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Lebertumor

Hallo, bei mir wurden Ende Januar per Zufall 2 Raumforderungen in der Leber festgestellt. Nach unendlichen Untersuchungen, x-Diagnosen, die von Blutschwämmen, über Metastasen, FNH bis zu Adenomen (...)   >>>

DIelphsinx22  am 06.12.06  18:39

24.08.09  19:28

... und nun die Konfrontation mit der neuen schlechten Nachricht: Mein Vater hat wieder Metastasen. Wieder in der Leber und auch schon in der Lunge. Er hat innerhalb relativ kurzer Zeit 6kg Gewicht verloren - so find das damals auch an. Und das Ende ist nun absehbar und fühlbar. Es kann schnell gehen oder noch bis zu 6 Monaten dauern, hat der Onkologe zu ihm gesagt. Aber Metastasen wachsen relativ schnell, hat man ihm auch gesagt.

Operieren will er sich nicht mehr lassen - geht wohl auch gar nicht mehr - und durch Apparatemedizin soll sein Leben auch nicht künstlich verlängert werden. Für eine weitere Chemo hat er auch nicht mehr die Kraft.

Es ist bedrückend mitzuerleben, wie er dazu über gegangen ist nun Abschied zu nehmen. Und diese Hilflosigkeit ... 8-( Besonders für meine Mutter, der es auch nicht gesundheitlich gut geht, ist das ganz übel, denn mein Vater hat noch viel besorgen und verrichten können... Das kann er nun bald nicht mehr.

Er wird beim Einsetzen von Schmerzen mit Morphium behandelt werden und er will sich einen Hospizplatz reservieren lassen. - Er macht einen recht gefaßten Eindruck, aber ich glaube, das ist er nicht wirklich. Er will es andere nur nicht spüren lassen, wie es wirklich um ihn bestellt ist. Er ist so selbstlos und mehr um andere bemüht als um sich selbst...

Warum schreibe ich das hier? Ich glaube, weil es mich erleichtert meine Gedanken zu diesem Thema auf diese Weise ordnen zu können. Ich muß mich nun langsam damit vertraut machen, das es nun bald so weit sein wird... . Es ist ja doch das einzige Sichere im Leben, das es einmal vorbei ist. Aber man kann es sich im Allgemeinen nicht aussuchen, wann, wie und wo das geschehen wird. Es ist auch besser so, wie ich meine, sonst würde man sein Leben nicht so leben, wie man es ohne dieses Wissen tut.

Ich werde mich einmal im Trauer-Forum umsehen, wie man mit dieser neuen Situation am besten umgehen kann und wie ich meine Mutter und alle anderen Angehörigen und Freunde in unserer Trauer unterstützen und trösten kann....

TTän2zerx46

30.10.09  18:16

letztes Wochenende ist er mehrere Male hingefallen. Die Kräfte verlassen meinen Vater. Er kann auch nur noch aufstehen, wenn er gestützt wird und sich mit Hilfe des Rollators fortbewegt. Er wird also schon bald vollständig zum Pflegefall werden. Die Ärztin meint, daß er wohl inzwischen überall Metastasen hat und das Taubheitsgefühl im Bein wohl auch davon herrührt - mein Vater hält es noch für einen leichten Schlaganfall.

Das Pflegebett gestern geliefert werden; dann wird es etwas einfacher werden, hoffen wir.

Mein Vater hat beschlossen zu Hause zu sterben. Seine Patientenverfügung sieht auch entsprechend aus.

Morgen hat er Geburtstag - es wird sein letzter werden, wenn kein Wunder geschieht. Nächste Woche wollten wir eigentlich noch gemeinsam Feiern und Essen gehen; das wird nun nichts mehr.

Es ist schwer sich mit dem Ende abzufinden - aber das ereilt irgendwann ja jeden; das ist das einzige Sichere im Leben.

Trän4zerx46

31.10.09  18:43

Hallo Tänzer,

ich schick Dir und deinem Vater gaaanz viele Kraftsterne :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Habe mir grad den Faden durchgelesen, wirklich traurige Geschichte.

Wünsche Dir für die Zukunft weiterhin viel Kraft!

:)* :)* :)* :)* :)*

K?nuts&chixle

01.11.09  11:52

Knutschile,

ich danke Dir sehr für Deine Anteilnahme und den Trost.

