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Schmerzmittel bei Krebs

J~agcuanr20x04


es wäre nett, wenn ich noch mehr antworten bekommen würde.

p{etxie


Ich nehme Morhium Tbl und Talvolsilen forte Kapseln.

Mal ist der Schmerz für einige Stunden weg, mal nicht. Er ist dann zumindest erträglich.

r?e/X


Also,

1. Arzt bin ich keiner. Aber mit Schmerzeinstellungen habe ich im post-operativen und palliativen Bereich viel zu tun.

2. Man kann natürlich Schmerzmittel auch überdosieren. Prinzipiell muss es meiner Meinung nach aber der Patient entscheiden, ob er mit der Schmerzeinstellung zufrieden ist.

Morphine machen den Darm sehr lahm, deswegen sollten die Patienten auch regelmäßig Abführmittel einnehmen, wenn sich Schwierigkeiten andeuten.

Fentanyl-Pflaster haben nicht solche Nebenwirkungen auf den Darm.

3. Irgendwo habe ich gelesen, dass Novalgin zu schwach sei. Als alleiniges Schmerzmittel sicherlich. Aber in der Kombination seeehr sinnvoll. Novalgin besetzt andere Schmerzrezeptoren als das Morphin, was eine bessere Schmerzabdeckung bewirkt.

(Tramal und Morphin besetzt zum Beispiel die Gleichen, weswegen diese Kombi Unsinn ist.)

Wichtig ist immer die kontinuierliche Einnahme, damit es erst gar nicht zu Schmerzattacken kommt.

Ach ja,

4. in der Schmerztherapie beobachte ich immer genau die Pupillen. Wenn die sehr eng sind, kann man sehen, dass das Maximum an Opiaten erreicht ist.

Außerdem kommt es dann häufig zu Übelkeit (Aber auch allgemein in der Anfangsphase)

Bei Patienten, die schon lange chronische Schmerzen ausgehalten haben, muss erstmal dieser Schmerz durchbrochen werden - was gar nicht so einfach ist, weil sich das Gehirn schon daran "gewöhnt" hat, diese Schmerzsignale auszusenden.

LG

reX

JFagvuar20z04


@ reX

hallo,

dein Beitrag ist sehr informativ. Jedoch stimmt es nicht, das Metamizol Schmerzrezeptoren besetzt. Wenn ich mich richtig erinnere gehört Metamizol zu der Gruppe der NSAIDs und die wirken nunmal alle gleich nämlich durch Hemmung des Cylccoxygenasen (wenn ich das richtig geschriben habe), dadurch wird die Bildung von Botenstoffen wie die Tromboxonen, Prostaglandinen und Prostacyclinen deutlich herabgesetzt und die Schmerzempfindlichkeitsschwelle deutlich heraufgesetzt.

Gruss Jaguar2004

raeX


@ jaguar

Dass Metamizol zu den NSAIDs gehören soll, wäre mir jetzt neu. Ich wüsste nicht, dass Metamizol eine antiphlogistische Wirkung zugeschrieben wird.. außerdem müsste man diese Medikamente 24 Std. vor Rückenmarksnarkosen absetzen.. und das tut man definitiv nicht.

Ich muss "gestehen", dass ich nicht die jeweiligen Schmerzrezeptoren auswendig gelernt habe (ich glaub, die haben alle irgendwelche griechischen Buchstaben). Metamizol ist auf jeden Fall peripher wirksam, dh. es werden die peripheren Schmerzrezeptoren geblockt....oder "von mir aus" die Synthese von Schmerzmediatoren suppremiert...(die dann nicht die Rezeptoren besetzen).. läuft aber auf das gleiche heraus.

Opiate sind dagegen zentral wirksam..

Erstaunlich, was Du so alles weißt und Dir auch noch merken kannst. Prostaglandine kenn ich noch und die gehen mir flüssig von den Lippen... der Rest ist schon was für den Biochemiker und Zungenakrobaten.

Für die Praxis (besonders für den Patienten) hat das aber wenig Relevanz. Er muss verstehen, warum er die Mittel regelmäßig nehmen muss und warum es verschiedene Präparate in Kombination gibt.

LG

reX

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