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Lebenserwartung nach Gehirntumor

06.11.09  18:47

hi, ich hätte eine frage zum thema gehirntumor.

der freund einer freundin hatte mit 13 jahren einen gehirntumor, wurde operiert, bestrahlt und hat chemotherapie bekommen.

trotz geringer wahrscheinlichkeit der genesung hat er die ganze prozdeur überlebt und ist heute wieder "gesund". trotzdem hat der arzt gesagt, dass er nur eine lebenserwartung von 50 jahren hat. warum? liegt das an den folgen der chemo oder bestrahlung?

s1ta1rf/lash

06.11.09  18:48

Das ist aber eine sehr waghalsige Prognose :-/

Spe@nay

06.11.09  19:07

ja ich weiß auch nicht was ich davon halten soll, aber der dr. meinte wohl sehr viel älter als 50 wird er nicht werden, aber ich weiß halt nicht warum und meine freundin hat sich nicht getraut in dem moment zu fragen, weil die situation blöd war und besonders gerne spricht man ja auch nicht drüber.

im internet hab ich dazu halt nichts gefunden und deswegen dachte ich, kann mit hier vielleicht jemand helfen.

sLtaRrfylash

06.11.09  19:15

Ich kann dir leider nicht weiterhelfen. Ich bin nur erstaunt, woher der Arzt das Wissen hat. Ich denke, soweit voraus kann man schlecht eine Prognose abgeben.

SIebnxay

06.11.09  19:59

Geheilt ist ja erstmal geheilt. Vielleicht hat er eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass nochmal ein Tumor kommt, weil der ja bösartig war. Muss aber auch nicht sein, also ich denke es ist schwer, da genau zu sagen wie die Lebenserwartung ist... :-/

Wpatekrxli

06.11.09  21:11

Sicher ist eine derartige Prognose gewagt, dazu möchte ich mich aber nicht weiter auslassen: der Arzt geht sicher von einer Heilung aus (welche Entität auch vorgelegen haben mag). Lebenslimitierend sind in solchen Fällen (v.a. im Kindesalter) in der Tat oft die Neben-/Nachwirkungen der aggressiven Therapie, es kann zu sog. Sekundärmalignomen bzw. -tumoren kommen. Die Entstehung beruht auf der kanzerogenen Wirkung der Zytostatika und Bestrahlung. Neben der Schädigung des Tumorzellen kommt es auch zu massiven Schäden in der DNA gesunder Zellen und damit potentiell (Keinesfalls zwangsläufig!) zu anderen, von der ursprünglichen Erkrankung unabhängigen Tumoren (aus physiologischen Gründen oft Leukämien und Lymphome).

Das sollte das unglaubliche Glück die Erkrankung überstanden zu haben aber nicht schmälern! Wie gesagt: es kann dazu kommen, muss aber nicht.

Beste Grüße

nAow9adays

06.11.09  21:49

Bei solchen Aussagen könnte ich ausrasten. Die Auskunft des Arztes zeugt von Arroganz und maßloser Selbstüberschätzung, leider eine Berufskrankheit vieler Mediziner (stark mitbedingt aber leider auch dadurch, dass ihnen diese übernatürliche Allwissenheits-Rolle auch durch allzu starke Autoritätsgläubigkeit angetragen wird!).

Man sollte sich vor Augen halten, dass man fachlich fundiert allenfalls Aussagen über Wahrscheinlichkeiten, aber nicht über den jeweiligen Einzelfall machen kann.

Nicht nur deshalb ist es grenzenlos anmaßend und unverantwortlkich, allen Ernstes Prognosen für über 50 Jahre in die Zukunft abzugeben. Es gibt auch - wissenschaftlich erwiesen - sowas wie die selbsterfüllende Prophezeiung. Allein so eine unkritisch aufgenommene Arzt-Aussage verschlechtert also die Überlebens-Chancen!

Zum Glück habe ich schon sehr viele Menschen irgendwelche "fundierten" Prognosen ihrer Ärzte lässig überleben sehen! Sowas Diffuses wie "Selbstbehauptung" oder "der Lebenswille" - oder wie man es immer nennen will - kann so manche Arztprognose außer Kraft setzen. Und im Grunde wissen wir das auch, dass es da starke Faktoren jenseits aller Wissenschaft gibt...

Man sollte Ärzte als Gesundheitsberater ansehen, aber nicht die Mündiglkeit und Verantwortung für die eigene Gesundheit komplett an sie abgeben, noch ihre Prognosen für bare Münze nehmen...

I ndivisdualisxt

06.11.09  22:07

Lieber Individualist,

bitte rege dich nicht so aus. Du bist hier in einem Forum und erfährst Dinge von einem Mitglied, die dieser vom Freund einer Freundin erfahren hat. Wie genau der Arzt sich in dem Gespräch artikuliert hat und wie dies beim Patienten ankam, weiß hier keiner. Eine Prognose hat er sicher in irgendeiner Form und in irgendeinem Zusammenhang abgegeben und wollte dabei einem 13jährigen Jungen (!) mit großer Wahrscheinlichkeit auch Mut machen und zu einem positiven Blick in die Zukunft verhelfen; mit Arroganz hat das, so glaube ich, nichts zu tun, schon gar nicht in der Kinderheilkunde.