Gestern haben wir ihn alle besucht und seinen 82sten Geburtstag gefeiert - trotz der gedrückten Stimmung. Er hat nun ein Pflegebett und erhält auch täglich entsprechende Unterstützung durch eine Pflegekraft. Er hat einen Katheder bekommen, so daß er nun nicht mehr zur Toilette aufstehen muß, was er ja nicht mehr könnte und wobei auch meine Mutter überfordert wäre. Wir haben ihm auf seinen Stuhlwagen geholfen und wir haben für ca. eine Stunde alle im Wohnzimmer beisammen gesessen. Danach konnte man ihm ansehen, daß seine Kraft nicht mehr für länger reichte. Er war dann auch froh wieder in sein Bett gebracht zu werden.

Seine Sorge ist, daß er uns Kummer und Last verursacht, weil er selbst nichts mehr schafft.

Wenn wir uns aber vorstellen, wie wir noch bei seinem 80sten Geburtstag zum "Feiern" zusammensaßen, im Bewußtsein, daß am Tag danach eine schwere OP stattfinden sollte; mit entsprechenden Risiken.... Dann muß man doch sagen, er hatte seit der Erstdiagnose noch eine lebenswerte Zeit, denn er hat es doch immerhin zweimal geschafft den Krebs zu besiegen. Sogar der Onkologe soll gesagt haben: "So ein Mann wie sie, der ist mir bisher noch nicht begegnet". Nun, am Ende, wird es leider doch andersherum sein. - Zwischenzeitlich hatte er sogar wieder Autofahren und bis vor wenigen Wochen sogar noch Fahrrad fahren können.

Noch hat er keine Schmerzen. Doch für diesen Fall hat meine Mutter bereits Medizin bereitgestellt bekommen. - Gegen das Taubheitsgefühl hat er Cortison-Tabletten bekommen, das hat geholfen und es geht ihm dadurch etwas besser.

Knutschile, danke für Deine guten Wünsche

T<änRzexr46

04.11.09  08:07

ich sende Euch viel Kraft, die werdet Ihr brauchen!!!!

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

s)pieg7elchexn74

07.11.09  13:20

spiegelchen74,

vielen Dank. Du hast Recht, die werden wir wirklich brauchen.

Der Zustand ist jetzt unverändert schlecht. Unverändert bedeutet in diesem Falle bereits so etwas ähnliches wie gut. - Er soll sich nun mit dem Gedanken vertraut machen, daß er in ein Hospiz wird kommen müssen. Zu seinem und unser allem Wohle wird das wohl doch notwendig werden, denn die Kräfte werden immer weniger werden und es steht zu befürchten, daß auch irgendwann die Schmerzen und vielleicht sogar Krämpfe noch hinzukommen werden. - Wir hoffen alle, daß ihm ein langes Leiden erspart bleiben wird. :°(

Tnänzesr4x6

15.11.09  12:37

Tänzer

Wie geht es Euch?

Das hoffe ich auch das er nicht mehr und zu sehr leidet :°_

Bei meiner Schwiegermama ging sehr schnell, knapp 2,5 Monate von Diagnose bis zum ewigen Schlaf.

Heute auf den Tag genau 4 Monate und heut ist ihr geburtstag!

Ich wünsche Euch alles was ihr Euch wünscht, wenn Du magst meld Dich wieder.

LG

s-piegenlchen/74

15.11.09  19:40

Spiegelchen74,

Danke für Deine Anteilnahme :°_ . Sei von mir in den Arm genommen und getröstet, was Deine Schwiegermama angeht. Das hat Dich bestimmt auch sehr bewegt und tut es noch...

Noch lebt mein Vater aber er ist ans Bett gefesselt und nun verläßt ihn auch die Kraft auf den Toilettenstuhl zu kommen. Die Pflegekraft kommt nun 2x täglich. Das Taubheitsgefühl erstreckt sich inzwischen auf beide Beine. Er ißt kaum noch etwas, auch weil er sich übergeben muß, aber trinken tut er noch, wenn auch nicht im notwendigen Maße. Er will nichts mehr sehen oder hören, er will nur noch sterben.

