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Neuerkrankung nach Konisation

P-upBpillottxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe vor 3 Jahren (damals 29 Jahre) eine Konisation aufgrund eines PAP IVa erfolgreich durchführen lassen, das heißt bisher sind Gott sei Dank keine Zellveränderungen mehr festgestellt worden. Trotzdem hat mir meine Frauenärztin nun geraten einen HPV-Test durchführen zu lassen.

Ich frage mich nun, wie hoch wohl das Risiko für mich ist, erneut zu erkranken. Des Weiteren frage ich mich, was besser ist, PAP IVa ohne oder mit HPV. Denn wann ist das gesamte Risiko einer Krebserkrankung höher? Bei HPV könnte man ja das Virus verantwortlich machen, aber ohne Virus....?

Ich würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen kann, denn im Moment bin ich doch etwas verunsichert. Insbesondere, da in meiner Familie mittlerweile 5 Menschen an Krebs (Prostata, Hirn, Darm, Bein, Gebärmutter) erkrankt sind und ich ein bißchen Angst bekomme.

Liebe Grüße

Puppilotta

Antworten
CLal$caneuxs


Hallo,

das Problem bei HPV ist einfach, dass er im Verdacht steht das Zervixcarzinom auszulösen. Du hattest schon eine Koni und bist seither zum Glück unauffällig. Mich wundermn nur, dass die Ärztin nicht damals schon einen HPV Test gemacht hat, oder hat sie!?

Ich würde den Test auf jeden Fall machen lassen, du musst ihn wegen deiner Vorgeschichte auch nicht bezahlen.

HPV zu haben ist nie gut, denn er kann Warzen/ Kondylomne oder eben Krebs auslösen. Aber auch er unterliegt Einstufungen von low Risk bis high Risk. Ein Zustand nach Konisation und ein weiterer HPV high Risk ist eine Indikation etwas zu tun..

Gruß :o)

PxupBpil=ortta


Hallo,

danke für Deine Antwort. Gut, dass Du Dich auch wunderst (HPV Test noch nicht durchgeführt). Ich habe mich auch gewundert...nun werde ich aber den Test durchführen.

Du sagst "Ein Zustand nach Konisation und ein weiterer HPV high Risk ist eine Indikation etwas zu tun.." was genau meinst Du damit. Ich habe noch nicht verstanden, ob HPV überhaupt heilbar ist, ob er "nur" in einem bestimmten Körperberich auftritt, oder sich auch ausbreiten kann.

Viele Grüße

Puppilotta :-)

C@alcanxeus


Hi,

also ich hatte auch eine Koni, dafor Pap IIId und HPV high risk. Der Virus ist immer noch da. Manche Gyns nehmen dann schon die Gebärmutter raus, da die Gefahr einer erneuten Krebserkrankung hoch ist. Ich mache jetzt aber eine Immuntherapie mit Leukonorm und hoffe das mein Immunsysthem es dann mal auf die Reihe bekommt. Ca 80% haben HPV irgendwann mal. Normalerweise verschwindet er dann aber. Warum bei einigen nicht ist nicht genau geklärt, aber wohl immunologisch bedingt.

Hier ein paar Infos:

HPV-Infektion (Humanpathogene Papilloma-Viren)

Dr. med. Britta Bürger, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Was ist eine HPV-Infektion?

Infektionen mit dem Humanpathogenen Papilloma-Virus gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viruserkrankungen. Die Ansteckung kann jedoch auch beim Neugeborenen über den Geburtsweg stattfinden. Als Folgen einer HPV-Infektion treten meist harmlose Hauterscheinungen auf. Es existieren aber verschiedene Virus-Untergruppen, von denen einige in Verdacht stehen, bei der Entstehung von bösartigen Erkrankungen beteiligt zu sein. Bewiesen ist mittlerweile der Zusammenhang mit dem Gebärmutterhalskrebs. Wie es zu einer bösartigen (malignen) Entartung infolge einer HPV-Infektion kommen kann, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt.