Beste Grüße

n+o}wa0dayxs

06.11.09  22:18

Also ich halte das für eine sehr gewagte Aussage von dem Arzt. Wie alt ist denn der Freund deiner Freundin jetzt? Geht er regelmäßig zum staging/screening? Also den weiterführenden Untersuchungen nach der Behandlung? Die Chemotherapie wirkt für den Zeitraum der Behandlung und sollte nach einem Jahr (mit Reha) vom Körper "vergeben und vergessen" sein. Wenn die Chemo nicht vollständig erfolgreich war, und ein "Resttumor" vorhanden ist, wird dieser natürlich wieder irgendwann anfangen zu wachsen.

Ein Arzt ist nicht dazu da, einem alle Illusionen zu rauben. Vielmehr sollte er den richtigen Weg weisen, um das ganze möglichst lange und gut zu überstehen. Wenn der Junge Mann dem Arzt nicht zu 100% vertraut, sollte er sich einen anderen aussuchen. Ich habe in diesem jahr auch schon eine Chemo + Bestrahlung hinter mir und denke, daß ich ohne unendliches Vertrauen in meinen Arzt diesen Schritt gar nicht erst gemacht hätte.

dAerhe'rbsxt

06.11.09  22:23

Die Chemotherapie wirkt für den Zeitraum der Behandlung und sollte nach einem Jahr (mit Reha) vom Körper "vergeben und vergessen" sein.

Jein. Siehe dazu meinen Post weiter oben.

Beste Grüße

n;ow%adayxs

06.11.09  22:29

Nunja... deshalb ja die Frage, ob er denn zum Staging usw geht. Dabei können doch die eventuellen Nacherkrankungen festgestellt werden. normalerweise müsste er nach der Chemo alle 3 monate zum Ct usw. Aber man kann doch von vornherein nicht dem Patienten den Mut nehmen, weiterzukämpfen. Eine Chemo und Bestrahlung KANN zu Folgeschänden führen. Das MUSS es aber nicht.

daerhxerbxst

06.11.09  22:32

Das war ja hier auch niemands Absicht. Deswegen habe ich ja auch die Prognose des Arztes verteidigt.

Beste Grüße

nPowadKaxys

08.11.09  16:29

Auch ich habe einen Hirntumor, der 1999 festgestellt wurde. Nachdem ich schon fast 3 Jahre zu Ärzten gerannt bin, der Simulant will bloß nicht arbeiten war die kleinste Beschimpfung der Ärzte. Zu guter letzt glaubte ich schon fast selbst daran, das ich ein Simulant war.

Wie gesagt 1999 war dann das maß bei mir voll. Ich war wieder mal beim Arzt, der wieder mal nichts finden konnte. Da hab ich dann einfach gesagt, das ich heut die Praxis nicht verlassen werde ehe er nicht etwas unternommen hat. Plötzlich wurde dann Blut abgenommen, und eine Blutuntersuchung durchgeführt. Und was soll ich euch sagen? Der Arzt hatt irgend etwas gefunden.(seine Worte) Innerhalb von 4 Wochen wußte ich, das ich einen Hirntumor hatte. Chemo, Spritzen usw das ganze Programm. Danach die Feststellung des Aztes. Wenn ich noch ein paar schöne Jahre haben wollte , solle ich mich operieren lassen. Habe mir Bedenkzeit ausgebeten und mich mit einem anderen Arzt beraten. Meine Antwort war nein. Seine Antwort war - Wie sie meinen - . Heute weiß ich, das meine Antwort richtig war. Von ein Paar wenigen Schmerzen abgesehen, geht es mir gut. Der Tumor ist noch ein wenig gewachsen und ist dann zum Stillstand gekommen. Allerdings muß ich dazu sagen, das ich mich peinlich an die Vorgaben des behandelnden Arztes - ich habe den Arzt gewechselt - halte. Gib auf das Wort Lebenserwartung nicht soviel. Zu mir hat er auch gesagt, damit könne ich 100 Jahre werden. Geniesse dein Leben und mach es dir so angenehm wie möglich. Das ist jetzt meine Devise. Bis dahin war es aber ein langer Weg. Geh unter Menschen und verkriech dich nicht.

b&engeLl666

14.11.09  13:30

ich war neun jahre alt, als mir ein hirntumor entfernt wurd. heute bin ich 31 jahre alt

JPeSns2B010

12.08.10  15:09

Meine Tante hatte irgendwas mit dem Herzen, angeblich auch wegen der Chemotherapie... vielleicht liegt es daran, dass man da Probleme kriegen kann? Find die Prognose aber auch komisch, das kann doch niemand wissen.

Und wie alt ist er denn jetzt? War es nicht so, dass die Wahrscheinlichkeit wieder Krebs zu kriegen mit jedem gesund überstandenen Jahr auch wieder sinkt?

W|aterlxi

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