dazu musste er – eigentlich gegen seinen Willen – immer wieder ins Spital. Er wurde in den letzten 14 Tagen immer schwächer, konnte kaum mehr etwas essen und trinken und wollte nur noch sterben. Schmerzen musste er Gott sei Dank kaum erleiden.

Ich hoffe, dass er mit den beiden Behandlungen der Medizin weiterhelfen konnte und damit vielleicht künftig Patienten mit der gleichen Krankheit mehr Hoffnung geben kann.

Ich danke allen für die Unterstützung, die ihr mir hier gegeben habt!

H5aPki

12.09.10  11:50

hallo haki,

mein herzliches beileid.

habe alle beiträge hier gelesen, und möchte kurz stellung dazu nehmen.

ich bin betroffene, lebe seit 16 jahren mit bsdk. wurde zweimal gewippelt.

mir fehlen die milz, großer teil von dickdarm, ein teil magen. beide eierstöcke.

was ich damit sagen möchte : ES GIBT AUCH ÜBERLEBENDE

ZUGEGEBEN:: WENIGE: ABER ES GIBT SIE

sende euch allen ein lächeln

hoffe , kann dem einen oder anderen ein wenig mut damit machen.

j^andxel

18.10.10  14:33

Liebe Jandel

Danke für deine aufmunternden Worte. Ich bin mir sicher, dass du mit deinem Beispiel vielen Betroffenen Mut machen kannst. Die Diagnose trifft ja JEDEN wie ein Hammer und dann geht es auch bei JEDEM darum, dass Hoffnung besteht. Dass die nur gering ist, tut dabei nichts zu Sache. Ich hoffe, dass du stabil bleibst und dich noch lange über die vielen kleinen und grossen Dinge des Lebens freuen darfst!

H+aki

12.11.10  09:46

Hallo alle zusammen...

eure Beiträge klingen leider nicht unbedingt hoffnungsvoll. Aber bei dieser Krebsart ist es leider nicht unbedingt die Ausnahme.

Mein Papa hat drei Wochen vor seinem 50. Geburtstag diese schreckliche Diagnose BSDK bekommen und statt seinen Geburtstag zu planen und vorzubereiten( es sollte eine riesen Feier werden) hetzten wir von Krankenhaus zu Krankenhaus, telefonierten mit allen Ärzten, die sich teilweise nicht richtig gekümmert haben, es runtergespielt haben usw... Als dann meine zweite Tochter das Licht derWelt erblickte hatte mein Papa bereits mit der Bestrahlung und der Chemo angefangen...Das haben wir uns alle irgendwie anders vorgestellt-eine schöne Beburtstagsfeier und die Geburt der Kleinen...so grausam kann das Leben sein!!!!

Seit der Diagnose sind nun drei Monate vergangen und meinem Papa geht es eigentlich ganz gut. Nach dem er seine 6 Wochen in Heidelberg tapfer hinter sich gebracht hatte, ging es ihm wesentlich besser. Er hat die meinsten Schmerzmittel absetzten dürfen und hat jetzt nur noch ein Schmerzpflaster. Am 09.11. hatte er sein CT in Heidelberg und leider hatte die Therapie nicht das gewünschte Ergebniss gezeigt, jedenfalls hatten sich die Ärzte mehr erhofft und wir auch. Aber in Anbetracht dieser schlimmen Krankheit und den schrecklichen Prognosen ist es ja ein Erfolg, dass die Ärzte nun operieren würden, wenn mein Papa das möchte. Die Chanchen liegen bei 30% das der Tumor entfernt werden kann. Nach der ersten Diagnose BSDK im vierten Stadium, jedoch ohne Metastasen wollten die Ärzte nicht operieren. Oder ist das vielleicht so üblich, dass sie jeden nach der ersten Strahlen-Chemo-Therapie aufmachen, um ausschließen zu können, das es doch operabel sein könnte?

Ich bin einerseits froh, dass die Therapie wenigstens teilweise angeschlagen hat(Der Tumor ist stellenweise geschrumpft und stellenweise gewachsen), auf der anderen Seite bin ich enttäuscht, weil wir uns viel mehr erhofft hatten. Denn in Heidelberg ging es meinem Papa körperlich immer besser:die Bauchschmerzen war ertragbar geworden, das innere Brennen hat aufgehört, der Rücken ging wieder...er musste sich zum Schluss nicht mehr vor Schmerzen krümmen und weinen...Was ein furchtbar Anblick war( Habe auch Angst, das uns so etwas vielleicht noch bevorstehen wird-aber ich bin noch sehr optimistisch!!!!)

Weis denn jemand von euch, ob man bei der OP auch Teile des Tumors entfernen kann oder geht das Prinzip ganz oder gar nicht ???

LG

MfiaLuxca

22.11.10  09:33

Leider bin ich da auch kein Experte und vermutlich würde sich hier nicht einmal ein solcher zu deinen Fragen äussern, ohne die genauen Fakten zu kennen. Das Problem dabei ist, dass jeder Fall anders ist und die Möglichkeiten zur Heilung beschränkt sind. Dein Papa ist noch jung und damit hoffe ich, dass seine Kraft, gegen seine Krankheit zu kämpfen, entsprechend gross ist. Auf jeden Fall denke ich an ihn und an Euch und drücke Euch allen die Daumen!

HPakxi

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