Zum Erreger: Das Virus gehört zu den doppelsträngigen DNA-Viren. In seinem Inneren befinden sich auch noch andere Eiweißstrukturen. Umgeben ist es von einer Kapsel. Die Erbsubstanz des Virus kann mit den Zell- und Regulationsproteinen in den menschlichen Zellen interagieren. Daher besteht auch die Möglichkeit, dass die Zelle entartet.

Welche Krankheiten können durch HP-Viren verursacht werden?

Im Folgenden werden jene Krankheiten aufgelistet, die derzeit mit dem HP-Virus in Verbindung gebracht werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass im Verlauf der Forschung noch weitere Zusammenhänge zwischen solchen Infektionen und anderen Folgekrankheiten festgestellt werden.

Haut: Auf der Haut können HP-Viren zur Warzenbildung führen. Auch hier finden sich Formen, die eine maligne Entartung begünstigen.

Kopf und Halsbereich: Warzenbildungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich können ebenfalls auf eine HP-Infektion zurückzuführen sein. Bestimmte Virus-Untergruppen wurden auch bei tumorösen Veränderungen, beispielsweise an den Stimmlippen, festgestellt.

Genitalien: Bislang wurden mehr als 40 Untergruppen des HP-Virus bei Infektionen im Genitalbereich nachgewiesen. Bei den Folgen sind die harmlosen Warzenstrukturen - zu denen auch die Feigwarzen (Kondylome) zählen - von den ernst zunehmenden Virus-Infektionen zu unterscheiden. Für die Kondylome sind die HP-Gruppen 6, 11 und 42 verantwortlich. Bei den HPV-Infektionen, die zu bösartigen Zellveränderungen führen können, den so genannten "High-Risk-Gruppen", findet man die Virus-Untergruppen 16, 18 und andere. Diese Hautveränderungen sind häufig nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Die gefährlichen Virus-Untergruppen sind nachweislich nicht nur an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt, sondern man findet sie auch bei Krebserkrankungen des Penis, der Vulva (äußeres weibliche Genitale) oder des Anus.

Feigwarzen (Kondylome): Nach einer Inkubationszeit von drei Wochen bis acht Monaten können Feigwarzen (Condylomata accuminata) auftreten. In 10 bis 30 Prozent der Erkrankungen darf mit einem spontanen Verschwinden der Warzen gerechnet werden. Dabei spielt die Immunsituation des jeweiligen Betroffenen eine wichtige Rolle. Allerdings bleibt das Virus in den Zellen oft verborgen und kann ähnlich einer Herpes-Infektion immer dann reaktiviert werden, wenn sich die Immunlage verschlechtert, zum Beispiel bei AIDS bzw. während der Durchführung von Chemotherapien.

High-Risk-HPV-Infektionen: Ähnlich verläuft die Infektion mit den High-Risk-Viren im Bereich des Gebärmutterhalses. Hier bilden die Viren meist keine erhabenen Warzen, wie sie allgemein bekannt sind, sondern eher flächige Strukturen, die nicht so einfach zu erkennen sind. Diese fallen meist erst unter Lupenbetrachtung oder durch Zellveränderungen auf. Manchmal gelingt der Nachweis auch, indem verdünnte Essigsäurelösung auf eine möglicherweise infizierte Fläche aufgebracht wird. Die Hautveränderungen zeigen sich als weißliche Areale.

Die nachweisbaren Gewebeveränderungen können sich einerseits spontan zurückbilden, so dass keine Zellveränderungen mehr nachweisbar sind, andererseits können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut wieder auftreten. Es gibt auch Verläufe, wo die Zellveränderungen stetig fortschreiten, bis sich Krebszellen entwickelt haben. Für eine HPV-Infektion typisch ist der Abstrichbefund PAP IIID. Hochgradige Zellveränderungen bis hin zur Krebszelle zeigen sich bei PAP IV a/b oder PAP V. Führt man einen Erregernachweis durch, findet man in absteigender Häufigkeit folgende Untergruppen: 16, 31, 18, 33, 35, 52, 73.

Wie wird eine HPV-Infektion diagnostiziert?

