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Leberkrebs: Lebenserwartung?

Mein Vater hat gerade Leberkrebs diagnostiziert bekommen. 4 große Tumore und viele kleine Metastasen. Habe bereits im Internet gelesen, dass die Lebenserwartung bei Leberkrebs dann gerade noch so 5 (...)   >>>

LNizzyx66  am 05.09.06  13:37

14.05.10  16:07

Hallo jam !

Ich muß Dir leider sagen, dass ich auch zu den Ärzten kein grosses Vertrauen mehr hege. Meine Mutter ist vor 2 Jahren an Leberkrebs gestorben.Was zum großen Teil auf ein massives Versagen Ihres Hausarztes zurückzuführen war. Er hat es schlichtweg versäumt die Behandlung meiner Mutter in erfahrene Hände abzugeben. Er hat es außerdem versäumt sich ausführlich zu erkundigen, wie meine Mutter hätte ernährt werden müssen.

Meine Schwägerin ist vor 2 Monaten an Krebs gestorben. Noch Weihnachten haben die Ärzte meinem Bruder gesagt sie wäre auf dem Weg der Besserung und eine Chemo angefangen, die ihr unsägliches Leid gebracht hat.

Mein Vater tritt langsam in die "Endphase" ein. Er hat vor 15 Jahren Prostatakrebs und Blasenkrebs operativ entfernen lassen und hat bis vor 2 Jahren gut damit leben können. Dann kam der Krebs zurück. Zuerst im Darm, dann Metastasen im Hüftbereich. Er hat Chemo und Bestrahlung durch eisernen Willen und Disziplin geschafft (und das mit 76 Jahren). Er ist ein Steh-auf-Männchen erster Güte. Und doch: im Oktober 2009 wurde er nach CTG und allen möglichen anderen Sachen für "krebsfrei" erklärt. Anfang April 2010 (also grad mal ein halbes Jahr nach der Untersuchung!) hat er Blut im Stuhl gehabt – danach die Diagnose: Leberkrebs und Darmkrebs im Endstadium. Alles was jetzt kommt ist nur noch "begleitend". Wir haben jedoch eine gute Ärztin durch die Erkrankung meiner Mutter (leider viel zu spät) kennen – und schätzen gelernt. Nur diese eine Frau hat meiner Mutter und meinem Vater in die Augen schauen können und ihnen unumwunden Auskunft auf ihre Fragen geben können.

Und ich kann euch nur sagen: seid für eure Lieben da. Hört Ihnen zu. Erfüllt ihre Wünsche. Weint mit ihnen und seid da. Weicht nicht aus wenn Sie euch direkt fragen. Wenn es auch schmerzt denke ich, dass Offenheit das einzig Wahre ist.

An Rande bemerkt: meine Mutter hat auch sehr viel Schwierigkeiten mit dem Essen und Trinken gehabt. Der Verlust des Geschmacks und des Appetits sind wohl sehr schlimm. Ihr hat Papaya (div. Rezepte im Internet) geholfen. Außerdem bekam sie Vitamin B12 Spritzen und eine Art "Astronauten-Nahrung". Die sehen aus wie kleine Milchtrinktüten. Wenn gar nichts mehr ging – kalte Milch in kleinen Schlucken.

Ich wünsche euch allen auf diesem Weg viel Kraft für die Zukunft!

LG Mauserle

MSauser5le39

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