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29.08.10 21:10
Hallo meine Oma hat Ende Mai die Diagnso BSDK bekommen. Raus gekommen ist es durch einen Autounfall den Sie hatte.
Sie war erst zu Hause wurde dann mit einer Gelbsucht wieder eingeliefert. Die Ärzte haben versucht zu operieren was erfolglos war da der Krebs an die Leber und in die Blutgefäße gewachsen ist. Sie wird immer dünner. Dann wollten sie am 31.08 eine Chemo anfangen. Zwischenzeitlich war sie zu Hause. Da ging es ihr aber auch ganz schlecht sie wurde wieder eingeliefert nun haben sie aus ihrem bauch 3,5 liter flüssigkeit raus geholt. Auch kann sie ihr essen nicht mehr verdauen wo sie ihr also auch den magen leer gemacht haben und ihr eine Sonde gelegt haben. Jetzt haben Sie festgestellt das sie einen Darmverschluss hat. Sie liegt da einfach nur noch im Bett durch das Hochdosierte Morphium spricht sie als ob sie zuviel getrunken hätte. Auch fängt sie an uns zu verwechseln und nickt zwischendurch immer ein. Hat vielleicht jemand schon solche Erfahrungen gemacht? Wie lange hat es gedauert bis der Mensch eingeschlafen ist. Ich habe eine lachendes und ein weinendes Auge auf einer Seite wünsche ich es ihr das sie einschläft weil sie sich vor schmerzen krümmt aber irgend wie will man ja doch nicht los lassen .

31.08.10 13:18
Hallo Mausi,
Krebs ist echt grausam und ich kann dich verdammt gut verstehen was das festhalten wollen und doch loslassen müssen betrifft. Das ist nicht einfach.
Meine Schwester ist im letzten Jahr an BSDK gestorben. Sie wurde gerade mal 50 Jahre alt. Wie lange der Leidensweg dauert, ist wohl bei jedem unterschiedlich. Da kann man, glaube ich, keine allgemein gültige Regel aufstellen und sagen: sobald es so und so ist, stirbt der Mensch oder lebt noch vier Wochen usw. Es kommt ja auch immer auf die persönliche Lebenseinstellung, auf die Hartnäckigkeit im Kampf gegen die Krankheit an. Als meine Schwester mit Wasseransammlungen im Bauchraum anfing, hats dann doch auch noch einige Wochen gedauert, bevor sie starb. Sie hatten ihr noch einen Zugang in den Bauchraum gelegt und das Wasser wurde in einem Beutel aufgefangen, den man dann ständig entleeren musste. Aber meine Schwester war auch eine Kämpferin und war bis zu der Krebserkrankung auch immer gesund. Also kann man jetzt nicht bei jedem vom gleichen Krankheitsverlauf ausgehen.
Durch Morphium werden ja Gott sei Dank die schlimmsten Schmerzen auch die psychischen gemildert.
Wenn diese Menschen dann endlich einschlafen dürfen, ist es eine echte Erlösung. Ich weiß, für die Angehörigen ist es sehr schwierig, aber denke jetzt nur an deine Oma. Geh sie, so oft es dir möglich ist, besuchen, auch wenn sie dich vll. nicht immer sofort erkennt, ihr wird deine Nähe schon bewusst.
Ich hatte auch Zeiten, in denen ich am liebsten davor weggelaufen wäre, es war mir unerträglich rein gar nichts tun zu können und nur zuzusehen wie meine Schwester immer weniger und weniger wurde. Aber es hilft alles nichts, da musste ich durch. Ich habe immer gebetet, dass Gott ihr doch helfen soll; er hat ihr geholfen, indem er sie nach einem Kampf gegen den Krebs, der bei ihr zwei Jahre dauerte, endlich einschlafen ließ.
Die Kranken gehen allerdings wesentlich beruhigter, wenn wir sie dann auch gehen lassen.
Ich wünsche dir jede Menge Kraft und Mut. Du schaffst das!
