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04.01.10 09:50
Es geht hier um meine Frau Ende 40, die Eierstockkrebs hatte - OP ist vor einigen Monaten erfolgreich verlaufen - Diagnose nach der OP lautet "Krebsfrei, und der Krebs hatte noch nicht gestreut". Kurze Zeit nach der OP begann die Chemotherapie (angesetzt wurden sechs Chemos im Abstand von drei Wochen). Die Chemos dauern jeweils 5 Stunden!!! Das lässt mich als Laien vermuten, dass sie jedes Mal mit einer ziemlich hohen Dosis, also hohen "Giftmenge" vollgepumpt wird. Nach jeder Chemo geht es ihr ziemlich schlecht, wobei sich die gefühlten Nebenwirkungen von Chemo zu Chemo leicht verändern. Die erste Woche nach der Chemo ist wirklich schlimm für sie, danach geht es ihr langsam immer besser. In letzter Zeit ist es sogar so, dass sie gern auch mal wieder Sex haben möchte, sich aber nicht traut, weil sie nicht weiß, wie "giftig" sie eventuell für ihren Partner ist. Muss er ein Kondom benutzen? Welches Risiko würde er eingehen, wenn er sie oral befriedigt?
Für konkrete Infos wäre ich sehr dankbar.
04.01.10 10:06
wieso stellt sie diese frage nicht dem behandelnten arzt? der muss dass doch am besten wissen und bestimmt nicht zum ersten mal gefragt worden sein.

04.01.10 10:21
Vielen Dank für die Gegenfrage. In dem Krankenhaus, in dem sie die Chemos bekommt, gibt es leider kaum die Möglichkeit für derartig intime Fragestellungen, es sei denn, man stört sich nicht daran, dass man sich in Gegenwart anderer Patienten darüber mit dem Arzt unterhält.
Die onkologische Abteilung dort ist eine Ambulanz - alle Türen stehen offen, in jedem Raum sitzen Leute, die ihre Infusionen bekommen. Besprechungen zwischen Arzt und Patient finden allenfalls hinter einem Vorhang statt.
Außerdem hat man, während man die Chemo bekommt, sicher andere Dinge im Kopf, so es Siedierung und Schmerzen zulassen.
Hast Du noch eine Gegenfrage oder weißt Du Antwort auf meine Fragen?
04.01.10 10:28
ok,dann versteh ich dich und finde es schade,das arzt/patient sich nicht in einem seperaten raum unterhalten können.
leider kann ich dir bei deiner frage nicht helfen und wünsche deiner frau und dir alles gute 
04.01.10 10:45
Hast Du noch eine Gegenfrage oder weißt Du Antwort auf meine Fragen?
Höre ich da eine gewisse Anspruchshaltung heraus?
deastgts Frage war ja im Grunde ein Ratschlag, nämlich den Arzt zu fragen. Und ein guter Rat dazu!
Falls sich im KH wegen fehlender Privatsphäre ein Gespräch mit ergibt könntet ihr entweder den behandelnden Arzt um ein Gepräch im Arztzimmer bitten... so was gibt es auf jeder Station, oder die Frage an den Hausarzt richten, der ja die Krankenhausbriefe hat und somit auch weiß, was deine Frau an Chemo bekommt.
Da du nicht weiter geschrieben hast was und wieviel deine Frau an Chemo bekommt, ist alles von unserer Seite her nur Rästelraten 
04.01.10 12:00
"Anspruchshaltung" trifft es nicht ganz. Ich fand es jedoch etwas komisch, meine doch recht klar gestellten Fragen mit einer Gegenfrage beantwortet zu bekommen. Dennoch habe ich die Gründe dafür, warum wir bislang nicht "einfach" den Arzt befragt haben, geschildert.
Die von Dir aufgezeigten Möglichkeiten gibt es sicherlich auch.
Ginge es mir um die Frage, wie man mit einem Arzt kommunizieren kann, bräuchte ich wohl kaum ein Forum aufzusuchen. Ich hatte mir allerdings erhofft, auch über dieses Forum eine Antwort zu bekommen. Da dieses Forum soweit ich weiß von Fachleuten betrieben und moderiert wird, gehe ich davon aus, dass meine Angaben über die Krebsart und die Chemo-Intervalle und Chemo-Dauer genug Infos beinhalten, um meine Fragen zu beantworten. Wenn Dir die Angaben nicht ausreichen, könnte es daran liegen, dass Dein Fachwissen in anderen Bereichen liegt ... Mache Dir also bitte keine Mühe mit "Rätselraten" und sprich für Dich selbst, nicht für die Allgemeinheit hier "... ist alles von unserer Seite ..."
Vielen Dank!
04.01.10 12:04
Ich habe nur einmal gehört, das verstorbene Patienten, die unmittelbar zuvor eine Chemo erhalten haben, giftig sind.
Deshalb gelten auch bei Verbrennungen (für Feuerbestattungen) besondere Maßnahmen für das Personal.
04.01.10 12:04
Da dieses Forum soweit ich weiß von Fachleuten betrieben und moderiert wird,
Betrieben : ja...Moderiert: eingeschränkt
04.01.10 12:07
...bei Patienten während der Therapie hab ich allerdings noch nichts davon gehört, obwohl ich mich mit dem Thema auch schon intensiver befasst habe.
Oft gibt es aber doch an Krankenhaüsern für Krebspatienten psyschosoziale Betreuung, da wären die Fragen evtl zu stellen.
04.01.10 12:09
OT: Med1 ist ein Laienforum. Hier tummelt sich zwar die ein oder andere Fachkraft, damit rechnen würde ich aber nicht!
04.01.10 12:09
Ich würde dir raten, deine Frage im www.krebs-kompass.org/forum/ zu stellen, dort sind unzählige Betroffene und auch deren Angehörige. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir dort jemand Auskunft geben kann, ist sicher höher.
Alles Gute!
04.01.10 12:12
Med1 ist ein Laienforum. Hier tummelt sich zwar die ein oder andere Fachkraft, damit rechnen würde ich aber nicht!
Hm, das meiste sind aber Fachfragen *kopfkratz*

04.01.10 12:15
Aber um auf Deine Frage mal einzugehen.
Die Chemo hat keinen Einfluss auf den Sexualpartner.
Das heißt ein Kondom ist nicht von Nöten.
Allerdings :
- Chemopatienten haben wenig Lust auf Sex, haben ein anderes empfinden als vor der Erkrankung
- Schleimhäute werden während der Chemotherapie oft trocken...Also auch im Vaginalbereich..Gleitcreme bereit halten
- Kein Infektion und Schwangerschaftsrisiko eingehen
04.01.10 12:21
Wenn es für dich gefährlich wäre, deiner Frau näher zu kommen, hätte euch der Arzt mit 99%iger Sicherheit darauf hingewiesen.
Es ist aber wahrscheinlich, dass ihr ein Gleitmittel benötigen werdet.
Ansonsten habe ich das bisher so erlebt, dass Patienten, die ihr Leben so erfüllt und normal wie es irgendwie möglich weiterführen, besser mit der Chemo zurechtkommen. Dazu gehört eben auch das Sexualleben, sofern Lust dazu da ist.
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