Gestern abend nahm meine Mutter mit dem Pastor Kontakt auf, der ihn beerdigen soll; und er kam noch am Abend. Sie hatten ein gemeinsames Abendmahl. - Die Pflegekraft bewundert, daß er in diesem Zustand noch keine Schmerzen hat. Das ist vielleicht eine besondere Gnade, die ihm zuteil wird; vielleicht kommen die aber auch erst noch...

Heute früh war er lange nicht ansprechbar, erst gegen Mittag wieder und da hatte er eine ganz gelbe Augenfarbe. Bin dann gleich hin und habe den ganzen Nachmittag bei meinen Eltern verbracht. Beim Abschied hatte sich das etwas gebessert.

Zu allem Überfluß muß ich auch noch die nächsten 4 Tage auf Dienstreise gehen. Ich kann es nicht absagen und auch nicht aufschieben (ohne den entsprechenden Grund zu haben, zumindest). So bleibt mir nun nur noch zu hoffen, daß ich meinen Vater noch lebend antreffe, wenn ich am Donnerstag zurück komme. - Selbst mit dem Ende vor Augen kennt niemand seine Stunde. Bei meinem Schwiegervater ging das am Ende ganz schnell und innerhalb weniger Stunden, obwohl es erst hieß, er würde noch einige Wochen zu leben haben. Bei anderen ist es genau andersherum. Meine Frau war damals gerade auf Mutter-Kind-Kur. - Aber in dieser Hoffnung trete ich meine Reise dennoch an. Das Leben der anderen geht schließlich trotz allem weiter.

Ob ein Hospiz noch in Frage kommt oder doch nicht, das wird dann wohl morgen besprochen werden. Er wünscht sich eigentlich daheim sterben zu dürfen. :°(

TYänzIer46

17.11.09  23:15

Hallo,

mein Vater kam vor 2 Wochen in die Klinik, da er Blut erbrochen und auch rapide abgenommen hatte. Es wurden Magengeschwüre bei ihm festgestellt. Aufgrund seiner gelben Hautfarbe und seines aufgetriebenen Bauches wurde er intensiver untersucht und es stellte sich eine Leberzyrrhose heraus (nicht durch Alkohol). Es wurden weitere Untersuchungen vorgenommen und die endgültige Diagnose ist Leberkrebs. Am Donnerstag wird noch ein MRT gemacht um zu sehen ob der Krebs schon gestreut hat.

Eine OP kommt wegen seines schlechten Allgemeinzustandes und wegen seines Alters (er ist 84) nicht infrage und auch eine Chemotherapie ist momentan nicht möglich. Er würde sie nicht durchstehen. Wenn er wieder einigermaßen bei Kräften ist soll er in eine Reha, was ich sehr begrüße.

Was für Behandlungsmöglchkeiten gibt es sonst noch?

K#arwTendexl

21.11.09  12:47

Mein Vater hat es überstanden, gestern abend ist er gestorben. Auf seine letzten Stunden kamen doch noch die Schmerzen und er hat Schmerzmittel bekommen. Ich glaube, er hat am Ende nur noch auf meine Rückkehr von der Dienstreise gewartet; und ich war gerade noch rechtzeitig zurück, um von ihm bewußt wahrgenommen zu werden. Die Nacht von Donnerstag auf Freitag über habe ich immer wieder zu ihm gesehen und ihn begleitet. Und am Abend, gerade als der Arzt kam, um wieder Schmerzmittel zu spritzen, hat er seinen letzten Atemzug getan. :°(

Wir haben heute mit dem Bestatter die nächsten Schritte geregelt und den Beerdigungstermin bestimmt.

Einerseits empfinde ich eine unendliche Trauer und andererseits bin ich erleichtert, daß er nun nicht mehr Leiden muß - insbesondere wo nun die Schmerzen begannen.

T{änzer}46

21.11.09  14:09

Karwendel,

wurde die MRT bereits gemacht? Mit welchem Ergebnis?

Ich fürchte, daß es bei dem hohen Alter und schlechtem Allgemeinzustand nicht mehr viele Möglichkeiten gibt, was man tun könnte. Und wenn es noch etwas gibt, dann hängt es ganz davon ab, ob es bereits Metastasen gibt oder nicht. Sehr oft ist Krebs in der Leber nicht der Primärtumor, sondern es handelt sich dabei bereits um Metastasen und der eigentliche Tumor ist vielleicht noch gar nicht entdeckt. Andererseits deutet die Lebelzyrrhose darauf hin vielleicht die Ursache selbst zu sein. Könnte vielleicht von einem (Schimmel-)Pilz verursacht sein, wenn es kein Dauergenuß von Alkohol war und sonst auch keine Ursache dafür bekannt ist.