L.G. Momo
01.09.10 16:34
Hallo Mausi,
mein Chef ist vor einem 3/4 Jahr an BSDK gestorben. Bei ihm ging es wirklich rasend schnell bergab, nix hat geholfen. Wie lange es letztendlich gedauert hat, weiß ich nicht genau, wegen der Wassereinlagerungen. Aber ich kann mich Momo nur anschließen, besuch sie so oft es geht. Mit Morphium wird es ihr erleichtert, auch wenn das für Besucher anders aussieht.
Alles Gute
01.09.10 21:08
Hallo am Montag haben die Ärzte angerufen und gesagt das sie die Nacht warscheinlich nicht mehr überstehen wird weil sie einen inoperabelen darmverschluss hat. Ich habe die Nacht noch nie so schlecht geschlafen immer mit der Angst bald könne das Telefon klingeln. Doch jetzt ist es alles ganz anders ich war heute da und meiner oma geht es erstaunlich gut auf einmal. Aber Sie wurde gestern auf diese Palliativ Station gelegt. Ich bin total hin und her gerissen. Vielen Dank für eure Antworten 
03.09.10 08:30
Auf der Palliativstation ist sie sicherlich erst mal gut aufgehoben. "Darmverschluss" bedeutet übrigens nicht, dass sie zwingend in den nächsten Tagen versterben müsste - ich habe Patienten gesehen, die mit Darmverschluss noch Wochen bis Monate gelebt haben, und zwar bei entsprechender Betreuung durchaus mit für sie akzeptabler Lebensqualität. Es kann natürlich auch schneller zu Ende gehen.
Was die Schmerztherapie angeht, sind Palliativmediziner in aller Regel ziemlich fit. Auch mit anderen Problemen, die in solchen Situatinen auftreten, kennt man sich da aus.Sollte sich Deine Oma (wider Erwarten) erholen, wird man evtl. auch über eine Verödung der Schmerznerven im Bauchraum (Coeliacusneurolyse) nachdenken (macht man heutzutage mit einer Nadel unter Ultraschallkontrolle, ist keine große Sache). Das macht man allerdings nur, wenn die Lebenserwartung im Bereich von Wochen/Monaten liegt - für kurze Zeiträume kommt man mit Schmerzmitteln (z.B. Morphin) in der Regel besser hin.
Wie auch immer die nächsten Tage laufen - die Palliativstation ist erst mal der ort, an dem ihr am besten geholfen werden kann!
Grüße
03.09.10 08:55
Auf der Palliativstation ist sie sicherlich erst mal gut aufgehoben. "Darmverschluss" bedeutet übrigens nicht, dass sie zwingend in den nächsten Tagen versterben müsste – ich habe Patienten gesehen, die mit Darmverschluss noch Wochen bis Monate gelebt haben, und zwar bei entsprechender Betreuung durchaus mit für sie akzeptabler Lebensqualität. Es kann natürlich auch schneller zu Ende gehen.
Das ist doch Quatsch. Ein nicht operierter Darmverschluß ist tödlich. Immer. Weil der Darm dann perforiert und sich der Inhalt in die Bauchhöhle ergießt. Gewebe geht kaputt.
Aber zu der Oma: ich hoffe, sie wird bald erlöst und findet ihren Frieden.
03.09.10 10:08
Das ist doch Quatsch.
Vielleicht solltest Du Dich erst mal bei Leuten umhören, die Palliativpatienten betreuen?
Ein nicht operierter Darmverschluß ist tödlich.
Ich habe nichts anderes behauptet. Dass der Ileus allerdings immer gleich zum Tode führt, ist ein altes Chirurgenmärchen. Bei entsprechender palliativer Therapie sind Überlebenszeiten von mehr als einer Woche (wie gesagt, bei subjektiv ekzeptabler Lebensqualität) nicht selten, auch mehrere Wochen kommen vor. Der "Rekord", den ich selber mitbekommen habe, war ein Patient mit Kolonkarzinom, der mit Ileus etwa 3 Monate zuhause überlebt - bettlägerig, mit rückenmarksnahmen Schmerzktheter versorgt, i.v. ernährt, aber durchaus so, dass er sich über die zusätzliche Zeit gefreut hat. Überlebenszeit war irgendwas zwischen 80 und 100 Tagen, ich weiß es nicht mehr genau.