Es ist nicht ganz einfach, eine HPV-Infektion zu diagnostizieren. Zur Verfügung stehen dazu unterschiedliche Methoden, die jeweils gewisse Vor- und Nachteile haben. Generelles Ziel der Testverfahren ist es, das Erbmaterial des Virus nachzuweisen. Dazu werden markierte Gen-Bruchstücke an das Virusmaterial angelagert und so sichtbar gemacht. Diese Bruchstücke sind für eine ganz bestimmte Virusgruppe charakteristisch

Das Testergebnis ist jedoch nur dann positiv, wenn die Infektion dazu geführt hat, dass sich das Virus vermehrt. Deshalb lassen sich latente Infektionen - das Virus sitzt inaktiv in den Zellen - nicht feststellen. Ein "negatives Testergebnis" bedeutet daher nicht unbedingt, dass keine Infektion stattgefunden hat. Zudem ist es mit einem Test nur möglich, bestimmte Untergruppen zu erfassen. Andere Gruppen, für die dieser Test nicht konzipiert ist, fallen daher nicht auf.

Wann sollte ein Test auf HPV-Infektionen durchgeführt werden?

Aus medizinischer Sicht ist ein HPV-Test immer dann angebracht, wenn Haut- oder Zellveränderungen erkennbar sind, die auf eine HPV-Infektion schließen lassen. Wichtig ist die HPV-Typisierung vor allem auch bei kleinen Kindern, wenn im Bereich der Genitalien oder des Anus Kondylome auftreten. In diesem Zusammenhang ist entscheidend, ob die nachgewiesenen Kondylome durch genitalspezifische Viren verursacht wurden, oder durch Viren, die sonst an anderer Stelle zu "normalen" Hautwarzen führen.

Was kann man bei einer HPV-Infektion tun?

Bislang gibt es gegen das HP-Virus noch keine konkrete Antivirus-Therapie. Liegen Haut- oder Zellveränderungen vor, sollten diese chirurgisch, durch lokale Verätzung sowie durch Kältetherapie oder Laser etc. behandelt werden. Abhängig vom Befund sind in den meisten Fällen mehrere Sitzungen notwendig. Häufig wird dadurch auch eine vollständige Heilung erzielt. Es kann jedoch auch zu einem Neuauftreten solcher Haut- oder Schleimhauterscheinungen kommen. Einerseits spielt dabei die Reaktivierung des Erregers eine Rolle, zum anderen kann es sich um eine Neuinfektion handeln.

Bei äußerlichen Warzen scheint eine lokale Therapie mit Imiquimod Erfolg versprechend. Dabei handelt es sich um eine Creme, die eine spezielle Abwehrform des Körpers stimuliert. Die Therapie mit Interferon bzw. andere Immuntherapien haben bislang noch nicht die erhofften Erfolge gebracht. Derzeit laufen Versuche mit Impfungen gegen das Virus, wobei die ersten Ergebnisse sehr optimistisch klingen. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis eine Impfung - vor allem gegen die High-Risk-Untergruppen - auf den Markt kommen wird.

Grundsätzlich ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen bzw. bereits bekannte HPV-Infektionen regelmäßig kontrollieren zu lassen. Vor allem sollten Männer bei Veränderungen am Penis nicht zögern und den HautarztIn bzw. UrologIn aufsuchen. Warzen oder HP-Infektionen im Bereich des Afters sind unbedingt von einem proktologisch versierten MedizinerIn (in Frage kommen die Fachbereiche Proktologie, Dermatologie, Urologie und Gynäkologie) zu untersuchen. Vor einer Spiegelung des Enddarms sollten die Warzen um den Analeingang entfernt werden, da die Viren ansonsten in den Enddarm verschleppt werden können.

Wie kann man sich vor einer HPV-Infektion im Genitalbereich schützen?

Die effektivste Maßnahme, um sich ausreichend zu schützen, ist Safer-Sex. Vor allem bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern sollte niemals auf das Kondom verzichtet werden. Zu beachten ist außerdem, dass nur eine Anwendung des Kondoms von Beginn bis Ende des Sexualkontakts die Übertragung von HP-Viren verhindert.

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