Ich habe es bei meinem Vater erlebt, daß es, wenn es so sein sollte, darum geht ihm die verbleibende Zeit so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Es tut mir für Dich Leid, daß ich nicht mehr Möglichkeiten sehe; aber ich bin auch kein Arzt. Vielleicht gibt es ja doch noch andere Möglichkeiten, die ich nicht kenne. Jede Krebserkrankung scheint recht individuell zu verlaufen, so daß man keine allgemeinen Aussagen hier im Internet machen kann.

Sei getröstet :°_ und ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit

T%änz]er46

23.11.09  15:16

Tänzer46

es tut mir sehr leid zu lesen das Dein Vater gegangen ist, es ist schwer ein Elternteil so leiden zu sehen :°( man ist so macht-und hilflos!!!

Aber Du schreibst es selber, er muß sich nicht mehr quälen und leiden, dann ist es eine Erlösung

für denjenigen, nicht für die da bleiben.

Ich wünsche Euch sehr viel Kraft für die kommende Zeit, ihr werdet sie brauchen, glaub mir.

Hab hier ein kleines Gedicht, das hat mir bei meiner Mama ein wenig geholfen:

Denk Dir ein Bild - weites Meer

ein Segelschiff setzt seine weissen Segel

und gleitet hinaus in die See.

Du siehst wie es kleiner und kleiner wird.

Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.

Da sagt jemand: "Nun ist es gegangen!"

Ein anderer sagt: "Es kommt!"

Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts

anderes als die Grenze unseres Sehens.

Wenn wir um einen Menschen trauern,

freuen sich andere,

die ihn hinter dieser Grenze wiedersehen.

trauriger Gruß

von

spiegelchen

sDpiegeRlchxen74

23.11.09  19:28

Spiegelchen74,

Danke für Deine Anteilnahme; und Du hast Recht.

Das ist ein sehr schönes Gedicht, es wird vielleicht meiner Mutter helfen mit der neuen Situation leichter fertig zu werden. Auch Danke dafür.

TNänzVe7rm46

27.11.09  20:18

Am Mittwoch abend haben wir uns bei meiner Mutter mit dem Pastor verabredet, er blieb den ganzen Abend.

Gestern, am Donnerstag, wurde mein Vater beerdigt. Die Predigt war sehr persönlich und hat doch nur einen Bruchteil seines bewegten Lebens angerissen. Das Lied, was mein Vater sich gewünscht hat, wurde gesungen und auch eines, das mit einem Ereignis am Kriegsende zusammen hängt, was seinen zweiten Geburststag darstellte. Er war uns so nah und doch so fern, ich habe viel geweint, obwohl ich sonst kaum Tränen habe. - Die ganze Kapelle war voll und die Leute kamen von überall her. Allein das war bewegend.

Dieser schwere Tag liegt nun zurück.

Es ist erschreckend, wenn man so hört, wer alles Krebs hat, hatte oder bereits daran gestorben ist. - Vor einigen Jahren ist mein Schwiegervater auch schon an Krebs gestorben.

Morgen besuche ich meine Mutter wieder. Ich hoffe, sie ist stark, um wieder in ein Leben ohne Lebenspartner zu finden. Das wird nicht leicht....

T"änzePr46

29.12.09  05:06

Hallo, ich hatte vor 6 Wochen eine große Op, wobei mir der halbe rechte Leberlappen entfernt wurde. Seitdem habe ich starke Schmerzen im Nackenbereich. Es fühlt sich an wie eine extrem starke Verspannung. Außerdem ist von der Narbe ab(Bauchnarbel bis rechts unter die Rippen) bis zum Oberschenkel alles taub.Sehr unangenehm. Mich würde interessieren ob jemand von Euch ähnliches erlebt hat, und ob es sich irgendwann Normalisiert. Die Nackenschmerzen sind kaum zum aushalten.

Lg,Nic

NlicxN

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