Solche Verläufe setzen natürlich voraus, dass einem zum Thema "Ileus" ein bisschen mehr einfällt als "operieren, bevor die Sonne untergeht" - antiperistaltische, sekretionshemmende und antiödematöse Therapie, Sekretableitung, Schmerztherapie - hängt natürlich davon ab, ob der Patient das alles möchte.
03.09.10 10:48
Liebe, Mausi, es wird nicht mehr lang dauern, bis der Herrgott Deine Omi in seinen großen Garten holt. Auf der Palliatvstation ist sie aber sehr gut aufgehoben, vor allen Dingen wird darauf geachtet daß der Mensch so wenig wie möglich Schmerzen hat, und nicht leidet. Ich selber habe in den vergangenen Jahren geliebte Angehörige durch dieses furchtbare Schalentier verloren, am Ende war ich froh, als es zu Ende war und wusste daß sie es im Himmel besser hatten. Ich bin mir bewusst, wie entsetzlich sich dies anhört, aber das zusehen verbunden mit dem Wissen, daß eine Heilung unmöglich ist, belastet einen bis in die tiefste Seele. Mausi, helfen kann ich Dir nicht, nur versuchen Dir ein klein wenig Trost zu geben, ich umarme Dich und wünsch Dir alle Kraft der Welt, und für Deine Omi zünde ich Heute ein Kerzlein in meinem Herrgottseckchen an.
Liebe Grüße
04.09.10 21:05
Hallo alle zusammen,
ihr könnt euch nicht vorstellen was heute passiert ist. Ich bin zu meiner Oma ins Krankenhaus gefahren und sie siht richtig gut aus.
Hab euch ja geschrieben das sie eine inoperabelen Darmverschluss hat. Stellt euch vor Sie war heute schon 3 mal zur Toilette.
Die sonde haben sie ihr auch wieder weg genommen und sie hat zwieback zu essen bekommen. Ich hab keine Ahnung wie das sein kann. Aber ich freue mich 
05.09.10 13:19
Ich freue mich für euch nutze die Zeit mit deiner Omi,es wird euch gut tun

Sie hat es bestimmt gern ihre lieben um sich herum zu haben 
Ich weiß nicht wie alt du bist aber ich denke du weist das sie nicht wieder gesund wird.
bis da für sie das ist das größte Geschenk was du ihr machen kannst.
meine Mama ist leider an dieser Krankheit gestorben

Lg
06.09.10 11:04
Ich bin 21. Mir ist vollkommen klar das sie nicht mehr gesund wird aber es ist immerhin noch etwas mehr zeit. Man macht sich so Gedanken weil sie Ende Mai einen sehr schweren Autounfall hatte den sie überlebte. Es ist sehr traurig das sie einen schweren Autounfall überlebt um 2 Monate danach an Krebs zu sterben aber jz hat sie vielleicht ein paar tage oder Wochen mehr. Die Ärzte meinten das es auch nur noch mal so ein aufblühen vor dem Tod sein kann.
06.09.10 15:56
Ja so wird es sein .Ich weis wie du dich fühlst ,diese Hilflosigkeit und trotz alledem es sind Tage oder Wochen die man noch zusammen verbringen kann.
Ich wünsche dir viel, viel Kraft für die nächse Zeit.
Lg
06.09.10 16:17
Eine gute Freundin ist an BSDK gestorben.
Daher weiß ich, wie du dich nun fühlst. Es ist eine furchtbare Krankheit. Sei für sie da. Wenn deine Oma es mag, geh sie so oft wie es geht besuchen. Meine Freundin hat sich damals immer sehr gefreut und wollte noch sehr viel sagen und erzählen. Vielleicht geht es deiner Oma ähnlich. Sei für sie da und hör' ihr zu. Das wird ihr sicherlich helfen.
Ich wünsche dir sehr viel Kraft!
08.09.10 15:09
moin,
wollte nur mal mitteilen, daß es auch überlebende gibt mit bsdk. habe zwei große ops an der bsd ( beides mal ein karzinom ) und lebe seit 5 jahren damit. zwar mit vielen einschränkungen und schmerzen. aber es ist ein leben.
also. nicht jeder stirbt an der diagnose.
wollte mal ein wenig mut machen.
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