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Histologischer befund - bitte übersetzen

s(unsh,ine_in_mqy_hearxt hat die Diskussion gestartet


Diesen Beitrag hab ich schon im Dermatologieforum gepostet, bitte entschuldigt mein Crossposting! Ist mir doch sehr wichtig, hier eine Antwort zu finden, ich möchte einfach Sicherheit haben...

Hallo!

Habe mir vor 2 Wochen 3 Leberflecke rausschneiden lassen und mir im Gegensatz zum letzten Mal heute beim Fäden ziehen den histologischen Befund mitgeben lassen.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich daraus nicht so ganz schlau werde - vielleicht kann mir hier mal jemand etwas "übersetzen"?

Hier der Befund:

I Umschriebener melonazytärer Naevus mit Melanozytenproliferation an der Junktionszone und im oberen Korium. Zur Tiefe hin deutliche Ausreifung erkennbar. Kein Anhalt für Bösartigkeit

Diagnose zu I

Compound-Naevus

Postskriptum zu I

Die Veränderung reicht in den vorliegenden Schnittpräparaten bis in die Nähe des Resektionsrandes.

II Epidermisband mit verlängerten Reteleisten. Hier unscharf begrenzter melanozytärer Naevus mit einzelnen Melanozyten an der Junktionszone. Dazwischen zahlreiche junktionale Nester, die stellenweise konfluieren. Im Papillarkörper lymphozytäres Infiltrat, unregelmäßige Pigmentverteilung und lamelläre Fibroplasie. Möglicherweise schon einige vom Epithel abgelöste kleinere Melanozytenkomplexe.

Diagnose zu II

Überwiegend junktional gelegener dysplastischer Naevuszellnaevus

Postskriptum zu II

Die Veränderung reicht in den vorliegenden Schnittpräparaten bis in die Nähe des Resektionsrandes.

III Melanozytärer Naevus mit lentiginöser Epithelhyperplasie. An der Junktionszone und stellenweise in mittleren Epidermisabschnitten einzelne Melanozyten und melanozytäre Nester. Nur vereinzelt atypische Melanozyten. Im Papillarkörper lymphozitäres Infiltrat. Um die verlängerten Reteleisten Fibroplasie. In der oberen Dermis Naevuszellnester mit erkennbarer Ausreifung.

Diagnose zu III

Naevuszellnaevus vom Coumpound-Typ mit Melanozytendisplasie (dysplastischer Naevus)

Postskriptum zu III

Hier liegt trotz der beobachteten Melanozytendisplasie ein zum Zeitpunkt der Exzision gutartiger Coumpound-Naevus vor. Nur im Zusammenhang mit einem typischen klinischen Bild und entsprechender Anamnese kann die Frage des Syndroms der dysplastischen Naevi (B-K-Mole-Syndroms) geklärt werden. Die Veränderung reicht in den vorliegenden Schnittpräpareten bis in die Nähe des Resektionsrandes.


Einige Begriffe verstehe ich ja, Naevus ist Leberfleck, dysplastisch wird wohl sowas wie erhaben heißen, die Junktionszone ist zwischen Dermis und Epidermis... aber ansonsten?

Besonders Fleck III finde ich komisch, wenn man sich das Postskriptum liest, das klingt fast, als könne es bösartig sein, wenn ich entsprechende Symptome hätte...

please help!

sunshine

Antworten
nsowad{ayps


Subsumierend sagt obiger Befund aus, dass alle drei entfernten Nävi auch tatsächlich nur Leberflecken waren.

Die beiden letzten waren insofern "verdächtig", als dass sie dysplastisch sind/waren. Mit der Erhabenheit hat das insofern zu tun, als dass "normale" Nävi am ehesten rund, flach und regelmäßig geformt sind. Dysplastische Nävi sind "Fehlbildungen", die u.U. und bei entsprechender Prädisposition zur Entartung (--> Melanom) neigen. Besonders beim dritten waren selbst die Melanozyten fehlgebildet, dennoch war der Nävi schlussendlich gutartig.

Auf jeden Fall ist es besser, dass sie raus sind; und damit beziehe ich mich nicht nur auf die Optik ;-).

LG

s]unshinCe_in_mMy_heEarxt


juchu

danke :-)

Klingt gut... denke, die 21 € für die Vorsorgeuntersuchung waren eine gute Investition! Werd nun regelmäßig gucken lassen.

Lg

sunshine

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